Ehemaliger Kindergarten Momberg soll „multifunktionales Gebäude“ mit fünf „tragenden Säulen“ werden
„Endlich ist es so weit, wir gehen über von der trockenen Theorie in die Umsetzungsphase“, freute sich Ortsvorsteher Jörg Grasse während der Dorfversammlung zum Thema „multifunktionales Haus“.
von Karin Waldhüter
Momberg. Vom Kindergarten beziehungsweise Leerstand zum multifunktionalen Haus: Dazu gaben Landkreis, Kommune, Ortsbeirat und Bürger während der Dorfversammlung den Startschuss. „Es ist ein wunderbarer Abend für einen wunderbaren und mutigen Prozess, weil mit diesem Prozess neue Wege gegangen werden“, sagte Landrätin Kirsten Fründt. Der Anspruch sei, jetzt in die Umsetzung zu gehen und diesen Prozess mit Leben zu füllen. Neustadt habe einen ausgesprochen aktiven Bürgermeister, der nichts auslasse, um Fördergelder für die Stadt zu akquirieren, lobte Fründt. Deswegen freue es sie, nicht nur das Projekt zu begleiten, sondern auch einen Förderbescheid in Höhe von 30 273 Euro zur Umsetzung des hessischen Dorfentwicklungsprogramms – hier in Form einer städtebaulichen Beratung – zu überreichen. „Ein Haus voller neuer Möglichkeiten“ weiterlesen
Neues Konzept bringt mehr Besucher
Sport- und Spielefest findet nicht mehr in der Erstaufnahmeeinrichtung, sondern im Waldstadion statt
Rund 500 Gäste – alteingesessene Neustädter wie auch Flüchtlinge – nahmen an dem Sport- und Spielefest teil, das Stadt und Gemeinwesenarbeit im Waldstadion organisiert hatten.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Einst war es ein Fest in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, an dem auch Neustädter teilnehmen sollten. Dieses Jahr hatten erstmals die Stadt und die Gemeinwesenarbeit die Federführung inne. Sie verlegten die Veranstaltung ins Waldstadion, um mehr Einheimische dafür zu begeistern – und hatten mit diesem Ansatz Erfolg, wie sich Matthias Bunzel von dem für die Gemeinwesenarbeit zuständigen Verein bsj Marburg freut: „Es wurde gut angenommen.“ Sowohl Geflüchtete aus der EAE, dem Flüchtlingshaus, und jene, die in Neustadt leben, als auch Alteingesessene hätten teilgenommen und das Fest genossen. „Neues Konzept bringt mehr Besucher“ weiterlesen
Für Festzug fehlen noch zwei Nummern
Am Donnerstag beginnt die 515. Auflage der Trinitatis-Kirmes • Stadt sucht einen St. Martin und eine Kapelle
Nach mehreren Jahren, in denen die Stadt Programmpunkte hin und her schob und Versuchsballons startete, gibt es inzwischen ein funktionierendes Konzept für die Trinitatis-Kirmes.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Wir haben einen festen Rhythmus gefunden“, betonte Bürgermeister Thomas Groll, während er mit seinem Mitarbeiter Repe Spatzier das Programm für die 515. Trinitatis-Kirmes vorstellte. „Heute wird Kirmes anders gefeiert, als früher“, lautet seine Analyse. Noch vor 15 Jahren habe es alle drei Stunden einen Programmpunkt gegeben: „Aber das wollen die Menschen heute so nicht mehr. Die Leute wollen auf den Festplatz gehen, sich treffen, beisammensein und vielleicht auch tanzen – aber sie brauchen keine Bühnenauftritte mehr, bei denen sie sitzen und zuhören müssen.“ Einzig zum Auftakt am kommenden Donnerstag setzen
die Organisatoren auf ein eher klassisches Konzept: „Dieser Tag hat seine feste Fangemeinde. Wenn das Wetter passt, erwarte I ich 200 bis 250 Zuschauer“, sagt Groll. „Für Festzug fehlen noch zwei Nummern“ weiterlesen
Neustädter Mitteilungsblatt
Jahreshauptversammlung des Vereins „Region Marburger Land“ e.V.
