Kritik an A-49-Weiterbau

Etwa 100 Demonstranten protestierten gegen Unterbrechung von Radwegen
Von Michael Rinde

Neustadt. Es ist wohl Jahrzehnte her, dass Neustadt eine Demonstration oder Kundgebung erlebt hat. Ordnungsamts-Chef Holger Michel erinnerte sich am Freitagnachmittag an die Kundgebung der Ergee-Mitarbeiter zurück, die gegen die Werkschließung protestiert hatten. Das ist wahrlich lange her.

Am Freitag, gegen 18.20 Uhr, zogen erstmals wieder Demonstranten durch die Junker-Hansen-Stadt, dieses Mal auf dem Fahrrad. Es gab geschätzte 80 bis 100 Teilnehmer. Die Demo war im benachbarten Schwalm-Eder-Kreis gestartet, wo sie auch ihren Schwerpunkt hatte.

Das Anliegen: Die Demonstranten wollten auf die Situation bei den Radwegen in der Region aufmerksam machen, die vor allem im Nachbarkreis durch A-49-Baustellen unterbrochen und abgeschnitten werden – zumindest während der nächsten drei Jahre bis Bauende, wenn denn der Zeitplan eingehalten wird. Zerschnitten wird etwa der Radweg D 4.

Auch Neustadts Bürgermeister Thomas Groll hatte für dieses Anliegen der Demonstranten durchaus Verständnis gezeigt und moniert, dass an einzelnen Stellen Lösungen auf sich warten lassen (die OP berichtete). „Kritik an A-49-Weiterbau“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

„Liter (N)ATUR 21! – wir lesen in der Natur“

Bestseller-Autoren Tim Frühling und Elke Pistor kommen nach Neustadt
Die Stadt Neustadt (Hessen), so Bürgermeister Thomas Groll, beteiligt sich 2021 an der bundesweiten Aktion „Und seitab liegt die Stadt“, die Literatur und Natur verbinden möchte.
Die Veranstaltungsreihe wird vom Literarischen Colloquium Berlin mit rund 3.500 Euro gefördert, um die Befassung mit Literatur im ländlichen Raum zu stärken.
Die Kommune möchte im Rahmen von „Liter(N)ATUR 21! – wir lesen in der Natur“ zum einen die Vielfältigkeit der örtlichen Landschaft darstellen und zum anderen die Begeisterung für das Lesen bei allen Altersklassen fördern, betont der Bürgermeister.
„Gerade in Corona-Zeiten bietet es sich an, ein Veranstaltungsformat in der Natur zu organisieren. Die Teilnehmer sollen hierbei nicht nur „konsumieren“, sondern auch selbst aktiv werden; etwa beim Apfelpressen oder bei Gewässeruntersuchungen. Zu den einzelnen Veranstaltungsorten und Aktionen wird es jeweils passende Literatur geben. Zudem ist vorgesehen, das Spielraumtheater Kassel mit einzubinden und sowohl für Kinder als auch Erwachsene durch passende Stücke den Bezug zur Literatur (insbesondere Märchen und Texte der deutschen Klassik) herauszustellen. Die Veranstaltungsreihe greift bisherige Aktivitäten der Kommune auf und gibt ihnen im kommenden Jahr einen festen Rahmen. Sie ist zudem als eine Unterstützung für Autoren und Künstler in schwierigen Zeiten zu sehen. „Liter(N)ATUR 21! – wir lesen in der Natur.“ ist ein Beitrag zur Stärkung kultureller Aktivitäten im ländlichen Raum“, erläutert Thomas Groll ausführlich die Konzeption.
Den Auftakt macht am 24. Juli 2021 der Fernseh- und Radiomoderator Tim Frühling, dessen Bücher sich einer stetig wachsenden Beliebtheit erfreuen. Er wird „rund um das Kultur- und Bürgerzentrum“ aus seinem Kriminalroman „Hessentagstod“ lesen und gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Groll einen „Literaturbaum“ pflanzen. 100 Interessierte können hieran teilnehmen. Der Eintritt beträgt 5,00 Euro. Der Vorverkauf startet am 5. Juli 2021. Karten sind erhältlich im Rathaus – Bürgerbüro, Bei Hills – Marktstraße 17, Ahrens, Buch & Papier, Marktstraße 3 und im Rewe-Markt, Am Kaufpark.
Bis Oktober 2021 sind dann noch weitere fünf Veranstaltungen vorgesehen, deren Terminierung, so Sonja Stark von der Stadtverwaltung, gerade finalisiert werden. Veranstaltungsorte sind dabei der Wallgrabenpavillon, der Rathausplatz, der Teich in Speckswinkel, die Streuobstwiese in Momberg und der Lindenplatz in Mengsberg. Bei schlechtem Wetter wird es kurzfristige und Corona-konforme Alternativlösungen geben.
Neben Frühling erwartet man in Neustadt auch die mehrfach ausgezeichnete Autorin Elke Pistor und Stefan Becker vom Kasseler Spielraum Theater, der vielen in der Region als „Bruder Grimm“ bestens bekannt ist. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

