Aztekischer Indianer macht Ferienspiele perfekt

16 Neustädter Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren ließen sich eine Woche lang in eine andere Welt versetzen

Die Neustädter Ferienspiele sind ein Gemeinschaftsprodukt: Familienzentrum und die Jugendpflege organisierten das Angebot, der Schützenverein Horrido stellte sein Gelände zur Verfügung.

Neustadt. Eine Woche lang war das Horrido-Vereinsgelände fest in der Hand von jungen Indianern. 16 Jungen und Mädchen im Alter von 8 bis 12 Jahren nahmen die drei großen Tipis sofort in Beschlag und teilten sich in bestimmte Stämme auf.

Eines der Zelte, die als Anlauf- beziehungsweise Rückzugspunkt fungierten, verzierten sie mit Fingerfarben. Zudem kümmerten sie sich um die „Inneneinrichtung“: In einem Tipi entstand sogar ein kleines Waldsofa. Um auch Bräuche und Klänge der Indianer zu thematisieren gab es die Möglichkeit, Trommeln und Regenmacher zu basteln. Des Weiteren trainierten die jungen Indianer fleißig das eigene Geschick im Umgang mit Pfeil und Bogen. „Im Laufe der Woche würden alle Jungen und Mädchen zusehends immer mehr zu Indianern, indem sie sich unter anderem passend schminken ließen und sich einen Federschmuck bastelten“, freute sich Jugendpfleger Lars Kietz.

Die abwechslungsreiche Woche endete mit einem Höhepunkt: Nachdem die Kinder

über dem Feuer einen Indianereintopf gekocht hatten, verspeisten sie ihn mit einem besonderen Gast: Ein aus Mexiko stammender aztekischer Indianer (Roberto Martinez) war zu Besuch, um seine Kultur erleb- und erfahrbar zu machen. Zu diesem Teil der Ferienspiele waren ausdrücklich auch Eltern und Geschwister der Teilnehmer eingeladen.

Eine Vielzahl von Personen folgte dieser Einladung, sodass Roberto Martinez genügend Publikum bei seine Gesangs- und Tanzdarbietungen mit einbeziehen konnte. Dabei kamen auch die Instrumente der Kinder zum Einsatz, die im Laufe der Woche entstanden waren.

Neben Musik gab es für die Gäste noch jede Menge Informationen aus erster Hand: Martinez berichtete beispielsweise, dass Wörter wie „Tomate“ und „Schokolade“ seiner traditionellen Sprache, dem Nahuatl, entstammen.

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