Neustadts SPD hat nur noch einen Ortsverein

Sozialdemokraten wollen durch Zusammenlegung an Stärke gewinnen

Neustadt.
Ab Anfang des nächsten Jahres gibt es in Neustadt nur noch einen gemeinsamen Ortsverein. In der Vergangenheit gab es in jedem Ortsteil einen eigenen Ortsverein, dies ist nun Geschichte. Zurückgehende Mitgliederzahlen und die bevorstehende Kommunalwahl im Jahr 2026 haben dazu geführt, sich schlagkräftiger aufzustellen. Auf einer gut besuchten Mitgliederversammlung fielen deshalb alle Entscheidungen einstimmig. Auch die Wahl des neuen Vorstands konnte zügig vollzogen werden.
Neue Vorsitzende ist Christina Hock aus der Kernstadt. Aus jedem Ortsteil kommt eine Vertretung: Anke Stark wurde für Momberg, Eric Friauf für Mengsberg und Heinrich Schnell für Speckswinkel gewählt. Die Kasse führt künftig Steffi Schmitt und zum Schriftführer wurde Thomas Horn gewählt. Ergänzt wird der Vorstand durch die Beisitzer: Susanne Fuchs, Karl-Heinz Waschkowitz, Andrea Bauscher und Steffen Hock. Kraft ihrer Funktion gehören als Landtagsabgeordneter Sebastian Sack und als Fraktionsvorsitzender Hans-Gerhard Gatzweiler dem Vorstand an. Die Wahlzeit beträgt drei Jahre, der neue Name lautet: SPD-Ortsverein Stadt Neustadt (Hessen).

Auch die Vorbereitungen für die Bundestagswahl und die nächste Kommunalwahl 2026 wurden besprochen. In den nächsten Wochen wird die SPD Neustadt in Sachen Kommunalwahl zunächst einen Blick auf ihre Wahlaussagen von 2021 werfen und darstellen, was erreicht werden konnte und welche Herausforderungen noch für die Zukunft anstehen.

Christina Hock machte in ihrem Schlusswort deutlich, dass man gerne Interessierte in die Fraktionsarbeit mit einbezieht. Gerne könnten diese mal beim SPD-Stammtisch oder einer Fraktionssitzung in die Arbeit hineinschnuppern.

„Die Städte und Gemeinden sind nicht Täter, sondern Opfer“

Bürgermeister Thomas Groll stellte Neustädter Haushalt für 2025 vor / Defizit von rund 315.000 Euro
Von Katharina Kaufmann-Hirsch

Neustadt.
„Sagen wir es einmal salopp: Die Städte und Gemeinden sind nicht Täter, sondern Opfer“, bringt es Thomas Groll, Bürgermeister der Stadt Neustadt, in seiner Haushaltsrede vor der Stadtverordnetenversammlung auf den Punkt. Am Montagabend, 16. Dezember, stellte er dort seinen Haushaltsplanentwurf vor – erstmals seit 2016 wieder mit einem Minus im ordentlichen Ergebnis. 315.000 Euro hoch ist das Defizit, das der Haushaltsplan für das nächste Jahr aufweist. Wegen eines monetären Überschusses und guter Rücklagen ist der Entwurf dennoch genehmigungsfähig und kommt ohne Aufnahme von Krediten aus. Das ist die eine gute Nachricht.
Denn, was Groll ansonsten berichtet, hat es in sich: „Auf die sieben fetten Jahre folgten schon in der Bibel sieben magere. Wir können dankbar sein, dass wir die großen investiven Vorhaben wie das Kultur- und Bürgerzentrum, das Frei- und das Hallenbad, den Bürgerpark, das Waldstadion, das Haus für alle in Mengsberg, die Grüne Mitte in Speckswinkel und das Multifunktionale Haus in Momberg allesamt ohne Schulden umsetzen konnten. Das wäre heute nicht mehr möglich“, betont Groll. In Zukunft werde die Stadt Vorhaben priorisieren und Einsparungen vornehmen müssen, um über die Runden zu kommen. „„Die Städte und Gemeinden sind nicht Täter, sondern Opfer““ weiterlesen

Konträre Sichten auf Verkehrsproblem

OP befragt die beiden Neustädter Bürgermeisterkandidaten zu ihren Lösungsvorschlägen
Von Michael Rinde

