Neustädter Mitteilungsblatt

Christina Tepfer zur weiteren Standesbeamtin bestellt

Nach erfolgreich bestandenem Lehrgang an der Fachakademie für Personenstandswesen in Bad Salzschlirf wurde Christina Tepfer Anfang Januar 2019 von Bürgermeister Thomas Groll zur weiteren Standesbeamtin für den Standesamtsbezirk Neustadt (Hessen) bestellt.
Die Verwaltungsfachangestellte begann im August 2002 ihre Ausbildung bei der Stadt Neustadt (Hessen). Seit deren Absolvierung wird sie im Einwohnermeldeamt eingesetzt. Diese Tätigkeit wird sie beibehalten.
Im Beisein von Fachbereichsleiter Holger Michel gratulierte Bürgermeister Thomas Groll Christina Tepfer zu ihrer Ernennung und hob hervor, dass sie eine engagierte Mitarbeiterin der Kommune sei. Dadurch, so der Bürgermeister, dass es nun eine weitere Standesbeamtin gäbe, sei eine Vertretungsregelung in diesem Bereich besser umsetzbar.

Neustadt kulturell 2019 Abwechslungsreiches Programm erwartet die Besucher
Musik – Kabarett – Theater – Lesungen – Straßenmaler- und Kleinkunstfestival – Zeitgeschichte

