Regierungspräsidium versetzt Windenergie-Plänen harte Schläge
Das Regierungspräsidium hat aufgrund von Berechnungen die Flächen zusammengestrichen, die für Windenergieanlagen geeignet sind. „Wir haben Messwerte“, kontert Bürgermeister Thomas Groll.
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von Florian Lerchbacher
Neustadt. Seit einigen Monaten laufen in Stadtallendorf und Neustadt die Überlegungen, am Krückeberg in interkommunaler Zusammenarbeit sechs Windräder aufzustellen und die Bürger zu beteiligen. Diesen Plänen macht der neue Teilregionalplan Energie, den das Regierungspräsidium (RP) in der vergangenen Woche präsentierte, einen Strich durch die Rechnung. Alle Flächen mit einer Windgeschwindigkeit von 5,75 Metern – ursprünglich lag die Mindestgeschwindigkeit bei 5,5 Metern – fielen heraus. Der Plan basiere auf Berechnungen des TÜV. Den Städten lägen aber tatsächliche Messwerte vor: Die Windgeschwindigkeit liege am Krückeberg zwischen 6,2 und 6,5 Metern pro Sekunde, betont Neustadts Bürgermeister Thomas Groll und fügt hinzu: „Ich gehe mal stark davon aus, dass nur wenige Meter weiter südlich die gleichen Voraussetzungen herrschen.“
Gemeinsam mit seinem Stadtallendorfer Amtskollegen Christian Somogyi will er sich dafür einsetzen, dass das Regierungspräsidium die Fläche wieder im Plan aufnimmt. Dafür gebe es neben der ausreichenden Windgeschwindigkeit mehrere Gründe: „Das Projekt soll in interkommunaler Zusammenarbeit entstehen. Zudem wird dort früher oder später die Autobahn entlangführen.“ „Neustadt kämpft mit starkem Gegenwind“ weiterlesen
Neustädter Mitteilungsblatt
Pfarrer Arnulf Hummel wurde mit großem Bahnhof in Neustadt verabschiedet
Liebevolle Worte, lustige Geschichten, Musik und Gesang, Balsam für einen Seelsorger der besonderen Art
Pfarrer Arnulf Hummel hat sich nach 21 Jahren seelsorgerischer Tätigkeit in Neustadt und vier Jahren in Momberg in den (Un)Ruhestand versetzen lassen. Er wird jetzt in der Hessischen Rhön seinen Lebensabend verbringen. Neben Wandern und Lesen wird er auch noch priesterliche Aufgaben wahrnehmen.
Das Abschiedsfest, organisiert von der Frauengemeinschaft St. Maria, der Kolpingfamilie Neustadt, den Messdienern und dem Pfarrgemeinderat begann mit einem Dankgottesdienst in seiner Wirkungsstätte, der Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit zu Neustadt.
Den Gottesdienst in der vollbesetzten Kirche gestaltete Pfarrer Hummel mit seinen Amtskollegen Pfarrer Michael Brüne aus Treysa, Pfarrer Diethelm Vogel aus Stadtallendorf, Pfarrer Josef Schlitt, gebürtig aus Neustadt, Pfarrer Karl-Josef Aschenbach, Diakon Stefan Weigand und dem Domkapitular Rudolf Hofmann. Letzterer hielt auch die Predigt.
Anschließend fand rund um die Kirche und im Pfarrhof das Pfarrfest mit gemeinsamem Mittagessen und Kaffeetrinken statt. Aktionen für die Kinder und Jugendlichen gehörten dazu. Am Nachmittag konnten im Beisein von vielen Gästen Abschiedsreden gehalten werden. Bürgermeister Thomas Groll ergriff zuerst das Wort. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
Ein ehrlicher und fröhlicher Pfarrer geht
Neustädter Katholiken verabschiedeten sich nach 21 Jahren von Arnulf Hummel Ruhestand in der Rhön
Pfarrer Arnulf Hummel feierte am Sonntag zum letzten Mal den Gemeindegottedienst in der Neustädter Trinitatis-Kirche, die den Andrang der Gläubigen kaum fassen konnte.
von Alfons Wieber
Neustadt. Eingebettet in das Pfarrfest verabschiedete sich die Gemeinde in einem Dankgottesdienst von dem äußerst beliebten Seelsorger. Der zelebrierte die heilige Messe gemeinsam mit seinen Amtsbrüdern Pfarrer Diethelm Vogel, Pfarrer Karl Josef Aschenbach, Pfarrer Michael Brüne, Pfarrer Josef Schritt, Diakon Stefan Wei-gand und Domkapitular Rudolf Hofmann. „Rudolf ist eine Minute länger Priester als ich, weil Hofmann im Alphabet vor Hummel kommt“, begrüßte Hummel seinen ehemaligen Studienkollegen ganz besonders herzlich.
