Neustädter Mitteilungsblatt

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Mitte Februar 2015 wandte ich mich im Vorfeld der gemeinsamen Informationsveranstaltung des Regierungspräsidiums Gießen und der Stadt Neustadt (Hessen) zur Schaffung einer Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) für Flüchtlinge in der hiesigen Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne (EMAK) bereits auf diesem Wege an Sie.

Nachdem die Arbeiten in der Kaserne zwischenzeitlich weit vorangeschritten sind und ab Mitte Mai mit dem Einzug der ersten 250-300 Flüchtlinge zu rechnen ist, möchte ich heute erneut über das „Mitteilungsblatt“ aus meiner Sicht wichtige Punkte in dieser Angelegenheit ansprechen und Sie über meine bisherige Vorgehensweise als Bürgermeister unserer Heimatstadt informieren.

Lassen Sie mich eingangs aber noch einmal folgendes klar heraussteilen:

Die Stadt Neustadt (Hessen) hat sich nicht darum beworben, Standort einer EAE zu werden. Wir sind über die diesbezügliche Entscheidung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration Ende Januar auch nicht in „Jubelstürme“ ausgebrochen. Aber wir müssen natürlich die tatsächlichen Gegebenheiten zur Kenntnis nehmen: Die Krisenherde in der Welt haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Der Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland ist in der Folge enorm angestiegen und wird nach allen Prognosen 2015 nochmals weiter anwachsen. Die Hessische Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) in Gießen ist völlig überbelegt und die Flüchtlinge müssen teilweise in Zelten untergebracht werden. Die EMAK hingegen steht leer und verfügt über dringend benötigte Kapazitäten zur Unterbringung von Flüchtlingen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Zwei Mann gehen ins Rennen

Neustadts SPD-Vereine legen sich auf Gatzweiler und Sack fest

Neustadt. Die SPD-Ortsvereine Neustadt, Momberg, Speckswinkel und Mengsberg legten sich während einer gemeinsamen Mitgliederversammlung auf ihre Kandidaten für die Kommunalwahl 2016 fest. Hans-Gerhard Gatzweiler vom Ortsverein Neustadt und Sebastian Sack vom Ortsverein Momberg sollen die Neustädter Sozialdemokraten künftig im Kreistag vertreten.

Sebastian Sack ist 33 Jahre alt und Gymnasiallehrer an der Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain. Er ist seit dem 18. Lebensjahr in der freiwilligen Feuerwehr und deren Jugendarbeit aktiv, Vorsitzender des Kreisjugendrings und seit der vergangenen Kreistagswahl im Jugendhilfeausschuss des Landkreises Marburg-Biedenkopf tätig. Hans-Gerhard Gatzweiler ist 59 Jahre alt und leitet das Jobcenter im Schwalm-Eder Kreis. Er ist seit vielen Jahren in der Kommunalpolitik aktiv, seit fast zehn Jahren engagiert er sich im Kreistag und leitet dort den Arbeitskreis Soziales der Kreistagsfraktion der SPD.

Bioenergiedorf in Sicht

Stadtverordnete stimmen Bürgschaft für Mengsberger zu

Das „Ja“ zur Übernahme der Bürgschaft für die Mengsberger Bioenergiegenossen war nur eine Entscheidung, die Neustadts Stadtverordnete am Montagabend während ihrer Sitzung trafen.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. „So ausgiebig wie über diese Magistratsvorlage hatten wir noch nie diskutiert“, berichtete CDU-Vorsitzender Franz-W. Michels über die Gespräche, die seine Fraktionsmitstreiter über die Gewährung einer Bürgschaft führten. Prinzipiell finde er gut, dass die Mengsberger ein Nahwärmenetzbauten, das an die geplante Solarthermieanlage anschließe. Allerdings hießen nicht alle CDU-Mitglieder den Weg gut: „Schließlich geht es um 3,5 Millionen Euro, für die die Stadt geradestehen soll.“ Inzwischen seien die Christdemokraten jedoch mehrheitlich davon überzeugt, dass das Risiko nicht so groß sei, wie ursprünglich befürchtet. „Bioenergiedorf in Sicht“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

