Statt kleinerer „turnusmäßiger Sanierungsarbeiten“ ist eine umfangreiche Renovierung notwendig

Wer Fachwerkhäuser sein Eigentum nennt, muss stets in ihren Erhalt investieren. 23 000 Euro hatte die Stadt Neustadt für Arbeiten am historischen Rathaus eingeplant – inzwischen ist sie bei 230000 Euro angelangt.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Eine böse Überraschung erlebte die Stadt Neustadt bei den „turnusmäßigen Sanierungsarbeiten“, die sie am historischen Rathaus ausführen wollte (die OP berichtete) – und es wird immer schlimmer. Eigentlich waren nur ein paar Gefache herausgefallen, die es zu reparieren galt. Doch als das Gerüst stand, zeigten sich noch ganz andere Schäden.

Im Nu stiegen die Kosten von einst eingeplanten 23 000 Euro auf 78000 Euro. Inzwischen steht die Schätzung bei rund 230 000 Euro. „Das sollte aber reichen“, betont Bürgermeister Thomas Groll. In diesem Betrag sei noch etwas Luft eingeplant, schließlich tauchten bei der tatsächlichen Umsetzung der Reparaturarbeiten oftmals noch weitere unentdeckte schadhafte Stellen auf. „Statt kleinerer „turnusmäßiger Sanierungsarbeiten“ ist eine umfangreiche Renovierung notwendig“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Seniorenarbeit der VHS ruht in Neustadt zunächst 2017

Leider fanden in den vergangenen Jahren immer weniger Senioren den Weg zu den nachmittäglichen Veranstaltungen der Volkshochschule (Treffpunkt A) ins Haus der Vereine. Dies war für die ehrenamtlich Engagierten und Bürgermeister Groll Anlass, die Situation mehrfach zu besprechen. Gemeinsam kam man überein, diese Form der Seniorenarbeit zunächst in 2017 ruhen zu lassen. Bei der letzten Veranstaltung am 15. November 2016 nutzte Bürgermeister Thomas Groll die Gelegenheit, den ehrenamtlich Engagierten für ihren zum Teil weit über ein Jahrzehnt geleisteten Einsatz zu danken. Die getroffene Entscheidung sei sicher bedauerlich, aber aus der Situation heraus begründet und verständlich. Der Bürgermeister hob hervor, dass die Helferinnen und Helfer in den letzten Jahren mit großem Engagement bei der Sache waren und den Senioren Freude und schöne Stunden bereitet haben. Ebenso wie Karin Lippert von der Volkshochschule Marburg-Biedenkopf überreichte er ihnen ein Geschenk. Sogleich kündigte Groll an, dass in den kommenden Monaten ein Altenhilfekonzept für die Kommune erstellt werde. Dieses wird sich auch mit der Frage beschäftigen, wie es mit der kommunalen Seniorenarbeit weitergehen könne. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Die Werte haben es Eichel angetan

Ministerpräsident a. D. widmete sich in Neustadt dem Thema „70 Jahre Hessische Verfassung“

„Gut, dass wir darüber reden – denn kaum einer liest sie heutzutage noch“, sagte Ministerpräsident a. D. Hans Eichel am Ende seiner Rede über die Hessische Verfassung.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Es war Hessens ehemaligem Ministerpräsidenten während der Gedenkveranstaltung in Neustadt deutlich anzumerken, dass die 70 Jahre alte Verfassung und die darin festgehaltenen Werte es Hans Eichel (SPD) angetan haben. Gleich mehrfach führte er den Inhalt verschiedener Artikel und den Sinn hinter den Worten an, um dann den Vergleich zur heutigen Zeit zu ziehen und herauszustellen, dass die Hessen ihrer eigenen Verfassung oftmals nicht gerecht werden. Dabei reflektierte er auch sein eigenes Handeln als oberster Hesse- Ende des vergangenen Jahrtausends und gestand ein, Fehler gemacht zu haben. „Die Werte haben es Eichel angetan“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Erneuerung der Fensterfassade im großen Saal des DGH Momberg abgeschlossen

Anfang November konnte die Erneuerung der Fensterfassade im großen Saal des Dorfgemeinschaftshauses Momberg abgeschlossen werden.

Die Fenster wurden vor über 30 Jahren eingebaut. Mittlerweile gab es insbesondere aus energetischen Gründen Sanierungsbedarf.

Die Kommune hatte die Maßnahme beim Land Hessen für das Förderprogramm „Energetische Sanierung kommunaler Nichtwohngebäude“ angemeldet.

Für die Realisierung der Maßnahme sind insgesamt 77.500,- Euro angefallen. Die Höhe des Zuschusses beläuft sich auf 21.000,- Euro. Neben der Verwirklichung des baulichen Wärmeschutzes wird auch noch Sonnenschutz (Rollos) eingebaut werden. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neues Glas senkt die Energiekosten

Arbeiten an Gemeinschaftshaus beendet
von Michael Rinde
Momberg. Freudestrahlende Gesichter bei Mombergs Orts¬vorsteher Jörg Grasse und Neustadts Bürgermeister Thomas Groll: Die Arbeiten an der Glas¬fassade des Dorfgemeinschafts¬hauses Momberg sind beendet. Der Bauhof ist derzeit noch da¬mit beschäftigt, die Wasserfüh¬rung vor der Fassade zu erneu¬ern, damit dort nicht im Laufe der Zeit neue Probleme durch Feuchtigkeit entstehen.
Die erneuerte Glasfassade wird die Energiebilanz des Gemein¬schaftshauses nachhaltig ver¬bessern, die vorherigen Fenster waren nach mehr als drei Jahr¬zehnten auch in keinem anspre¬chenden Zustand mehr. Außer¬dem erhalten die Fenster noch Rollos. „Neues Glas senkt die Energiekosten“ weiterlesen

Wenn Flüchtlinge zur Chance werden

Die Ansiedlung von aus ihrer Heimat geflohenen Neubürgern kann Probleme auf dem Land lösen

Wie schafft man es, Flüchtlinge dauerhaft im ländlichen Raum zu halten? Zu diesem Thema machen sich sieben hessische Modellkommunen ihre Gedanken. In Neustadt trafen sie sich zum ersten Erfahrungsaustausch.

von Matthias Mayer

Neustadt. Dr. Martina Schaad von der Hessischen Staatskanzlei erläuterte die Zielsetzung des vom Land mit 300 000 Euro geförderten Programms. Es solle einen Beitrag gegen die schleichende Entvölkerung ländlicher Regionen durch den demografischen Wandel und den damit verbundenen Leerstand in den Orten leisten. Die Ansiedlung von Flüchtlingen müsste als Chance gegen diese negative Entwicklung begriffen werden. Aufgabe der beteiligten Kommunen sei es, in den Jahren 2016 und 2017 innovative Konzepte und Lösungen auszuarbeiten, wie Flüchtlinge, die es zum überwiegenden Teil in die Ballungsräume zieht, im ländlichen Raum gehalten werden können.

Die Landesregierung hat für diese Pionierarbeit bewusst. auf die großen und die kleinen Landkommunen verzichtet und nur mittelgroße Kommunen ausgewählt, die auf der einen l Seite unter der skizzierten Problematik leiden, andererseits eine komplette Infrastruktur für lebenswertes Wohnen Vorhalten. Von den sieben ausgewählten Städten und“ Gemeinden waren fünf in Neustadt vertreten: Neustadt, Ahlheim, Aarbergen, Diemelstadt und Bad Sooden-Allendorf.

Neustadt setzt auf den Förderlotsen

Zentraler Punkt des in Neustadt erarbeiteten Konzepts ist der Förderlotse, für den eine neue Stelle geschaffen wurde. Der führe Flüchtlinge und Institutionen zusammen, bringe den Flüchtlingen die vielfältigen Angebote näher und sei auch bei f der Jobsuche behilflich, wie Bürgermeister Thomas Groll ausführte. Intern habe es Schulungen in der Verwaltung und I den Kitas für den Umgang mit Flüchtlingen und zur Trauma-Bewältigung gegeben. Für den unerlässlichen Spracherwerb bietet die Stadt einen qualifizierten Deutsch-Sprachkurs für bis zu 10 Teilnehmer an, der täglich über vier Stunden geht. Zudem fördere die Stadt den Führerschein-Erwerb oder die Umschreibung von Führerscheinen mit 300 Euro. „Getreu der Devise fördern und fordern müssen sich Interessenten in Form gemeinnütziger Arbeit einbringen“, sagte Thomas Groll. Wie wichtig das Thema ist, zeigt das Beispiel eines Flüchtlings aus Rauschenberg. Der hatte als Fernfahrer Job-Angebote, doch die scheiterten an der Umschreibung seines Lkw-Führerscheins, die mehr als 3 000 Euro kosten sollte.