Neustadt.
Der Wahlkampf um das Neustädter Bürgermeisteramt ist voll im Gange. Mit Amtsinhaber Thomas Groll (CDU) und dem parteiunabhängig antretenden Heinrich Ulmer gibt es zwei Kandidaten für die Wahl am 19. Januar 2025. Seit wenigen Tagen ist die Briefwahl in Neustadt möglich geworden. In den Wochen bis zur Wahl befragt die OP die beiden Bewerber zu verschiedenen Themen, die in den nächsten Jahren für Neustadt von Bedeutung sein werden. Ein „Dauerbrenner“ ist der innerstädtische Verkehr – ein Thema, das die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger seit Jahrzehnten bewegt. Es gab verschiedene Eingriffe wie die Einbahnregelung für die Marktstraße. Und es kündigen sich durch die Freigabe der A49-Neubaustrecke zwischen Schwalmstadt, Neustadt, Stadtallendorf und Homberg (Ohm) weitere Veränderungen an.
So ist klar, dass der Verkehr in der Lehmkaute zunehmen wird. Prognosen sprechen von bis zu 2.000 Fahrzeugen. Welche Wege haben die beiden Bürgermeisterkandidaten im Sinn, wenn sie über die Entwicklung des Verkehrs in Neustadt reden? Wie steht es um den Radverkehr und was ist in Sachen Fußgänger zu verbessern? Die OP stellte Ulmer und Groll im Wortlaut die folgende Frage: „Wie verbessern Sie die Verkehrssituation in der Kernstadt?“ Es galt eine Zeilenvorgabe. Lesen Sie hier die Antworten: „Konträre Sichten auf Verkehrsproblem“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Was ist das…

… mag sich so mancher gefragt haben, als er dieser Tage durch die Marktstraße ging.
Nein, es sind keine überdimensionierten Mülleimer und keine Wasserspeicher für heiße Tage.
Es handelt sich vielmehr um Pflanzgefäße aus Cortenstahl, die zu 90% vom Land Hessen im Rahmen der Initia­tive „Zukunft Innenstadt“ gefördert wurden.
Die Gefäße werden nun noch bepflanzt und sollen damit zu einem Blickfang in der Innenstadt werden.

Erster Meinungsaustausch mit Peter Neidel

Im November 2024 wurde Peter Neidel vom Kreistag Marburg- Biedenkopf zum neuen hauptamtlichen Ersten Kreisbeigeordne­ten und damit allgemeinen Vertreter des Landrates gewählt.
Der Gießener, von 2016 bis 2021 Stadtrat bzw. Bürgermeister der Universitätsstadt, verfügt über langjährige Erfahrungen in der Kommunalpolitik und war zuletzt Vorsitzender Richter am Land­gericht Gießen.
Unmittelbar nach seinem Amtsantritt führte Bürgermeister Tho­mas Groll als einer der ersten einen ausführlichen Meinungsaus­tausch mit Peter Neidel. Beide werden auch in der Kreispolitik eng zusammenarbeiten, denn Groll ist finanzpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.
Themen der Unterredung waren u.a. der Kreisstraßenbau, der Unterhalt von Schulgebäuden und die Flüchtlingspolitik. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Weihnachtsmarkt im NeuSTADTLADEN

In wenigen Wochen steht Weihnachten vor der Tür. Suchen Sie noch eine Kleinigkeit für Ihre Lieben, möchten einem Nachbarn oder Bekannten einfach mal „Danke“ sagen?
Dann kommen Sie doch einfach zum Weihnachtseinkauf in den NeuSTADTLADEN.
Hier erwartet Sie nämlich in­zwischen eine große Auswahl selbst hergestellter Produkte von verschiedenen Hobby­künstlern aus Neustadt und der Umgebung. Ob aus Holz, Gips oder Stoff, genäht oder gestrickt, alles ist dabei. Auch die „Neustadt-Tasse“ oder „Kühlschrankmagnete“ kann man erwerben.
Natürlich hat der NeuSTADT­LADEN verschiedene Bücher im Angebot. Wie wäre es etwa mit der Stadtchronik „Nova Civitas“ oder den Büchern „Eine neue Stadt entsteht“ oder „Eine kleine Station an einer großen Bahn – Geschich­te des Neustädter Bahnhofs“?
Auch für den besonderen Ge­
schmack gibt es bei uns was: Wie wäre es mit dem „Neustädter Wilddieb“ einem Kräuterlikör oder einem leckeren „Horfigsenf“?Honigsenf“? Neu im Angebot sind neben leckerer selbstgemachter Marmelade der „Neustadt-Gin“ sowie verschiedene Liköre. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Startschuss für die Aktion „Lesestart“

