Arbeitsgemeinschaft bringt zum ersten Mal einen Foto-Kalender heraus
Es ist 1942, mitten im Krieg. Auf einem Feld bei Speckswinkel knien Frauen mit Kopftuch und Arbeitstracht und graben Kartoffeln aus.
von Nadine Weigel
Speckswinkel. Diese Szenerie ist auf dem Foto der September-Seite des Dorfkalenders zu sehen, den der „Arbeitskreis Heimatkalender“ gestaltet hat. Es ist das erste Mal, das die Mitglieder einen Wandkalender mit Fotos aus dem Neustädter Stadtteil entworfen haben.
An Erfahrung mangelt es dem Arbeitskreis jedoch nicht. Seit 1994 bringen die Mitglieder jährlich einen Heimatkalender heraus. Seit Samstag ist auch der für das Jahr 2009 erhältlich. „Wir haben wieder interessante Dinge zusammengetragen“, verspricht Anita Ochs, Vorsitzende des Arbeitskreises. In dem Büchlein klären die Autoren zum Beispiel auf, dass die Speckswinkler Kirche nach dem heiligen Nikolaus benannt ist. Dazu berichten zwei Speckswinkler Frauen über ihre Wanderung auf dem Elisabethpfad. Auch allerhand Rezepte gibt es in dem Büchlein zu entdecken.
„Zudem ist ein Kalender angehängt, in dem die runden Geburtstage aller Bürger über 70 Jahren eingetragen sind“, erklärt Ochs. Auch der Verstorbenen wird mit einer kurzen Vita gedacht. „Speckswinkler halten Dorfgeschichte am Leben“ weiterlesen
Weihnachtliches zum Anfassen und Erleben
Zweiter Neustädter Nikolausmarkt begeisterte Jung und Alt 64 Stände und eine lebende Krippe luden zum Verweilen ein
von Nadine Weigel
Neustadt. Der zweite Nikolausmarkt in Neustadt war ein Tag zum Anfassen und Erleben. Vor allem die kleinen Besucher hatten große Freude, die Tiere der lebenden Krippe zu streicheln. Die vierjährige Nina Ubrich war mit ihrer Tante aus Homberg gekommen, weil es „in Homberg so etwas Schönes nicht gibt.“
Doch nicht nur die Tiere machten aus der weihnachtlichen Krippe eine „lebende“. Jugendliche aus Neustadt hatten sich freiwillig dazu bereiterklärt, die Weihnachtsgeschichte darzustellen. So standen sie in goldene Gewänder gehüllt, mit Turbanen auf den Köpfen in der Holzhütte vor dem Rathaus. Auch Josef und Maria waren mit dabei, nur das kleine Jesuskind in der Krippe war nicht echt, sondern eine Puppe.
Begleitet von Junker Hans mit zwei Burgfräuleins begrüßte Bürgermeister Thomas Groll die Gäste. „Mit dem zweiten Nikolausmarkt möchten wir gern eine Tradition einläuten“, sagte Groll. „Weihnachtliches zum Anfassen und Erleben“ weiterlesen
Neustädter Mitteilungsblatt
„RotkäppchenCard“ – eine Chance für die Region
Bürgermeister lud Gewerbetreibende zu Gespräch ein
Am 25. November 2008 waren rd. 30 Gewerbetreibende aus Neustadt und den Stadtteilen einer Einladung von Bürgermeister Thomas Groll zu einem Informationsgespräch gefolgt. Zu Beginn der Unterredung stellten Ernst George, Rainer Gimpel, Ralf Walck und Gudrun Dötenbier vom Verein RotkäppchenCard e. V. die so genannte „RotkäppchenCard“ mit Hilfe eines Powerpoint-Vortrages näher vor. Diese Bonuskarte wird seit 2005 erfolgreich von Gewerbetreibenden im Altkreis Ziegenhain angeboten. Bis heute sind etwa 10.000 Karten ausgegeben. Auch über 600 Kunden aus unserer Stadt verfügen bereits über diese Rabattkarte. Nach den Worten von Ernst George trägt die RotkäppchenCard zur Kundenbindung und Umsatzsteigerung für die beteiligten Geschäfte bei. Ziel des Projektes sei es, Kaufkraft in der Region zu binden. Inzwischen gibt es über 70 Akzeptanzstellen im Altkreis Ziegenhain. Man sei nun bestrebt, auch umliegende Kommunen in das System einzubinden. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
EU fördert neuen Arbeitsplatz
Neustädter Unternehmer Stefan Sack erhält 11 000 Euro
Erstmals übergab Neustadts Bürgermeister Thomas Groll als Vorsitzender der im April gegründeten „Region Herrenwald“ einen Förderbescheid.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Im April hatten sich Neustadt und Stadtallendorf zur „Region Herrenwald“ zusammengeschlossen, um durch die interkommunale Zusammenarbeit gemeinsam Projekte anzukurbeln und die Voraussetzungen für eine Förderung durch die Europäische Union (EU) zu schaffen.