Zentrum der Neustädter Flüchtlingshilfe ist ein Haus im Herzen der Altstadt, in dem es Räume für die Fahrrad- und die Schneider-Werkstatt sowie für den Deutschunterricht gibt. „Flüchtlinge wissen anfangs die Landkommunen zu schätzen. Sie fühlen sich dort gut aufgehoben und finden günstigen Wohnraum. Beruflich qualifizierte Flüchtlinge sind allerdings schwer zu halten“, berichtete Groll unter Hinweis auf fehlende Arbeitsplätze in der Region. Der Mangel gelte auch für weniger qualifizierte Jobs. Oft könne die Stadt nur Praktika- Plätze vermitteln, die keine Perspektive für ein dauerhaftes Verbleiben böten, schilderte Thomas Groll das größte Problem aus Sicht der Stadt Neustadt.

Groll: Ohne Flüchtlinge wird das Leben teurer

Mit diesem Problem hat Diemelstadt nicht zu kämpfen. Bürgermeister Elmar Schröder berichtete von Jobs in seiner Stadt, die jedermann innerhalb von fünf Minuten erlernen könne.

Ein Problem habe er mit Flüchtlingen, die die Annahme solcher Arbeitsplätze verweigerten.

Alle fünf Kommunen zeigten sich davon überzeugt, dass ihre Bürger das Ziel, Flüchtlinge langfristig an ihre neue Heimat zu binden, akzeptieren würden. Thomas Groll sprach für Neustadt von 150 bis 200 Personen, die sich mit Bleibeperspektive in Neustadt niedergelassen haben. „Deren Integration halte ich in der Kernstadt mit 6 000 Einwohnern für leistbar“, sagte das Stadtoberhaupt. Und er verdeutlichte, wie teuer die Neustädter der Abzug ihrer neuen Mitbewohner käme. Ohne die Flüchtlinge hätte Neustadt ein Bevölkerungsminus vom 100 Einwohnern. Das wirke sich negativ auf die Schlüsselzuweisungen des Landes und verschiedenste von den Bürgern zu tragenden Gebühren und auf den Leerstand aus. Die Neustädterin Simona Lison warb für Begegnungen und einen breiten Dialog zwischen Bürgern und Flüchtlingen. Der Gewinn der Vielfalt sei zu betonen.

Die Werkstätten in der Marktstraße sind wichtiger Anlaufpunkt für die in Neustadt ansässigen Flüchtlinge.

Neustädter Mitteilungsblatt

Förderverein und Elternbeirat investieren 14.000,- Euro im Kindergarten „Regenbogen“ – drei „zweite Ebenen“ geschaffen

Kürzlich konnten der Förderverein für die Kindertagesstätte „Regenbogen“ und der Elternbeirat an Einrichtungsleiterin Claudia Orth und Bürgermeister Thomas Groll drei „zweite Ebenen“ übergeben. Diese wurden in drei der vier Gruppen eingebaut. Damit bestehen für die Kinder zusätzliche Spielmöglichkeiten. Die Kleinen nehmen das neue Angebot bereits mit Begeisterung an, wovon sich neben Orth und Groll auch Michael Ringleb, Elke Metz und Nadine Krapp vom Förderverein überzeugen konnten. Förderverein und Elternbeirat haben hierfür über mehrere Jahre 14.000,- Euro angespart und nun investiert. Claudia Orth und Thomas Groll sagten hierfür ein herzliches Wort des Dankes. Beide hoben hervor, dass sich der Förderverein und der Elternbeirat immer wieder tatkräftig für die Kindertagesstätte „Regenbogen“ engagieren. Der seit 2010 bestehende Förderverein hat bereits viele Anschaffungen ermöglicht, die die Kommune alleine nicht hätte tätigen können. Der Bürgermeister bezeichnete das Wirken der Eltern und „Freunde“ der Kindertagesstätte als vorbildlich. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Eine Arbeit für die Zukunft

Stadt Neustadt erhält Kreiszuschuss für Altenhilfe-Konzept

Die Stadt Neustadt arbeitet an einem Konzept für die Altenhilfe. Dafür gibt es finanzielle Hilfe vom Landkreis.

