Korbjäger haben neues Territorium

Anlage ist Ergebnis des Jugendgipfels

15 Jahre lang hatte Bürgermeister Thomas Groll keinen Basketball mehr in der Hand. Entsprechend muss er selber lachen, als gleich sein erster Wurf im neuen Korb an Neustadts Jugendraum landet.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Von einem Basketballplatz mit Tribüne zu sprechen, wäre vielleicht etwas übertrieben. Aber immerhin können Neustadts Nachwuchs-Korbjäger nun direkt am Jugendraum auf Punktejagd gehen – und sich dabei von Fans beobachten lassen, die es sich auf den beiden Bänken des neuen Grillplatzes gemütlich machen.

13 000 Euro investierte die Stadt Neustadt – 10 000 Euro stammen aus einer Erbschaft, 3 000 Euro aus dem Demografie-Projekt des Landkreises. „Der Unterbau der gepflasterten Fläche hat einiges gekostet“, betont Bürgermeister Thomas Groll. Eine Tartanfläche sei nicht finanzierbar gewesen: „Aber ich glaube, dass die Attraktivität des Jugendraums nun weiter steigt.“

Schüler hatten sich während des ersten Neustädter Jugendgipfels Korb und Grillanlage samt Bänken gewünscht. Jugendpfleger Sebastian Habura und Kollegin Anika Mund planten das Projekt anschließend gemeinsam mit den Jugendlichen, die das neue Angebot nun auch rege nutzen.

Vornehmlich spielten 12- und 13-Jährige auf den neuen Korb, berichtet Habura. Dies sei der harte Kern, ergänzt Mund, und betont, dass garantiert noch andere Basketballer die Anlage nutzen werden – allerdings erst, wenn die Temperaturen gestiegen sind. Dann ist sie bereits in Elternzeit: Am 6. März nimmt ihre „Ersatzfrau“ die Arbeit mit den weiblichen Besuchern der Jugendräume der Stadt Neustadt auf.

Weitere Wünsche, die Neustadts Nachwuchs geäußert hatte, sind ein Box-Kurs vor Ort und ein Jugendcafe. Nach dem Jugendgipfel sei die Bereitschaft, sich in Sachen Sport einzubringen, bei den Jugendlichen relativ gering gewesen, sagt Habura. Entsprechend sanken die Projekte in der Prioritätenliste – er sei aber durchaus bereit, sich wieder dahinterzuklemmen, wenn die Schüler sich ebenfalls engagierten. Ein Café sei indes schwer umzusetzen, dafür biete die Jugendpflege aber immer vor den Ferien „School-is-out“-Partys an, die gut besucht seien, ergänzt Mund und freut sich über ein Graffiti vom Junker-Hansen-Turm, das ein Stadtallendorfer ganz offiziell an den Jugendraum sprühen durfte.

Ein weiterer Jugendgipfel ist nicht in Planung, dafür soll es Veranstaltungen geben, die quasi auf der Premiere aufbauen. Für die Stadt steht nun erst einmal eine andere Klientel im Vordergrund: Sie plant einen Neustädter Seniorengipfel, der am 18. März im Zollhof in Speckswinkel stattfinden soll.

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