Hofmann, dem die Zeremonie sichtlich nah ging und dem es nicht leicht fiel, für seinen Freund die richtigen Worte zu finden, hielt auch die Festpredigt. Darin bezeichnete er Hummel als einem Menschen, der sich zuerst durch seine unheimliche Ehrlichkeit und seine ansteckende Fröhlichkeit und Freundlichkeit auszeichne. „Was er denkt, das sagt er und was er sagt das tut er“, betonte Hofmann. „Ein ehrlicher und fröhlicher Pfarrer geht“ weiterlesen
Bonifatius-Statue strahlt in frischem Glanz
Ehrenamtliche Renovierungsarbeiten in Mombergs Mitte
Pünktlich zum Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag sind die Arbeiten Statue des heiligen Bonifatius in Momberg abgeschlossen.
von Timo Stark
Momberg. „Heiliger Bonifatius, Apostel der Deutschen, bitte für uns!“, so steht es auf dem Sockel der Bonifatius-Statue in der ehemaligen Mitte von Momberg an der Hauptstraße. Die Momberger Ahnen hatten diesen Ort bereits mit der Errichtung eines Kapellchens zu Ehren der Mutter Gottes hervorgehoben. An dessen Platz ließ die Gemeinde Momberg 1903 die Bonifatius-Statue im neoromanischen Stil errichten.
Lehrer Schmitt schreibt in der Schulchronik über die Einweihung: „Am Kirchweihfeste des Jahres 1903 wurde die seitens der Gemeinde aufgestellte, von Bildhauer Fleck in Fulda zum Preis von 800 Mark gelieferte, schöne Bonifatiusstatue feierlich eingeweiht. Unter den Klängen des Liedes „Wie heilig hast du Gottesfreund“ zog die Gemeinde nach dem Denkmal.“ „Bonifatius-Statue strahlt in frischem Glanz“ weiterlesen
Neustadts Eltern sollen mutiger werden
Stadtjugendpflege bot erstmals ein ausführliches Sommerprogramm an Kanufreizeit kam gut an Zwei Aktionen fiel
Stadtjugendpfleger Sebastian Habura und seine Mitarbeiterin Annika Leineweber mussten im Vorfeld des Sommerprogramms einige Überzeugungsarbeit leisten – doch das sollte sich lohnen.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Aktionen mit Übernachtungen haben in Neustadt eigentlich keine Tradition“, erklärt Stadtjugendpfleger Sebastian Habura die Zurückhaltung zahlreicher Eltern, die ihre Kinder zunächst nicht an einer Kanutour teilnehmen lassen wollten. Doch er und Mitarbeiterin Annika Leineweber suchten immer wieder den Kontakt zu den Eltern, berichteten über vergangene Touren, sprachen über Gefahren und Sicherheitsvorkehrungen und überzeugten sie, dass auf die Kinder gut aufgepasst werde. Letztendlich durften vier Jungs und fünf Mädchen im Alter von 11 bis 18 Jahren mit auf die viertägige Fahrt, kamen gesund wieder nach Hause und berichteten von einer „tollen Tour“. „Kanufahren, zelten, kochen – eigentlich hat alles Spaß gemacht“, sagt die zwölfjährige Katharina Mutze. „Es war auch mit den älteren Teilnehmern sehr lustig“, ergänzt Sophia Stripling (11) und spricht dem Stadtjugendpfleger aus dem Herzen: „Ziel war es, Freizeitaktivitäten anzubieten aber auch soziale Kompetenzen zu vermitteln -die ältere Teilnehmer sollten zum Beispiel mehr Verantwortung tragen, die jüngeren aber auch merken, dass sie ebenfalls ihren Beitrag zum Gelingen leisten müssen.“
Anrufe zur Beruhigung „Neustadts Eltern sollen mutiger werden“ weiterlesen
Neustädter Mitteilungsblatt
Ferienspiele in Mengsberg unter dem Motto „Wir l(i)eben Mengsberg” in Verbindung mit dem Erwerb eines Ernährungsführerscheines
Auch in diesem Jahr nahmen wieder 33 Kinder an den jährlich stattfindenden Ferienspielen in Mengsberg teil.
Vom 26. bis 29. Juli 2012 wurde für die Kinder aus Mengsberg und hiesige Ferienkinder im Alter von 6 bis 12 Jahren durch die ortsansässigen Vereine die mehrtägige Veranstaltung angeboten, die auch eine Übernachtung mit Lagerfeuer beinhaltete. Schirmherr war Herr Bürgermeister Thomas Groll.
