Landgesellschaft plant Machbarkeitsstudie für Speckswinkel
Thomas Groll und Karl Stehl sprachen mit Dr. Harald Müller, dem Geschäftsführer der Hessischen Landgesellschaft (HLG) über die Umgestaltung der Ortsmitte von Speckswinkel.
Neustadt. Die Stadt Neustadt will die Ortsmitte von Speckswinkel umgestalten, um das „Aussterben“ des Dorfkerns zu verhindern. Als Teil des Demo-graphie-Dialogs veranstaltete die Stadt einen Ideenwettbewerb zur Weiterentwicklung der dörflichen Mitte, an dem sich drei Architekturbüros mit Konzepten beteiligen.
Bürgermeister Thomas Groll sagte schon damals, dass es ihm wichtig sei, „keine Pläne für die Schublade zu produzieren“, sondern dass es Ziel sei, „ein neues Baugebiet im alten Bestand zu entwickeln“.
Die Pläne wurden auch mit dem Denkmalschutzbeirat des Landkreises Marburg-Biedenkopf diskutiert. Im Verlauf des Jahres 2009 führten Groll, Speckswinkels Ortsvorsteher Karl Stehl und Bauamtsleiter Thomas Dickhaut mehrere Gespräche mit Mitarbeitern der Hessischen Landgesellschaft (HLG) über das weitere Vorgehen. Diese zeigten sich der Idee gegenüber sehr aufgeschlossen – was für die Neustädter gut ist: Da die Kommune das Projekt nicht alleine stemmen kann, braucht sie einen erfahrenen Partner. „Stadt erntet Lob für Pläne zur Gestaltung der Ortsmitte“ weiterlesen
Neustadt ändert die Müllgebühren
von Florian Lerchbacher ,
Neustadt. Die Stadtverordneten beschlossen in der letzten Sitzung des Jahres 2009 eine Änderung der Müllgebühren. Unstrittig waren die Neuregelungen für Restmüll und Biomüll. Restmüll wird ab dem 1. Januar 2011 im Drei-Wochen-Rhythmus abgeholt, die Menge pro Person beträgt ab dann acht Liter pro Woche – also kommt der Müllwagen neun Mal im Jahr weniger. Haushalte ab drei Personen können auf Antrag demnächst das kleinere Abfallgefäß erhalten. Biomüll wird ab dem Jahr 2011 zwischen April und Oktober im Zwei-Wochen-Rhythmus, zwischen November und März im Drei-Wochen- Rhythmus eingesammelt.
Einzig strittig war die Abholung von Sperrmüll. Die SPD war von ihrer ursprünglichen Idee – einer kostenlosen Sammlung, aber nur auf Karte – abgewichen und wollte alle Abholungen kostenpflichtig und auf Karte gestalten, denn nur so sei eine Reduzierung des Mülls zu erreichen. Letztendlich war jedoch die Mehrheit der Stadtverordneten für den CDU-Vorschlag. Ab 2011 gibt es eine generelle, kostenlose Abfuhr. Eine weitere Abfuhr ist nur auf Bestellung und gegen Entgelt möglich.
Neustädter Mitteilungsblatt
Stadtallendorf erhält Zuwendung für die graphische Gestaltung von vier Ausstellungsräumen im Stadtmuseum als Erweiterung des Dokumentations- und Informationszentrums
Bürgermeister Thomas Groll konnte in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Region Herrenwald kürzlich seinem Stadtallendorfer Amtskollegen Manfred Vollmer einen Bewilligungsbescheid über 16.500,00 Euro überreichen. Mit diesen Mitteln aus der ELER-Förderung unterstützt das Land Hessen die graphische Gestaltung von vier weiteren Ausstellungsräumen im Stadtmuseum als Erweiterung des Dokumentations- und Informationszentrums. Die Gesamtausgaben belaufen sich auf rund 33.000,00 Euro. Groll verwies darauf, dass in Kürze die Planungen für den Naturerlebnis- und Märchenpfad im Herrenwald vorliegen werden, die in 2010 in Zusammenarbeit mit dem Verein Spielraum Umwelt und dem Hessen-Forst umgesetzt werden sollen. Dieser Pfad wird zwischen Neustadt und Stadtallendorf verlaufen und an „Mitmachstationen“ vielfältige Informationen über Fauna und Flora des Herrenwaldes bieten. Auch diese Planungen wurden mit ELER-Mitteln gefördert.