SPD Neustadt stellt die Weichen

Neu gewählte Fraktion will Ostkreiskommune weiterentwickeln
Neustadt. Eine Vision für Neustadt 2030: Mit diesem Slogan war die SPD angetreten, um Neustadt weiterzuentwickeln. Die neu gewählte SPD-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung Neustadts traf sich, um für dieses Ziel die Weichen zu stellen – sowohl inhaltlich als auch personell.

Zunächst einmal stand die Auswertung der Kommunalwahlen auf dem Programm. Die SPD war mit einer ausgewogenen Liste angetreten, auf der viele junge Kandidatinnen und Kandidaten aus allen Stadtteilen vertreten waren. Nicht alle Kandidaten schafften es ins Parlament; diese wollen aber auch weiterhin inhaltlich mit der Fraktion mitarbeiten, was für das gute Miteinander der Ortsvereine spricht, wie Jörg Grasse hervorhob.

■ Wahlen: Hans Gerhard Gatzweiler wurde einstimmig zum Fraktionsvorsitzenden gewählt, Sebastian Sack und Jörg Grasse zu seinen Stellvertretern.

■ Für den Magistrat wurden vorgeschlagen: Stephani Schmitt, Andrea Bauscher und Thomas Horn, sodass Susanna Wilhelm im Falle dieser Wahl noch in die Fraktion nachrücken wird und der neue Magistrat insgesamt ebenfalls alle Ortsteile gleichermaßen abdeckt.

■ Auch die Ausschüsse konnte man fachlich gut abdecken, so schlägt man für den Bauausschuss als Vorsitzende Anke Stark vor und Karl Heinz Waschkowitz wird in dem Ausschuss ebenfalls seine lange und über Parteigrenzen geschätzte Expertise einbringen. Im neu zu schaffenden Sozialausschuss schlägt man als neuen stellvertretenden Vorsitzenden Sebastian Sack vor, der gemeinsam mit Jürgen Kaufmann dort seine lange Erfahrung aus der Jugendarbeit und dem Ehrenamt einbringt. Susanna Wilhelm und Jörg Grasse sollen künftig die wichtige Arbeit des Haupt- und Finanzausschusses begleiten.

■ Gemeinsamer Blick in die Zukunft: Gerade in Sachen Klima- und Umweltschutz hatte die SPD in der Vergangenheit Akzente gesetzt. Gemeinsam könne man in Neustadt viel bewirken. Der Fraktionsvorsitzende Gatzweiler benannte als zentrale Themen der Zukunft die Ärztliche Versorgung, Chancen und Auswirkungen der Autobahn 49 oder die Auswirkungen der Corona-Pandemie insbesondere für Kinder und Jugendliche.

