Besseres Licht, weniger Verbrauch

In Neustadt hat der Austausch von Straßenlampen begonnen • Investition rechnet sich in acht Jahren

In Neustadts Kernstadt wechselt ein Montage­trupp von Eon die Be­leuchtungskörper. LED-Leuchten ersetzen die al­ten, vor allem stromfres­senden Bogenlampen.

von Michael Rinde

Neustadt. Es ist eine der größ­ten Investitionen, die die Stadt Neustadt in den vergangenen Jahren getätigt hat. In diesem und im nächsten Jahr tauscht Eon Mitte im Auftrag der Stadt 650 alte Bogenlampen gegen LED-Leuchten (die OP berich­tete). Nach acht Jahren soll sich die Investition gerechnet haben, zumal die Lebensdauer deutlich höher ist als bei der alten Tech­nik. 130 000 Euro investiert Neu­stadt in diesem, weitere 160 000 Euro im nächsten Jahr. 40 000 Euro davon kommen aus ei­nem Förderprogramm des Bun­des für die rund 300 Lampen, die in diesem Jahr ausgetauscht werden. Bleibt eine Summe von 250 000 Euro, finanziert durch einen Kredit bei der KfW-Bank mit einem Zinssatz von unter einem Prozent. Bürgermeister Thomas Groll (CDU) erwartet Einsparungen von etwa 32 000 Euro pro Jahr für die Stadt. In diesem Betrag sind Energieein­sparungen und geringere War­tungskosten enthalten.

Eine alternative Einsparmög­lichkeiten hatte die Stadt in der Vergangenheit schon getestet, die Nachtabschaltung. Nach massiven Bürgerbeschwerden blieb es beim Versuch. „In Städ­ten, in denen es die Bürger ge­wohnt sind, dass nachts die Leuchten brennen, lässt sich so etwas nicht durchsetzen“, ist Bürgermeister Thomas Groll (CDU) überzeugt.

Hell-Dunkel-Bereich verändert sich

Wer in einer der Straßen wohnt, in denen die Leuchten bereits getauscht sind, wird die Unterschiede schon bemerkt haben. Farbwirkung und Ver­teilung des Lichts sind anders. Burkhard Meth, Leiter der hie­sigen Netzregion von Eon Mitte, spricht von einer veränderten Hell-Dunkel-Grenze. Eon hat in der Straße Im Hattenrod wäh­rend deren Ausbau als erstes mit LED-Leuchten ausgestat­tet und dort Lichtmessungen bei alter und neuer Beleuchtung vorgenommen. Das Ergebnis ist auf den beiden obigen Bildern zu sehen. Klar zeigt sich, dass die LED-Leuchten weiter strah­len, also auch den Straßenraum ausleuchten. In diesem Jahr konzentriert sich Eon auf die Gemeindestraßen in der Kern­stadt, in Teilen von Momberg und Mengsberg. Speckswinkel und die weiteren Straßenlam­pen im Stadtgebiet, kommen im nächsten Jahr an die Reihe. Etwa acht Wochen sollen die Montagearbeiten in diesem Jahr dauern. Der Montagetrupp ar­beitet mit einem Hubsteiger.

Lampenmasten werden nur ausgetauscht, wenn sie nicht mehr standsicher sein sollten. Das müsste dann allerdings die Stadt Neustadt übernehmen.

Gestern war der vierköpfige Montagetrupp beispielsweise in der Mozart- und den angrenzen­den Straßen unterwegs. Bei den Bundes-, Landes- und Kreis­straßen gibt es keinen Lampen­tausch. So erklären sich auch folgende Zahlen: Im Neustädter Stadtgebiet stehen rund 1 100 Straßenlampen. Ausgenommen vom Tausch sind auch rund 100 historische Leuchten oder Lam­pen, die schon Energiespartech­nik haben.

Die neuen LED-Leuchten spa­ren nach Eon-Angaben etwa 60 Prozent Energie ein. Um dieses Ergebnis zu erzielen, ist neben dem Einsatz der ei­gentlichen Lampen auch ei­ne wirksame Optik erforder­lich. Die eingebauten Lampen sind dimmbar, so dass sie den Gegebenheiten vor Ort ange­passt werden können.

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