Unter dem Motto „Neustadt kulturell 2019“, so Bürgermeister Thomas Groll, biete die Kommune erneut ein abwechslungsreiches Programm für Besucher aus Neustadt und den Stadtteilen, aber natürlich auch alle Interessierten aus der Region, an.
„In den letzten Jahren haben wir ein treues Stammpublikum aufbauen können. Schön, dass auch regelmäßig Gäste aus den Nachbarstädten und -gemeinden zu uns kommen. Es ist gelungen, abermals attraktive Veranstaltungen zusammenzustellen“, betont der Bürgermeister.
Mit einer Mischung aus Musik, Kabarett, Theater, Lesungen, dem Straßenmalerfestival und dem Kleinkunstfestival „Goldener Biber“ sowie der zeitgeschichtlichen Veranstaltungsreihe will man nach Grolls Worten „dem Publikum wieder etwas bieten und die Zuschauerresonanz weiter ausbauen“. Dabei setze man auf Bewährtes, wolle aber natürlich auch Neues wagen.
Der Auftakt für „Neustadt kulturell 2019“ fand bereits am 11. Januar mit dem traditionellen Neujahrskonzert von Kommune und evangelischer Kirchengemeinde statt.
Am Mittwoch, dem 23. Januar wird dann die in der Region einmalige zeitgeschichtliche Veranstaltungsreihe zu bedeutsamen Ereignissen bzw. Persönlichkeiten der deutschen Geschichte fortgesetzt. Die langjährige Bundesgesundheitsministerin und Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestages Ulla Schmidt wird um 17.00 Uhr im Historischen Rathaus zum Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht“ sprechen.
Im März heißt es in Marburg und zahlreichen Städten und Gemeinden des Landkreises „Foto. Spectrum. Marburg“. Die sechsten Marburger Fototage präsentieren sich in neuer Gestaltung. Im Neustädter Rathaus heißt es „Lichtspiele – Die Faszination der Dunkelheit“. Die Vernissage der Fotoausstellung von Monika Bunk findet am Dienstag, dem 19. März, um 19.00 Uhr statt.
Im Jahresverlauf, so der Bürgermeister, werde zumindest noch eine weitere Ausstellung stattfinden. Thomas Groll ist es seit Jahren wichtig, das Neustädter Rathaus regionalen (Hobby-)Künstlerin als Ausstellungsort zur Verfügung zu stellen.
Ende März wird sich Neustadt erneut am „Literaturfrühling Marburg-Biedenkopf“ beteiligen. Die Lesung soll im Speckswinkler „Zollhof“ stattfinden.
Am Sonntag, dem 31. März, tritt Ulla Keller mit ihrem Programm „Nur nicht aus Liebe weinen“ um 18.00 Uhr im Historischen Rathaus auf. Die Marburgerin hat sich als Sängerin mit starker Ausstrahlung und großer Stimme weit über die Region hinaus einen Namen gemacht.
„Take Five“, das besondere Frauenvokalquintett aus der fränkischen Rhön, ist am Sonntag, dem 19. Mai, ebenfalls um 18.00 Uhr wieder einmal zu Gast in „Neustadts guter Stube“. Die vier Damen, unterstützt von Wolfgang Klössel am Klavier, widmen sich verschiedenen Musikrichtungen. So sind im Programm bekannte Stücke aus Jazz, Swing, Bebop, aber auch Soul, Latin, Flowerpower, Pop und Eigenkompositionen zu hören.
Am Samstag, dem 25. Mai erinnert die Kommune am 15.00 Uhr an die Verkündigung des Grundgesetzes vor 70 Jahren durch den Parlamentarischen Rat in Bonn. Als Ehrengast wird der langjährige Bundesverfassungsrichter Prof. Dr. Dr. h.c. Paul Kirchhof nach Neustadt kommen.
Das „Duo Camillo“ lädt am Freitag, dem 23. August, um 20.00 Uhr zu Musik-Kabarett ins Katholische Pfarrheim ein. Das Motto des Abends lautet „Altarnative Wahrheiten“. Das Duo Camillo tourt seit 1990 durch das deutschsprachige In- und Ausland, stand auf 1.200 Bühnen, hat inzwischen 12 CDs veröffentlicht und wurde 2010 als bestes Kirchenkabarett mit der „Honnefer Zündkerze“ ausgezeichnet. Am 31. August und 1. September verwandelt sich die Marktstraße beim 11. Neustädter Straßenmalerfestival wieder in einen bunten Bilderteppich.
MUSIKABARETT
Ende August/Anfang September erinnert die Kommune an den Ausbruch des II. Weltkriegs vor 80 Jahren. Zu dem Thema wird der langjährige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, SPD-Bundesvorsitzende und heutige Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung Kurt Beck sprechen.
Im September wird Neustadt wieder einmal Bestandteil des Marburger Krimifestivals sein. Die Lesung wird dann im DGH Momberg stattfinden.
Am Sonntag, dem 13. Oktober findet dann zum zweiten Male das Neustädter Kleinkunstfestival um den „Goldenen Biber“ im Zirkuszelt am Junker-Hansen-Turm statt.
Bereits zum fünften Male darf sich eine treue Fangemeinde am Sonntag, dem 3. November, um 18.00 Uhr auf Lese-Theater mit
„Spielraum Theater“ aus Kassel freuen. Stefan Becker und Carlo Ghiradelli werden die Brüder Wilhelm und Jacob Grimm darstellen und sich diesmal mit „Wilder gärtnern mit den Brüder Grimm“ beschäftigen.
Im November findet dann noch eine weitere zeitgeschichtliche Veranstaltung statt. Thema ist dann der Mauerfall am 9. November 1989, also vor 30 Jahren. Der Referent steht hier noch nicht fest. Sicher ist nur, dass es erneut eine prominente Persönlichkeit sein wird.
„Mit Neustadt kulturell 2019 zeigen wir, dass Kultur auch in einer kleinen Kommune im ländlichen Raum einen festen Platz haben kann“, stellt Bürgermeister Thomas Groll heraus.
Gemeinsam mit der zuständigen Mitarbeiterin Sonja Stark hält er für treue Besucher ein attraktives Angebot bereit. Die Veranstaltungen mit Ulla Keller, „Take Five“, dem „Duo Camillo“ und den „Brüder Grimm“ kosten jeweils 12 Euro. Wer sich bis zum 30. März 2019 entschließt, ein Abo für alle vier Termine im Bürgerbüro im Rathausnebengebäude zu erwerben, spart acht Euro, denn dieses Abo gibt es für 40 Euro. Der Vorverkauf für das Abo startet am 25.2.2019. Für alle vier Veranstaltungen gilt freie Sitzplatzwahl.

„Change – Erfolg durch neue Gewohnheiten“ Vortrag der Qualifizierungsoffensive „ProAbschluss“ mit Marc Lucas Weber

Die Qualifizierungsoffensive „ProAbschluss“ der Wirtschaftsförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf und die Stadt Neustadt (Hessen) laden gemeinsam zu einem interessanten Impulsabend mit dem Referenten Marc Lucas Weber ein.
Sie möchten Ihre Gewohnheiten ändern und wissen, welche Veränderungen Sie sich wünschen?
Die Motivation ist vorhanden, aber das alleine reicht? Wenn Sie langfristig im Beruf, in der Personalführung oder im Privaten Änderungen umsetzen wollen, brauchen Sie neue Gewohnheiten. Wir müssen alte Muster durch neue ersetzen! Allein in der US-Volkswirtschaft wird der Schaden durch schlechte Gewohnheiten am Arbeitsplatz auf über 500 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Am 20. Februar 2019 regt Sie der gebürtige Neustädter und Referent Marc Lucas Weber zum Nachdenken an und hält Ihnen den Spiegel vor. Der mehrfach ausgezeichnete Vortragsredner und Experte im Bereich Motivation und Willenskraft ist Hochschuldozent und ehemaliger Leistungssportler. Mit Leichtigkeit präsentiert er, wie es jeder schaffen kann, neue Gewohnheiten aufzubauen. Dabei begeistert er seine Zuhörer mit Expertise und Humor. Nutzen Sie die Herausforderung und bekommen Sie neue Anregung, wie Sie mit Spaß neue Herangehensweisen lernen.
Im Anschluss an den Vortrag haben Sie bei einem kleinen Imbiss die Möglichkeit, mit uns und untereinander ins Gespräch zu kommen. Bei Fragen zum Thema Weiterbildung, Nachqualifizierung und Fördermittel steht Ihnen der Bildungscoach zur Verfügung. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 20. Februar 2019, ab 19.30 Uhr im Historischen Rathaus Neustadt am Marktplatz statt.

Spendenaktion erbrachte 6.641 Euro Unterstützung für Familie des tödlich verunglückten Bauarbeiters

Am 11. Dezember 2018 kam es zu einem tödlichen Arbeitsunfall beim Abriss des „Hauses der Begegnung“. Ein 49-jähriger polnischer Bauarbeiter erlag unmittelbar seinen schweren Verletzungen.
Die Stadt Neustadt (Hessen) rief in der Folge zu einer Spendenaktion für die Ehefrau und den kleinen Sohn des Unfallopfers auf und stellte einen Grundstock von 500 Euro zur Verfügung.
Bis zum 15. Januar, so Bürgermeister Thomas Groll, seien 6.641 Euro eingegangen. Groll dankt allen, die mit einer Spende zu dieser beachtlichen Summe beigetragen haben.
Der Schwager des Bauarbeiters war vor Weihnachten in Neustadt,
um notwendige Formalitäten zu erledigen. Dabei erfuhr der Bürgermeister ein wenig mehr über das Opfer. Dieses war seit Mai 2018 in Neustadt tätig. Die Familie wohnt in Polen bei der Großmutter und man wollte sich schrittweise ein Eigenheim errichten. Der Schwager zeigte sich sehr dankbar für die eingeleitete Spendensammlung.
Mittlerweile hat Thomas Groll der Witwe schriftlich kondoliert und das Mitgefühl der Neustädter an dem Tod ihres Gatten übermittelt. Das Schreiben wurde von einer Kindergärtnerin übersetzt. Die Spendensumme wurde zwischenzeitlich nach Polen überwiesen.
In Gesellschaft schmeckt es einfach besser! Gemeinsamer Mittagstisch am 31. Januar 2019 in Speckswinkel
Erneut sind Jung und Alt herzlich eingeladen, am gemeinsamen Mittagstisch im Speckswinkler „Zollhof“ teilzunehmen. Am 31. Januar 2019 gibt es dort ab 12.30 Uhr schmackhafte Frikadellen mit Kartoffelbrei, Erbsen-Möhrengemüse und Zwiebelsoße sowie einen Nachtisch. Der Kostenbeitrag (ohne Getränke) beträgt 5,50 Euro. Anmeldungen werden bis zum 28. Januar 2019 im Briefkasten des „Zollhofes“ entgegengenommen. Bei Fragen kann man sich gerne an Anita Ochs, Tel. 06692-1560, wenden.

