Neustädter Mitteilungsblatt

10 Jahre Agentur Naturentwicklung Marburg-Biedenkopf

Ende September 2014 fand im Dorfgemeinschaftshaus Wiesenbach (Gemeinde Breidenbach) die Jubiläumsveranstaltung der Agentur Naturentwicklung statt.

Im Beisein von Landrätin Kirsten Fründt, dem Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow, dem Bürgermeister der gastgebenden Gemeinde Christoph Felkl sowie der Bürgermeister Emmerich (Rauschenberg), Funk (Münchhausen), Groll (Neustadt), Schmidt (Dautphetal) und Weber (Fronhausen), Vertretern des Kreisausschusses, des Kreistages, des Naturschutzbeirates, der Naturschutzverbände, von Kreisbehörden, mit denen die Agentur eng zusammenarbeitet, und von Vertretern der Projektpartner wurde ein Bogen von der Idee zur Umsetzung des Projekts Agentur Naturentwicklung Marburg-Biedenkopf gespannt.

Landrätin Fründt wies in ihrem Grußwort darauf hin, dass der Naturschutz für eine erfolgreiche Arbeit vor allem die Akzeptanz der Bürger benötigt, die durch Öffentlichkeitsarbeit hergestellt werden kann.

Marian Zachow erinnerte noch einmal an die Überlegungen und Vorarbeiten zur Etablierung einer Agentur Naturentwicklung und zog das Fazit, dass die Agentur sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt hat.

Die Leiterin der Agentur, Dr. Ursula Mothes-Wagner, zeigte anhand einer PowerPoint-Präsentation, welche Ziele die Agentur verfolgt und wie diese Ziele umgesetzt werden. Sie gab einen Überblick über die Arbeitsweise der Agentur, nahm sich den Themen Kompensation für Eingriffe in Natur & Landschaft, Flächenpool und Okokonto an und berichtete über einige Projekte, die von der Agentur umgesetzt oder betreut werden. Mit einem kurzen Blick in die Zukunft, die dem Erhalt der Biodiversität dienen sollte, schloss sie ihre Präsentation ab.

Der Vortrag kann als pdf-Datei von der Homepage der Agentur (www.agenturnaturentwicklung.de) heruntergeladen werden.

Bürgermeister von vier betreuten Kommunen berichteten von ihren Erfahrungen mit der Agentur Naturentwicklung, darunter auch Thomas Groll.

Im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauwesen, Umwelt, Landwirtschaft und Forsten wird Dr. Ursula Mothes-Wagner, die seit 2013 bestehende Zusammenarbeit mit der Stadt Neustadt (Hessen) vorstellen und über künftige Projekte berichten.

Sitzung des Ortsbeirates Neustadt

In öffentlicher Sitzung tagte am 1. Oktober 2014 der Ortsbeirat Neustadt unter dem Vorsitz von Klaus Groll im Sitzungssaal des Rathauses. Daran nahmen neben einigen Zuschauern auch Bürgermeister Thomas Groll und Thomas Dickhaut, Leiter des städtischen Bauamtes, teil.

Zunächst informierte der Bürgermeister die anwesenden Ortsbeiratsmitglieder, dass es auch in diesem Jahr wieder einen Nikolausmarkt in Neustadt geben werde.

Dieses Mal allerdings, so Groll, in einer anderen und etwas kleineren Form. Da die Zahl der Marktbeschicker in den letzten Jahren stetig zurückgegangen sei, wolle sich die Kommune diesmal auf den Marktplatz und das Historische Rathaus beschränken.

Geplant ist der Markt am Samstag, dem 6. Dezember 2014, in der Zeit von 13.00 bis voraussichtlich 19.00Uhr.

Im Mittelpunkt der Sitzung standen die Starkregenereignisse, welche die Junker-Hansen-Stadt in den letzten Jahren gleich mehrfach getroffen hatte.

Ortsvorsteher Klaus Groll ging hierbei insbesondere auf das Unwetter vom 5. August dieses Jahres ein, das mit Masse den Bereich der Nellenburgstraße, der Bismarckstraße und der Neuen Gartenstraße stark in Mitleidenschaft gezogen hatte. Er bat die Kommune, die Anwohner bei ihrem „Kampf gegen das Wasser“ wirkungsvoll zu unterstützen.

Bürgermeister Thomas Groll berichtete, wie auch schon zuvor in der Stadtverordnetenversammlung, aufgrund einer großen Anfrage der SPD-Fraktion, nochmals über die bisherigen Aktivitäten des Magistrates. Den in der Stadtverordnetenversammlung aufgekommenen Vorschlag, die Wiese zwischen der Eisenbahnbrücke Nellenburgstraße und dem Anwesen „Kegelsporthaus Weber“ als Rückhalte- und Überflutungsraum zu nutzen werde man gemeinsam mit den Fachbehörden prüfen. So soll möglicherweise eine vernünftige, aber auch finanziell überschaubare Lösungsmöglichkeit auf den Weg gebracht werden.

„Natürlich will der Magistrat, die Stadt helfen, muss dabei aber gesetzliche Vorgaben und die angespannte Finanzlage beachten“, so Groll.

In der „Oberhessischen Presse“ hatte der „Ortsdiener Karl“ angeregt, dem Platz vor dem ehemaligen Schwesternhaus (Haus der Vereine) doch einen Namen zu geben. Im Ortsbeirat hatte man sich dazu bereits auf den Namen „Vinzensplatz“ verständigt, da das Haus bis 1978 von den katholischen Vinzentinerinnen als Altenwohn- und Pflegeheim betrieben wurde.

Nach der Ortsbeiratssitzung wurde aus Kreisen der Bürgergarde Neustadt angeregt, den Platz doch „Bürgergardeplatz“ zu nennen, da diese Vereinigung sehr aktiv sei, über eine Historie verfüge und eine besondere Verbundenheit gegenüber der Heimatstadt aufweise. Dies wurde in einem „Umlaufbeschluss“ des Ortsbeirates nochmals behandelt und der Vorschlag für gut befunden. Eine endgültige Beschlussfassung durch den Magistrat steht allerdings noch aus.

Aufgrund der Eingabe eines Anwohners beschäftigte sich das Gremium nochmals mit dem Bolzplatz in der Willingshäuser Straße. Die Ortsbeiratsmitglieder sprachen sich erneut einstimmig dafür aus, den Bolzplatz beizubehalten, da in diesem Wohngebiet ansonsten wenige Spielmöglichkeiten für Kinder verfügbar seien. „Die Tore sind verrostet, der Zaun in weiten Teilen beschädigt“, berichtete Bürgermeister Groll über den momentan schlechten Zustand des Bolzplatzes. Der Magistrat werde daher wohl vorschlagen, im Haushaltsplanentwurf 2015 entsprechende Gelder für die notwendigen Arbeiten vorzusehen. Damit, so der Bürgermeister, treffe dann letztendlich die Stadtverordnetenversammlung die Entscheidung über den Fortbestand des Bolzplatzes.

In diesem Zusammenhang wurde auch der Spielplatz „In der Aue“ angesprochen. Der Bürgermeister führte aus, dass dem Magistrat die verbesserungswürdige Situation aufgrund einer Überprüfung bekannt sei. Es sei zu fragen, ob man den Spielplatz schrittweise saniere oder aber aufgebe. Eine grundlegende Sanierung dürfte aber mit zumindest 20.000 Euro zu Buche schlagen. Die städtischen Gremien müssten sich hiermit weiter befassen.

Im vergangenen Jahr haben Mitglieder des Ortsbeirates unter der Federführung von Klaus Groll im Innenbereich der Grillhütte bauliche Verbesserungen vorgenommen.

Die Kommune hat mittlerweile auch Spielgeräte für den Außenbereich beschafft, die aufgrund der fortgeschrittenen Witterung jedoch erst im Frühjahr aufgestellt werden.

Nun schlägt der Ortsvorsteher vor, im rückwärtigen Bereich der Grillhütte eine Fläche zu pflastern und somit die Möglichkeit eines Freisitzes zu eröffnen. Der Bürgermeister stand diesem Vorschlag positiv gegenüber. Eine Blumenrabatte vor der Grillhütte hielt Bürgermeister Groll grundsätzlich für eine gute Maßnahme, stellte aber die Frage nach der Pflege. Da die Mitarbeiterzahl des Bauhofes abgenommen habe, könne dieser keine Zusatzaufgaben übernehmen. Festlegungen bezüglich der Standorte der Spielgeräte wurden bereits getroffen, diese sollen dem Ortsbeirat durch den Ortsvorsteher bei einem Vorortstermin nochmals erläutert werden.

Klaus Groll schlug erneut vor, die Friedhofskapelle in Neustadt, die Eigentum der katholischen Kirchengemeinde ist, mit einer Heizung zu versehen. Die Kommune erhebt bei jeder Nutzung der

Kapelle im Wege des „Inkassos“ Gebühren von den Hinterbliebenen und leitet diese an die Kirche weiter. Nach Auffassung des Ortsvorstehers könnten diese Gelder für die Anschaffung der Heizung (mit)verwendet werden.

Der Bürgermeister vertrat die Auffassung, dass diese Fragestellung den Magistrat vom Grundsatz her aktuell nicht berühre und schlug vor, dass der Ortsvorsteher den direkten Kontakt zum Pfarrer aufnimmt. Er habe dies bereits einmal auf Bitten des Ortsbeirates getan und die Mitteilung vom Verwaltungsrat erhalten, dass keine finanziellen Mittel für das Vorhaben zur Verfügung stünden.

Der Ortsbeirat sprach auch den Zustand der Toiletten im Jugendheim beim Junker-Hansen-Turm an, der auch von den Nutzern, dem Jugendblasorchester und der Kolpingsfamilie, seit längerem beklagt wird. Der Bürgermeister hat sich kürzlich noch einmal von der Notwendigkeit des Handlungsbedarfes der in die Jahre gekommenen Anlage überzeugt und wird dem Magistrat vorschlagen, im Haushaltsplanentwurf 2015 entsprechende Mittel vorzusehen. Die Verwirklichung einer Eisbahn im Bürgerpark stieß beim Bürgermeister hingegen auf kein positives Echo. Ein solches Vorhaben sei mit Kosten von bis zu 5.000 Euro verbunden und daher für die Kommune nicht darstellbar. Ihm seien auch keine diesbezüglichen Wünsche aus der Bevölkerung bekannt. „Wenn es entsprechend fest gefroren ist läuft man seit Generationen auf dem Teich des Bürgerparks und so kann es durchaus weitergehen“, betonte Groll.

Den Ortsbeirat beschäftigten außerdem Fragen der Straßenreinigung, der Unterbringung von Flüchtlingen und die Baumaßnahmen im Bereich der Hindenburgstraße mit den damit verbundenen Umleitungsstrecken. Aufkommende Fragen beantwortete hier der Bürgermeister.

Bevor der Ortsvorsteher Klaus Groll nach zwei Stunden die Sitzung des Ortsbeirates Neustadt schloss, übergab er Bürgermeister Groll eine vom Ortsbeirat einstimmig erstellte Auflistung wünschenswerter, zum Teil bereits in der Sitzung angesprochener Maßnahmen mit der Bitte, entsprechende Mittel zur Durchführung in den Haushalt 2015 einzustellen. Alfons Wieber

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