„Lass dir die Heimat nicht zur Fremde werden, aber die Fremde zur Heimat“

Gedenkveranstaltung „70 Jahre Flucht und Vertreibung“

Einen beeindruckenden Nachmittag erlebten über 100 Anwesende am 11. April 2015 im Dorfgemeinschaftshaus Momberg. Der Magistrat der Stadt Neustadt (Hessen) und der Heimatkreis Schwerin/Warthe hatten gemeinsam zur Gedenkveranstaltung „70 Jahre Flucht und Vertreibung“ eingeladen und diese unter ein Wort des Dichters Adalbert Stifter „Lass dir die Heimat nicht zur Fremde, aber die Fremde zur Heimat werden“ gestellt.

Die Initiative zu dieser Feierstunde war vom im vergangenen Jahr verstorbenen Bernhard Scheffler ausgegangen, der Ende Januar 1945 mit hunderten von Landsleuten einen Zug in seiner Heimatstadt bestieg, um vor der herannahenden Roten Armee zu fliehen. Am 2. Februar 1945 kam man seinerzeit im Marburger Land an und etwa 80 Schweriner fanden zunächst Aufnahme in Speckswinkel. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Groll pocht auf mehr Polizisten, Präsident sieht dafür keinen Grund

Diskussion über Sicherheitskonzept rund um die künftige Erstaufnahmeeinrichtung

Neustadts Bürgermeister Thomas Groll ist mit der Zusammenarbeit mit dem Land inzwischen zufrieden. Er spricht von Unterstützung für die Stadt.

von Michael Rinde

Neustadt. Ursprünglich sollte es im Laufe dieses Monats so weit sein, nun rechnet das Regierungspräsidium Gießen damit, dass die Erstaufnahmeeinrichtung mit zunächst drei Unterkunftsgebäuden am 18. Mai starten kann. Bei der Herrichtung der künftigen Kantine sind kurzfristig technische Probleme aufgetaucht. Dies erklärte Gabriele Fischer, Sprecherin der Behörde, gegenüber der OP. Die Kantine wird wohl erst Anfang Juni betriebsbereit sein. Daher sei eine Übergangslösung nötig. Mit 250 bis 300 Flüchtlingen will das Regierungspräsidium in Neustadt aller Voraussicht nach beginnen. Wenn alle Gebäude im Laufe des Jahres in der ehemaligen Kaserne fertiggestellt sind, sollen es rund 700 sein. Sie werden zwischen vier und sechs Wochen in Neustadt untergebracht, bevor sie auf die hessischen Landkreise verteilt werden. „Groll pocht auf mehr Polizisten, Präsident sieht dafür keinen Grund“ weiterlesen

Bürgschaft steht wohl nichts im Weg

Stadt wird Investitionen der Bioenergie-Genossen Mengsberg aller Wahrscheinlichkeit nach absichern

Die Mengsberger Bioenergie-Genossen überwinden eine Hürde nach der anderen. Läuft alles nach Plan, soll im Spätsommer der Spatenstich zu Deutschlands größtem Solarthermiefeld erfolgen.

von Florian Lerchbacher

Mengsberg. „Ich bin froh, wie sich das Projekt entwickelt, und freue mich, dass Neustadt einen weiteren Beitrag zur Energiewende leisten wird“, sagt Bürgermeister Thomas Groll – will aber der Entscheidung der Stadtverordneten nicht vorgreifen. Allerdings lässt sich mit großer Wahrscheinlichkeit sagen, dass diese am Montag in ihrer Sitzung (19 Uhr, historisches Rathaus) einer Magistratsvorlage zur Übernahme einer Bürgschaft für die Bioenergie-Genossenschaft Mengsberg zustimmen werden – die bei einer Enthaltung einstimmige Empfehlung für das Anliegen spricht jedenfalls eine fast schon eindeutige Sprache. „Bürgschaft steht wohl nichts im Weg“ weiterlesen

Ein Schlüssel gegen die „Verharmlossung“

Mehr als 100 Besucher bei Neustädter Gedenkveranstaltung zu Flucht und Vertreibung

