Neustädter Mitteilungsblatt

Deutscher Wetterdienst ehrt Wetterbeobachterin in Neustadt

Rita Berg beobachtet seit über 25 Jahren das Wetter

Rita Berg beobachtet und notiert seit dem 1.1.1992 als ehrenamtliche Wetterbeobachterin im Auftrag des Deutschen Wetterdienstes (DWD) den Niederschlag in Neustadt. Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Alexander Dobrindt hat Rita Berg als Dank für ihr 25-jähriges ehrenamtliches Engagement, nun die Wetterdienstplakette verliehen.

Die Auszeichnung wurde ihr am 8. Februar 2017 im Rathaus der Stadt Neustadt (Hessen) von Elke Diederich – stellv. Leiterin der Regionalen Messnetzgruppe des DWD in Offenbach – feierlich überreicht. Anwesend war auch Bürgermeister Thomas Groll. Elke Diederich überbrachte Rita Berg den Dank des Präsidenten des DWD und würdigte die außerordentliche Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft der Geehrten. Zu ihren Aufgaben gehört die tägliche Messung des Niederschlages und im Winter die Bestimmung der Schneedecke. Bis Ende 2011 hat Rita Berg zusätzlich den Wetterverlauf in Neustadt gewissenhaft beobachtet und notiert. Das reichte vom Verlauf von Gewittern und Hagelschauern bis zum winterlichen Schneetreiben. Sie hat damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wettervorhersage und Klimaüberwachung geleistet. Davon profitieren alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, denn die Auswirkungen des Wetters und Klimas betreffen jeden von uns. Für den nationalen Wetterdienst sind Bürger wie Rita Berg unverzichtbar, die mit Spaß am Wetter, Liebe zur Natur, einer guten Beobachtungsgabe und einem hohen Verantwortungsbewusstsein jahrzehntelang gewissenhaft das Wetter in ihrer Region überwachen.

Bürgermeister Thomas Groll dankte Rita Berg ebenfalls für ihr ehrenamtliches Engagement. Er hob hervor, dass bereits ihr Vater und Großvater ebenfalls die Wetterdaten gesammelt und an den Wetterdienst weitergemeldet haben.

Der Deutsche Wetterdienst betreibt in ganz Deutschland ein flächendeckendes Mess- und Beobachtungsnetz mit knapp 2.000 Messstellen. Dazu gehören 182 hauptamtliche Wetterwarten und Wetterstationen, die zum Teil rund um die Ihr mit DWD-Personal besetzt sind. Etwa 1.800 weitere Messstellen des DWD werden ehrenamtlich von engagierten Bürgerinnen und Bürgern – häufig seit Jahrzehnten – betreut. Im Winter melden die ehrenamtlichen Wetterbeobachter Informationen zu den Schneeverhältnissen vor Ort nach Offenbach in die Zentrale des DWD. die vor Ort gemessenen Daten und die Beobachtungen werden vom nationalen Wetterdienst dann zum Beispiel für die Wettervorhersage oder Gutachten bei Wetterschäden genutzt. Sie helfen aber auch, den Klimawandel in Deutschland genau zu erfassen und dessen Folgen besser einschätzen zu können.

Kompaniechef-Wechsel beim Neustädter Patenbataillon

Auf Major Dr. Bender folgt Hauptmann Huschmann

Über 100 Soldatinnen und Soldaten der 4. Kompanie des Versorgungsbataillons 7, die im benachbarten Stadtallendorf stationiert ist, waren am 8. Februar 2017 auf dem Neustädter Rathausplatz angetreten. Grund hierfür war die Kommandoübergabe von Kompaniechef Major Dr. David Bender auf Hauptmann Frank Huschmann. Diese wurde vom Bataillonskommandeur des Versorgungsbataillons 7, Oberstleutnant Jens Grabowski, aus Unna vorgenommen. Er konnte hierzu neben Bürgermeister Thomas Groll und Stadtverordnetenvorsteher Franz-W. Michels auch weitere Mitgliederinnen und Mitglieder der städtischen Gremien und Ortsvorsteher Klaus Groll begrüßen. Von militärischer Seite waren der stellvertretende Kommandeur der Division Spezielle Kräfte, Brigadegeneral Gert Gawellek aus Stadtallendorf, Oberstleutnant Frank Hille, der Vorsitzende des Fördervereines DSK, und Oberst Willi Dechert, der letzte Brigadeführer der Panzerbrigade 14 „Hessischer Löwe“ anwesend.

In einer sehr emotionalen Rede betonte Dr. David Bender, der aus Alsfeld stammt, wie gerne er bei der 4. Kompanie seinen Dienst verrichtete. In den vergangenen 15 Monaten hat er diese aufgebaut und es fiel ihm nun sichtlich schwer, als Personalstabsoffizier zum Transporthubschrauberregiment 10 „Lüneburger Heide“ zu wechseln. Bataillonskommandeur Jens Grabowski dankte dem scheidenden Kompaniechef für seinen großen Einsatz. „Morgens waren Sie zumeist der Erste, und abends der Letzte“, so Grabowski. „Sie sind der erste Chef der 4. Kompanie und haben diese in den letzten Monaten entscheidend geprägt.“ Dem Nachfolger, Hauptmann Huschmann, wünschte er eine erfüllte Zeit in der neuen Verwendung.

Neben den Soldatinnen und Soldaten war auch eine Abordnung der Historischen Bürgerweher angetreten, um damit ihre Verbundenheit zur Patenkompanie zum Ausdruck zu bringen.

Im Historischen Rathaus, wo anschließend ein Empfang stattfand, sprach neben Dr. Bender und Oberstleutnant Grabowski auch Bürgermeister Thomas Groll zu den Gästen. Er hob hervor, dass es seit 1960 eine enge Beziehung zwischen Kommune und Bundeswehr gäbe. Es sei gut, dass auch nach der Aufgabe des Garnisonstandortes Neustadt dieses Miteinander durch Patenschaften gepflegt werde. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Beziehung zur 4. Kompanie des Versorgungsbataillons 7 lange Bestand haben möge. Dem scheidenden Kompaniechef wünschte er alles Gute und dem Nachfolger gab er auf den Weg, die Patenschaft weiterhin gemeinsam mit Leben zu erfüllen. Bürgermeister Groll verwies darauf, dass in unmittelbarer Nähe des Rathausplatzes drei Gedenksteine aufgestellt seien. Der eine erinnere daran, dass Berlin 472 km entfernt sei. Aufgestellt habe man diesen 1961 anlässlich des Mauerbaues. Der Gedenkstein erinnere an die Teilung aber auch an die Wiedervereinigung. Die Bundeswehr habe hierzu einen entscheidenden Beitrag geleistet. Es gelte nun, die Armee der Einheit weiter auszugestalten. Der Zweite weise auf die Panzerbrigade 14 „Hessischer Löwe“ hin. Er stehe für ein langes gemeinsames Miteinander. Der dritte Stein, hinter dem Rathaus gelegen, sei das Ehrenmal der Stadt Neustadt. Dieser mache deutlich, dass der Beruf des Soldaten heute mehr denn je mit Gefahren für Leib und Leben bei den Auslandseinsätzen verbunden sei. Daher dankte der Bürgermeister allen Soldatinnen und Soldaten für ihren Einsatz und wünschte, dass sie stets gesund an Leib und Leben zurückkämen.

Zum Abschluss trugen sich Oberstleutnant Jens Grabowski, Major Dr. Davis Bender und Hauptmann Frank Huschmann in das „Goldene Buch“ der Stadt ein.

„Ronald Reagan – Kalter Krieger oder Wegbereiter der deutschen Einheit?

Die deutsch-amerikanischen Beziehungen – Erfahrungen und Perspektiven.66 Kohls Mann für Außen- und Sicherheitspolitik, Prof. Dr. Horst Teltschik, spricht in Neustadt

Vor 30 Jahren, am 12. Juni 1987, forderte der damalige US-Präsident Ronald Reagan in Berlin den Generalsekretär der KPdSU, Michail Gorbatschow auf, die Berliner Mauer niederzureißen und das Brandenburger Tor zu öffnen („Mr. Gorbatschow tear down this wall. Mr. Gorbatschow open this gate.“). Bedingt durch die epochalen Umwälzungen in Osteuropa und die friedliche Revolution in der DDR wurde das Brandenburger Tor zwei Jahre später, am 22.12.1989, tatsächlich geöffnet und nur zehn Monate später gelang die Wiedervereinigung Deutschlands.

Im Rahmen ihrer zeitgeschichtlichen Veranstaltungen möchte die Stadt Neustadt (Hessen) am Dienstag, dem 28. März 2017, 18.30 Uhr, im „Haus der Begegnung“ an die Rede Ronald Reagans erinnern, seine Rolle im Vorfeld der deutschen Einheit beleuchten und zugleich den Bogen in die Gegenwart spannen.

Dank der Unterstützung von Kanzleramtsminister a.D. Friedrich Bohl gelang es Bürgermeister Thomas Groll mit Prof. Dr. Horst Teltschik einen der renommiertesten deutschen außenpolitischen Experten für einen Vortrag in Neustadt zu gewinnen. Prof. Dr. Teltschik wird über das Thema „Ronald Reagan – Kalter Krieger oder Wegbereiter der deutschen Einheit? Die deutsch-amerikanischen Beziehungen – Erfahrungen und Perspektiven.“ sprechen. Der Abend verspricht gerade vor dem Hintergrund der Präsidentenwahl in den USA und der ersten Entscheidungen von Präsident Trump spannend und informativ zu werden.

Stadtverordnetenversammlung

Während in anderen Städten und Gemeinden der Haushalt für das Jahr 2017 gerade erst eingebracht wurde oder noch von den Gremien beraten wird, ist die Entscheidungsfindung in Neustadt bereits beendet. Am vergangenen Montag wurde das umfangreiche Zahlenwerk, das von Bürgermeister Thomas Groll am 19. Dezember 2016 eingebracht worden war, bei zufriedenen Gesichtern aller anwesenden Stadtverordneten einstimmig beschlossen.

Vor der Abstimmung ergriffen Redner aller im Stadtparlament vertretenen Fraktionen zunächst noch einmal das Wort. Hans-Dieter Georgi, Fraktionsvorsitzender der CDU, erinnerte zu Beginn seiner Ausführungen an die Haushalte 2009 bis 2015, die von Einsparungen, Streichungen und dem Umgang mit dem Mangel geprägt gewesen seien. Erst in 2016 habe die Kommune wieder einen ausgeglichenen Haushalt mit einem Überschuss von rund 330.000 Euro verzeichnen können. Dieser Trend setze sich nun nicht nur fort, sondern werde 2017 im Ergebnishaushalt mit einem Überschuss von 627.000 Euro sogar noch einmal deutlich übertroffen. Als Gründe dafür nannte Georgi die allgemein gute wirtschaftliche Lage, den geänderten kommunalen Finanzausgleich, die auf Grund der Flüchtlingszahlen zum 31.12.2015 deutlich erhöhten Schlüsselzuweisungen des Landes und den Konsolidierungskurs der letzten Jahre vor Ort. „Zusammengenommen führt dies dazu, dass wir alle, die wir in der Verantwortung für diese Kommune stehen, wieder in die Lage versetzt werden zu gestalten. Wir müssen allerdings den soliden Kurs der Vergangenheit fortführen“, mahnte Georgi und dankte dem Bürgermeister für seine stets vorausschauende Haushaltsplanung. Die geplante Personalaufstockung in der Stadtverwaltung sei aufgrund der angewachsenen Aufgaben notwendig, deshalb trage seine Fraktion sie uneingeschränkt mit, betonte der Christdemokrat. Als die Großprojekte bis 2020 nannte er die geplanten Sanierungen des „Hauses der Begegnung“ und des Freibades. Ein weiteres Wort des Dankes richte Georgi an die ehrenamtlich Tätigen in Neustadt und den Stadtteilen Mengsberg, Momberg und Speckswinkel. Mit Freude habe die CDU die Aussage von Thomas Groll aufgenommen, bei der Bürgermeisterwahl 2019 wieder als Kandidat für weitere sechs Jahre zur Verfügung zu stehen.

Auch Thomas Horn als Sprecher der SPD-Fraktion, der den erkrankten Fraktionsvorsitzenden Hans-Gerhard Gatzweiler vertrat, dankte zunächst allen, die mit der Aufstellung des Haushaltsplanes beschäftigt waren und wies in seinen Ausführungen ebenfalls auf das erfreuliche Ergebnis im Ergebnishaushalt sowie die Gründe, die dazu führten, hin. „Der Haushalt 2017 ermöglicht uns die Realisierung von Projekten anzustoßen, an deren Umsetzung vor drei Jahren nicht zu denken war“, so Thomas Horn. Gleichzeitig gab er zu bedenken, dass sich die momentan äußerst positive Situation auch wieder wandeln könne. Darauf müsse die Kommunalpolitik dann schnell und angemessen reagieren. Insbesondere die Aufgabe der Integration der Flüchtlinge müsse mit dem begonnenen Engagement fortgeführt und noch weiter ausgebaut werden.

Mit den Worten „Wir wollen mutig sein, aber nicht übermütig werden“, einem Zitat aus der Haushaltsrede von Bürgermeister Groll, begann Karsten Gehmlich, Fraktionsvorsitzender der FWG, seinen Redebeitrag. Auch er lobte die solide Haushaltsführung des Bürgermeisters, und wies auf die aktuell positive Wirtschaftslage hin, die neben den erhöhten Schlüsselzuweisungen wesentlich für das gute Ergebnis verantwortlich sei. „Es wäre daher töricht, wenn wir dem Haushaltsentwurf nicht zustimmen würden“, stellte Gehmlich fest. Darüber hinaus blickte er auch in die Zukunft, die seiner Ansicht nach so gestaltet werden müsse, dass sich auch in den nächsten Jahrzehnten die Menschen in Neustadt noch wohlfühlen könnten. Gehmlich warb dafür, Vorschläge aus der Bürgerschaft aufzunehmen und auf ihre Realisierbarkeit und Finanzierbarkeit hin zu überprüfen. „Jede Idee verdient es, diskutiert zu werden“, so der Sprecher der FWG. Auch er lobte die ehrenamtliche Arbeit vieler Mitbürger, war aber gleichzeitig dafür, dass sich noch mehr Menschen aktiv einbringen. Abschließend ergriff Bürgermeister Thomas Groll noch einmal das Wort. Er zeigte sich naturgemäß erfreut darüber, dass der Haushaltsentwurf 2017 zu Zustimmung aller fand. Sein Dank galt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung und den Damen und Herren des Magistrats für das Mittun bei der Erstellung des Etats. Groll versah die diesjährige Haushaltsberatung mit den Worten „Wir alle gemeinsam für Neustadt“. Es sei begrüßenswert, dass man sich in den Fragen der Stadtentwicklung augenscheinlich einig sei. Seine Hoffnung sei, dass die positiven Prognosen für die kommenden Jahre einträfen, denn dann müsse man sich bis 2020 – soweit reicht die mittelfristige Finanzplanung – keine Sorgen machen.

Im nächsten Tagesordnungspunkt stimmte die Stadtverordnetenversammlung einstimmig dafür, dass sich die Kommune um Aufnahme der Stadtteile Mengsberg, Momberg und Speckswinkel in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen bewirbt.