Bis zu 200 000 Euro für Sanierung von Scheunen

Bauprojekte in Mengsberg, Momberg und Speckswinkel können gefördert werden

Neustadt. Im Rahmen der Dorfentwicklung können Bau- und Sanierungsmaßnahmen in den Neustädter Stadtteilen, die ein oder mehrere Häuser im abgegrenzten Fördergebiet Mengsberg, Momberg und Speckswinkel ihr Eigen nennen, gefördert werden. Bis zu 45 000 Euro Förderung gibt es für Haussanierungen. Bei Vorhaben an Kulturdenkmälern (Einzeldenkmal) erhöht sich dieser Betrag auf bis zu 60 000 Euro.

Gefördert werden können: Kosten für Umnutzung, Sanierung, Erweiterung und für den Neubau von Gebäuden im Ortskern einschließlich privater Hof-, Garten- und Grünflächen auf Grundlage der regionaltypischen Bauweise. Außerdem auch die Sanierung von Dächern und Fassaden, Fenstern und Türen, Innenaus- und Umbau, technische Infrastruktur in Verbindung mit dem Umbau. Beim Umbau von Wirtschaftsgebäuden, wie Scheunen mit bis zu drei Wohneinheiten, werden bis zu 200 000 Euro der Netto-Kosten als Zuwendung gewährt.

Die Vereinbarung eines Beratungstermins ist möglich bei Monika Heger unter der Telefonnummer 0 66 95 / 91 19 60 oder per E-Mail an bpb.heger@t-online.de

Neue Mauer bei der Stadtmauer

Bürgerpark-Verein gestaltete Fläche am Wallgrabenpavillon um
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Der Bürgerpark erfreut sich traditionell großer Beliebtheit – und wird auch dank des seit 20 Jahren dort stehenden Wallgrabenpavillons zu einem immer beliebteren Veranstaltungsort. Vor allem in einer Zeit, in der es sich ohnehin anbietet, bei Aktionen geschlossene Räume zu meiden.

Stets ein Dorn im Auge war den Mitgliedern des Fördervereins Bürgerpark der Zustand hinter dem Pavillon. Ganz früher sei dies der Ort gewesen, an dem die Notdurft verrichtet oder Drogen genommen wurden, erinnert sich Karl-Joseph Lemmer: „Diese Ecke war nicht schön. Zum Glück gingen diese Probleme in den vergangenen Jahren zurück.“ Es sei aber wichtig gewesen, eine kleine Abgrenzung zu schaffen, damit sich niemand mehr unbeobachtet hinter den Pavillon zurückziehen kann.

Aus diesem Grund ließ der Verein dort einen kleinen Zaun einziehen und Gestrüpp entfernen, berichtet Vorsitzender Alexander Milewski. Bei der ersten Rodung seien aber nicht die Wurzeln entfernt worden, was einen zweiten Anlauf nötig machte – in dessen Zuge der gesamte Bereich eine Neugestaltung erfuhr. Sogar eine kleine Sandsteinmauer wurde aufgebaut, auf die in Zukunft noch Planken kommen sollen, um Sitzflächen zu schaffen.

Das Projekt kostete rund 13 900 Euro

Und da am benachbarten Rosentor während des eiskalten Winters alle Blumen erfroren, wollen die Bürgerpark-Verschönerer auch dort noch Kontakt zum Eigentümer aufnehmen, um eine Verschönerung auf den Weg zu bringen.

Das Projekt kostete rund 13 900 Euro. 5 000 Euro gab es an Zuschüssen aus dem Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ über den Verfügungsfonds. Den Rest zahlte der Verein.