„Lesestart 1-2-3“ ist ein bundesweites Programm zur frühen Sprach- und Leseförderung für Familien mit Kindern im Alter von einem, zwei und drei Jahren. Lesestart wird vom Bundesmi­nisterium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von der Stiftung Lesen durchgeführt. Hieran beteiligen sich auch der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Stadt Neustadt (Hessen) mit ihrer dem Familienzentrum angegliederten Stadtbücherei im Kultur- und Bürgerzentrum.
Die Kreisbeigeordnete Sigrid Waldheim und Bürgermeister Thomas Groll nutzten am 16.11.2024 den Familienflohmarkt im KuBüZ, um gemeinsam mit Silke Kaiser (Kreis) und Nicole Zinkowski (Familienzentrum) den offiziellen Startschuss für die dies­jährige Aktion „Lesestart“ vor Ort zu geben.
Waldheim und Groll betonten in kurzen Statements die Bedeut­samkeit des Lesens, gleich ob man vorgelesen bekommt oder sich einen Text selbst erschließt.
„Bewusst unterhalten wir vor Ort eine kleine öffentliche Bücherei mit einem eigenen Bereich für Kinder, um die Freude am Lesen zu wecken. Ich selbst lese immer noch gerne, denn auf diese Weise erhalte ich viele Informationen“, so Thomas Groll.
Nicole Zinkowski lädt herzlich zum Besuch der Bücherei in der Querallee ein. Auf die Jüngsten wartet aktuell ein kleines Ge­schenk der Aktion „Lesestart“. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungablatt

Mengsberg feiert sein Gemeinschaftshaus Übergabe mit Staatsminister Ingmar Jung – Einweihung mit „Tante Lilli“

Der 15. November 2024 war ein großer Tag für das „Golddorf“ Mengsberg, denn das „Haus für Alle“, das neue Dorfgemein­schaftshaus, ist fertiggestellt und dieses denkwürdige Ereignis wurde groß gefeiert.
Am Morgen fand zunächst die offizielle Übergabe des Gebäudes statt. Aus Wiesbaden war hierzu auf Einladung des Bürgermeis­ters der hessische Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Wein­bau, Forsten. Jagd und Heimat, Staatsminister Ingmar Jung, ange­reist. Auch die Vizepräsidentin des hessischen Landtages Angela Dorn, Abgeordnete der GRÜNEN aus Marburg, und der Land­tagsabgeordnete Dirk Bamberger (CDU) hatten den Weg nach Mengsberg gefunden. Für den Landkreis war Kreisbeigeordneter Klaus Weber vor Ort und für die örtliche Kommunalpolitik seien stellvertretend Stadtverordnetenvorsteher Franz-W. Michels, Ers­ter Stadtrat Wolfram Ellenberg und die Ortsvorsteher Timo Stark (Momberg) und Martin Naumann (Speckswinkel) genannt.
An der Veranstaltung nahmen neben Vertretern der Mengsber- ger Vereine auch die Planer des Gebäudes, Schmidt und Strack Architekten Alsfeld, einige der bauausführenden Firmen, Mitar­beitende der Stadtverwaltung, des Fachdienstes Kreisentwicklung und Klimaschutz des Landkreises und der Wirtschafts- und Infra­strukturbank Hessen teil.
Für die Bewirtung sorgten die Damen des Frauenstammtisches und die „Trinksportfüchse“
Nach einer festlichen Fanfare der „Seikustic Formation“, sechs Musiker um Udo Seifert, sangen und sprachen zunächst die Schü­lerinnen und Schüler der vierten Klasse der Grundschule Mengs- berg-Momberg. In ihrem Liedbeitrag machten sie deutlich, dass das „Haus für Alle“ tatsächlich auch für „alle“ da sei. „Neustädter Mitteilungablatt“ weiterlesen

Ein „Haus für alle“ in Mengsberg

Das neue Dorfgemeinschaftshaus ist fertig / Es liegen schon zahlreiche Buchungen vor
Von Lasse Schneider

Neustadt-Mengsberg.
Für Karlheinz Kurz war der Freitag, 15. November, „ein großartiger Tag für Mengsberg“. Der Ortsvorsteher des gut 900 Einwohner zählenden Neustädter Stadtteils konnte die Einweihung des neuen Dorfgemeinschaftshauses (DGH), des „Haus für alle“, feiern. Schon vor 20 Jahren berichtete die OP über den Plan, einen Neubau zu schaffen, aber diese Pläne wurden immer wieder verworfen. Den Bau endlich möglich gemacht hat das Förderprogramm Dorfentwicklung des Landes Hessen. Mitte 2023 wurde der erste Spatenstich für das DGH gesetzt und nun kann es endlich seine Türen öffnen.
Schon lange in Planung