Neustadt. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf unterstützt mit einem Förderzuschuss von 7000 Euro aus seinem Programm „Förderung lokaler Bausteine für ein gutes Leben im Alter“ die Stadt Neustadt beim Aufbau nachhaltiger Konzepte für die Altenhilfe. Landrätin Kirsten Fründt (SPD) überreichte im Landratsamt einen entsprechenden Bescheid an den Neustädter Bürgermeister Thomas Groll (CDU).

Neustadt ist die erste Kommune, die der Landkreis in dieser Weise fördert. Die Stadt Neustadt hatte im Vorfeld in Abstimmung mit der Stabsstelle Altenhilfe beim Kreis ein entsprechendes Konzept erarbeitet. Einbezogen in das Bewilligungsverfahren waren Vertreter des Kreisseniorenrates und der AG Altenhilfe mit Vertretern verschiedener Parteien. Bereits die ersten Vorüberlegungen der Stadt Neustadt zeigten, dass sich die Stadt intensiv mit den Fragen zum Leben im Alter beschäftige, erklärte Fründt. „Der demografische Wandel ist eine besondere Herausforderung für die Stadt Neustadt. Deshalb möchten wir dabei einen besonderen Blick auf unsere älteren Mitbürger richten“, sagte Groll. „Eine Arbeit für die Zukunft“ weiterlesen

Gasversorger sieht Handlungsbedarf

Erneute Arbeiten an Leitung in der Hindenburgstraße in Neustadt notwendig

Erst im April war die Hindenburgstraße in Neustadt nach fast zweijähriger Sperrung wieder für den Verkehr freigegeben worden.

von Michael Rinde

Neustadt. Anfang der Woche hatte ein Bauunternehmen die Überprüfung von drei Hausanschlüssen an der Gasleitung begonnen und dafür die Straße stellenweise per Ampel halbseitig sperren müssen.

Die „EnergieNetz Mitte“ als Gasversorger in Neustadt hat nach der Überprüfung der Leitungen in der Hindenburgstraße „Verbesserungsbedarf gesehen“, wie es ein Unternehmenssprecher der für den Netzbetrieb verantwortlichen EAM gestern gegenüber der OP ausdrückte. Er betonte, dass von der Leitung und deren Lage im Boden keinerlei Gefahr ausgegangen sei und ausgehe.

Dennoch hat sich die EAM nach der Freilegung und Überprüfung der drei Gasanschlüsse entschieden, zu handeln. Bereits Anfang nächster Woche solle es entsprechende Abstimmungen und einen Beginn der Arbeiten geben, erklärt das Unternehmen EnergieNetz Mitte. Konkret bedeutet das, dass die Gasleitung auf einer Länge von 50 Metern aus der Straße genommen und in den Gehweg verlegt werden soll. Die alten Hausanschlüsse werden nach Ende der Arbeiten dann stillgelegt. „Gasversorger sieht Handlungsbedarf“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Rotkäppchenwoche 2017

Vom 23. bis 30. Juli 2017 findet die kommende Rotkäppchenwoche statt.

Alljährlich lädt die touristische Arbeitsgemeinschaft „Rotkäppchenland“, bestehend aus 17 Kommunen aus vier Landkreisen, Einheimische und Gäste zu einer solchen Themenwoche „rund ums Rotkäppchen“ ein.

Eröffnet wird die Rotkäppchenwoche 2017 wieder einmal in Neustadt (Hessen). Der Vorstand der TAG „Rotkäppchenland“ hat dies auf seiner letzten Sitzung beschlossen. Geschäftsführerin Heidrun Englisch hob hervor, dass die Stadt Neustadt immer als ein hervorragender Gastgeber aufgetreten sei und man daher gerne wieder einmal an den Wallgraben-Pavillon im Bürgerpark komme. Der Rotkäppchentag 2017 findet dann am 30. Juli 2017 in der Nachbarkommune Willingshausen statt. Als besondere Attraktion gibt es dort eine große Ubbelohde-Ausstellung. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen