Neustädter Mitteilungsblatt

Ein Jahr „Begegnungstreff Neustadt” in der Marktstraße

Seit genau einem Jahr besteht nun der Begegnungstreff in der Marktstraße. Ein Grund zum Feiern fanden die Mitarbeiter/innen der Gemeinwesenarbeit in Neustadt und hatten zu einem „Tag der offenen Türen“ eingeladen.

Der „Begegnungstreff“ hat sich in diesem ersten Jahr bereits als Begegnungsort und zentrale Anlaufstelle für die geflüchteten Menschen in Neustadt und alle Ehrenamtlichen und Interessierten etabliert. Ein neuer Fokus ist im September letzten Jahres hinzugekommen, als auch das Quartiersmanagement mit seinem Büro dort einzog. Daher kamen zum „Tag der offenen Türen“ ganz unterschiedliche Menschen aus Neustadt zusammen, um auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurückzublicken. Über 100 Gäste feierten dieses kleine Jubiläum bei Kaffee und Kuchen, Kinderschminken und -basteln, einem internationalen Buffet – mit Spezialitäten aus Syrien, Russland, dem Irak, der Türkei und sogar aus Schwaben – und später bei Musik und Tanz. Viele kamen zu späterer Stunde sogar noch mit zur „Sportnacht“ in die Sporthalle in der Querallee, um den Abend bei einem Parkour-Workshop und einem Tischtennis-Turnier ausklingen zu lassen, was so manchen nicht nur Spaß, sondern auch einen ordentlichen Muskelkater bescherte.

Im Verlauf des Nachmittags dankte Bürgermeister Thomas Groll Annika Schlüter, Martin Mehtfessel und Matthias Bunzel, dem Team der Gemeinwesenarbeit vom bsj Marburg, für ihr engagiertes Wirken. „In zwölf Monaten ist viel passiert. Mit dem Erreichten können wir alle sehr zufrieden sein“, so Groll.

Auch im Jahr 2017 hat die Gemeinwesenarbeit wieder viel vor: Neben dem Beratungsangebot und den regelmäßigen Angeboten wie dem wöchentlichen Begegnungscafe, den Sportangeboten und der Selbsthilfewerkstatt für Fahrrad und Nähen, sind zahlreiche weitere Veranstaltungen geplant. So soll die Reihe der „Länderabende“ fortgesetzt werden, es werden Koch- und Backnachmittage zu unterschiedlichen Themen stattfinden und Ausflüge in die nähere Umgebung unternommen werden. Ab April geht außerdem der Begegnungsgarten in sein zweites Jahr mit gemeinsamem Umgraben, Säen, Jäten, Ernten und Genießen. Alle in Neustadt sind herzlich eingeladen, an den Angeboten teilzunehmen!

Magistrat und Ortsbeiräte haben Verteilung der Ehrenamtspauschale auf den Weg gebracht.

Ende 2016 hatte der Kreistag Marburg-Biedenkopf beschlossen, dass der Landkreis aufgrund der positiven Haushaltsentwicklung den Kommunen eine zunächst einmalige Ehrenamtspauschale zur Verfügung stellt. Auf Neustadt (Hessen) entfielen dabei rund 9.500 Euro. Auf Vorschlag von Bürgermeister Thomas Groll legten Magistrat und Ortsvorsteher ein Verteilungsschema fest. Sodann berieten die Ortsbeiräte von Neustadt, Momberg, Mengsberg und Speckswinkel über die Verteilung der Fördermittel. Für den Ortsbeirat Neustadt stand dabei eine möglichst breite Unterstützung von Vereinen im Mittelpunkt. Der Schwerpunkt wurde auf Kinder- und Jugendarbeit, Hilfs- und Rettungsorganisationen sowie soziale und kulturelle Aktivitäten gelegt. In den Stadteilen kam man überein, die Mittel so einzusetzen, dass die Dorfgemeinschaft insgesamt davon einen Vorteil hat. In Momberg richtet man dabei den Blick auf Verbesserungen im Bereich der Grillhütte, in Speckswinkel und Mengsberg denkt man schon heute an Aktivitäten im Zusammenhang mit anstehenden Ortsjubiläen.

„Herzlich willkommen“ – Teil III Friseur- & Kosmetik-Salon Hoch beteiligt sieh an „Willkommensaktion“

„Schön, dass Sie unser Neustadt 36 anderen Neustädten in Europa vorgezogen haben“, mit diesen Worten heißt zukünftig Helmut Hoch, Inhaber des Friseur- & Kosmetik-Salons Hoch in der Marktstraße, Neubürger willkommen. Gerne beteiligt sich der Friseurmeister mit seiner Ehefrau Renate an der „Willkommensaktion“ der Kommune und stellt für neu Hinzugezogene einen Gutschein für Leistungen des Salons bereit. „Die Neustädter kennen uns seit fast 40 Jahren, Neubürgern wollen wir uns vorstellen“, so Helmut Hoch im Gespräch mit Bürgermeister Thomas Groll. Dieser freute sich darüber, dass mittlerweile drei Unternehmen solche „Willkommensgutscheine“ anbieten.

 

Hessische Mannschaftsmeisterschaften im Sehulschach finden in Neustadt statt

Im Rahmen des Neujahrsempfangs der Martin-von-Tours-Schule wurde diese mit dem Qualitätssiegel „Deutsche Schachschule“ ausgezeichnet. Bei dieser Gelegenheit machte Lehrerin Ursula Lembach den Vorsitzenden der Hessischen Schachjugend und Schulschachkoordinator Simon Martin Claus mit Neustadts Bürgermeister Thomas Groll bekannt. Man kam überein, dass nach erfolgter Sanierung des „Hauses der Begegnung“ die Hessischen Mannschaftsmeisterschaften im Schulschach einmal in der Junker- Hansen-Stadt stattfinden sollen. Nun ging aber plötzlich alles viel schneller. Da die für 2017 vorgesehene Ausrichterkommune kurzfristig absagen musste, wandte sich Simon Martin Claus an Bürgermeister Thomas Groll und fragte an, ob Neustadt nicht schon in diesem Jahr Gastgeber für rund 280 schachbegeisterte Schülerinnen und Schüler sein wolle. Groll sagte zu und so finden am 9. März die Meisterschaften im „Haus der Begegnung“ statt. Gerne übernahm der Bürgermeister die Schirmherrschaft für die Veranstaltung. Mit der Zusage, so Thomas Groll, wolle man auch die Wertschätzung gegenüber den Leistungen der Martin-von-Tours- Schule im Bereich des Schachspiels zum Ausdruck bringen und drücke der von Ursula Lembach betreuten Mädchen und Jungs bereits heute die Daumen für ein erfolgreiches Abschneiden.

 

„Geteilte Gesellschaft.

Vor Ort Miteinanderkultur gestalten.“ Bürgermeister Groll nahm an Podiumsdiskussion im Kreishaus teil

Am 7. Februar 2017 fand im Marburger Kreishaus eine Podiumsdiskussion zum Thema „Geteilte Gesellschaft. Vor Ort Miteinanderkultur gestalten“ statt. An dieser nahmen Staatssekretär Jo Dreiseitel vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow und Neustadts Bürgermeister Thomas Groll teil.

Ziel der Veranstaltung war es, die vergangenen zwei Jahre zu resümieren und einen Ausblick in die Zukunft zu wagen. Wie wurde die Aufnahme der Flüchtlinge vor Ort gehandhabt? Welche Projekte gibt es, um das Miteinander zu gestalten? Was ist notwendig, damit Integration tatsächlich gelingt?

Bürgermeister Thomas Groll berichtete über die in Neustadt gemachten Erfahrungen. „Ende 2015 lebten in unserer Kommune 1.300 Flüchtlinge, das waren über 20 % der Bevölkerung der Kernstadt. Natürlich gab es Ärger, aber es ist gelungen, diese Herausforderung zu meistern. Dazu haben viele beigetragen: Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die Gemeinwesenarbeit des bsj oder die Ehrenamtskoordination des Diakonischen Werkes. Auch die Martin-von-Tours-Schule, das DRK, die Kirchen und einige Vereine haben sich eingebracht“, betonte Groll. Er verwies weiterhin darauf, dass das Land die Kommune unterstützt habe und dass es ein enges Miteinander mit der Erstaufnahmeeinrichtung gab. „Wenn es Mißstände gab, dann haben wir sie angesprochen und gemeinsam versucht Abhilfe zu schaffen, oftmals mit Erfolg“, so der Bürgermeister.

An Staatssekretär Jo Dreiseitel richtete der Bürgermeister die Bitte, dass das Land auch zukünftig die Gemeinwesenarbeit finanziere. „Der Treffpunkt in der Marktstraße ist Anlaufpunkt für Flüchtlinge und Ehrenamtier. Hier gibt es Hilfe und Projekte werden entwickelt. Diese Arbeit ist unverzichtbar für ein gutes Miteinander“, so Groll.

Nach seinen Worten ist das Erlernen der deutschen Sprache der entscheidende Baustein für das Gelingen der Integration von Flüchtlingen. Er berichtete, dass in Neustadt daher verschiedene Sprachkurse angeboten wurden bzw. werden. Sein Dank galt in diesem Zusammenhang den ehrenamtlich Tätigen. Thomas Groll wiederholte seinen Standpunkt, dass „fördern und fordern der richtige Weg sei“. Flüchtlinge müssten die Bereitschaft zeigen, sich in die Gesellschaft integrieren zu wollen.

 

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