Ganztagsplatz in der Kita kostet jetzt zehn Euro mehr

Neustadt dehnt Betreuungszeiten aus, um Förderung zu sichern

Für die Neustädter Kindergärten hat der Jahreswechsel einige Veränderungen gebracht. Die Betreuungszeiten haben gewechselt, die Gebühren sind gestiegen.

von Alfons Wieber

Neustadt. Das Neustädter Stadtparlament hatte die Änderungen an der Gebührensatzung wie auch den Öffnungszeiten in seiner jüngsten Sitzung auf den Weg gebracht. Ausgangspunkt waren Informationen des Jugendamt des Kreises zu den veränderten Förderrichtlinien nach dem neuen hessischen Kinderförderungsgesetz Dabei wurde deutlich, dass die vollen Förderbeträge nur an Einrichtungen gewährt werden, die eine Kernbetreuungszeit von mehr als fünf Stunden anbieten. Die Kindergartensatzung der Stadt Neustadt sah bisher allerdings nur eine Kernbetreuungszeit von exakt fünf Stunden vor.

Ohne Änderungen hätte Neustadt 20 000 Euro weniger Fördergeld vom Land erhalten. Der den Stadtverordneten vorgelegte Satzungsentwurf trug diesen Vorgaben Rechnung und sieht deshalb eine Verlängerung der Kernbetreuungszeit um 15 Minuten am Morgen vor.

So beginnt die Kernbetreuung in den Kindergärten „Regenbogen“ und „Sonnenschein“ um 7.45 Uhr (statt 8 Uhr), in den Kindergärten „Zwergenstübchen“ und „Sterntaler“ um 7.15 Uhr (statt 7.30 Uhr). Sie endet

in der Kernstadt um 13 Uhr, in den Stadtteilen Mengsberg und Speckswinkel um 12.30 Uhr.

Die anderen Zeitmodule wurden, wo notwendig, entsprechend abgeändert und die Betreuungskosten hierfür anteilig verteilt.

Nach Angaben von Bürgermeister Thomas Groll orientieren sich die veränderten Öffnungszeiten nach Rücksprache mit den Kindergartenleitungen auch an den Bedürfnissen der Eltern.

Die Magistratsvorlage wurde von den Parlamentariern einstimmig verabschiedet.

Aber auch die Kindergartengebühren haben sich erhöht. Beispielsweise kostet ein Ganztagesplatz in Neustadt von 7 bis 16 Uhr 151 Euro seit dem Jahreswechsel. Bisher waren es 141 Euro. Auch diese Änderung fand die Zustimmung aller Fraktionen.

Der Grund der Erhöhung liegt bei den Steigerungen bei den Personal- und Sachkosten. Aufgrund der Verträge mit der Stadt wird auch der kirchliche Kindergarten Momberg seine Gebühren entsprechend verändern.

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