Neustädter Mitteilungsblatt

512. Neustädter Trinitatis-Kirmes vom 20. bis 23. Mai 2016

Das Musikprogramm verspricht Stimmung und gute Laune!

Mittlerweile haben Bürgermeister Thomas Groll und Rene Spatzier von der Stadtverwaltung die Verhandlungen mit Künstlern und Bands für das musikalische Bühnenprogramm der 512. Neustädter Trinitatis-Kirmes erfolgreich abgeschlossen. Die beiden sind sich sicher, dass die von ihnen verpflichteten Akteure während der vier Kirmestage im Festzelt in der „Lehmkaute“ für jede Menge Stimmung und gute Laune sorgen werden.

Am Kirmesfreitag, dem 20. Mai 2016, gibt es im Festzelt ab 20.00 Uhr eine „Mallorca-Discoparty“. Die Musik wird dabei von DJ Jürgen Brosda aufgelegt. Er ist zweifelsohne ein Urgestein in der deutschen DJ-Szene. Seit Jahrzehnten ist der Norddeutsche „in der Welt“ unterwegs. Jürgen Brosda ist einer der wenigen übriggebliebenen Allrounder, die ihr Handwerk von der Pieke auf gelernt haben. Ob in Mallorca, Hamburg, Hannover oder Wuppertal, überall wird der „Mann für alle Fälle“ geschätzt.

„Du bist wie Currywurst und Döner – nur schärfer und schöner“ so lautet einer der Titel von Willi Wedel. Nach seinem gelungenen Gastauftritt beim RTL-„Supertalent“ ist er ein neuer Stern am Schlagerhimmel. Seit 2012 erobert Willi Wedel die deutschen Schlagerherzen im Sturm. Neben diversen Auftritten im Fernsehen folgten u. a. Auftritte in „Malles Pilgerstätten“ dem „Bierkönig“ und „Krümels Stadl“.

Auch die deutsche Antwort auf „Baywatch“ nämlich Mike, der Bademeister, wird an diesem Abend nach Neustadt kommen. Seine Fans dürfen sich auf Lieder wie „Die Vöglein vom Titicacasee“, „Licht am Fahrrad – Dynamo“ oder „Eskimo“ freuen. In Neustadt weiß man bereits, dass da, wo Mike, der Bademeister, auftritt, Party angesagt ist.

Am Samstag wird auf vielfachen Wunsch wieder die Show- & Partyband „Grumis“ zu Gast bei der Neustädter Trinitatis-Kirmes sein. Frankens erfolgreichste Stimmungsmacher haben die Besucher im letzten Jahr voll und ganz überzeugt. Sechs Vollblut-Musiker sorgten 2015 für eine Top-Live-Qualität und echte Partylaune. Daran werden sie zweifellos anknüpfen. Die „Grumis“ treten im gesamten Bundesgebiet auf und sorgen beispielsweise am Bremer Freimarkt, dem Mainzer Oktoberfest oder den Cannstatter Wasen in Stuttgart mit ihrer Musik für volle Festzelte.

Am Sonntag, dem 22. Mai 2016, heißt es in der „Lehmkaute“ wieder einmal „Best of Pop and Rock“ mit Screw Loose aus Marburg. Die musikalische Bandbreite der Band geht von Oldies aus den 60- er Jahren bis hin zu aktuellen Pop- und Rocksongs. Sie überzeugten die Neustädter bereits mit einem gelungenen Auftritt beim Neustadt-Treffen 2011.

Den Frühschoppen am Kirmesmontag gestalten auch in diesem Jahr die „Spessart Eichen“. Die fünf Musiker bieten mit volkstümlicher Musik, bekannten Evergreens sowie deutschen und internationalen Schlagern ein abwechslungsreiches Programm, verbunden mit einer humorvollen Moderation. Die originelle Besetzung und die vielfache Instrumentenkombination macht die „Truppe“ in ihrer musikalischen Art einmalig und ganz bestimmt, wie auch im letzten Jahr in Neustadt schon erlebt, hörens- und sehenswert.

Unterstützung erhalten die „Spessart Eichen“ diesmal vom Gaudi- Sepp, dem „Urvieh“ aus Bayern. Michael Scherf trat bereits bei verschiedenen Fernsehsendern auf und belegte vordere Plätze bei volkstümlichen Hitparaden.

