Neustädter Mitteilungsblatt

„Neustadt fragt mich“ -Bürgerbeteiligung zum Haushalt 2014 Vorschläge der Bürgerschaft bis zum 31. Juli 2013 erbeten

Im April 2013 hatte sich die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Neustadt (Hessen) dafür ausgesprochen, den Bürgerinnen und Bürgern unter dem Motto „Neustadt fragt mich“ die Möglich­keit zu eröffnen, ihre Ideen zum Haushalt 2014 einzubringen.

Dabei ging es sowohl um Investitionsvorschläge als auch um Vor­schläge für Einsparungen und Einnahmesteigerungen. Ausführlich wurde über das Vorhaben im „Mitteilungsblatt“ vom 13. Juni 2013 berichtet.

Die Vorschläge der Bürgerschaft werden per Mail (neustadt-fragt-mich@neustadt-hessen.de) oder als schriftliche Notiz im Rathaus­briefkasten erbeten.

Es wäre von Vorteil, die Adresse anzugeben, damit über den wei­teren Verlauf eine Rückmeldung gegeben werden kann.

Die Verwaltung wird die Vorschläge zusammenstellen und auf ihre Machbarkeit analysieren. Im Oktober 2013 werden sie im Haupt-und Finanzausschuss öffentlich vorgestellt und in der Stadtverord­netenversammlung vertretenen Fraktionen im Hinblick auf die Beratungen des Haushaltes 2014 übergeben.

Frank Frohmüller erhält Auszeichnung der Jugendfeuerwehr Schleswig-Holstein

Seit vielen Jahren finden gemeinsame Freizeiten der Jugendfeuer­wehren Neustadt in Holstein und Neustadt (Hessen) statt. Beide unterhalten eine nun schon Generationen übergreifende Paten­schaft.

Bei der diesjährigen Freizeit hatten die Kameraden aus Holstein eine große Überraschung für Stadtjugendfeuerwehrwart Frank Frohmüller parat:

Aufgrund seiner Verdienste um die Patenschaft wurde ihm die Flo­rians-Medaille in Silber der schleswig-holsteinischen Jugendfeuer­wehr verliehen. Dies ist die höchste Auszeichnung, die an Nicht-mitglieder des schleswig-holsteinischen Landesfeuerwehrverbandes verliehen werden kann.

Die Verleihung wurde vom stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwart des Kreises Ostholstein, Alexander Wengelewski, vorge­nommen. Er betonte dabei, dass Frank Frohmüller die seit 1986 bestehende Patenschaft zwischen den beiden Neustadts aktiv vor­gelebt und auch vertieft habe. Er sei ein „Motor“ für die gegensei­tigen Besuche und Zeltlager.

An der Verleihung nahmen auch der Wehrführer der Stadt Neu­stadt in Holstein, Reinhardt Schioer, und der stellvertretende Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt (Hessen), Uwe Bielert, teil, der mit seiner Familie Urlaub an der Nordsee machte. Nach Rückkehr aus der Jugendfeuerwehrfreizeit gratulierte auch Bürgermeister Thomas Groll Hauptlöschmeister Frank Froh­müller zu dieser hohen Auszeichnung. Er dankte ihm zugleich für seinen großen Einsatz für die städtischen Jugendfeuerwehren.

Die Vorbereitungen für die Trinitatis-Kirmes 2014 haben bereits begonnen Festbeirat kam zu Rück- und Ausblick zusammen

Aufgabe des elfköpfigen Festbeirates für die Trinitatis-Kirmes ist es, gegenüber der für die Organisation des traditionellen Neustäd­ter Volksfestes verantwortlichen Verwaltung als „Sprachrohr der Bürgerschaft“ aufzutreten.

Folgerichtig, so Bürgermeister Thomas Groll, sei das Gremium Anfang Juli 2013 zusammengekommen, um auf den Verlauf der diesjährigen Trinitatis-Kirmes zurückzublicken und Vorschläge für 2014 zu formulieren.

Die Kirmes 2013 wurde von den Anwesenden trotz des äußerst schlechten Wetters durchweg als positiv bewertet. Die einzelnen Veranstaltungen im Festzelt seien gut besucht gewesen. Auch mit den verpflichteten Künstlern und Kapellen war man zufrieden. Der Bierumsatz entsprach mit rund 72 Hektolitern dem Ergebnis des Vorjahres. Die erhoffte Steigerung unterblieb aufgrund der ge­rade in den Abendstunden kühlen Witterung und des völlig verreg­neten Sonntags.

Positiv hervorgehoben wurde der Festzug. Zahlreiche Vereine und Vereinigungen aus Neustadt haben sich eingebracht und dem Dau­erregen getrotzt. Möge die große Bereitschaft, beim Festzug mitzu­wirken, auch weiterhin bestehen.

Begrüßt wurde die Teilnahme der Kindergärten „Regenbogen“ und „Sonnenschein“, die große Zahl von Kapellen und Trachten­gruppen, die bei Sonnenschein natürlich weitaus besser zur Gel­tung gekommen wären.

Wünschenswert wäre für die Zukunft, wenn sich auch aus den Stadtteilen und Nachbarkommunen Gruppen zu einer Teilnahme entschließen könnten.

Das schlechte Wetter führte auch zu Mehrausgaben. So wurde kurzfristig eine Zeltheizung beschafft und zusätzlicher Schotter auf dem oberen Festplatz aufgebracht. Ein Dank galt dem General­pächter Konrad Ruppert für die abwechslungsreiche Bestückung der „Lehmkaute“ mit Fahr- und Ausspielungsgeschäften sowie Im­bissständen. Der hier vorgenommene Wechsel hat sich abermals bewährt.

Mit Blick auf die 510. Trinitatis-Kirmes, die vom 13. bis 16. Juni 2014 stattfinden wird, stellte Bürgermeister Thomas Groll fest, dass man die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien natürlich bei den Planungen berücksichtigen werde. Die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland während der Kirmestage sein erstes WM-Spiel absolviert, liege schließlich bei 80 %. Im Übrigen sei es richtig ge­wesen, das Champions-League-Finale zwischen Bayern und Dort­mund zu übertragen. Das Zelt war voll und die Stimmung prächtig.

Auch für das Feuerwerk gab es, wie schon 2012, großes Lob. Glei­ches gilt für den ökumenischen Gottesdienst zur Kirmeseröffnung. Übereinstimmend war man der Meinung, dass an der Gestaltung von Kirmessonntag und -montag grundsätzlich kein Veränderungs­bedarf bestehe.

Gleichwohl schlug Bürgermeister Groll vor, das Frühschoppenpro­gramm am frühen Nachmittag durch einen zusätzlichen Künstler­auftritt aufzuwerten. Auf diese Weise könne man die „zeitigen Be­sucher“ noch etwas im Festzelt halten und wohl auch zusätzliche Gäste gewinnen.

Angeregt wurde zudem, den Festgottesdienst am Dreifaltigkeits­sonntag auf 10.00 Uhr zu verlegen.

Intensiv wurde über die Programmgestaltung von Freitag und Samstag gesprochen. Die traditionellen Bestandteile – Junker-Hansen-Einführung und Neubürgertrunk – wurden in den letzten Jahren immer wieder auf neue Termine verschoben. Trotzdem ist festzustellen, dass hier die Resonanz der Besucher stetig nachlässt. Gemeinsam mit den Sprechern der Neubürger will man nach neu­en Wegen suchen, da ein gänzlicher Verzicht auf diese Punkte nicht zur Diskussion steht.

Auch über das Für und Wider eines Disco-Abends wurde gespro­chen. Von Seiten Thomas Grolls und René Spatziers wurde der Vorschlag ins Spiel gebracht, „einen mottobezogenen generations-übergreifenden Abend“ zu gestalten. Dieses Konzept läuft andern­orts sehr erfolgreich.

Auch über den Samstagnachmittag sprach man. Das diesjährige Programm war gut, der Besuch „ausbaufähig“. Einig war man sich darin, für die kleinsten Kirmesbesucher wieder etwas anbieten zu wollen, es gilt nun nach entsprechenden Angeboten zu schauen.

Am Samstagabend soll eine Partyband für Stimmung sorgen. Um gute Kapellen und Künstler verpflichten zu können, müssen die Planungen nun vorangetrieben werden. Erschwert wird dies da­durch, dass erst Anfang Dezember der Spielplan für die Fußball-WM endgültig feststeht. Dies muss bei Vertragsverhandlungen be­rücksichtigt werden.

Thematisiert wurde auch die Beschallung im Festzelt. Man war sich darin einig, dass hier Optimierungsbedarf bestehe.

Im kommenden Jahr beabsichtigt die Historische Bürgerwehr, die im Rahmen des Kirmesfrühschoppens 1994 gegründet wurde, ihr 20jähriges Jubiläum zu feiern. Dies soll in die Kirmes eingebunden werden. Die Frauen und Männer um Andreas Gnau haben mit den Planungen bereits begonnen und wollen zahlreiche Bürgerwehren aus der näheren und weiteren Umgebung hierzu einladen.

Im kommenden Jahr feiert zudem der VfL 1864/87 Neustadt, der die Kirmes viele Jahre ausrichtete, sein 150jähriges Gründungsfest. Auch diesem Ereignis soll gedacht werden.

Bürgermeister Thomas Groll fasste die Sitzung des Festbeirates wie folgt zusammen: „Die vorgenommenen Veränderungen haben der Trinitatis-Kirmes in den letzten beiden Jahren zweifellos gut getan. Natürlich kann man immer noch etwas verbessern, daran ar­beiten wir. Für den wirtschaftlichen Erfolg wäre es gut, einmal vier Tage optimales Kirmeswetter – trocken, aber nicht heiß – zu haben. Bei der Verpflichtung von Künstlern und Kapellen wollen wir den eingeschlagenen Weg beibehalten. Da wir keinen Eintritt mehr verlangen, setzen wir stark auf regionale Akteure. Wer von „aus­wärts“ kommt, muss gut sein, darf unser Budget aber nicht zu stark belasten. Unsere Trinitatis-Kirmes lebt entscheidend davon, dass „die Neustädter“ zu ihrem Fest stehen und dies nicht nur verbal, sondern durch den Besuch in der „Lehmkaute“ bekunden.“

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