Initiative gegen „Scheunencharakter“

Zwölf neue Fenster für die Mengsberger Grillhütte Stadt tauscht Aufsitzmäher aus

Aus der Entfernung sieht es aus wie ein Ferrari- Zeichen – in Wirklichkeit ziert jedoch das Mengsberger Wappen die Front des neuen Aufsitzmähers.

von Florian Lerchbacher

Mengsberg. 10000 Euro hatte die Stadt Neustadt für den Austausch von zwölf Fenstern der Grillhütte in Mengsberg eingeplant. Letztendlich musste die Kommune aber nur rund 8 000 Euro für das Material berappen: Den Austausch erledigte Ortsvorsteher Karlheinz Kurz gemeinsam mit vier freiwilligen Helfern in Eigenleistung und sorgte so dafür, dass die Stadtkasse geschont wird.

„Das Wir-Gefühl ist immer noch stark“, sagt der Ortsvorsteher und freut sich, dass die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ nachhaltig war und die Spuren immer noch deutlich zu erkennen sind. „Die Leute machen sich Gedanken und engagieren sich auch selbstständig für die Verschönerung ihres Dorfes“, betont Kurz und nennt einen Mitbürger als Beispiel, der in Eigeninitiative die Rahmen der Toilettenfenster gestrichen hatte. Von außen grün – also passend zu den Rahmen der neuen Fenster der Grillhütte, die nur innen weiß sind. So wirke es heller, erklärt Kurz und ergänzt, dass die Außenhülle der Hütte grün werden solle. „Initiative gegen „Scheunencharakter““ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Versprechen eingelöst:

Kindergarten „Arche Noah“ erhält Holzhütte

Anlässlich der Einweihung des Kindergartens „Arche Noah“ Momberg-Mengsberg im ehemaligen Momberger Grundschulgebäude hatten sich Kindergartenleiterin Danuta Musialik und die von der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes d. T. beauftragte Kuratorin Tanja Lepper von Bürgermeister Thomas Groll noch eine Holzhütte für den Außenbereich gewünscht, um „dies und das“ darin unterzubringen. Kürzlich wurde die Hütte vom städtischen Bauhof aufgestellt und Bürgermeister Thomas Groll sah sich gemeinsam mit Ortsvorsteher Jörg Grasse das gelungene Werk an. Gemeinsam mit Danuta Musialik und Tanja Lepper zogen die beiden Kommunalpolitiker ein erstes Fazit über den neuen Kindergarten „Arche Noah“. Übereinstimmend war man der Auffassung, dass das ambitionierte Vorhaben gut gelungen sei. „Hierzu“, so Bürgermeister Groll, hätten alle Verantwortlichen bei Kommune und Kirche, die Erzieherinnen und auch die Eltern beigetragen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

„Mittlerer sechsstelliger Betrag“ in Aussicht

Stadt Neustadt treibt Planungen für „Soziale Stadt“ voran

Vergangenes Jahr wurde die Stadt Neustadt in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen.

Ab Oktober sollen die Bürger an der Ausgestaltung eines Konzeptes mitwirken. Geld für erste Projekte ist bereits beantragt.

von Peter Gassner

Neustadt. Die frohe Botschaft überbrachte die hessische Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz im Oktober 2015: Trotz ihrer überschaubaren Größe darf die Stadt Neustadt am Bund-Länder-Programm zur Stadtentwicklung partizipieren. Bis 2025 soll das der Kommune „durchaus mehrere Millionen Euro“ an Fördergeldern einbringen, hofft Bürgermeister Thomas Groll. Die Aufnahme in das Programm, angesichts der Größe Neustadts eher unüblich, bezeichnet er als „einen Glücks- fall“. Dementsprechend gelte es nun, „den Ball aufzunehmen und Tore zu schießen“ – will heißen: Die günstige Situation nutzen und möglichst viele Projekte umsetzen. Damit das gelingt setzt Groll auf die Beteiligung der Bürger. „„Mittlerer sechsstelliger Betrag“ in Aussicht“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Neustadt wird bunter – Gründen und Werken“ Selbsthilfewerkstatt und Infobörse eröffnet

Am 20. Juli 2016 wurde die im Rahmen des vom Land Hessen finanzierten Modellprojektes „Integration von Flüchtlingen im ländlichen Raum“ eingerichtete Selbsthilfewerkstatt und Infobörse in der Neustädter Marktstraße offiziell eröffnet. Hieran nahmen zahlreiche ehrenamtlich Tätige und Kommunalpolitiker teil. Aber auch die Mitarbeiter des bsj und Flüchtlinge hatten den Weg in das bisher leerstehende Ladenlokal neben der Pizzeria „Roma“ gefunden. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Die Ochsenwiese wird grün

 

Erster Spatenstich für neuen Kunstrasenplatz in Neustadt

In Neustadt haben die Bauarbeiten an der Ochsenwiese begonnen. Der bisherige Hartplatz wird für 660000 Euro in einen Kunstrasenplatz umgewandelt.

von Peter Gassner

Neustadt. Seit Mitte Juli laufen die Bauarbeiten auf dem Fußballplatz, wo neben dem Kunstrasenfeld auch eine kleine Tribüne entstehen wird. Zudem werden das Flutlicht erneuert und der Platz umzäunt. Ursprünglich war der Beginn der Bauarbeiten einmal für Ende Mai angestrebt worden, so- dass der Platz bis zum Saisonstart fertig geworden wäre. Dieses Ziel wird nun nicht gan2 eingehalten werden können. Mitte Oktober soll der Platz fertiggestellt sein. Zur Einweihung planen der VfL Neustadt als Bauherr und die Kommune ein „Sportwochenende“ am 22. und 23. Oktober dieses Jahres.

Neben den Mannschaften des VfL sollen auch die anderen Neustädter Vereine den Platz zeitlich befristet nutzen können. An einer entsprechenden Vereinbarung wird derzeit zwischen Stadt und Verein gearbeitet. Zudem sollen auch Flüchtlinge die Möglichkeit zur Nutzung der Ochsenwiese bekommen. Besonders erfreulich aus VfL-Sicht sei der Kunstrasenplatz, laut des Vorsitzenden Klaus Busch, im Hinblick auf eine intensiven Jugendförderung in der neugegründeten Jugendspielgemeinschaft mit dem SV Borussia Momberg und dem TSV Speckswinkel.

Zum Spatenstich waren neben Busch auch der Fußball-Vizeweltmeister von 1966, Wolfgang Weber, der Ehrenpräsident des Hessischen Fußballverbandes, Rolf Hocke, Kreisfußballwart Peter Schmidt, Bürgermeister Thomas Groll sowie weitere lokale Politiker gekommen. Groll bekannte, dass er noch im vergangenen Jahr nicht daran geglaubt habe, dass der Kunstrasenplatz realisiert werden könne. Nun werde die Vision einiger Mitglieder des VfL Neustadt aber doch Wirklichkeit und könne dem Fußball in Neustadt Auftrieb verleihen, hoffte Groll. Möglich geworden war das Projekt durch die Zuschüsse des Landes Hessen (300000 Euro), des Landkreises (66000 Euro) und der Stadt Neustadt (75000 Euro). Den übrigen Teil der Summe bringt der VfL durch eigene Mittel und einer Spendenaktion ein.

 

Neustädter Mitteilungsblatt

Siegerehrung des Malwettbewerbs „Rotkäppchen aus Sicht der Neustädter Kinder

Vom 17. bis 24. Juni 2016 fand die diesjährige Rotkäppchenwoche statt. Organisiert wurde sie vom Tourismusservice Rotkäppchenland, dem 16 Städte und Gemeinden aus drei Landkreisen angehören. Die Stadt Neustadt (Hessen) beteiligt sich seit Jahren regelmäßig an der „Rotkäppchenwoche“. 2016 rief man die Kinder der Kindergärten und Grundschulen zu einem Malwettbewerb auf. Dessen Motto lautete „Rotkäppchen aus Sicht der Neustädter Kinder“.

Über 60 Jungen und Mädchen, so Bürgermeister Thomas Groll, hätten sich hieran beteiligt. Gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Tourismusservice Rotkäppchenland, Heidrun Englisch, führte er am 20. Juli 2016 im märchenhaften Ambiente des Junker-Hansen-Turmes die Siegerehrung durch. Dazu konnte er die Gewinnerkinder mit deren stolzen Eltern begrüßen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Tragischer Held des „Wembley-Tors“

Fußball-Vizeweltmeister Wolfgang Weber erinnerte sich in Neustadt an das Endspiel gegen England 1966

Das bedeutendste Spiel seiner Karriere endete mit einer Niederlage. Dennoch ist Wolfgang Weber gerade wegen des Finales der Fußball-WM 1966 in

Erinnerung geblieben – das „Wembley-Tor“ ist bis heute unvergessen.

von Peter Gassner

Neustadt. Wolfgang Weber hatte die beste Sicht auf jenesTor, über das sich deutsche und englische Fußballfans noch bis heute streiten. Der Verteidiger aus Köln war es, der den Ball im Anschluss an den Lattentreffer mit dem Kopf ins Aus beförderte – und damit vermeintlich den Führungstreffer für England verhinderte. Schiedsrichter Gottfried Dienst (Schweiz) und Linienrichter Tofiq Bahramov (Sowjetunion) sahen das jedoch anders. Sie entschieden auf Tor für die Engländer – das Mutterland des Fußballs lag in der Verlängerung des WM-Finales 1966 mit 3:2 in Führung und gewann am Ende mit 4:2. Webers Ausgleich zum 2:2 in der letzten Minute der regulären Spielzeit war vergeblich gewesen. „Tragischer Held des „Wembley-Tors““ weiterlesen

Zweiter Schritt in Richtung Integration

Stadt und Gemeinwesenarbeit eröffneten Anlaufstelle für das „Gründen und Werken“

Flüchtlinge, aber auch Neustädter, nehmen die Angebote der Gemeinwesenarbeit so gut an, dass der Begegnungstreff in der Marktstraße nun eine Art „Außenstelle“ für die praktischen Dinge des Lebens bekommt.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Fröhlich heißt Aqeel Bahiya die Besucher der von der Gemeinwesenarbeit neben der Pizzeria in der Marktstraße eingerichteten „Werkstatt“ willkommen. Der 46-Jährige hat die Verantwortung für die „Außenstelle“ des Begegnungstreffs übernommen und steht zu den Öffnungszeiten (montags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr sowie 15 und 18 Uhr) als Ansprechpartner bei Fahrradreparaturen – oder als Helfer – zur Verfügung. „Zweiter Schritt in Richtung Integration“ weiterlesen

Russisches Rechnungs-Roulette

Anwohner der Wieraer Straße monieren, nicht gewusst zu haben, auf wen Kosten zukommen

Für Thomas Bothe, den stellvertretenden Geschäftsführer des Zweckverbandes Mittelhessische Abwasserwerke, ist klar: Wenn es ans Bezahlen geht, kommt stets Unmut auf. Doch so einfach ist der Fall in Momberg nicht.

von Florian Lerchbacher

Momberg. „Die Bauarbeiter waren hervorragend und haben gute Arbeit geleistet“, sagt Sebastian Sack, Stadtverordneter der SPD und Sprachrohr von Anliegern der Wieraer Straße, die Kritik am Vorgehen des Zweckverbandes Mittelhessische Abwasserwerke (ZMA) üben. „Russisches Rechnungs-Roulette“ weiterlesen

Stadt will wieder Bauplätze schaffen

Ziel ist es, Baugebiete abzurunden

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Das Beispiel Speckswinkel soll Schule machen – das zumindest wünschen sich die Neustädter Stadtverordneten, die gemeinsam die „Abrundung vorhandener Baugebiete mit Hilfe privater Investoren“ auf den Weg brachten. In Speckswinkel hatte die Stadt einst einen Investor gefunden, der am Baugebiet „Weinberger Grund“ eine Freifläche erschließen und sich um die Vermarktung der Baugrundstücke kümmern sollte. Dieser Ansatz funktionierte – und so griffen die Stadtverordneten ihn nun auf.

Das Besondere: Zunächst hatte die CDU im Alleingang einen entsprechenden Antrag auf den Weg gebracht. Mit ihrem Ansinnen stießen sie bei den anderen beiden Fraktionen auf Zustimmung – wobei die SPD noch zwei Unterpunkte ergänzte, die den Antrag, wie CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Dieter Georgi unumwunden zugab, „abrunden“. Er hatte mit seinen Mitstreitern angeregt, in bereits vorhandenen Baugebieten durch gezielte Ergänzungen Bauland insbesondere für junge Familien zu schaffen. Von der SPD kam der Hinweis, dass der Magistrat die entsprechenden Baulücken in der Kernstadt und den Stadtteilen zunächst in einem Kataster erfassen und das Ergebnis in „grundstücksbezogenen Datenblättern“ dokumentieren soll. „Darin sollten zumindest Angaben über die Lage des Grundstücks, die planungsrechtliche Grundlage und die Erschließungssituation enthalten sein“, erklärte Thomas Horn (SPD). „Stadt will wieder Bauplätze schaffen“ weiterlesen