Ebenfalls einstimmig votierten die Stadtverordneten für die Neufassung der städtischen Feuerwehrsatzung. Neben redaktionellen Änderungen wird darin auf Wunsch der Freiwilligen Feuerwehren die Möglichkeit eröffnet, zukünftig für den Stadtbrandinspektor, die Wehrführer und die Jugendfeuerwehrwarte bis zu zwei Stellvertreter zu wählen. Außerdem ist es nun möglich, Kindergruppen („Bambinifeuerwehr“) unter dem Dach der Wehren zu gründen und so Mädchen und Jungen bereits ab sechs Jahren spielerisch mit der Arbeit der Feuerwehren vertraut zu machen.

Die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 13 „Am Berg“ in Mengsberg, der kurzfristig auf die Tagesordnung genommen worden war, wurde ebenfalls einstimmig verabschiedet. Dadurch wird die Bauleitplanung für die Errichtung eines Solarthermiefeldes und einer Heizzentrale für die Nahwärmeversorgung in Mengsberg weiter vorangetrieben.

Ebenso einstimmig beauftragten die Stadtverordneten mit der Prüfung der Frage, ob und zu welchen Konditionen die Errichtung eine Ladesäule für Elektroautos in Neustadt möglich ist.

Georg-August Metz begründete den von der SPD-Fraktion eingebrachten Antrag näher. Als Standort schlug er den Parkplatz am Rabenauplatz vor, denn dort sei ein Trafohäuschen in unmittelbarer Nähe. Elektromobilität sei eine umweltschonende Zukunftstechnologie und die Kommune solle daher eine Beteiligung daran ernsthaft ins Auge fassen, betonte Metz. Bürgermeister Thomas Groll konnte bereits erste Prüfergebnisse vermelden. Nach Aussage der Energie-Netz Mitte sei der ins Auge gefasste Standort geeignet. Für eine Schnelladesäule (80 Prozent Aufladung in 15 – 20 Minuten) und die notwendige Infrastruktur sei mit Kosten von rund

50.000 Euro zu rechnen. Der Zuschuss hierfür betrage im Höchstfall bis zu 30.000 Euro. Groll bat darum, sich mit dem Thema weiter zu befassen und gegebenenfalls zum Haushalt 2018 eine Realisierung zu beantragen.

Auch dem Verkauf von knapp sieben Hektar Wald- und Holzungsflächen am „Mondscheinstrauch – In den Krippen“ in der Gemarkung Neustadt zum Preis von rund 210.000 Euro gab die Stadtverordnetenversammlung ihre Zustimmung. Die Hessische Landgesellschaft will auf der Fläche ein Öko-Projekt verwirklichen.

Stellung nahm Bürgermeister Groll zum schlechten baulichen Zustand der Kreisstraße zwischen Momberg und Wiera. Der Magistrat hat sich diesbezüglich auf Bitten des Ortsbeirates Momberg an den Kreisausschuss des Schwalm-Eder Kreises gewandt. Dieser lässt die Angelegenheit nun zunächst von der Straßenmeisterei in Schwalmstadt prüfen. Dabei geht es um die Frage, ob die Schäden im Rahmen der Straßenunterhaltung behoben werden können oder ob eine Sanierung in Betracht gezogen werden muss.

Zur geplanten Anschaffung von Defibrillatoren teilte der Bürgermeister mit, dass dem Magistrat mittlerweile von der Björn-Steiger-Stiftung, die solche Käufe finanziell unterstützt, ein Angebot für vier Geräte unterbreitet worden sei. Weitere 500 Euro seien vom hessischen Innenminister aus den ihm zur Verfügung stehenden Lotto-Toto Mitteln bewilligt worden. Bürgermeister Groll hat darüber hinaus bei Landrätin Kirsten Fründt angeregt, über die Möglichkeit von Sammelbestellungen nachzudenken. Grund dafür ist, dass sich der Kreistag derzeit auch mit dieser Thematik befasst.