Die Stadt Neustadt setzte ihre Reihe der Gedenkveranstaltungen zu besonderen Ereignissen zusammen mit dem Heimatkreis Schwerin/Warthe fort und widmete sich dem Thema „70 Jahre Flucht und Vertreibung“.

von Klaus Böttcher

Momberg. Mehr als 100 Besucher kamen zu der Gedenkveranstaltung in das Momberger Dorfgemeinschaftshaus, bei der an Flucht und Vertreibung von über 12 Millionen Menschen aus den damaligen deutschen Ostgebieten erinnert wurde. Neustadts Bürgermeister Thomas Groll sagte bei seiner Begrüßung, dass das 20. Jahrhundert von vielen großen Ereignissen glücklicher, aber auch schrecklicher Art geprägt gewesen sei. Die Stadt möchte mit den Veranstaltungen daran erinnern. „Wir müssen uns erinnern und uns der Geschichte stellen“, betonte er. Er sprach von den Erzählungen seiner Großeltern und folgerte: „Die Nachkriegszeit war gerade für die Heimatvertriebenen eine große Herausforderung, hatten sie doch alles verloren und mussten in einer fremden Umgebung neu anfangen.“ „Ein Schlüssel gegen die „Verharmlossung““ weiterlesen

Neue Ansprechpartnerin für Mädchen

Kathrin Kilian kümmert sich um Besucherinnen des Jugendraums Neustadt und den Jugendraum Mengsberg

 

Kathrin Kilian ist im Jugendraum Neustadt die neue Ansprechpartnerin für Mädchen. Nachdem kürzlich auch der Jugendpfleger gewechselt hatte, wünscht sich der Bürgermeister nun Kontinuität.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Und wieder gab es einen Wechsel bei der Ansprechpartnerin für Mädchen im Neustädter Jugendraum – allerdings einen, der sich abgezeichnet hatte. Dhana Dombrowski war für Anika Mund gekommen, als diese in den Mutterschutz ging. Diese Zeit ist nun vorbei. Mund ist zwar wieder bei dem für Neustadts Jugendpflege zuständigen Verein BSJ Marburg, arbeitet als junge Mutter nun jedoch weniger Stunden als früher und habe daher eine andere Stelle übernommen, berichtet Lars Kietz. Dombrowski bereise nun erst mal die Welt. Und so steht künftig Kathrin Kilian Neustadts neuem Jugendpfleger zur Seite. „Neue Ansprechpartnerin für Mädchen“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Elke Trieschmann 40 Jahre im öffentlichen Dienst

In diesen Tagen kann Elke Trieschmann von der Neustädter Stadtverwaltung auf eine 40jährige Tätigkeit im öffentlichen Dienst zurück blicken.

Die gebürtige Burgholzerin, die seit ihrer Heirat in Speckswinkel lebt, erlernte nach der Schulzeit zunächst in Kirchhain den Beruf der Rechtsanwalts- und Notariatsgehilfin. 1975 trat sie dann als Verwaltungsangestellte in den Dienst des Hessischen Straßenbauamtes in Marburg/L. und wechselte schließlich Anfang 1979 zur Stadt Neustadt (Hessen). Dort ist sie seit nunmehr über 36 Jahren im Vorzimmer des Bürgermeisters tätig.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde dankte Bürgermeister Thomas Groll Elke Trieschmann herzlich für ihre engagierte und stets zuverlässige Arbeit. „Diktate erledigen, Termine koordinieren, den Kalender führen, Veranstaltungen vorbereiten, Anliegen der Bürger entgegennehmen und vereinzelt auch Blitzableiter sein – das Aufgabenspektrum im Vorzimmer eines Bürgermeisters ist breitgefächert und die Aufzählung daher sicher nicht abschließend. Langeweile kommt nie auf und manchmal darf man auch nicht auf die Uhr schauen. Elke Trieschmann ist da, wenn man sie braucht. Seit 2007 sind wir ein aufeinander gut eingespieltes Team“, so Thomas Groll, der nach Fritz Mütze und Manfred Hoim der dritte Neustädter Bürgermeister ist, dem die Jubilarin zuarbeitet. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen