Stadt Neustadt behandelt Dachschaden

Bauhof entfernt Unterdecke im Saal des Hauses der Begegnung

Noch haben die Neustädter keine Entscheidung über die Zukunft des sanierungsbedürftigen Hauses der Begegnung getroffen. In den Saal investieren sie trotzdem erneut Geld.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Nein die Frage nach einer Sanierung des Hauses der Begegnung ist noch lange nicht beantwortet, betont Bürgermeister Thomas Groll mit Blick auf die Arbeiten am großen Saal, in dem eine Firma zunächst die Elektrik lahmlegte, ehe Mitarbeiter des Bauhofs damit begannen, die hölzerne Unterdecke zu entfernen. Rund 30 000 Euro hat die Stadt aus den Haushalten dieses und des vergangenen Jahres zusammengeklaubt, um diese Arbeiten und die Erneuerung der Beleuchtung zu erledigen: „Damit wollen wir den Saal bespielbar halten“, kommentiert Groll und verweist darauf, dass ein Gutachter Zweifel an der Befestigung der Unterdecke geäußert hatte (die OP berichtete). Die Befürchtung habe sich bestätigt: „Seitens des Statistikers kann nicht der rechnerische Nachweis für die Tragfähigkeit geführt werden“, sagt der Bürgermeister und gibt zu, dass die Besucher seit vielen Jahren „latent gefährdet“ gewesen seien: „Das Risiko, dass die Decke runterkommt, war also theoretisch gegeben. Jetzt, da wir davon wissen, war uns die Sache zu heiß -vor allem, da die Decke auch nicht feuerhemmend war.“

Für die kommende Woche hat die Stadt einen Termin im Saal mit den Vertretern verschiedener Behörden geplant, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Unter anderem soll dann die Frage der Beleuchtung geklärt werden – eine Großinvestition steht dabei derzeit nicht zur Debatte. „Das würde die Entscheidung rund um eine Sanierung des Hauses der Begegnung schließlich vorwegnehmen“, hebt Groll hervor. Momentan gehe es aber nur darum, den Saal bespielbar zu halten, da die Kernstadt von Neustadt einen Veranstaltungs-ort brauche: „JEs gibt keine Alternative für größere Vereins- und Kulturveranstaltungen.“ Eine Investition in Höhe von 30 000 Euro hält er dabei für „vertretbar“: „Das ist eine Pflichtlösung -aber keine Kurlösung.“

Ziel ist es, die Arbeiten am Saal bis Ende November abzuschließen – schließlich beginnt dann die veranstaltungsreiche Vorweihnachtszeit, ehe es im kommenden Jahr relativ schnell närrisch wird. Eine neue Unterdecke ist nicht vorgesehen, was wahrscheinlich zur Folge hat, dass die Akustik schlechter als zuvor ist, orakelt Thomas Dickhaut, der Leiter des Fachbereichs Bauen. Die Decke der Hessenhalle in Alsfeld sei allerdings auch aus Beton: „Und da haben ja auch schon zahlreiche Konzerte stattgefunden.“ Nichtsdestotrotz müssten sich die Gäste in Neustadt auf Veränderungen einstellen: „Aber die sind den Baumaßnahmen geschuldet“, so Dickhaut.

Noch offen ist derweil die Frage, ob die Sporthalle der Waldschule nach einem möglichen Ausbau eine realistische Alternative zum Haus der Begegnung als Veranstaltungsort darstellt.

 

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