Ortsbeiratssitzung in Momberg

Am 14. Januar 2019 fand im Dorfgemeinschaftshaus die erste Sitzung des Ortsbeirates Momberg im neuen Jahr statt. Ortsvorsteher Jörg Grasse konnte dazu neben Bürgermeister Thomas Groll auch Ersten Stadtrat Wolfram Ellenberg und Stadtrat Karl-Eugen Ramb begrüßen.
Zu Beginn der Zusammenkunft informierte Grasse darüber, dass die neue Beschallungsanlage im großen Saal des DGH installiert worden sei und nun die entsprechenden Einweisungen stattfänden. Weiterhin teilte er mit, dass er – wie die anderen drei Ortsvorsteher auch – vom Magistrat gebeten worden sei, für den im Dezember 2019 erstmals geplanten „Tag des Ehrenamtes“ zwei Vorschläge zur Verleihung des Landesehrenbriefes einzureichen. Der Ortsvorsteher will sich diesbezüglich mit den anderen Mitgliedern des Gremiums besprechen.
Thematisiert wurde die geplante Einrichtung eines „Bürgerbusses“ in Neustadt. Gegenwärtig wird der Antrag hierfür von Gerd Leißner, Reinhold Mann und Wolfram Ellenberg erarbeitet. Das Land Hessen stellt 2018/19 zumindest 60 Kommunen hierfür einen Kleinbus (Neunsitzer) kostenlos zur Verfügung. Um zum Zug zu kommen bedarf es eines Betriebskonzeptes, eines Fahrplanes mit Haltestellen sowie einer ausreichenden Anzahl von Fahrerinnen und Fahrern. Der „Bürgerbus“ soll ein niedrigschwelliges und flexibles Angebot darstellen und keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung zum bestehenden öffentlichen Personennahverkehr sein. Der Ortsbeirat wird nun nach geeigneten Haltestellen suchen und diese alsbald der Verwaltung melden. Bürgermeister Thomas Groll hofft, den „Bürgerbus“ nach Möglichkeit Ende des ersten Halbjahres 2019 in der Kommune einsetzen zu können. Mit dem Fahrzeug sollen die drei Stadtteile und die Kernstadt besser verbunden werden. Vorstellbar sind etwa Fahrten zum Rathaus, dem „Kaufpark“ oder zu Ärzten. Inwieweit auch Nachbarkommunen angesteuert werden, muss noch geprüft werden. Der Bürgermeister hob allerdings bereits hervor, dass die Kaufkraft am Ort gebunden werden müsse und es daher keine „Einkaufsfahrten“ nach Schwalmstadt oder Stadtallendorf geben werde. Mit dem Besuch von dort ansässigen Fachärzten könne es aber unter Umständen anders aussehen. Erster Stadtrat Wolfram Ellenberg ergänzte, dass der „Bürgerbus auch eingesetzt werden könne, um zum gemeinsamen „Mittagstisch“ nach „Speckswinkel“, zu Veranstaltungen der Volkshochschule oder zu kulturellen Veranstaltungen zu gelangen.
Bürgermeister Thomas Groll berichtete anschließend darüber, dass die Umstellung der Abfallentsorgung bisher recht gut funktioniert habe. Der Verwaltung seinen nur vereinzelte Beschwerden bekannt. Dass der Müllkalender zum Teil verspätet in die Haushalte gelangt sei, sei nicht dem Müllabfuhrzweckverband Biedenkopf, sondern der Post zuzuschreiben. Auch fehlende „R“-Aufkleber seien weder Verband noch Kommune anzulasten, hier habe die beauftragte Firma leider einige Fehler verursacht. Die Rückgabe nicht mehr benötigter Tonnen soll über eine zentrale Rückgabe erfolgen. Die Bürger werden gebeten, die Tonnen in den Stadtteilen zu den Festplätzen und in der Kernstadt auf den neuen Bauhof II im ehemaligen EMA-Kasernengelände zu bringen. Die genauen Termine werden in Kürze bekanntgegeben. Bei Bedarf würden die Tonnen bei nicht mobilen Bürgern gegen ein geringes Entgelt auch abgeholt.
Wer möchte, kann die Tonnen kostenlos behalten. Der Magistrat sei mit dieser Art der Rückgabe dem Beispiel anderer Kommunen gefolgt.
Im Mittelpunkt der Sitzung stand der Blick des Kämmerers auf den städtischen Haushalt 2019.