Insgesamt kostete der Neubau rund 2,1 Millionen Euro, wovon 1,35 Millionen Euro vom Land Hessen bereitgestellt wurden. Mengsberg hatte bis 2013 sehr erfolgreich am bundesweiten Wettbewerb „Unser Dorf“ teilgenommen. Zwei Projekte, die damals besonders im Fokus standen, waren zum einen die Energiegenossenschaft, die neben dem Dorfgemeinschaftshaus auch 160 Haushalte sowie das Hallenbad mit Nahwärme versorgt, sowie das eigene Gemeinschaftshaus. Für die Förderung bedankte sich auch Neustadts Bürgermeister Thomas Groll in seiner Ansprache bei der Übergabe. Er nannte die Einweihung einen „Tag der Dankbarkeit und einen Tag der Freude“. In seiner Rede erinnerte er aber auch noch einmal an die verstorbene Landrätin Kirsten Fründt. „Ohne sie wären wir nicht in dieses Programm gekommen“, so der Bürgermeister. Was Groll ebenfalls ansprach, war die Gemeinschaft im Stadtteil: „Wenn es um Mengsberg geht, dann geht es ums Anpacken und Mitmachen.“ Diese Eigeninitiative, so Groll, zeige, dass der ländliche Raum noch immer eine Zukunft habe. „Ein „Haus für alle“ in Mengsberg“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Neustadt kulturell 2025
Bürgermeister Groll: Unsere kleine Stadt bietet viel Kultur!

In diesen Tagen haben Bürgermeister Thomas Groll und Sonja Stark von der Stadtverwaltung die Planungen für die kulturellen Veranstaltungen des kommenden Jahres abgeschlossen. Termine wurden festgelegt und Verträge unterzeichnet.
„Wir bieten allen Interessierten aus der Neustädter Kernstadt und den Stadtteilen Momberg, Mengsberg und Speckswinkel, aber na­türlich auch Besuchern aus der Region, ein vielfältiges Programm mit Konzerten, Theater, Bücherlesung, Variete, Comedy und Cir­cus an und das zu günstigen Preisen. Unsere kleine Stadt bietet 2025 wieder viel Kultur“, so der Bürgermeister. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Hoffnung für Bahnhofsgebäude?

Nach Insolvenz des „Investors“ denkt Deutsche Bahn über Rückkauf nach
Von Florian Lerchbacher

Neustadt.
Gibt es Hoffnung für das marode Gebäude des Neustädter Bahnhofs? Die Antwort lautet: vielleicht. Bürgermeister Thomas Groll jedenfalls sieht Licht am Ende des Tunnels und hofft auf das Beste.
Seit vielen Jahren gehört das historische, im Jahr 1850 errichtete Gebäude zu den Sorgenkindern der Stadt. Die Deutsche Bahn stieß es im Jahr 2019 ab, und ein Investor, der gleich 40 Bahnhofsgebäude deutschlandweit im Paket erwarb, präsentierte schillernde Pläne, die in Neustadt Grund zur Zuversicht gaben. Getan hat sich seitdem allerdings nichts, abgesehen davon, dass das Gebäude weiter verfiel und im Herbst des vergangenen Jahres sogar Deckenteile herabfielen. Den Schaden reparieren mussten letztendlich die Deutsche Bahn und die Stadt. Letztere dachte sogar eine Zeit lang über einen Kauf des denkmalgeschützten Hauses nach, sah aber angesichts des vom „Investor“ aufgerufenen Preises davon ab.

Jenes Unternehmen, die Aedificia GmbH, hat inzwischen Insolvenz angemeldet. Und der Verwalter bot der Stadt das Bahnhofsgebäude zum Kauf an, wie Bürgermeister Thomas Groll berichtet: „Wir wurden uns aber nicht einig. Wir haben Nein gesagt, weil ein Erwerb nur im Rahmen eines Gesamtkonzeptes Sinn ergeben würde.“ Stattdessen ruhen seine Hoffnungen auf der Deutschen Bahn AG: „Sie hat ihre Konzernstrategie geändert und verkauft keine Bahnhöfe mehr“, erklärt er und berichtet, dass der Insolvenzverwalter nach der Stadt nun dem Konzern das Gebäude zum Kauf angeboten habe – und dieser über den Erwerb tatsächlich nachdenke. Eine Bahnsprecherin bestätigt dies gegenüber dieser Zeitung, will aber aufgrund der derzeit laufenden Gespräche keine Details nennen. „Hoffnung für Bahnhofsgebäude?“ weiterlesen