Daheimgeblieben – aber dennoch dabei

70 Mengsberger feiern in der Heimat mit Es herrschte ein ständiger Austausch mit den Reisenden

In der Ferne, doch via Skype live dabei: Als Ortsvorsteher Karlheinz Kurz in Berlin die Goldmedaille in Empfang nahm, brachen die Daheimgebliebenen im TSV-Sportheim in Jubel aus.

von Karin Waldhüter

Mengsberg. „Wir waren auch dabei… in Mengsberg“ steht auf einem großen Plakat. An langen Fäden baumeln selbstgebastelte Goldmedaillen von der Decke, und die Stimmung im Sportheim könnte nicht besser sein. Vom Kleinkind bis zum Senior – die rund 70 Feiernden im Sportheim sind bester Laune. Zwar verschiebt sich im fernen Berlin die Verleihung der Goldmedaille für den Erfolg im Bundeswettbewerb 2013 „Unser Dorf hat Zukunft“, doch das tut der Party keinen Abbruch.

Als der große Moment endlich gekommen ist und Ortsvorsteher Karlheinz Kurz, Karl-Heinz Waschkowitz und Susanne Wilhelm auf der Bühne in Berlin die Goldmedaille im Empfang nehmen, ist der Jubel vor einer Leinwand in Mengsberg groß.

„Es war für mich ein sehr emotionaler Moment und ich habe mich sehr darüber gefreut“, berichtet Hans-Georg Schäfer. Der 74-Jährige war nicht nur bei der Umsetzung des Projekts „Kinderwald“ dabei, sondern hatte auch immer dann, wenn Not am Mann war, im Dorf mitgeholfen. Nach Berlin wäre er gerne mitgefahren, doch eine Erkältung hatte die Teilnahme verhindert. So ist er froh, die Übertragung aus Berlin im Mengsberger Sportheim live und direkt mitzuerleben.

„Es war ein geiles Erlebnis. Das erlebt man nicht alle Tage“, freut sich der stellvertretende Ortsvorsteher Björn Wolfig. Gemeinsam mit „dem Reporter vor Ort“ Mario Schwärm, Manuel Staufenberg, Elfi Prinz, Torsten Prinz, Beate Schwalm, Beate Hainmüller und Susanne Wolfig hatte er die Feier und die Live-Übertragung ins Sportheim organisiert. „Viele konnten nicht mit nach Berlin fahren, und durch die Übertragung fühlen wir uns verbunden“, erklärt er und betont: „Das schönste heute Abend ist, dass so viele Leute hier die Gemeinschaft leben. Das zeigt, welche Bedeutung der Wettbewerb für den Zusammenhalt des gesamten Dorfes hat.“

Trotz der Entfernung herrscht ein ständiger Austausch zwischen den Gruppen. Die Daheimgebliebenen sind quasi live in Berlin mit dabei – und damit die Reisenden auch erleben können, was in der Heimat los war, hat Manuel Staufenberg den großen Moment auf seinem Handy festgehalten.

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