Neustädter CDU sagt „Ja“ zur Sanierung des Hallenbades

Entscheidung bedinge ein Überdenken des Investitionsprogramms
Neustadt. Die CDU Neustadt spricht sich für die Sanierung des Hallenbades im Neustädter Stadtteil Mengsberg aus.
von Silke Pfeifer-Sternke
Seit geraumer Zeit steht die Zukunft des Hallenbades in der Diskussion, da Investitionen in Höhe von rund 388000 Euro anstehen. Bis Dezember 2006 müssen Heiztechnik und Wasseraufbereitung erneuert werden. Zudem muss die Elektro-und Lüftungsinstallation ausgetauscht werden. Die Einnahmen aus dem Betrieb des Bades belaufen sich auf 20000 Euro pro Jahr.
Nach Bekannt werden der Sanierungskosten warben Vereine und Ortsbeirat für den Erhalt des Bades. Im August fand die Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses im Hallenbad
statt und die anstehende Sanierung wurde von den politischen Lagern kontrovers diskutiert. Am Mittwoch ist das Mengsberger Hallenbad erneut Thema, diesmal bei einer Bürgerversammlung, die ab 20 Uhr im Gasthaus Ochs stattfindet. Im Vorfeld der Versammlung spricht sich die Neustädter CDU für den Erhalt des Hallenbades aus.
„Die Fraktion hat alle Argumente gegeneinander abgewogen und sich dann einstimmig für die Sanierung ausgesprochen“, erklären Stadtverbands-vorsitzender Werner Kappel und dessen Stellvertreter Thomas Groll.
Auch hinsichtlich der zu erwartenden Kosten plädiere die CDU für den Erhalt des Bades. Die Christdemokraten halten die Investition für verantwortbar. „Allerdings wollen wir nicht verschweigen, dass wir aufgrund dieser Entscheidung
das Investitionsprogramm für die kommenden Jahre überdenken müssen. Manches Investition könne vermutlich erst später in Angriff genommen werden, erklärt Kappel.
Nach Grolls Ansicht sprechen zahlreiche Gründe für eine Sanierung. Er verweist zum Beispiel auf die Nutzung des Bades durch die Schulen: „Die Gesamtschule Neustadt, die Mittelpunktschule Wohratal sowie die Grundschulen Mengsberg-Momberg und Wohra nutzen das Bad. Durch den Schulsport ist es vormittags von Montag bis Freitag belegt.“
Kappel sieht daher auch den Landkreis Marburg-Biedenkopf als Schulträger gefragt. Es sei deshalb richtig, dass der Magistrat eine Erhöhung der Nutzungspauschale vorschlage. Auch das regelmäßige Angebot von Schwimmkursen führt Groll an. „Jährlich lernen mehr als 60 Kinder im Hallenbad Schwimmen. Im Freibad wäre dies nicht möglich“, sagt er.
Für eine Sanierung der Technik spreche zudem die gute Bausubstanz des Bades. „Wer für eine Schließung ist, der muss sagen, wie er das Gebäude zukünftig nutzen will. Es verfallen zu lassen, wäre sicherlich der falsche Weg“, stellt Kappel fest.
Die CDU habe sich bei ihrer Entscheidung auch davon leiten lassen, dass eine Schließung sozialer Gemeinschaftseinrichtungen auf dem flachen Land gut überdacht werden müsse, da sie ein Stück Lebensqualität vermitteln. „Wir erhoffen uns, dass sich die Bevölkerung für das Hallenbad einsetzt, sagt Kappel. Einen Förderverein zu gründen, hält er für einen Schritt in die richtige Richtung. In einen solchen könnten sich auch Nachbarkommunen einbringen.

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