Weiterhin ist für das kommende Jahr vorgesehen, historische Gebäude in Neustadt und den Stadtteilen auszuschildern. Auf dem dann neu gestalteten Rabenauplatz soll mittels beschrifteter Stehlen der Einstieg in den Stadtrundgang ermöglicht werden. Die Region Herrenwald wird sich nach den Worten ihres Vorsitzenden zudem an der Oberhessenschau 2010 in Marburg und dem Hessentag in Stadtallendorf beteiligen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
Arbeitskreis weiß nicht mehr weiter
Momberger wollen Geld für die Backhaus-Sanierung umwidmen und kritisieren die Denkmalpflege
Der Abriss des alten Backhauses kommt für das Landesamt für Denkmalpflege nicht in Frage. Den Großteil der Mitglieder einer Arbeitsgruppe erzürnt diese Entscheidung.
von Florian Lerchbacher
Momberg. Einen Monat ist es her, dass in Momberg eine längere Sitzung stattfand, in der sich alles um die Zukunft des alten Backhauses drehte. Mitglieder einer Arbeitsgruppe, der sich mit dem Thema beschäftigte, diskutierten mit Bürgermeister Thomas Groll, den für die Dorferneuerung zuständigen Mitarbeitern des Landkreises und Dr. Bernhard Buchstab, dem Bezirkskonservator des Landesamtes für Denkmalpflege Marburg, über den alten Backsteinbau in der Dorfmitte.
Buchstab stellte sowohl Abriss wie auch Rückbau des Sorgenkindes des Neustädter Stadtteils außer Frage. Er bezeichnete das massiv in Backstein gebaute Haus als etwas ganz Besonderes und hob hervor, dass in zahlreichen anderen Orten neue Backhäuser gebaut würden, nachdem die alten vor Jahren abgerissen wurden.
Buchstab zur Seite sprang der ehemalige Ortsvorsteher Reinhold Lotter, der sich für eine Sanierung und die anschließende Nutzung zum Backen aussprach. Die anderen Mitglieder der Diskussionsrunde hielten diesen Vorschlag allerdings aufgrund von mangelndem Interesse am Backen oder der fehlenden Lagermöglichkeiten der Backwaren für nicht realisierbar. „Arbeitskreis weiß nicht mehr weiter“ weiterlesen
„Kommunen sollten nie Unternehmen werden" – MNZ
Groll bringt Haushalt ein und kritisiert neue Buchführung
Neustadt (aws). In der letzten Sitzung des Jahres hat Bürgermeister Thomas Groll (CDU) den Neustädter Parlamentariern den Haushaltsentwurf für 2010 vorgestellt. Wie viele anderen Städte bleibt die Junker-Hansen-Stadt nicht von den Auswirkungen der Wirtschaftsflaute verschont.
„Man gibt sein Bestes, aber die nicht zu beeinflussenden Rahmenbedingungen verhindern einen Erfolg“, resümierte Groll zu Beginn seiner Rede. Die vom Kämmerer prognostizierten Mindereinnahmen und Mehrausgaben belaufen sich auf 1,24 Millionen Euro.
Gegenüber 2009 beträgt dabei der erwartete Rückgang bei der Gewerbesteuer rund 10 000 Euro, bei den kommunalen Anteilen an den Gemeinschaftssteuern sind es etwa 219 000 Euro und die Schlüsselzuweisungen verringern sich um weitere 749 000 Euro. „Eine erneute Kürzung bei den Schlüsselzuweisungen kann unsere Stadt künftig nicht mehr verkraften“, sagte Groll. Dazu kommen aufgrund der Marktsituation zu erwartende Mindereinnahmen im Bereich des Forstes gegenüber dem diesjährigen Haushaltsansatz von rund 150 000 und zusätzliche Gebühren des Zweckverbandes Mittelhessischer Abwasserwerke für die Entsorgung der Straßenabwässer in Höhe von 39 500 Euro. „„Kommunen sollten nie Unternehmen werden" – MNZ“ weiterlesen
Stadt erwartet dramatische Einbrüche
Am Ende des Haushaltsplanentwurfs für das Jahr 2010 steht ein Minus von 1,4 Millionen Euro
Der „kleine Segler“ Neustadt-den Bürgermeister Thomas Groll gerne als Metapher für seine Heimat verwendet – gerät im Jahr 2010 in raue See.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Ein Minus von rund 1,4 Millionen Euro steht am Ende des Haushaltsplanentwurfs, den Bürgermeister Thomas Groll am Montagabend in der Neustädter Stadtverordnetenversammlung einbrachte. Dabei könnte es noch schlimmer kommen, wenn die Stadt kein Geld auf der hohen Kante hätte: Der Fehlbedarf des Ergebnishaushaltes wird durch eine Rücklagenentnahme von 1,1 Millionen Euro ausgeglichen.
Das Stadtoberhaupt sieht keine andere Möglichkeit, als neue Schulden in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro machen. „Was ist die Alternative? Klagen, jammern oder den Kopf in den Sand stecken? Das führt uns nicht weiter. Auf alle Investitionen verzichten? Das bedeutet nicht nur Stillstand, sondern Rückschritt“, erklärt er und ergänzt, dass es ein Muss sei, zum Beispiel die neue Kindertagesstätte zu errichten – Kosten von rund einer Million Euro kommen dafür auf die Stadt zu. „Stadt erwartet dramatische Einbrüche“ weiterlesen
Neustadt macht mit Wald rund 200 000 Euro Gewinn
Forstamt verzichtete bei Kampf gegen Käfer auf Insektizide
Neustadts Revierförster Klaus Schild zog eine positive Jahresbilanz, erwartet aber für das kommende Jahr bei den Einnahmen einen Einbruch.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. 550 000 Euro verbuchte die Stadt Neustadt in diesem Jahr an Einnahmen aus der Forstwirtschaft – der Haushaltsansatz von 200 000 Euro wurde damit weit übertroffen. 9 000 Festmeter ließ die Stadt im Wald einschlagen, hin-zu kommen weitere 2 000 Festmeter, die sie zweieinhalb Jahre auf dem Nasslagerplatz in Anzefahr eingelagert hatte und nun verkaufte.
Rund 200 000 Euro Gewinn machte Neustadt also mit dem Wald. Allerdings erwartet Revierförster Klaus Schild einen Einbruch, 2010 rechnet er nur noch mit 300 000 Euro an Einnahmen und fordert, die Rücklagen zu erhöhen. 100 000 liegen bereits auf der hohen Kante – zu wenig für Schild, ausreichend für Bürgermeister Thomas Groll, der auf die wirtschaftlich schwierigen Zeiten hinweist.
350 000 Euro investierte die Stadt in diesem Jahr in die Waldbewirtschaftung. Einen Großteil brachte sie für die Aufforstung von Windwurfflächen sowie die Bekämpfung der Borkenkäfer auf. Auch das Jahr 2009 sei noch stark von den Nachwirkungen der Sturmschäden geprägt „Mit erheblichem finanziellen Aufwand wurde bruttaugliches Material beseitigt, um die Verbreitung der Käfer einzudämmen“, sagte Schild und betonte, dass dank der „Überwachung der gefährdeten Bestände“ auf den Einsatz von Insektiziden verzichtet werden konnte. „Neustadt macht mit Wald rund 200 000 Euro Gewinn“ weiterlesen
Gewalt früh stoppen – MNZ
Kreis startet Projekt an Neustädter Schulen und Kindergärten
Neustadt (aws). Um der Entstehung und Entwicklung von Aggressionen und Gewalt an Kindertagesstätten und Grundschulen früh entgegenzuwirken, hat der Landkreis das Projekt „Integrierte Gewaltprävention“ an der Grundschule Neustadt und den Kindertagesstätten Regenbogen und Sonnenschein gestartet.
Das auf ein Jahr ausgelegte Projekt wird von der Arbeitsgruppe Sozialpsychologie der Philipps-Universität Marburg begleitet. Ziel ist, ein umfassendes Programm zu entwickeln, mit dem der Entstehung und Entwicklung von Aggression und Gewalt bereits frühzeitig präventiv entgegengewirkt wird. „Die Kinder sollen durch Stärkung ihrer sozialen Fähigkeiten, ihrer Impulskontrolle und durch den Abbau von Ängsten in die Lage versetzt werden, mit Konflikten gewaltfrei und konstruktiv umzugehen“, erläuterte Uwe Pöppler vom Fachbereich Familie, Jugend und Soziales der Kreisverwaltung.