Freibadsaison 2021 fällt ins Wasser

Verzögerung bei Sanierung aufgrund von Lieferproblemen: Wiedereröffnung erst nächstes Jahr
Von Florian Lerchbacher

Neustadt. Die Hoffnung beziehungsweise der Plan, das Neustädter Freibad nach seiner Sanierung noch in diesem Jahr in Betrieb zu nehmen, es zu erproben und eventuelle Fehler zu entdecken und zu beheben, hat sich zerschlagen. „Erhebliche Lieferschwierigkeiten lassen einen geordneten Betrieb nicht zu“, sagt Bürgermeister Thomas Groll voller Bedauern: Die Entscheidung sei dem Magistrat nicht leicht gefallen – vor allem vor dem Hintergrund, dass auch in diesem Jahr Bürger nicht in den Urlaub fahren und das Freibad quasi ein attraktiver Naherholungsort sei. Eine Öffnung sei aber auch vor diesem Hintergrund nicht sinnvoll: „Lieber präsentieren wir den Besuchern im Mai 2022 ein schönes und funktionsfähiges Bad – als jetzt ein Stückwerk ohne Türen und Duschen, das zu Recht Anlass für Kritik gibt. Wir machen die Arbeiten lieber geordnet fertig und eröffnen dann nächstes Jahr eines der schönsten Bäder der Region mit Matschspielplatz, großem Schirm überm Kinderbecken und einer tollen Rutsche. Das Herz sagt, mach auf – aber der Verstand sagt, mach’s langsam, aber richtig.“

Vor etwa einem Monat hatte die Stadt noch mit einem Öffnungstermin Ende Juli gerechnet. Es hatte Schwierigkeiten mit dem Trockenbauer und Corona-bedingte Lieferprobleme gegeben – letztere blieben auch bestehen, wie Groll berichtet. Beispielsweise fehlten noch Türen, und die Sanitärräume seien auch nicht fertig. „Freibadsaison 2021 fällt ins Wasser“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Stadtverordnetenversammlung

Vier weitere Magistratsmitglieder in ihr Amt eingeführt Bürgermeister sprach über kommunalen Klimaschutz
Am 31. Mai fand die zweite Sitzung der Neustädter Stadtverordnetenversammlung in der Legislaturperiode 2021-2026 unter dem Vorsitz von Franz-W. Michels (CDU) im Saal des Kultur- und Bürgerzentrums statt.
Am Beginn der Zusammenkunft wurden zunächst vier weitere Magistratsmitglieder vom Bürgermeister ernannt und anschließend vom Stadtverordnetenvorsteher per Handschlag – natürlich Coronakonform mit Handschuh – verpflichtet und vereidigt.
Thomas Groll überreichte die Ernennungsurkunden an Elena Georgi, Walter Schmitt (beide CDU), Thomas Horn und Andrea Bauscher (beide SPD) (Foto v. 1.). Nunmehr gehören dem Magistrat
insgesamt neun Mitglieder – 5 CDU, 3 SPD und 1 FWG – an. Bereits am 21. April wurden Erster Stadtrat Wolfram Ellenberg, Klaus Schwalm, Karl-Eugen Ramb (alle CDU), Stephani Schmitt (SPD) und Horst Bätz (FWG) ernannt. Der Bürgermeister wünschte sich auch für die Zukunft ein kollegiales Miteinander im Magistrat und allen Freude an der neuen Tätigkeit.
Thomas Groll teilte den Anwesenden mit, dass gegenwärtig noch nicht abzusehen sei, ob und wann das Freibad 2021 öffne. Es gäbe
Schwierigkeiten mit dem Trockenbauer und andere Handwerker bekämen gegenwärtig kein Material. Die Stadt denke gemeinsam mit dem zukünftigen Betreiber über Alternativlösungen nach, aber es seien noch zahlreiche Fragen offen. Der Bürgermeister sprach sich für ein geordnetes Vorgehen aus.
Merve Hamel (FWG) erkundigte sich bei „Fragen aus aktuellem Anlass“ nach der Rodung oder dem Rückschnitt von Büschen, Sträuchern und Bäumen im Bereich des Bürgerparks und warf die Frage auf, ob dies im Rahmen der Sicherheitsoffensive „KOMPASS“ wirklich nötig gewesen wäre. Der Bürgermeister verwies darauf, dass sämtliche Maßnahmen im Bürgerpark im Vorfeld mit dem Bauamt, der Unteren Naturschutzbehörde und der Unteren Wasserbehörde abgestimmt worden seien. Die zuständige Fachberaterin der Polizei habe bei einem Vor-Ort-Termin tatsächlich zu der Rodung oder dem Rückschnitt geraten, um das subjektive Sicherheitsgefühl der Parknutzer zu erhöhen. Die Verwaltung habe in der Vergangenheit immer wieder Beschwerden dazu erreicht.
Joachim Rausch begründete die von der CDU-Fraktion eingebrachte „Große Anfrage“ zum Thema „Kommunaler Klimaschutz“. Er verwies dabei auf die Wichtigkeit des Themas, erwähnte, dass die Kommune bereits in der Vergangenheit in diesem Bereich durchaus aktiv gewesen sei und sprach sich dafür aus, dieses Engagement in den kommenden Jahren deutlich zu verstärken.
Rausch gab zu erkennen, dass die Fraktion der Stelle eines Klimaschutzmanagers durchaus aufgeschlossen gegenüberstehe, allerdings sollte diese im Wege einer interkommunalen Zusammenarbeit geschaffen werden.
Bürgermeister Groll verwies in seiner Antwort darauf, dass die Kommune bereits 2010 dem Aktionsbündnis „Klima-Kommunen Hessen“ beigetreten sei und die Informationen für die Mitgliedsstädte und -gemeinden regelmäßig Eingang in die Arbeit der Verwaltung fänden. Aufgrund der personellen Ressourcen könnten aber Veranstaltungen des Bündnisses nicht oder nur unzureichend besucht werden.
Im Rahmen eines kommunalen Klimaaktionsplanes 2011-2013 seien unter anderem große Teile der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt worden. Weitere Maßnahmen – etwa energetische Sanierungsmaßnahmen an kommunalen Gebäuden – folgten im Rahmen des Klimaaktionsplanes 2017-2021, der nun bald fortgeschrieben werden müsse.
Aus der Richtlinie des Landes zur Förderung kommunaler Klimaschutz- und Klimaschutzanpassungsmaßnahmen seien seit 2010 rund 303.000 Euro nach Neustadt geholt worden. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Festival findet in „Light-Version“ statt