Im Zusammenhang mit den angeregten Vergünstigungen für die Mitglieder der Einsatzabteilungen der freiwilligen Feuerwehren war das Anliegen vom Bürgermeister an den Gewerbeverein Neustadt herangetragen worden. Dieser kann sich allerdings gegenwärtig eine Beteiligung daran, insbesondere aus Gründen der Handhabbarkeit, nicht vorstellen.

Hinsichtlich des von der CDU-Fraktion beantragten „Neustädter Einkaufsgutscheins“ steht der Magistrat gegenwärtig in Kontakt mit dem Gewerbeverein Homberg/Ohm, wo es einen solchen Gutschein, den sogenannten „Ohmtaler“, bereits gibt.

Die Deutsche Bahn AG hat der Stadt zwischenzeitlich mitgeteilt, dass sie die Aufstellung einer Gedenktafel für die sechs Todesopfer des Zugunglücks von 1997 unterstützen will. Ein Abstimmungsgespräch mit dem persönlichen Referenten des Bahn-Beauftragten für Hessen ist für Anfang März vorgesehen. Bei dieser Gelegenheit will Bürgermeister Thomas Groll auch die Sauberkeit des Bahnhofs, die fehlende Barrierefreiheit, das Thema Park- und Ride-Anlage und den Zustand des ehemaligen Landhandels Knapp im „Hattenrod“, das Gebäude steht im Eigentum der Bahn, ansprechen.

In der Karl-Braun-Straße wird nun das von den Anliegern gewünschte Schild „Spielstraße“ zur Verkehrsberuhigung aufgestellt. Die Straße wird von vielen Verkehrsteilnehmern als „Umfahrungsstrecke“ genutzt. Komplizierter, so der Bürgermeister, sei eine mögliche Verkehrsberuhigung im Bereich des Wohngebiets „Am Schalkert“. Etwa 90 Anlieger hätten einen Fragebogen erhalten, von denen rund 50 antworteten. Eine knappe Mehrheit habe sich gegen eine Einbahnstraßenregelung ausgesprochen. Dies seien vorwiegend Anlieger aus dem Bereich Wiesenweg, St. Martins- Weg und Am Forstamt gewesen. Aus dem Schalkert habe sich hingegen eine Mehrheit für diesen Vorschlag von Magistrat und Ortsbeirat ausgesprochen. Das Thema ist sensibel, so Thomas Groll. Dies sehe man auch an dem gegenwärtigen Verkehrsversuch in Kirchhain. An ihn als örtliche Straßenverkehrsbehörde sei auch die Einrichtung einer „kurzen Einbahnstraße“ im Bereich Ringstraße – grob gesagt vom Bereich Große Brunnenstraße bis zur Aue – herangetragen worden, um den Verkehr in Richtung Schalkert zu unterbrechen. Aber auch dies sei mit Nachteilen verbunden und könne zu unerwünschten Schleichverkehren führen. Da ihm klar sei, dass leider bei jeder Entscheidung „Ärger vorprogrammiert sei“, so der Bürgermeister, werde er die Angelegenheit nochmals mit Experten beraten. Leider sei bisher kein „Königsweg“ in Sicht. Alles, was man unternehme, um Verkehrsteilnehmer aus dem Schwalm-Eder-Kreis aus diesem Bereich fernzuhalten, führe zu Umwegen für Teile der Anlieger. Diese Positionen gelte es abzuwägen. „Ich hatte mich in der Sitzung des Ortsbeirats für eine Einbahnstraßenregelung in dem Wohngebiet ausgesprochen, aber eine Mehrheit der Anlieger will das augenscheinlich nicht. Ich frage mich, ob es sinnvoll ist, sich über dieses Votum hinwegzusetzen“, betonte der Bürgermeister abschließend.

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