Bürgermeister Thomas Groll zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt
Der Verein „Region Marburger Land e.V.“ (www.marburger-land.de) initiiert und unterstützt eine integrierte Entwicklung in der Region Marburger Land. Er versteht sich als lokale Aktionsgruppe im Sinne des LEADER-Konzeptes im Rahmen der ELER-Verordnung. Der Verein sorgt für einen transparenten, offenen und diskriminierungs- freien regionalen Entwicklungsprozess. Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere:
1. Die Identität der Region Marburger Land herauszustellen und das vielfältige wirtschaftliche, soziale, kulturelle und ökologische Potential zu bewahren und weiterzuentwickeln.
2. Die regionalen Ressourcen zum Erhalt und zur Schaffung neuer Einkommensmöglichkeiten zu nutzen und auszubauen.
3. Die Motivation, Eigeninitiative und Selbstverantwortung der Bürgerschaft durch aktive Mitwirkungsmöglichkeiten in der Entwicklung ihres Lebensraumes auszubilden und zu stärken.
4. Eine ökologisch vielfältige und leistungsfähige Natur- und Kulturlandschaft auch in ihrer land- und forstwirtschaftlichen Ausprägung zu erhalten und zu entwickeln.
5. Projekte zur Bewältigung regionaler Probleme und neuer Wertschöpfung in der Region zu konzipieren und dafür Handlungsträger zu finden. Derzeit hat der Verein ca. 120 Mitglieder. Neben den beteiligen Städten und Gemeinden Marburg, Stadtallendorf, Neustadt, Amöneburg, Weimar, Ebsdorfergrund und Lohra gehören Privatpersonen, Verbände, Vereine, Initiativen und Unternehmen zu den aktiven Unterstützern der Region. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
Land stellt Neustadt einen Bürgerbus zur Verfügung
Projekt soll im September starten • Rund 20 Fahrer stehen bereit
Seit November 2018 beschäftigen sich die Neustädter mit dem Thema Bürgerbus. Inzwischen steht das Konzept – eine Grundvoraussetzung, um in den Genuss der Unterstützung des Landes Hessen zu kommen.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Die Neustädter Sind bereit, sich selbst zu helfen und das soziale Projekt eines Bürgerbusses umzusetzen – eine Initiative, die das Land Hessen mit einem Fahrzeug unterstützt. Am Dienstag, 11. Juni, will Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir auf dem Hessentag in Bad Hersfeld einen Opel Vivaro Kombi an einige Neustädter überreichen – genauer gesagt an Dieter Trümpert, den Vorsitzenden des Bürgervereins „Wir für uns“, der das Projekt umsetzen wird, an Bürgermeister Thomas Groll sowie an Gerd Leißner, Reinhold Mann und Ersten Stadtrat Wolfram Ellenberg, die für die Erstellung des Konzeptes und die Organisation zuständig sind. „Land stellt Neustadt einen Bürgerbus zur Verfügung“ weiterlesen
Wünsche werden vorgestellt
Dorfversammlung zum multifunktionalen Haus in Momberg
Seit Herbst 2015 steht das ehemalige Kindergartengebäude in Momberg leer. Das soll sich ändern. Bei einer Dorfversammlung gibt es am Mittwoch weitere Informationen.
Momberg. Ortsbeirat, Kommune und interessierte Bürgerinnen und Bürger machen sich bereits seit Längerem Gedanken darüber, wie der frühere Kindergarten eine neue und vor allem nachhaltige Nutzung bekommen könnte. Dabei werden sie vom Fachdienst Kreisentwicklung des Landkreises unterstützt.
