Neustädter Mitteilungsblatt

Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Goldmedaille an Mengsberg im ICC Berlin überreicht!

Fast fünf arbeitsintensive, gemeinschaftsstärkende und erfolgreiche Jahre fanden am 24. Januar 2014 im Internationalen Congress Centrum Berlin ihren Höhepunkt:

Bundeslandwirtschaftsminister Dr. Hans-Peter Friedrich überreichte der Mengsberger Dorfgemeinschaft im Rahmen der „Internationalen Grünen Woche“ die Goldmedaille des 24. Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“.

Begonnen hatte alles 2009 mit dem Beschluss des Ortsbeirates am Wettbewerb teilzunehmen. Es folgten die Gründung des Arbeitskreises Mengsberg und zunächst die Erfolge beim Regional- und Landesentscheid. Über 2.600 Dörfer machten deutschlandweit mit und nur neun davon gewannen schließlich eine Goldmedaille auf Bundesebene. Welch ein großartiger Erfolg für Mengsberg!

80 Mengsbergerinnen und Mengsberger mit Ortsvorsteher Karlheinz Kurz an der Spitze waren mit zwei Bussen in die Hauptstadt gereist, um ihren gemeinsamen Sieg gebührend zu feiern.

An der Feierstunde im ICC nahmen dann auch Landrat Robert Fischbach, Bürgermeister Thomas Groll, Dr. Helmut Otto (Leiter des Fachbereichs Ländlicher Raum und Verbraucherschutz beim Landkreis Marburg-Biedenkopf) und die Wettbewerbsverantwortliche auf Kreisebene, Margot Schneider, teil.

Ortsvorsteher Kurz nutzte im Vorfeld die Gelegenheit, um sich nochmals insbesondere bei Margot Schneider für viele gute Ideen und Hilfestellungen zu bedanken. Zugleich hob er die Unterstützung durch Bauhof, Stadtverwaltung und Bürgermeister hervor. „Zu unserem phänomenalen Erfolg haben viele helfende Hände beigetragen. Ganz Mengsberg hat diesen Wettbewerb gelebt. Die ohnehin schon gute Dorfgemeinschaft wurde weiter gestärkt“, so Karlheinz Kurz.

Bürgermeister Thomas Groll war sichtlich stolz auf das Erreichte. „Mit dem Ortsvorsteher als Motor wurde Tolles geschaffen. Ich bin mir sicher, dass man in Mengsberg auch zukünftig an der Weiterentwicklung des Heimatortes arbeiten wird.“

Im ICC versammelten sich fast 2.500 Menschen zur Siegerehrung. Die Mengsberger Delegation erkannte man sofort an den grünen Polo-Shirts.

Zu Beginn erinnerte der Vorsitzende der Bewertungskommission, Erster Bürgermeister Michael Pelzer aus Weyarn in Bayern, nochmals an die „Deutschlandreise“ der Jury im Sommer 2013 und lobte alle teilnehmenden Dörfer für ihr großes Engagement.

Bundeslandwirtschaftsminister Dr. Hans-Peter Friedrich bezeichnete den Wettbewerb als eine der größten Bürgerinitiativen Europas. „Unsere Dörfer sind das Herz und die Seele Deutschlands. Als Bundesminister für den ländlichen Raum

freue ich mich über den Gemeinschaftsgeist und die Tatkraft, die bei den Teilnehmern deutlich geworden ist. Generationsübergreifend wurden Ideen entwickelt und viel für die Heimat erreicht“, so der CSU-Politiker.

Groß war der Jubel als Ortsvorsteher Karlheinz Kurz gemeinsam mit Susanne Wilhelm und Karl-Heinz Waschkowitz die Goldmedaille aus der Hand des Ministers entgegennehmen konnte. Begleitet wurden die drei Mengsberger von Landrat Fischbach und Bürgermeister Groll.

Im Anschluss an die Veranstaltung fand im ICC noch ein Dorffest mit Speis und Trank statt.

Karlheinz Kurz und Thomas Groll überlegen nun an geeigneter Stelle in Mengsberg einen Erinnerungstein mit einer Kopie der Medaille aufzustellen. Schließlich muss ein solches historisches Ereignis auch für die Nachwelt dokumentiert werden.

Getreu dem Spruch „Wer rastet, der rostet“, wird das bürgerschaftliche Engagement im Neustädter Stadtteil weitergehen. Das Nahwärmenetz soll vorangebracht werden und im Sommer 2014 darf man Hessen beim Europäischen Dorferneuerungspreis vertreten. Neben der Hessen- und Deutschlandlinde wird also sicherlich noch eine Europalinde den Lindenplatz bereichern.

Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauwesen, Umwelt, Landwirtschaft und Forsten

Problemlos hat der von Bürgermeister Thomas Groll im Dezember vorgelegte Haushaltsentwurf für das Jahr 2014 die Hürde des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauwesen, Umwelt, Landwirtschaft und Forsten genommen.

Ohne große Diskussionen stimmten am vergangenen Montagabend im Sitzungssaal des Rathauses unter dem Vorsitz von Horst Bätz (FWG) alle sieben Ausschussmitglieder dem vorgelegten Zahlenwerk zu und gaben damit der Stadtverordnetenversammlung eine eindeutige Beschlussempfehlung.

Ebenso einstimmig votierten die Ausschussmitglieder für die Aufhebung des Auf Stellungsbeschlusses des Bebauungsplans Nr. 5: „Am Berg“ im Stadtteil Mengsberg.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ nahm Bürgermeister Thomas Groll zu den jüngsten Mitteilungen von Bunde-wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel (SPD) im Hinblick auf ein von der Regierungskoalition auf Bundesebene geplantes Energie-Reformpaket Stellung. Dieses hat bereits für erhebliche Diskussionen in den Medien gesorgt.

Die Pläne zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sind beispielsweise auf strikte Ablehnung der Grünen gestoßen. Union und SPD wollen damit die rasant steigenden Kosten der Energiewende bremsen. Deswegen will die Berliner Koalition den sogenannten Referenzwert für den Stromertrag eines Windrades erhöhen. Ein Windrad soll künftig nur noch staatliche Zuschüsse erhalten, wenn es mindestens 75 Prozent der Strommenge eines für Windräder guten Standorts erzeugen kann.

Ob diese geplante Maßnahme allerdings auch regional Auswirkungen auf den Bau des angedachten Neustädter Windparks im Bereich des „Dreiherrenstein“, der im Idealfall sechs Windkraftanlagen umfassen soll, hat, ist nach Angabe des Bürgermeisters noch unklar. „Wir müssen die Entwicklung einfach abwarten. Noch handelt es sich um Vorschläge. Kaum ein Gesetzentwurf der Bundesregierung verlässt ohne Änderung den Bundestag“, betonte Groll, der diesbezüglich auch im Kontakt mit der Energiegenossenschaft Vogelsberg steht.

Ein weiterer Themenblock umfasste mögliche Maßnahmen zur innerstädtischen Verkehrslenkung bei einem Baustopp der geplanten A 49 in Schwalmstadt.

„Wir müssen in Zusammenarbeit mit Hessen Mobil (ehem. Straßenverkehrsamt) rechtzeitig für den Fall der Fälle die Weichen stellen, damit wir nicht von dem wesentlich erhöhten Verkehrsaufkommen überrascht werden“, stellte Hans Gerhard Gatzweiler (SPD) fest. Die von Hessen Mobil für dieses Jahr unter anderem geplante Erneuerung der Hindenburgstraße müsse bereits dafür genutzt werden, im Vorfeld beispielsweise entsprechende Ampelschaltungen vorzusehen, so Gatzweiler.

„Wenn nichts gemacht wird werden wir möglicherweise am Verkehr ersticken“, warnte auch Walter Schmitt, CDU-Parlamentarier aus Momberg.

In diesem Zusammenhang kündigte der Bürgermeister an, ständig mit der Forderung zum Weiterbau der A 49 am Ball zu bleiben und damit hoffentlich den sich abzeichnenden Verkehrskollaps verhindern zu können. „Die Frage jedoch ist, hört man auf uns“, bemerkte Thomas Groll. Im Februar anstehende Gespräche mit Hessen Mobil über den Verlauf der Baumaßnahme Hindenburgstraße will der Bürgermeister nutzen, um erneut die Sichtweise der Kommune vorzutragen.

Aus der Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses

Haupttagesordnungspunkt der Sitzung des Jugend und Sozialausschusses, der am vergangenen Montag unter dem Vorsitz von Jan von Holten (CDU) im Sitzungssaal des Rathauses tagte, war die Beschlussempfehlung zum Haushaltsentwurf 2014. Diesen hatte Bürgermeister Thomas Groll bereits im Dezember bei der Stadtverordnetenversammlung im Momberger Dorfgemeinschaftshaus vorgelegt. Nach den Erläuterungen durch den Bürgermeister und dem Hinweis auf die hessische Gemeindeordnung gaben in der Abstimmung die Ausschussmitglieder der Stadtverordnetenversammlung mit sechs Ja-Stimmen eine eindeutig positive Beschlussempfehlung ab.

Gegen den Haushaltsentwurf stimmte als einzige die Speckswinkler SPD-Stadtverordnete Anita Ochs. Bereits in der Speckswinkler Ortsbeiratssitzung am 7. Januar 2014 hatten sich alle dortigen Ortsbeiratsmitglieder gegen den Haushaltsentwurf ausgesprochen.

Als weiteren Tagesordnungspunkt stellte Bürgermeister Thomas Groll eine Magistratsvorlage bezüglich der Schaffung eines Gesundheits- und Pflegestützpunktes in Stadtallendorf vor. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hatte sich an die beiden Ostkreis-Kommunen Neustadt und Stadtallendorf mit der Bitte gewandt, den Antrag an die Hessische Landesregierung auf „interkommunale Zusammenarbeit zur sektorenübergreifenden Versorgung durch Beratung, Kooperation und Planung“ zu unterstützen.

Ziel des Kreises ist es, sowohl im Ostkreis (Stadtallendorf) als auch im Hinterland (Biedenkopf) jeweils einen Gesundheits- und Pflegestützpunkt aufzubauen und zu betreiben. Hierfür ist es notwendig, einen Antrag auf Förderung der interkommunalen Zusammenarbeit zu stellen.

„Mit diesem Förderprogramm kann der Landkreis kostengünstig sein bisher bestehendes Angebot erweitern“, stellte auch Hans-Gerhard Gatzweiler (SPD) fest. Als Antragsteller bedarf es neben dem Landkreis aber auch mehrerer Kommunen. Die Stadt Neustadt hat sich hierzu bereiterklärt, will man doch nach Worten des Bürgermeisters der Seniorenarbeit zukünftig eine verstärkte Bedeutung beimessen.

„Wir sollten einfach mitmachen und ins Boot einsteigen“, betonte Groll. Ein solcher Gesundheits- und Pflegestützpunkt soll Anlaufstelle für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige sowie für Menschen mit Behinderung sein. Er berät trägerneutral und kostenlos, unabhängig und verbraucherorientiert.

Bisher gibt es bereits einen solchen Stützpunkt in Marburg. Hier ist allerdings der Arbeitsanfall in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen, so dass es nunmehr angezeigt erscheint, zwei weitere solcher Stützpunkte im Kreisgebiet zu schaffen.

Bürgermeister Thomas Groll nutzte die Gelegenheit, um weitere Aktivitäten der Kommune im Bereich der Seniorenarbeit vorzustellen. Er verwies darauf, dass am 18. März 2014 im „Zollhof“ in Speckswinkel der erste Neustädter Seniorengipfel stattfinden wird. Hier sollen Ideen für die zukünftige kommunale Seniorenarbeit entwickelt, werden. Die Kommune wird hierzu alle im Bereich der Seniorenarbeit bisher Tätigen einladen.

Bericht über Sitzung der Schulkonferenz der Grundschule Mengsberg-Momberg

In den Orten Mengsberg und Momberg wird stark über die Thematik „Zusammenlegung der Schulstandorte“ diskutiert. Die

Schule ist um Transparenz bemüht und möchte deshalb von der letzten Schulkonferenzsitzung berichten.

Unsere Schulkonferenz besteht aus neun Mitgliedern und hat als Haupttagungspunkt in dieser Sitzung über den Antrag zur Zusammenlegung der beiden Schulstandorte abzustimmen.

Wie ist es zu diesem Tagungspunkt gekommen?

Im Herbst 2012 stellte der Landkreis Marburg-Biedenkopf als Schulträger seine Immobilienstrategie vor. Das Resultat war, dass der Schulstandort Mengsberg-Momberg auf der Liste der Schulen steht, in denen in den nächsten Jahren investiert werden muss. Natürlich sollen bei den Investitionen auf Nachhaltigkeit geachtet werden.

Da die Schülerzahlen an unserem Standort in den nächsten Jahren, außer im Schuljahr 2015, rückläufig sein werden, müssen wir in Zukunft Kombiklassen bilden. Wir sprechen von Kombiklassen, wenn die Klassenstärke von 13 Schülern in einem Jahrgang nicht erreicht wird und somit zwei Jahrgänge (z.B. Klasse 1 und 2) zu einer Klasse zusammengelegt werden. Die daraus resultierenden Folgen für die Qualität des Unterrichtes und der effektiven Nutzung der Unterrichtszeit wurden deshalb in den Schulgremien, Elternbeirat und Schulkonferenz, dargestellt und diskutiert.

In diesem Zusammenhang wurde allen Beteiligten klar, dass eine Zusammenlegung der Schulstandorte jetzt angesagt ist, um Kombiklassen an zwei Standorten mit gleichzeitig weniger Lehrkräften zu vermeiden, die Unterrichtsqualität zu erhalten und die Verbundschule Mengsberg-Momberg als geschützter Raum des individuellen und erfolgreichen Lernens weiter aufrecht zu erhalten.

Um dies zu verwirklichen, muss die Schulgemeinde einen entsprechenden Antrag an den Schulträger stellen.

Damit die gesamte Elternschaft über die veränderten Bedingungen informiert ist, wurden zwei Informationsabende zu der Thematik durchgeführt. Hier stellte Frau Regina Kirchner als Schulleiterin die pädagogischen Gründe und die entsprechend veränderten Bedingungen dar. Anhand dieser fachlichen Eckpunkte wurde sachlich konferiert. Der verständliche Wunsch „Jedes Dorf muss eine Schule haben“ wurde dabei stark diskutiert.

Trotz allem stimmte die Mehrheit der Elternschaft im Anschluss der Veranstaltungen für den oben genannten Antrag.

Der Vorschlag eines Vaters, die Kindergärten in diesem Prozess mit einzubeziehen, wurde von allen Beteiligten begrüßt. Es ist an der Zeit, dass Mengsberg und Momberg sich als eine Großgemeinde verstanden fühlen und sich gemeinsam für die Verbundschule Mengsberg-Momberg stark machen.

Nach dieser kurzen Zusammenfassung wurden die verschiedenen Standpunkte zur Thematik noch einmal erläutert und anschließend erfolgte die Abstimmung. Dem Antrag wurde mit Mehrheit stattgegeben.

Frau Kirchner sendet daraufhin dem Landkreis den Antrag zu und informiert den Bürgermeister, Herrn Groll, da jetzt der Zeitpunkt gegeben ist, die politischen Gremien mit einzubinden.

In diesem Zusammenhang möchten wir noch einmal betonen, dass wir als Schulgemeinde nur über die Möglichkeit einer Zusammenlegung der Schulstandorte diskutiert und entschieden haben. Es wurde zu keinem Zeitpunkt über die Standortfrage diskutiert, denn dies liegt nicht in unserer Entscheidungskompetenz!

Wir hoffen nun, dass der Schulträger, die politischen Ebenen und die Schulgemeinde sich an einen Tisch setzen, um konstruktive Lösungen zum Wohle der Kinder von Mengsberg und Momberg zu schaffen.

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