Nicht nur die Kommunen können von den Möglichkeiten profitieren, auch Gewerbetreibende und Vereine können in den Genuss von Förderungen kommen. Jetzt war es so weit: Vorsitzender Thomas Groll übergab einen Förderbetrag über 11000 Euro an Stefan Sack, der in Neustadt das Unternehmen „Computer Stick Service“ betreibt. Und auch das Interkommunale kommt nicht zu kurz: Sack wohnt in Stadtallendorf.
Er schafft durch den Kauf einer neuen Maschine einen Arbeitsplatz – und so fördert die EU diese Anschaffung mit einem Zuschuss in Höhe von 30 Prozent. Larsen Bergemann unterstützt Sack ab sofort in dessen Betrieb und widmet sich vornehmlich dem neuen Flachbettdrucker, mit denen Hartwaren wie Spiegel/Glas oder Holz mit einer maximalen Größe von DIN A3 bedruckt werden können. „EU fördert neuen Arbeitsplatz“ weiterlesen
Groll sieht Zukunft im Wald – MNZ
Neustadt lässt Stadtwald nach Sturmschäden aufforsten
Neustadt (aws). Aufforstung im großen Stil nimmt derzeit die Stadt Neustadt im Stadtwald und in den Waldflächen der Stadtteile. Der Sturm Kyrill im Januar 2007 und das Unwetter vom 30. Mai diesen Jahres haben deutliche Spuren in den Wäldern von Neustadt hinterlassen. Vor allem im Kohlbacher Holz, im Bereich der Ottermühle und am Dreiherren Stein sind erhebliche Lücken in den Waldbestand gerissen worden.
Diese insgesamt rund 15 Hektar großen Freiflächen gilt es nun nach der Aufarbeitung der umgestürzten Bäume durch entsprechende Aufforstungsmaßnahmen wieder zu schließen. Etwa 15 000 Setzlinge, zum größten Teil Eichen, Hainbuchen, Ahorn und Douglasien, werden derzeit gepflanzt.
Die Kosten von rund zwei Euro pro Pflanze, darin eingeschlossen ist auch die Pflanzarbeit, werden durch den Holzverkauf beglichen.
Alle Pflanzen werden mit einem Drahtgeflecht, der sogenannten Fegeschutzspirale versehen. Dieser soll Wildverbiss an den Jungpflanzen verhindern helfen. Viel Arbeit für den selbständigen Unternehmer Daniel Baron, der zusammen mit dem städtischen Bediensteten Jürgen Henrich die Pflanzungen durchführt. „Groll sieht Zukunft im Wald – MNZ“ weiterlesen
Feuerwehren erhalten Hohlstrahlrohre
Neustadts Kameraden können durch neue Aufsätze das Löschwasser besser dosieren
Die Sparkassenversicherung Hessen-Thüringen stattete die vier Wehren der Stadt Neustadt mit jeweils einem Hohlstrahlrohr aus.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Mit den Hohlstrahlrohren sind wir wesentlich flexibler“, freut sich Arno Sack, der stellvertretende Stadtbrandinspektor Neustadts. Durch die Aufsätze können die Kameraden das Wasser besser dosieren und gezielter einsetzen. „Durch die Spende sind die Wehren im Einsatzfall bestens für den Innenangriff gerüstet. Durch den gezielten Einsatz können hohe Wasserschäden vermieden werden“, ergänzt Bürgermeister Thomas Groll.
„Hohlstrahlrohe sind wesentlich moderner als die normalen Strahlrohre“, sagt Sack. Zwar hätten einige Wehren bereits solche Aufsätze: „Aber je mehr Trupps ausgerüstet sind, desto besser.“ Die Wehrführer Wolfram Streichert (Neustadt Mitte) und Marco Ochs (Mengsberg) sowie der stellvertretende Wehrführer von Momberg, Michael Schmitt, nahmen die Aufsätze entgegen. Der Wehrführer aus Speckswinkel war verhindert.
„Man merkt, dass die Arbeit von Feuerwehren wieder mehr gewürdigt wird. Eine Zeit lang wurden Wehren recht stiefmütterlich behandelt“, fügt Marco Ochs hinzu. Im Entwurf des Haushaltsplans 2009 plant die Stadt Neustadt die Anschaffung eines neuen Rettungssatzes mit Spreitzer und Schere, mit denen die Kameraden Unfallopfer aus ihren Autowracks befreien. Ab 2011 müsse man sich mit dem Thema Einsatzfahrzeuge beschäftigen. Es sei dann wohl an der Zeit, über Ersatz nachzudenken, betont Groll.
Neustädter Mitteilungsblatt
IGS heißt nicht nur Tapetenwechsel sondern Totalrenovierung
So äußerte sich sinngemäß ein Elternteil auf der Informationsveranstaltung der Gesamtschule am Mittwochabend, 19. November 2008 in der Waldschule. Wegen des starken Andrangs – ungefähr 140 Eltern waren erschienen – musste der Tagungsort allerdings vorher vom Musiksaal in die Turnhalle verlegt werden. Nicht nur aus Neustadt, sondern auch von den umliegenden Orten waren interessierte Eltern erschienen, um sich über das Konzept der ab dem Schuljahr 2009/2010 zunächst für die kommenden fünften Klassen einzurichtenden Integrierten Gesamtschule informieren zu lassen. Dafür standen das Schulleitungsteam mit Hartmut Boß, dem stellvertretenden Schulleiter Volker Schmidt, der Grundstufenleiterin Sandra Claar, sowie die zukünftigen Klassenlehrer und Co-Kassenlehrer zur Verfügung: Gritt Adam und Steffen Wanke, Carmen Fütterer und Stefan Seibert, Ursula Lembach und Monika Holzhausen.
Die Vorstellung der allgemeinen Konzeption (s. Schaubild) wurde ergänzt durch konkrete Unterrichtsbeispiele aus den Fächern Deutsch, Mathematik, zweite Fremdsprache, Politik und Wirtschaft. Neue Elemente der zukünftigen IGS wie Binnendifferenzierung, Stütz- und Neigungskurse, Talentförderung, doppelte Klassenleitung wurden erläutert. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
Neustadt will Gebühren erhöhen – MNZ
Wasser, Abwasser, Friedhöfe und Bürgerhäuser sollen 2009 teurer werden
Von Alfons Wieber (0 64 28) 44 88 40 redaktion.mnz@mittelhessen.de
Neustadt: Friedhofs- Wasser- und Abwassergebühren sollen im kommenden Jahr in Neustadt steigen. Auch die Gebührenschraube für die Nutzung von Gemeinschaftseinrichtungen wie Bürgerhaus und Grillhütte soll angezogen werden. Entsprechende Anträge legte der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vor. Der Beschluss steht noch aus.
Seit zehn Jahren erhebt Neustadt im Bereich der Wasserversorgung die gleiche Zählergrundgebühr. Sie beträgt 3,88 Euro pro Monat und Wasserzähler. In zwei Schritten soll nun die Grundgebühr bei der Zählergröße QN 2,5 angehoben werden: ab 2009 auf 5,35 Euro und ab 2010 auf 6,42 Euro pro Monat und Zähler.
Der Grund: Die Kommune verzeichnete bei der Wasserversorgung ein Defizit von rund 70 000 Euro. Das Defizit war nach Angaben von Bürgermeister Thomas Groll (CDU) vor allem durch die gesunkene Abnahmemenge entstanden. Außerdem werde der Zweckverband Mittelhessische Abwasserwerke (ZMW) die Kosten von vier Euro auf zukünftig 4,70 Euro pro Kubikmeter Abwasser anheben.