■ Kein isoliertes Programm
Das Besondere an dem Projekt ist sein umfassender Ansatz. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gewaltpräventionsprogrammen handelt es sich nicht um eine isolierte Einzelmaßnahme in separaten Unterrichtsstunden mit einzelnen Klassen oder Kindern. Vielmehr wird die Förderung eines kooperativen und gewaltfreien Miteinander zum zentralen Thema der Schul- und Kindergartengemeinde. „Gewalt früh stoppen – MNZ“ weiterlesen
Groll hält Gebietsreform für nötig
Neustadts Bürgermeister fordert einen Strukturwandel, um den ländlichen Raum zu stärken
„Wir stehen vor Jahren, die an finanzieller Dramatik nicht zu überbieten sind“, sagt Neustadts Bürgermeister Thomas Groll, der am Montag den Haushaltsplan 2010 einbringen wird.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Im kommenden Jahr muss die Stadt Neustadt einen dicken Batzen Geld in die Hand nehmen: Rund eine Million Euro kostet sie trotz zahlreicher Zuschüsse der Neubau des Kindergartens „Regenbogen“, den sie in diesem Jahr aufgrund baulicher Mängel überraschend schließen musste. „Wenn in einer Stadt Arbeitsplätze fehlen und sie sich daher zu einer Wohnstadt entwickelt hat, so müssen wenigstens die weichen Standortfaktoren stimmen, damit junge Familien vor Ort bleiben und nicht in die Ballungsräume abwandern“, sagt Bürgermeister Thomas Groll mit Blick auf die Großinvestition aber auch auf Projekte, die in diesem Jahr in der Stadt umgesetzt wurden – zum Beispiel die U3-Gruppe im Kindergarten „Sonnenschein“, der Spielplatz in Mengsberg oder die Sanierung des Kindergartens Momberg.
Kindergärten, Vereine oder Grundschulen benötigten die Unterstützung der Stadt, „aber uns brechen finanzielle Mittel in nie gedachter Größe weg“, sagt Groll und ergänzt, insgesamt eine Million Euro werde der Stadt im kommenden Jahr aufgrund der Veränderung bei der Schlüsselzuweisung und dem Rückgang der Gewerbesteuer fehlen. „Groll hält Gebietsreform für nötig“ weiterlesen
Sein Holz bringt Neustadt Kohle – MNZ
Forstamtmann Klaus Schild rechnet mit 200 000 Euro Überschuss aus dem Wald
Von Alfons Wieber
Neustadt. Die Stadt Neustadt vermeldet mit rund 9000 eingeschlagenen Festmetern ein sehr gutes Ergebnis im Stadtwald. Allerdings seien hier die Nachwirkungen der Sturmschäden der vergangenen Jahre immer noch deutlich spürbar. Das stellte Forstamtmann Klaus Schild, der die Flächen des Neustädter Stadtwaldes betreut, jetzt fest.
Neben dem Holzeinschlag von Nutz- und Brennholz bildete auch in diesem Jahr die Aufforstung der Windwurfflächen und die Bekämpfung des Borkenkäfers einen großen Schwerpunkt seiner Tätigkeit.
Mit erheblichem Aufwand wurde bruttaugliches Holzmaterial beseitigt, um die weitere Verbreitung der Käfer einzudämmen. Wie Schild berichtet, konnte durch die ständige Überwachung auf den Einsatz von Insektiziden verzichtet werden. Beim Holzeinschlag sei eine Normalisierung der Verhältnisse festzustellen. „Entgegen dem allgemeinen Wirtschaftstrend ist die Holznachfrage bei den meisten Sortimenten zufrieden stellend bis gut. Hier wirkt sich für den Stadtwald die ausgeglichene
Alters- und Baumartenstruktur positiv aus“, betonte Forstamtmann Klaus Schild. Man habe auf den jeweiligen Holzbedarf reagieren können. „Sein Holz bringt Neustadt Kohle – MNZ“ weiterlesen

