Schnelle Umwandlung der Neustädter Gesamtschule fraglich Kultusministerium will Dialog
von Michael Rinde
Neustadt. Am Mittwoch hat der hessische Landtag auf Antrag der SPD-Fraktion entschieden, dass sieben Gesamtschulen doch noch die Genehmigung bekommen sollen, ihre Schulform zu wechseln und Integrierte Gesamtschule werden dürfen. Unter diesen sieben Schulen ist auch die Neustädter Gesamtschule (die OP berichtete gestern). Der Wechsel soll jetzt schnellstmöglich, also bis zum Schuljahr 2008 / 2009, geschehen.
Doch offensichtlich lässt sich dieser Landtagsbeschluss nicht so einfach umsetzen, wie es sich die Sozialdemokraten bei der Formulierung ihres Antrags vorgestellt hatten. Im Kultusministerium sehen sich die Sachbearbeiter in allen Fällen vor einer schwierigen Situation: „Auch der hessische Landtag kann uns nicht anweisen, gegen geltendes Recht zu
verstoßen“, sagte Ministeriumssprecherin Susanne Ro-thenhöfer auf OP-Anfrage. Sie verweist auf das Zustandekommen der Entscheidung Ende 2006. Seinerzeit hatte das Ministerium den Schulentwicklungsplan des Kreises im Hinblick auf die Neustädter Gesamtschule nicht genehmigt. Auf Grundlage des hessischen Schulgesetzes erließ die damalige Kultusministerin Karin Wolff einen entsprechenden Erlass. „Dieser Erlass ist nach wie vor rechtskräftig“, erläutert die Ministeriumssprecherin. „Auftrag des Landtags stellt Ministerium vor Probleme“ weiterlesen
Groll will Stadtentwicklungskonze pt
Fachleute stellten Ausschuss Projekt vor Weitere Fördergelder für Stadtsanierung möglich
Neustadt. Um die Stadtentwicklung voranzutreiben, will Thomas Groll einen neuen Weg einschlagen, um in die Reichweite anderer Fördertöpfe zu gelangen.
von Tobias Hirsch
In den vergangenen 24 Jahren hat sich Neustadts Stadtbild stark verändert. Mithilfe des Altstadtsanierungsprogramms wurden öffentliche Gebäude saniert (historisches Rathaus, Haus der Vereine), Freiflächen, Plätze und Straßen neu gestaltet – zuletzt die Marktstraße. Darüber hinaus wurden 34 private Projekte mitfinanziert.
Insgesamt zehn Millionen Euro Fördergelder hat sich das Land das kosten lassen. Ein vielfaches dieser Summe, wurde von privaten Projektträgern aufgebracht. Die Junker-Hansen-Stadt hat von diesem Sanierungsprogramm stark profitiert. Doch dies hat nun ein Ende. Im nächsten Jahr läuft das Förderprogramm aus. Ein Grund für Bürgermeister Thomas Groll (CDU), nach anderen Fördertöpfen Ausschau zu halten, damit die Entwicklung der Stadt nicht stockt. „Wir haben in den 24 Jahren viel erreicht. Allerdings gibt es noch Maßnahmen, die wir in der Folge angehen müssen, damit wir als Stadt vorankommen“, sagte Groll während der Bauausschusssitzung am Dienstagabend. Er betonte „ohne finanzielle Hilfe des Landes wird das nicht zu machen sein“.
Groll liebäugelt daher mit einem neuen Förderprogramm, welches am kommenden Freitag in Frankfurt vorgestellt werden soll. „Aktive Innenstädte und Ortszentren“ lautet der Titel. Für den Neustädter Rathauschef klingt das viel versprechend: „Nach bisherigen Verlautbarungen ist es zugeschnitten auf unsere Problematik“, sagte er. „Groll will Stadtentwicklungskonze pt“ weiterlesen
Region Herrenwald“ auf Ideengeber angewiesen – MNZ
Stadtallendorf und Neustadt gründen am 18. April Verein und setzen dabei auf bürgerlichen Eifer
Stadtallendorf (aws). In rund einer Woche soll im Neustädter Rathaus das Regionalforum der „Region Herrenwald“ aus der Taufe gehoben werden. Dabei soll ein Verein gegründet werden, der Ideen und Projekte auf den Weg bringt. Die Zusammenarbeit beider Städte soll den Folgen des demographischen Wandels begegnen.