Eingangs ging Bürgermeister Groll aber nochmals auf den kommunalen Straßenbau ein. Er betonte abermals, dass er keine Alternative zur Einführung der Wiederkehrenden Straßenbeiträge sehe. Eine gänzliche Abschaffung der Mitfinanzierung durch die Bürger sei aufgrund der finanziellen Ausgangslage der Kommune und der Zahl der insgesamt zu sanierenden Straßen leider nicht möglich. Eine Erhöhung der Grundsteuer lehne er wie auch wohl alle anderen Kommunalpolitiker hierfür ab. Gegenwärtig, so Groll weiter, werde von einigen Politikern ins Gespräch gebracht, ab 2020 die Gewerbesteuerumlage für den kommunalen Straßenbau zu verwenden. Bis 2020 müsse das Land nämlich entscheiden, ob diese Gelder den Kommunen zur Verfügung gestellt werden. Hierzu kommt es aufgrund Veränderungen in der Finanzbeziehung von Bund und Ländern. Im Falle Neustadts sei dies allerdings keine praktikable Lösung. Die Gewerbesteuerumlage betrage vor Ort nämlich nur knapp 200.000 Euro. Ein „normaler Straßenbau“ schlage jährlich mit etwa 500.000 Euro zu Buche. Wenn man davon ausgehe, dass zumeist 75 Prozent der Kosten durch Anlieger und Bürger erbracht werden, seien dies 375.000 Euro. Es gebe also eine Finanzierungslücke von 185.000 Euro. Diese müsste dann auch wieder über eine Erhöhung der Grundsteuer abgedeckt werden. So sei dies zwar für Kommunen ein gangbarer Weg, die über hohe Gewerbesteuereinnahmen verfügten, in Neustadt sei dies aber leider nicht der Fall. Weiterhin ging der Bürgermeister nochmals auf die künftige Wasserversorgung der Stadtteile ein. Hier würden Ende Januar die nächsten Gespräche anstehen mit benachbarten Kommunen anstehen.
Auch mit der Dorfentwicklung setzte er sich auseinander. Nach seiner Berechnung sollten bis 2024 insgesamt zwischen 1,5 und 1,6 Mio. Euro für investive und planerische Vorhaben verausgabt werden. Die Förderquote beliefe sich hier auf 60 Prozent. Groll geht gegenwärtig davon aus, dass mit diesem Betrag auch die drei „Leuchtturmprojekte“ (Revitalisierung der Ortsmitte Speckswinkel/Gutachten, Umbau des ehemaligen Kindergartengebäudes in Momberg zu einem multifunktionalen Zentrum sowie Schaffung einer zeitgemäßen Gemeinschaftseinrichtung für Mengsberg) umgesetzt werden können. Mit der Verabschiedung des Integrierten Entwicklungskonzeptes durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank rechnet er nicht vor Ende März, sodass die Stadtverordnetenversammlung im April darüber befinden könnte.
Im weiteren Verlauf ging der Bürgermeister auf Haushaltsansätze mit besonderer Bedeutung für Momberg ein. Vorgesehen ist, mit Förderung durch das kommunale Investitionsprogramm des Bundes das ehemalige Grundschulgebäude, heutiger katholischer Kindergarten „Arche Noah“ Momberg-Mengsberg, um einen Gemeinschaftsraum sowie Sanitäranlagen zu erweitern. Hier plant die Kommune mit Ausgaben von bis zu 390.000 Euro und einem Zuschuss von 315.000 Euro. Der Spielplatz in der Arenecke soll um ein Spielgerät ergänzt und das Umfeld der Grillhütte – insbesondere die Beleuchtungssituation – neugestaltet werden. Für die Verbesserung der Ausstattung des Dorfgemeinschaftshauses (Bühnenteile, Beamer, Leinwand) wird mit Ausgaben von etwa 30.700 Euro gerechnet.
Voraussichtlich für die Jahre 2020 und 2021 ist die Sanierung des großen Saales sowie der angrenzenden Toiletten geplant. Ein Jahr
später stehen dann Sanierungsarbeiten am Funktionsgebäude im Bereich des Festplatzes an. Der Bürgermeister stellte allerdings auch fest, dass sich diese Maßnahme unter Umständen auch noch einmal etwas verschieben könnte. Dies hänge davon ab, wie man mit den Großprojekten „Neubau Kultur- und Bürgerzentrum“ und Freibad vorankomme.
Einige Fragen zum Haushalt wurden zur Zufriedenheit der Ortsbeiratsmitglieder beantwortet. Der Ortsbeirat Momberg empfahl der Stadtverordnetenversammlung einstimmig die Annahme des Haushaltes 2019 im Hinblick auf die Momberg betreffenden Punkte.

Ortsbeiratssitzung in Mengsberg

Am 14. Januar 2019 fand ebenfalls die erste Sitzung des Mengsberger Ortsbeirates in diesem Jahr statt. Ortsvorsteher Karlheinz Kurz begrüßte neben Bürgermeister Thomas Groll auch den Ersten Stadtrat Wolfram Ellenberg, Stadtrat Klaus Schwalm und den Mengsberger Stadtverordneten Bernd Malkus.
Zu Beginn der Zusammenkunft, die diesmal im evangelischen Gemeindehaus veranstaltet wurde, berichtete der Ortsvorsteher darüber, was sich seit der letzten Ortsbeiratssitzung alles getan habe. Dazu nutzte er die Niederschrift der letzten Sitzung. Er verwies unter anderem darauf, dass die Telekom in Mengsberg nun das sogenannte „Vectoring“ durchgeführt habe und durch diese Leistungsverbesserung nunmehr DSL 100 möglich sei. Weiterhin berichtete er aus dem Friedhofsausschuss. Dieser überlege, die Gebühren für Bestattungen nach vielen Jahren anzuheben. Zunächst solle aber abgewartet werden, welche Ergebnisse die beabsichtigte Gebührenkalkulation in der Kernstadt mit sich bringe, um sich dann daran zu orientieren. Erfreulich war die Nachricht, dass es Karlheinz Kurz gelungen ist, mit der Firma Marpe-Bau, welche die Erdarbeiten beim Nahwärmenetz durchführt, eine Absprache dahingehend zu erzielen, dass diese auf „unkomplizierte Weise“ die vorhandenen Schlaglöcher im kommunalen Straßennetz im Frühjahr beheben werde. Den Ortsbeiratsmitgliedern lag der Zustand der L 3341 (Hochlandstraße) am Herzen. Sie baten den Bürgermeister, diesbezüglich tätig zu werden. Thomas Groll sagte zu, sich schriftlich an Hessen-Mobil zu wenden. Karlheinz Kurz berichtete auch davon, dass gemeinsam mit der Energienetz Mitte die Beleuchtungssituation an der Grillhütte erörtert worden sei. Hier überlege man nun, nicht mehr benötigte Lichtmasten zu nutzen, darauf Lampen anzubringen und diese unabhängig von der Straßenbeleuchtung direkt bei Feiern in der Grillhütte an- und auszuschalten. Eine gute und wohl auch kostengünstige Lösung, so der Ortsvorsteher. Gemeinsam sprachen Bürgermeister Thomas Groll und Erster Stadtrat Wolfram Ellenberg auch in Mengsberg die geplante Einrichtung eines „Bürgerbusses“ an. Das Vorhaben wurde, wie auch in Momberg, von den Ortsbeiratsmitgliedern begrüßt. Der Ortsbeirat besprach die Frage möglicher Haltestellen und wird eine entsprechende Zusammenstellung weiterreichen. Die Anwesenden waren sich darüber einig, dass es sicherlich sinnvoll sei, am Anfang mit mehr Haltestellen zu starten, den tatsächlichen Bedarf zu prüfen und dann nach einer gewissen Frist zu reagieren. Bürgermeister
Thomas Groll betonte, dass natürlich mit dem Bürgerbus erst Erfahrungen gesammelt werden müssen und es im Laufe des ersten Jahres die eine oder andere Veränderung geben werde.
Wie zuvor schon bei der Sitzung des Momberger Ortsbeirates sprach Bürgermeister Thomas Groll auch in Mengsberg die Themen „Finanzierung des kommunalen Straßenbaues“, „Dorfentwicklung“, „Umstellung der Abfallentsorgung“ und „Zukünftige Wasserversorgung der Stadtteile“ an.
Im Zusammenhang mit dem Haushaltsplan 2019 erläuterte der Bürgermeister anschließend den Ortsbeiratsmitgliedern die darin enthaltenen einzelnen Ansätze für den Bereich des Stadtteiles Mengsberg. Für die Infrastruktur im Bereich der Grillhütte – vorrangig Beleuchtung (siehe oben) – sind 10.000 Euro vorgesehen. Die 725-Jahrfeier Mengsberg unterstützt die Kommune mit einem Betrag von 8.000 Euro. Der Bürgermeister verwies darauf, dass auch die in einigen Jahren anstehenden Jubiläen in Speckswinkel und Momberg natürlich von der Kommune finanziell unterstützt würden. Die Aufstellung eines neuen Spielgerätes auf dem Spielplatz beim „Floriansplatz“ soll in das Jahr 2020 verschoben werden, um die Anschaffung mit Fördermitteln aus dem Dorfentwicklungsprogramm auf den Weg bringen zu können. Für den Friedhof sind zwei Ansätze im Haushaltsplan enthalten. Zum einen geht es um die Neuanlage eines Grabfeldes und zum anderen um das Dach der Trauerhalle. Für das letztere Vorhaben sind 50.000 Euro aus dem Förderprogramm „Hessenkasse“ (90 Prozent Zuschuss) geplant. Bürgermeister und Ortsvorsteher waren bereits in Willingshausen und hatten sich die dortige Friedhofshalle angeschaut. „Die dortige Dachgestaltung hat uns gut gefallen. Daran kann man sich orientieren“ betonte Karlheinz Kurz. Bürgermeister Thomas Groll erwähnte auch, dass mit Mitteln der „Hessenkasse“ in 2020 die barrierefreie Sanierung der Umkleidekabinen, der Sanitärräume und des Vorraumes im Hallenbad geplant sei. Aber auch hier gelte der Grundsatz, dass man erst den Fortgang der anderen „Baustellen“ abwarten müsse, um sich nicht zu verzetteln.

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