Den Kirmesabschluss gestalten auf vielfachen Wunsch wieder die „Spassrebellen“. Mit ihrer großen und abwechslungsreichen Songauswahl werden die sympathischen Musiker keine Wünsche offen lassen. Bereits in den vergangenen Jahren wurde bei ihrem Auftritt zur Trinitatis-Kirmes geschunkelt, getanzt und gerockt – keine Frage, das wird auch diesmal wieder so sein.

Aktion für behinderte Menschen in Oberhessen unterstützt Neustädter Kindertagesstätten

1974 wurde die Aktion für behinderte Menschen in Oberhessen (AfB) von dem kürzlich verstorbenen General Karl-Heinz Jörgens gegründet, der seinerzeit Kommandeur der Panzerbrigade 14 in Neustadt (Hessen) und Stadtallendorf war. Über viele Jahre hinweg unterstützte die AfB vorrangig Freizeiten für behinderte Mitbürgerinnen und Mitbürger finanziell und die Bundeswehr stellte Soldaten als Betreuungspersonal ab. Infolge der Umstrukturierungen der Bundeswehr finden diese Veranstaltungen nun nicht mehr statt. Die AfB stellt sich daher in den letzten Monaten neu auf und im Vorstand hat man sich entschlossen, zukünftig verstärkt Vorhaben in der Region zu unterstützen. Gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Groll besprachen die Vorstandsmitglieder, wie man die beiden Neustädter Kindertagesstätten „Regenbogen“ und „Sonnenschein“ fördern könne. Auf Vorschlag der Erzieherinnen wurden für das Familienzentrum „Kindertagesstätte Regenbogen“ in der Allee eine Rollenrutschbahn und ein Lesepult für einen fast blinden Jungen angeschafft. Die Kindertagesstätte „Sonnenschein“ in der Eichsfelder Straße erhält eine Sinneswand und eine Taststraße. Die Anschaffungen kommen vorrangig „Integrationskindern“ mit Handicap zugute. Die Anschaffungen wurden vom Vorsitzenden Bürgermeister Christian Somogyi (Stadtallendorf) und Kassierer Bernd Zink an Bürgermeister Thomas Groll und die beiden Leiterinnen, Claudia Orth und Yvonne Stamm, überreicht.

Thomas Groll dankte der AfB dafür, dass Anschaffungen im Wert von rund 1.200 Euro finanziert wurden. „In unseren Kindergärten wird wertvolle Integrationsarbeit betrieben. Wir lassen keinen, der über ein Handicap verfügt, am Rande sehen, sondern sind bestrebt, ihn so gut es geht, in den normalen Alltag des Kindergartens

einzubinden. Dafür danke ich unseren Erzieherinnen herzlich.“, so Groll. Sein Amtskollege Christian Somogyi betonte, dass sich Neustadt seit Jahrzehnten aktiv in die AfB einbringe. So würden seit über 30 Jahren u. a. Wohltätigkeitskonzerte veranstaltet. Daher habe man sich gerne entschlossen, den Förderanträgen zu entsprechen. „Es ist von Wichtigkeit, gerade bei den Kleinsten Verständnis für andere Jungen und Mädchen zu wecken, die eine kleine Schwäche haben, aber in anderen Bereichen über Stärken verfügen.“, erklärte Christian Somogyi.

Haupt- und Finanzausschuss

Erwartungsgemäß ohne Schwierigkeiten hat der Haushaltsentwurf für das Jahr 2016 die letzte Hürde vor der Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung genommen. Ebenso wie die vier Ortsbeiräte und die Mitglieder des Bauausschusses sowie des Ausschusses für Jugend- und Soziales empfahlen auch die Vertreter von CDU, SPD und FWG im Haupt- und Finanzausschuss einstimmig die Annahme des umfangreichen Zahlenwerks.

Zuvor hatte Bürgermeister Thomas Groll, der den Haushalt zusammen mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung erarbeitet hatte, noch einige wenige Änderungen bekanntgegeben, die sich seit der Einbringung am 15. Dezember 2015 ergeben hatten. Groll verwies darauf, dass es ihm gelungen sei, beim Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport einen einmaligen Personalkostenzuschuss für das Einwohnermeldeamt aufgrund erhöhten Arbeitsanfalles durch die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Höhe von 20.000 Euro auszuhandeln. Der Vorstellung des Bürgermeisters, dieses Geld in zusätzliche Lampen im Bürgerpark und einer zeitweisen Erhöhung des Wachdienstes im Freibad an „Spitzentagen“ zu investieren, stimmten die Ausschussmitglieder zu. Mit diesen Ausgaben, so Bürgermeister Groll, wolle man „in Sicherheit“ investieren.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt beriet der Ausschuss erneut über den Abschluss einer öffentlich rechtlichen Vereinbarung für eine interkommunale Zusammenarbeit im Bereich des freiwilligen Polizeidienstes zwischen den Städten Neustadt, Stadtallendorf und Kirchhain. Dieses Thema war bereits im Dezember in der Stadtverordnetenversammlung behandelt worden. Auf Vorschlag des SPD-Fraktionsvorsitzenden Hans-Gerhard Gatzweiler unterblieb seinerzeit aber eine Abstimmung, weil die Mandatsträger der SPD-Fraktion noch Klärungsbedarf sahen. Die drei Kommunen haben bereits mit dem Land Hessen einen Vertrag über den Einsatz des freiwilligen Polizeidienstes abgeschlossen. In Stadtallendorf sind derzeit vier und in Kirchhain fünf Polizeihelfer im Einsatz. In Neustadt ruht der Vertrag seit 2014. Damals verzichtete man-aus finanziellen Gründen auf die Weiterführung des Freiwilligen Polizeidienstes. Nun überlegt Stadtallendorf, sieben Polizeihelfer einzusetzen. Kirchhain will auf sechs erhöhen. In Neustadt schlägt der Magistrat vor, zukünftig vier Polizeihelfer in Dienst zu stellen. Der freiwillige Polizeidienst soll die objektive und subjektive Sicherheit der Bürger in den Kommunen verbessern. Ein Hauptgrund für Aufstockung oder Wiedereinführung sind die hohen Flüchtlingszahlen und damit einhergehenden Schwierigkeiten (Lärm, Abfall und anderes). Stadtallendorf, Kirchhain und Neustadt würden beim Zustandekommen des Projektes die Polizeihelfer auch gemeinsam, etwa bei größeren Veranstaltungen wie Märkten und Volksfesten, einsetzen. Insgesamt stünden nach Vorstellung der Magistrate dann 17 Helfer im freiwilligen Polizeidienst für die interkommunale Zusammenarbeit zur Verfügung. Fördermittel in einer Gesamthöhe von 75.000 Euro stellt das hessische Innenministerium auf Antrag zur Verfügung. Der Kooperationsvertrag mit dem Land soll für unbestimmte Zeit geschlossen werden und kann von jedem Vertragspartner jederzeit mit einer Kündigungsfrist von einem Jahr zum Jahresende gekündigt werden. Die Richtlinien für die Interkommunale Zusammenarbeit sehen Mindestlaufzeiten für solche Vereinbarungen von fünf Jahren vor.

Hans Gerhard Gatzweiler (SPD) wollte daher wissen, ob bei einer vorherigen Kündigung Fördergelder zurückgezahlt werden müssten. Bürgermeister Groll will diese Frage mit dem Innenministerium klären und das Ergebnis den Parlamentariern spätestens in der Stadtverordnetenversammlung mitteilen. Aus diesem Grund enthielten sich die beiden SPD-Ausschussmitglieder, Hans Gerhard Gatzweiler und Georg Metz, bei der folgenden Abstimmung der Stimme. Trotzdem wurde die Beschlussvorlage mit den Stimmen der CDU- und FWG-Ausschussmitglieder befürwortet. Zum Abschluss der Sitzung berichtete Bürgermeister Groll noch über die neuesten Entwicklungen in der Erstaufnahmeeinrichtung in der ehemaligen Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne. Nach einem „Belegungsrekord“ von rund 1.100 Flüchtlingen zum Jahresende liege die Zahl der dort aufgenommenen Menschen bei derzeit etwa 700. Allerdings rechnen die Verantwortlichen bis zum Quartalsende wieder mit einer Erhöhung auf etwa 1.000 dort untergebrachte Flüchtlinge.

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