Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Mitte Februar 2015 wandte ich mich im Vorfeld der gemeinsamen Informationsveranstaltung des Regierungspräsidiums Gießen und der Stadt Neustadt (Hessen) zur Schaffung einer Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) für Flüchtlinge in der hiesigen Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne (EMAK) bereits auf diesem Wege an Sie.
Nachdem die Arbeiten in der Kaserne zwischenzeitlich weit vorangeschritten sind und ab Mitte Mai mit dem Einzug der ersten 250-300 Flüchtlinge zu rechnen ist, möchte ich heute erneut über das „Mitteilungsblatt“ aus meiner Sicht wichtige Punkte in dieser Angelegenheit ansprechen und Sie über meine bisherige Vorgehensweise als Bürgermeister unserer Heimatstadt informieren.
Lassen Sie mich eingangs aber noch einmal folgendes klar heraussteilen:
Die Stadt Neustadt (Hessen) hat sich nicht darum beworben, Standort einer EAE zu werden. Wir sind über die diesbezügliche Entscheidung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration Ende Januar auch nicht in „Jubelstürme“ ausgebrochen. Aber wir müssen natürlich die tatsächlichen Gegebenheiten zur Kenntnis nehmen: Die Krisenherde in der Welt haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Der Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland ist in der Folge enorm angestiegen und wird nach allen Prognosen 2015 nochmals weiter anwachsen. Die Hessische Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) in Gießen ist völlig überbelegt und die Flüchtlinge müssen teilweise in Zelten untergebracht werden. Die EMAK hingegen steht leer und verfügt über dringend benötigte Kapazitäten zur Unterbringung von Flüchtlingen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