Auch bei der Unterhaltung der Gemeinschaftseinrichtungen schreibt die Stadt rote Zahlen. Deswegen sollen die Benutzungsgebühren für Dorfgemeinschaftshäuser und den Speckswinkler Zollhof um rund 50 Prozent steigen.
„Trotz alledem werden wir mit 125 Euro für die ganztägige Nutzung des jeweils großen Saales, zu dem dann noch die Verbrauchskostenpauschale von 30 Euro gerechnet wird, deutlich günstiger als andere Kommunen sein“, betonte Groll. „Neustadt will Gebühren erhöhen – MNZ“ weiterlesen
Bestattungen verändern sich – MNZ
Am Wochenende ist Neustadts erste Urnenwand eingeweiht worden
Von Alfons Wieber (0 64 28) 44 88 40 redaktion. mnz@ mittelhessen .de
Neustadt. In einer ökumenischen Andacht haben die evangelische Pfarrerin Kerstin Kandizora und der katholische Pfarrer Arnulf Hummel an diesem Wochenende die Urnenwand auf dem Friedhof in Neustadt eingeweiht. Die Nischen werden ab dem kommenden Jahr belegt.
„Die Form, in der wir liebe Menschen bestatten, hat sich verändert. Es gibt heute viele Möglichkeiten, sei es eine Erdbestattung oder ein Urnengrab, ein Baum in einem Friedwald oder eben jetzt diese Urnenwand“, sagte Pfarrerin Kandizora in ihrer Predigt.
■ Katholische Kirche hat Urnen erst 1964 zugelassen
Urnenbestattungen waren früher für die meisten Menschen undenkbar. Diese Bestattungsform ist früher meist von nichtreligiösen Menschen und Freidenkern gewählt worden.
Die katholische Kirche ließ erst im Zweiten Vatikanischen Konzil 1964 die Urnenbeisetzung als eine zur Erdbestattung gleichberechtigte Bestattungsform zu.
„ Wir haben auf die massiven Wünsche aus der Bevölkerung reagiert und einer veränderten Bestattungskultur Rechnung getragen. Dieser Ort soll eine würdige Bestattung der Toten ermöglichen und den Hinterbliebenen eine Stätte der Erinnerung sein“, erklärte Bürgermeister Thomas Groll (CDU). Das Interesse an der Urnenwand ist da. Zahlreiche Neustädter wohnten der festlichen Weihe am Wochenende bei. „Bestattungen verändern sich – MNZ“ weiterlesen
Groll plant eine Forst-Rücklage
Sturmschäden spülen Geld in die Stadtkasse
In Neustadts Wäldern beginnt die Aufforstung: Revierförster Klaus Schild von Hessen-Forst kündigt die Pflanzung von 15000 Bäumen im Kohlbacherholz und im Wald bei Momberg an.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Rund 15 Hektar Freifläche wollen die Neustädter wieder aufforsten – schließlich hatten die Stürme „Kyrill“ und „Emma“ große Schäden angerichtet: Allein in diesem Jahr wurden rund 14 000 Festmeter Holz eingeschlagen – durchschnittlich sind es sonst nur rund 7 000 Festmeter – zudem liegen noch 2 500 Festmeter im Wald und warten auf die Aufarbeitung.
Entsprechend macht die Stadt mehr Einnahmen als erwartet: die Neustädter rechneten im Haushalt mit 280 000 Euro, es läuft aber auf rund 600 000 Euro hinaus. Zwar sind auch die Holzwerbungskosten gestiegen, doch die Stadt rechnet mit einem deutlichen Überschuss. Bürgermeister Thomas Groll will nun eine Forstrücklage schaffen „Ich werde dem Magistrat raten, aus dem Gewinn 50 000 Euro zurückzulegen.“ Grund sei, dass in den kommenden Jahren aufgrund der Marktsituation nicht mit großen Überschüssen zu rechnen sei. „Groll plant eine Forst-Rücklage“ weiterlesen