Der Landkreis möchte dazu beitragen, dass sich in Momberg ähnlich wie in Betziesdorf ein „multifunktionales Haus“ etablieren kann. Hierzu gab es in Momberg eine Befragung. Ziel war es zu erfahren, welche Angebote die Momberger von ei
nem „multifunktionalen Haus“ erwarten.
Da sich Momberg mit Mengsberg und Speckswinkel aktuell im Dorfentwicklungsprogramm des Landes befindet, wurden auch dort Fragebogen verteilt. Ist es doch Ziel der Dorfentwicklung, über den Tellerrand des eigenen Ortes zu schauen und Angebote zu entwickeln, die über die Grenze des eigenen Dorfes hinaus auf Interesse stoßen.
„Phlink“, ein gemeinnütziger Verein, dem fünfzig Studierende der Philipps-Universität angehören, erarbeitete in Zusammenarbeit mit den Akteuren den Fragebogen und wertete die Rückläufer anschließend aus. „Wünsche werden vorgestellt“ weiterlesen
Neustädter Mitteilungsblatt
Bewegungsparcours (nicht nur) für Senioren in Momberg eingeweiht
Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Heimat- und Verschönerungsvereines Momberg, Willibald Groß, und Ortsvorsteher Jörg Grasse konnte Bürgermeister Thomas Groll anlässlich einer Veranstaltung des Seniorenclubs B auf der Freifläche vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Momberg einen Bewegungsparcours (nicht nur) für Senioren einweihen.
Zwar war die Veranstaltung etwas durch die regnerische Witterung in Mitleidenschaft gezogen, dennoch ließ man sich nicht davon abhalten, die kürzlich aufgestellten Sportgeräte offiziell ihrer Bestimmung zu übergeben.
Bürgermeister Thomas Groll dankte dem Heimat- und Verschönerungsverein für das gezeigte Engagement. Dieser hatte bei der Initiative „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“ der Hessischen Landesregierung einen Antrag auf Förderung gestellt. Im vergangenen Herbst wurde den Mombergern dann ein Betrag von 5.000 Euro bewilligt. Verein und Kommune teilten sich den Restbetrag und stellten jeweils weitere 2.500 Euro zur Verfügung. Dadurch konnten verschiedene Sportgeräte angeschafft werden. Die Konzeption hierfür hatte Vereinsmitglied Michael Stark erstellt. Die Geräte wurden von Mitgliedern des Heimat- und Verschönerungsvereines mit Unterstützung des städtischen Bauhofes in Eigenleistung aufgestellt.
Bürgermeister Thomas Groll gab der Hoffnung Ausdruck, dass der Bewegungsparcours zukünftig rege genutzt werde. Er sei zweifellos eine Aufwertung für das Dorf. Ebenso wie Ortsvorsteher Jörg Grasse dankte der Bürgermeister dem Verein für das gezeigte Engagement. „Der Heimat- und Verschönerungsverein hält nicht nur die Mom- berger Historie wach oder sorgt dafür, dass an verschiedenen Stellen im Ort Blumenkästen aufgestellt werden, sondern richtet den Blick auch klar nach vorn. Eine solche Stätte, wie der Bewegungsparcours, ist ein Angebot für ältere Menschen, aber natürlich auch für jüngere. Hier entsteht somit ein Ort der Zusammenkunft und des Austau
sches“, betonte der Bürgermeister. Auch für die zukünftigen Vorhaben, das Dorfgemeinschaftshaus und den alten Kindergarten zusätzlich mit Leben zu erfüllen und zu einer aktiven Dorfmitte werden zu lassen, sei das Vorhaben sicherlich vorteilhaft. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
Kinder bekommen ein Sonderlob
Stadt Neustadt weihte dritten sanierten Spielplatz ein • 75-prozentige Förderung auf die Investitionen
Die offizielle Einweihung des Spielplatzes „In der Aue“ wurde bei herrlichem Wetter zum Erlebnis für Kinder und Erwachsene mit Märchenerzähler und Livemusik, von Klaus Böttcher
Neustadt. Kinder tollten auf den neuen Spielgeräten, Eltern und Großeltern sowie Anwohner kamen mit Kuchen oder anderen leckeren Sachen, die Erinnerungsfotowand war umlagert, die Liveband „Zores“ machte Musik und eifrige Helfer entfachten das Grillfeuer. Das war am Samstag um 16 Uhr in der Straße „In der Aue“ beim umgebauten und renovierten Spielplatz. Nach kurzen Ansprachen zur Einweihung waren es die Kinder, die das Band zum Spielplatz durchschnitten und dann mit lautem Hallo die herrlichen Spielgeräte besetzten.