Das Waldgebiet Herrenwald verbindet die beiden Städte Neustadt und Stadtallendorf und wurde so zum Namensgeber. Bereits im Mai vergangenen Jahres hatten sich in einer Auftaktveranstaltung die beiden Nachbarn zur „Region Ostkreis“ zusammengeschlossen. Mit der Abgabe eines regionalen Entwicklungskonzeptes im Herbst wurde der Grundstein für die Anerkennung durch das hessische Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz gelegt.
Nach ihrer Anerkennung als förderungswürdige Region im Januar dieses Jahres kommt nun auch die mittlerweile von „Region Ostkreis“ in „Region Herrenwald“ umbenannte Kooperation in den Genuss von Entwicklungsmitteln, die das Projekt „Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ zur Verfügung gestellt hat. Die „Region Herrenwald“ wird mit 1,4 Millionen Euro gefördert werden. „Region Herrenwald“ auf Ideengeber angewiesen – MNZ“ weiterlesen
Neue Region lebt von Ideen der Bürger
Stadtallendorf und Neustadt arbeiten in der Region Herrenwald an Gemeinschaftsprojekten
Stadtallendorf. Bei der Oberhessenschau in Marburg wirbt die noch junge Region Herrenwald erstmals für sich selbst.
von Michael Rinde
Die Verbindungen zwischen den beiden Städten Stadtallendorf und Neustadt wird ein weiteres Mal enger geknüpft. Beide Städte bilden gemeinsam die Region Herrenwald, beide Städte erhoffen sich davon Fördergelder für gemeinsame Projekte. Maximal 1,4 Millionen Euro bis zum Jahr 2013 stünden der Region Herrenwald aus dem Förderprogramm der Europäischen Union „ELER“ zur Verfügung. Von „ELER“ profitieren regionale, städteübergreifende Kooperationen, wie zum Beispiel die Region Herrenwald.
Seit Januar wissen beide Städte, dass sie in das Förderprogramm aufgenommen sind (die OP berichtete). Ihr Konzept für die Arbeit in den nächsten fünf Jahren steht, auch wenn sie noch nicht genau wissen, wofür sie Fördergelder in welcher Höhe bekommen. Denn es existieren noch keine Richtlinien. „Neue Region lebt von Ideen der Bürger“ weiterlesen
Am 16. April ziehen noch einmal Soldaten durch Neustadts Straßen
Die Stadt verabschiedet sich feierlich von der Panzerbrigade 14
Neustadt. 1960 zogen Bundeswehrsoldaten erstmals durch Neustadts Straßen. In gut einer Woche geschieht dies noch einmal, dann allerdings aus betrüblichem Anlass.
von Michael Rinde
Die Truppe hatte sich bereits im vergangenen Oktober öffentlich verabschiedet (die OP berichtete). In der nächsten Woche will die Stadt Neustadt „Auf Wiedersehen“ und „Danke“ sagen. Zum letzten Male ziehen am Mittwoch, 16. April, Soldaten der Panzerbrigade 14 durch Neustadts Innenstadt.
Um 17.15 Uhr startet der Zug an der Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne. Die Soldaten laufen über die Niederkleiner Straße, die Hindenburgstraße und die Marktstraße bis zum Rathaus. Was sich 1960 beim Einzug vollzog, geschieht in der nächsten Woche in umgekehrter Richtung.
Fahnenabordnungen von 15 Neustädter Vereinen und die Bürgerwehr geben den Soldaten der Stabskompanie das Geleit. Auf dem Platz vor dem Verwaltungsgebäude gibt es dann noch einmal einen Appell. Das Heeresmusikkorps II aus Kassel spielt drei Musikstücke, darunter auch noch ein letztes Mal den Brigademarsch.
Gestern warben Neustadts Bürgermeister Thomas Groll und Brigadeführer Oberstleutnant Willi Dechert noch einmal gemeinsam für das Ereignis. Beide hoffen, dass viele Bürger und ehemalige Soldaten der Panzerbrigade 14, die in der Region geblieben sind, zu diesem besonderen Ereignis kommen. Dechert und Groll werden zu den Gästen sprechen. Für die Abschiedszeremonie haben sich Landtags- und Bundestagsabgeordnete, aber auch ranghohe Offiziere angekündigt. Generalmajor Carl Hubertus von Butler, Kommandeur der Division für luftbewegliche Operationen, wird ebenso unter den Gästen sein wie auch General a.D. Günter Kießling. „Am 16. April ziehen noch einmal Soldaten durch Neustadts Straßen“ weiterlesen
Mit Milch den Durchbruch geschafft
Erster Neustädter Erzeugermarkt stand unter dem Motto „Milch“ Groll: „Es war ein Erfolg“
Neustadt. Für die Veranstalter war der erste Erzeugermarkt in Neustadt ein Erfolg. Mehrere hundert Menschen besuchten die Premiere.
von Tobias Hirsch
Mit dem Erzeugermarkt „Treffpunkt Markplatz“ will Bürgermeister Thomas Groll mehr Leben in die Stadt holen. Bei der Premiere am Freitag ist ihm dies gelungen: Zahlreiche Menschen besuchten im Laufe des Tages den Aktionsmarkt auf dem historischen Marktplatz der Junker-Hansen-Stadt. Zur offiziellen Eröffnung gegen 15.30 Uhr tummelten sich zahlreiche Menschen zwischen historischem Rathaus und der katholischen Kirche. Händler boten Handarbeiten, hausgemachte Wurst, Honig, Blumen, Tee, Kaffee, Biokäse und natürlich Milch an – dem Motto des ersten Marktes entsprechend. „Bei jedem Markt soll ein bestimmtes Thema im Mittelpunkt stehen“, sagte Groll. Aus diesem Grund war auch die hessische Milchkönigin Melanie Reuße zugegen. Die 25-Jährige lobte den Markt: „Es ist eine gute Idee, Lebensmittel frisch vom Erzeuger anzubieten. So haben die Kunden die Möglichkeit, sich umfassend darüber zu informieren, was bei ihnen zu Hause auf den Tisch kommt“, sagte sie. Die Kunden nahmen dies gerne in Anspruch. „Ich finde es sehr gut, dass so ein Markt in Neustadt angeboten wird“, sagte eine Besucherin und zeigte ihren mit türkische Süßigkeiten, Blumen und Wurst gefüllten Einkaufskorb. „Mit Milch den Durchbruch geschafft“ weiterlesen
Neustadt macht’s mit Milch – MNZ
Bürgermeister will mit Veranstaltungsreihe den Marktplatz beleben
Neustadt (aws). Um die Wette strahlten gestern Besucher und Veranstalter beim ersten „Treffpunkt Marktplatz“ in Neustadt. Nach dem Nikolausmarkt und dem Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr scheint auch diese neue Veranstaltungsreihe zur Belehung der umgestalteten Innenstadt von Erfolg gekrönt sein.
Sehr erfreut über die beeindruckende Resonanz zeigte sich neben Mitinitiatorin Ingrid Korn vom Fachbereich ländlicher Raum des Landkreises auch Bürgermeister Thomas Groll (CDU], denn schon zu Beginn am frühen Freitagnachmittag belebten viele Besucher den Marktplatz der Junker Hansen Stadt.
Natürlich ist eine solche Freiluftveranstaltung immer von Wetter abhängig, und auch damit haben die Neustädter gestern Glück gehabt.
Seit alters her sind Marktplätze beliebte Treffpunkte. Inmitten der Städte kommen Menschen zusammen, kaufen ein, unterhalten sich und wollen etwas erleben.
Dies wollte auch die Stadt Neustadt aufgreifen und hat mit der Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Marktplatz“ begonnen, die gestern unter dem Thema Milch stand. Eröffnet wurde deshalb der erste Treffpunkt Marktplatz auch von Bürgermeister Thomas Groll gemeinsam mit der hessischen Milchkönigin Melanie Reuße. „Neustadt macht’s mit Milch – MNZ“ weiterlesen
Groll will mehr Engagement von Neustadts Bürgern
Erneute Kritik an der geplanten Kasernenschließung
Neustadt. Das Interesse an der Neustädter Bürgerversammlung am Donnerstagabend war gering, obwohl wichtige Themen anstanden.
von Michael Rinde
Elf Bürger, die politischen Mandatsträger mitgezählt, kamen am Donnerstagabend zur Bürgerversammlung in das Neustädter Rathaus. Bürgermeister Thomas Groll und Stadtverordneten-Vorsteher Norbert Krapp reagierten enttäuscht auf das geringe Interesse.
