Eine Bürgerhilfe für Neustadt

Mardorfer Experten haben ihre Unterstützung angeboten
Svetlana Nerenberg ist als Koordinatorin des Projektes „Älterwerden in Neustadt“ zuständig – ein Projekt, das aus dem Altenhilfekonzept resultiert.
Neustadt. Svetlana Nerenberg ist in Neustadt keine Unbekannte: Seit September 2016 ist sie für den Verein bsj als Quartiersmanagerin im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“ tätig. Nun hat sie eine weitere Aufgabe: In den nächsten Monaten will sie engagierte Menschen finden, die sich für die Belange von Senioren, kranken und behinderten Menschen sowie Familien und Alleinerziehenden, die Unterstützung benötigen, einsetzen.
„Demografischer Wandel, schrumpfende Einwohnerzahlen, Trend zu Singlehaushalten, problematische Aufrechterhaltung öffentlicher Infrastrukturen wie Gesundheit und Pflege, Einkäufen und Kultur – ich denke es ist Zeit für ein Umdenken in unserer Gesellschaft“, sagt sie und betont, dass alle Menschen mehr Verantwortung für ihre Mitmenschen übernehmen sollten. Insofern hält sie eine Bürgerhilfe für Neustadt für sinnvoll. Christina Stettin, Koordinationskraft vom Bürger
verein „Leben und Altwerden in Mardorf und Umgebung“ habe Bereitschaft signalisiert, die Neustädter dabei zu unterstützen. Nun sucht Nerenberg Freiwillige, die sich ein Engagement beim Aufbau einer Bürgerhilfe vorstellen können und bereit sind, „mitzudenken, mitzumachen und mitzugestalten“. All jenen, die sagen, dass ein solches Projekt in der Stadt nicht gebraucht werde, weil die Menschen gut vernetzt seien, gibt sie mit auf den Weg: „Dass Ihr soziales Umfeld intakt ist, finde ich Klasse! Doch leider geht es nicht allen Menschen so.“ Einkäufen, kochen, Unterstützung bei Arztbesuchen, Fahrdienste – die Möglichkeiten, sich für die Mitmenschen einzusetzen, sind vielfältig. Und der Dank der Menschen sowie das eigene Gefühl, etwas Sinnvolles getan zu haben, sind unvergleichbar – das haben zumindest Mardorfer Bürgerhelfer im Gespräch mit dieser Zeitung erklärt. Das Mitmachen lohnt sich also – für die Helfer und vor allem für die Mitmenschen, denen geholfen wird.

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