Nur Profimaler dürfen Ende August in der Marktstraße tätig werden / Kinder sollen Fotos schicken
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Der Arbeitskreis Straßenmalerfestival macht Ende August das Dutzend voll: War die 12. Auflage der beliebten Veranstaltung im vergangenen Jahr noch der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen, so soll sie dieses Mal auf jeden Fall stattfinden.

Das sei auch gerade angesichts des 2022 bevorstehenden Jubiläums „750 Jahre Neustadt“ wichtig, denn da solle das Festival ein Höhepunkte der über das Jahr verteilten Veranstaltungen werden, betont Roswitha Trümpert, die Vorsitzende des Arbeitskreises. „Es wäre fatal, wenn wir dann von vorne anfangen müssen“, ergänzt sie mit Hinweis darauf, dass zahlreiche junge Menschen Gefallen an der Aktion gefunden und sich in die Organisation eingebracht hätten.

Zwar versuche sie, den Kontakt zu allen Mitstreitern zu halten, so die Neustädterin – sollte das Festival aber zwei Jahre in Folge ausfallen, so wäre die Gefahr groß, dass es in Vergessenheit gerät oder die Helfer das Interesse verlieren und abspringen. Das müsse auf jeden Fall verhindert werden. Und so ist für das Wochenende 28./29. August das 12. Straßenmalerfestival geplant – aber in einer „Light-Version“.

Der Arbeitskreis will zehn bis zwölf Profimaler verpflichten, damit diese während des Festivals unter Einhaltung der Hygienevorschriften ihre Kunst in der Marktstraße auf den Asphalt bringen. Kinder, die sonst an der Veranstaltung teilgenommen hätten, sind aufgerufen, sich im privaten Umfeld als Straßenmaler zu versuchen, ein Bild von ihrem Werk zu schießen und dieses per E-Mail an den Arbeitskreis oder die Soziale Stadt einzuschicken. „Festival findet in „Light-Version“ statt“ weiterlesen

Sonja Stark folgt auf Stephan Henrich

Der neue Personalrat der Stadt Neustadt ist gewählt

Neustadt. Corona-bedingt fanden 2020 in Hessen keine turnusgemäßen Personalratswahlen bei den öffentlichen Arbeitgebern statt. Diese wurden nun Ende Mai nachgewählt. Bei der Stadt Neustadt waren von den Bediensteten der Stadtverwaltung, des Bauhofes und der Kindergärten fünf Personalratsmitglieder zu wählen.

Zukünftig gehören Sonja Stark, Christin Wüst, Nelli Mezler, Michael Launer und Klemens Nees dem Gremium an, wie die Stadt nun mitteilte. Ausgeschieden sind Dagmar Ruhl, Stephan Henrich und Jörg Nau. In der konstituierenden Sitzung wurde Sonja Stark zur Vorsitzenden und Michael Launer zu ihrem Stellvertreter gewählt.

Bei einer Zusammenkunft der bisherigen und neuen Personalratsmitglieder verabschiedete Sonja Stark gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Groll zunächst ihren Vorgänger Stephan Henrich. Er war seit 1996 Mitglied der Vertretung der kommunalen Beschäftigten und amtierte seit 2008 als Vorsitzender. Seine Nachfolgerin dankte ihm für sein Engagement.

Mit Bedacht und Diplomatie habe er die Interessen der Kolleginnen und Kollegen gegenüber Magistrat und Bürgermeister vertreten. Zudem habe er Wert auf das „außerbetriebliche Miteinander“ gelegt, so Stark und nannte als Beispiele die Betriebsausflüge, Weihnachtsfeiern oder Grillveranstaltungen. Sie überreichte Stephan Henrich für 25 Jahre im Personalrat ein Präsent. Auch Dagmar Ruhl und Jörg Nau sagte die neu gewählte Vorsitzende „Dankeschön“ für ihre Mitarbeit. Bürgermeister Thomas Groll schloss sich den Worten seiner Vorrednerin an und betonte das stets faire Miteinander mit Stephan Henrich. „Sonja Stark folgt auf Stephan Henrich“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Personalrat:
Sonja Stark folgt auf Stephan Henrich

Corona-bedingt fanden 2020 in Hessen keine turnusgemäßen Personalratswahlen bei den öffentlichen Arbeitgebern statt. Diese wurden nun Ende Mai nachgewählt. Bei der Stadt Neustadt (Hessen) waren von den Bediensteten der Stadtverwaltung, des Bauhofes und der Kindergärten fünf Personalratsmitglieder zu wählen.
Zukünftig gehören Sonja Stark, Christin Wüst, Nelli Mezler, Michael Launer und Klemens Nees dem Gremium an. Ausgeschieden sind Dagmar Ruhl, Stephan Henrich und Jörg Nau.
In der konstituierenden Sitzung wurde Sonja Stark zur Vorsitzenden und Michael Launer zu ihrem Stellvertreter gewählt.
Bei einer Zusammenkunft der bisherigen und neuen Personalratsmitglieder verabschiedete Sonja Stark gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Groll zunächst ihren Vorgänger Stephan Henrich. Er
war seit 1996 Mitglied der Vertretung der kommunalen Beschäftigten und amtierte seit 2008 als Vorsitzender. Seine Nachfolgerin dankte ihm herzlich für sein Engagement. Mit Bedacht und Diplomatie habe er die Interessen der Kolleginnen und Kollegen gegenüber Magistrat und Bürgermeister vertreten. Zudem habe er Wert auf das „außerbetriebliche Miteinander“ gelegt, so Stark und nannte als Beispiele die Betriebsausflüge, Weihnachtsfeiern oder Grillveranstaltungen. Sie überreichte Stephan Henrich für 25 Jahre im Personalrat ein Präsent.
Auch Dagmar Ruhl und Jörg Nau sagte die neugewählte Vorsitzende „Dankeschön“ für ihre Mitarbeit.
Bürgermeister Thomas Groll schloss sich den Worten seiner Vorrednerin an und betonte das stets faire Miteinander mit Stephan Henrich. Im Bewusstsein, dass Personalrat und Magistrat auch einmal unterschiedliche Auffassungen haben könnten, aber dennoch in einem Boot säßen, sei es immer gelungen, für alle tragfähige Ergebnisse zu erzielen. Dafür sei er dankbar, denn das habe allen genutzt.
Auch mit dem neugewählten Gremium, so der Bürgermeister, wünsche er sich ein gutes Miteinander und eine zielorientierte Zusammenarbeit.
Dieses gemeinsame Ansinnen bekräftigte anschließend Sonja Stark ausdrücklich. Sie hoffte zudem, dass es dem Personalrat bald wieder möglich sei, gesellige Veranstaltungen für die Kolleginnen und Kollegen anzubieten, denn wer zusammen etwas unternehme, arbeite auch gut miteinander.

Magistrat ist nun komplett und nahm Arbeit auf

Am 31. Mai 2021 wurden Elena Georgi, Andrea Bauscher, Walter Schmitt und Thomas Horn durch Bürgermeister Thomas Groll zu Stadträtinnen und Stadträten ernannt und von Stadtverordnetenvorsteher Franz-W. Michels vereidigt.
Bereits einen Tag später kam das nunmehr mit neun ehrenamtlichen Mitgliedern und dem Bürgermeister als Vorsitzenden komplett besetzte Gremium im Rathaus zusammen und nahm die Arbeit auf. Hierbei hieß Groll „die Neuen“ herzlich willkommen und erläuterte die Arbeitsweise des Magistrats, der in der Regel alle zwei Wochen dienstags zu seinen nichtöffentlichen Sitzungen zusammenkommt. Er führt entsprechend der Hessischen Gemeindeordnung die Geschäfte der laufenden Verwaltung, vollzieht den Haushaltsplan, setzt die Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung und ist Anstellungsbehörde der Kommune.
Der Bürgermeister verwies darauf, dass der Magistrat in der Vergangenheit stets äußerst kollegial zusammengearbeitet habe. „Wir ziehen hier an einem Strang und in eine Richtung“, betonte Groll und gab der Hoffnung Ausdruck, dass dies auch zukünftig so sein möge. „Es ist zum Nutzen unserer Kommune, wenn wir nicht streiten, sondern konstruktiv zusammenarbeiten“, so der Bürgermeister.
Im Verlauf der Sitzung sprach Thomas Groll u.a. über den Verlauf des Städtebauförderungsprogrammes „Sozialer Zusammenhalt“ und des Dorfentwicklungsprogrammes für die Stadtteile Mengsberg, Momberg und Speckswinkel.
Fachbereichsleiter Thomas Dickhaut berichtete über laufende kommunale Baumaßnahmen und ging hierbei näher auf die grundlegende Sanierung des Freibades und die gemeinsame Baumaßnahme mit den Zweckverbänden für Wasser bzw. Abwasser in der Leipziger Straße ein.
Mit Sorge blickte der Bürgermeister auf die gegenwärtige Entwicklung auf dem Bausektor, die sicher nicht spurlos an der Stadt Neustadt (Hessen) vorübergehen werde. Materialknappheit, volle Auftragsbücher und die Auswirkungen der Pandemie führten zu deutlichen Preissteigerungen von 30 % und mehr. „Mit unseren Großbaumaßnahmen der letzten Jahre hatten wir Glück. Etwaige Mehrkosten können wir gut auffangen. Es ist gut, dass wir über eine Rücklage verfügen, diese verschafft uns Planungsfreiheit. Allerdings dürfen wir nicht verkennen, dass 1 Mio. Euro schnell aufgebraucht sein kann“, stellte Thomas Groll fest.