Am Ende dauerte die Versammlung nur knapp eine Stunde, in der Groll allerdings wichtige Themen, die Neustadt beschäftigen werden, ansprach. Im Vordergrund standen dabei die Stadtentwicklung und die Folgen des Bevölkerungswandels. Laut verlässlicher Prognosen schrumpft Neustadts Bevölkerung bis zum Jahr 2020 um rund 10 Prozent. Groll mahnte erneut, dass bei der Aufarbeitung der Folgen dieser Entwicklung der Einsatz aller Neustädter Bürger gefordert sei. Groll hält es für erforderlich, dass Neustadt in seine Stärken als Wohnstadt weiter investiert, etwa in die Kinderbetreuung. „Groll will mehr Engagement von Neustadts Bürgern“ weiterlesen
Rathauschef will an Baugebieten sparen
Bürgerversammlung in Momberg
von Klaus Böttcher
Momberg. 40 Einwohner kamen zur Bürgerversammlung nach Momberg. Bürgermeister Thomas Groll gab Informationen zu verschiedenen Themen.
Der demografische Wandel beschäftigt derzeit den Bürgermeister. Er versucht bei jeder Gelegenheit die Leute dafür zu sensibilisieren, sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Die Alten werden weniger und die Geburtenrate ist rückläufig, sagte Groll Die Folge seien Leerstände in den alten Ortskernen der Dörfer (die OP berichtete). Die Prognose für Neustadt, und das treffe auch auf Momberg zu, sage aus, dass in 20 Jahren die Bevölkerung um 10 Prozent sinken werde. Dieses Thema sei für Momberg besonders interessant, da der Ort mitten in der Dorferneuerung stehe, betonte Groll. Die Besitzer von leerstehenden Häusern sollen befragt werden, was sie mit den Gebäuden vor hätten. Er stellte klar heraus, dass es in Zukunft so schnell keine neuen Baugebiete geben werde, vielmehr gelte das Prinzip „Innen geht vor Außen“.
Weiterhin gab Groll einen Sachstandsbericht über die Dorferneuerung: Der Kinderspielplatz und der Kirchplatz sowie ein Teil des Dorfgemeinschaftshauses seien fertig. Jetzt gingen die Planungen weiter für den alten Teil des Dorfgemeinschaftshauses, die Umgestaltung des Festplatzes und das Backhaus. „Wir sind nicht Herr des Verfahrens, was das Backhaus angeht“, sagte Groll. In dieser Angelegenheit bestimme der Denkmalschutz. „Rathauschef will an Baugebieten sparen“ weiterlesen
Momberg kämpft mit Leerständen – MNZ
Bürgermeister Groll sieht Zukunft im Ortskern / Neubaugebiet vorerst kein Thema
Neustadt-Momberg (aws). Leerstehende Gebäude werden im Stadtteil Momberg immer mehr zum Problem. In einer Straße mit elf Wohnhäusern leben nur noch drei Menschen.
Rund 40 Momberger waren dazu zusammen mit verschiedenen Kommunalpolitikern in das Bürgerhaus gekommen, um von Bürgermeister Thomas Groll Informationen aus erster Hand zu erhalten. Die Überalterung der Gesellschaft sei maßgeblich verantwortlich für die Leerstände in den alten Ortskernen, so auch in Momberg.
Nach einer Prognose von Thomas Groll wird in Momberg die Bevölkerungszahl in den nächsten 20 Jahren um weitere zehn Prozent sinken. Beim Besuch von Staatssekretär Karl-Winfried Seif hatte sich dieser bei einem Rundgang durch die Ortsmitte persönlich von den Leerstandproblemen überzeugen können. Besonders drastisch ist dabei die Situation in der Arenecke. Die dort vorhandenen elf Wohnhäuser werden zur Zeit noch von drei Personen bewohnt.
Mit Hilfe des Dorferneuerungsprogramms, das noch bis 2012 von der Landesregierung gefördert wird, soll auch dieses Problem mit den Eigentümern von Leerstandsimmobilien angepackt werden. „Momberg kämpft mit Leerständen – MNZ“ weiterlesen