Ende der 1960er-, Anfang der 1970er-Jahre hatte die Kauterbachvereinigung den Spielplatz gebaut. Doch mittlerweile war er in die Jahre gekommen und musste erneuert werden. „Kinder bekommen ein Sonderlob“ weiterlesen
Neustädter Mitteilungsblatt
Stadtverordnetenversammlung Dorfentwicklung in Mengsberg, Momberg und Speckswinkel kann starten!
Außerplanmäßig und an ungewohnter Stelle im kleinen Saal des Momberger Dorfgemeinschaftshauses tagte am vergangenen Mittwoch die Stadtverordnetenversammlung. Auf Grund einer Verhinderung von Stadtverordnetenvorsteher Franz. W. Michels wurde die kurzfristig anberaumte Zusammenkunft diesmal von Hans-Gerhard Gatzweiler (SPD) geleitet. Eile war geboten, galt es doch das unter Einbezug der Einwohnerinnen und Einwohner erstellte Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) zu beschließen, das mittlerweile von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank genehmigt worden war. Sie ist für die Bewilligung von Fördermitteln zuständig. Damit können noch vor den Sommerferien erste Schritte für die Beratung von Privatprojekten eingeleitet werden. In einer Rekordzeit von rund 20 Minuten erläuterte Bürgermeister Thomas Groll noch einmal den Grundgedanken des Programms, das die Stadtverordneten anschließend einstimmig verabschiedeten.
Im kleinen Saal des Momberger Dorfgemeinschaftshauses tagte am vergangenen Mittwoch die Stadtverordnetenversammlung.
Im Herbst 2017 wurde die Stadt Neustadt (Hessen) mit ihren Stadtteilen Mengsberg, Momberg und Speckswinkel durch Hessens Umweltministerin Priska Hinz in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes aufgenommen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
Ein Lob auf die Mütter und Väter der Verfassung
Frühere Ministerpräsidentin Lieberknecht sprach in Neustadt
Das historische Rathaus in Neustadt war voll besetzt, als Christine Lieberknecht auf „70 Jahre Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland“ zurückblickte.
von Klaus Böttcher
Neustadt. Schon vor Beginn der Veranstaltung wurden die Besucher auf das Grundgesetz eingestimmt, denn die Präambel zu dem Werk leuchtete von der Leinwand. Für viele Besucher und besonders für die Gastrednerin Christine Lieberknecht war es eine gelungene Einstimmung, als das Trio Semplice zu Beginn das Rennsteig-Lied spielte. Als Thüringerin und Präsidentin des Thüringer Wanderverbandes sang sie gleich begeistert mit. Den musikalischen Rahmen bildeten einmal mehr gekonnt Wilfred Sohn, Michael Dippel und Karl-Joseph Lemmer als das Trio Semplice.
Bevor Neustadts Bürgermeister Thomas Groll wie gewohnt die Hauptperson der Veranstaltung vorstellte, ließ er ein Video einspielen, das recht anschaulich die Entstehung des Grundgesetzes vor 70 Jahren darstellte. Es war am 23. Mai 1949 als der Parlamentarische Rat in Bonn unter dem Vorsitz von Dr. Konrad Adenauer das Grundgesetz verabschiedete. „Ein Lob auf die Mütter und Väter der Verfassung“ weiterlesen