Die Organisation der Ferienspiele übernahm – wie in den Vorjahren – der Heimat- und Verschönerungsverein Mengsberg. Die Ferienspiele begannen am Donnerstag, dem 26. Juli 2012 ab 10:00 Uhr mit der Begrüßung durch den Bürgermeister der Stadt Neustadt, Herrn Thomas Groll und den 1. Vorsitzenden des Heimat-und Verschönerungsvereines, Herrn Helmut Zieße, an der Reithalle.
Neben sportlichen Veranstaltungen wie dem Bogenschießen in Momberg, der sportlichen Animation durch die Trinksportfreunde Mengsberg und einem gemeinsamen Mittagessen stand auch das Backen von Broten auf dem Programm.
Für den Freitag waren dann Spiel und Spaß an der Turnhalle, der Aufbau eines Igelheimes auf der Streuobstwiese und die Vorbereitung des Ernährungsführerscheines durch Frau Ingrid Malkus vorgesehen. Abgerundet wurde der Tag dann mit einem gemeinsamen Abendessen, dem Besuch der Mengsberger Feuerwehr, die eine kleine gemeinsame Feuerwehrübung vorbereitet hatte, sowie der geplanten Übernachtung im Zeltlager. Diese musste leider aus witterungsbedingten Gründen in das Sportlerheim des TSV Mengsberg verlegt werden, denn pünktlich nach der gemeinsamen Nachtwanderung fing es an heftig zu regnen. Die Ferienspiele endeten schließlich am Sonntag, dem 29. Juli 2012 mit der Vorbereitung eines, nach den Kriterien des Ernährungsführerscheines hergestellten Büffets unter tatkräftiger Mithilfe des Frauenstammtisches Mengsberg. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
Auch Stadt scheitert mit Antrag für Ampel
Fußgänger müssen sich selbst helfen
von Florian Lerchbacher
Momberg. „Ich sehe die Notwendigkeit für eine Ampel derzeit auch“, äußerte sich Neustadts Bürgermeister Thomas Groll gestern zu den Sorgen der Momberger, die aufgrund einer noch mindestens bis zum 7. September anhaltenden Umleitung zwischen Treysa und Wiera derzeit viel mehr Verkehr als übrig abbekommen (die OP berichtete). Zwar wird der Verkehr offiziell von Treysa über Florshain und Mengsberg nach Wiera umgeleitet, doch der Weg über Momberg ist schlicht kürzer.
Und genau darin liegt das Problem: Weil Momberg nicht auf der offiziellen Strecke ist, sieht sich Hessen Mobil in Kassel auch nicht in der Pflicht, auf der den Ort in zwei Hälften teilenden Kreisstraße eine temporäre Ampel für Fußgänger einzurichten.
Der Bürgermeister wollte dies nicht hinnehmen, doch auch er biss auf Granit: Hessen Mobil in Marburg verwies ebenso wie die Straßenverkehrsbehörde des Kreises darauf, nicht zuständig zu sein. Hessen Mobil in Kassel habe mitgeteilt, weder das Geld für die temporäre Einrichtung einer Ampel zu haben, noch in der Pflicht zu sein. „Leider verfügt die Stadt nicht über eine solche Ampel, sonst hätten wir Hessen Mobil das Angebot gemacht, unsere Anlage auf der Kreisstraße aufzubauen“, sagt Groll und ärgert sich: „Die Situation ist unbefriedigend, lässt sich aber nicht ändern.“
Hoffnung auf eine Ampel ist vergebens
Umleitung ist nicht über Momberg ausgeschildert Ortsbeirat will Verkehr beruhigen
Eine Baustelle zwischen Wiera und Treysa sorgt dafür, dass viel mehr Verkehr als sonst über die K17 durch Momberg brettert. Die Fußgänger müssen sehen, wie sie über die Straße kommen.
von Florian Lerchbacher
Momberg. Jürgen Kaufmann und Jörg Grasse stehen in Mombergs Mitte und schütteln mit Blick auf die zahlreichen Autos, die durch ihre Heimat fahren, den Kopf. Der Verkehr in dem Neustädter Stadtteilen hat erheblich zugenommen – Schuld ist eine Baustelle auf der B454 zwischen Treysa und Wiera.
Das Mitglied des Ortsbeirates und der Ortsvorsteher machen sich Sorgen um die Sicherheit der Fußgänger, die über die das Dorf in zwei Hälften unterteilende Kreisstraße 17 gehen wollen. Besonders die Grundschüler hätten es in den Morgenstunden schwer: „Sie müssen über die Straße hetzen“, moniert Kaufmann. Wie auf Bestellung hält in diesem Moment der Bus Richtung Mengsberg und Fahrer Konrad Will, der schon seit 39 Jahren auf der Strecke unterwegs ist, bestätigt die Problematik. Oft fungiere er, wenn er an der Bushaltestelle stoppe, auch gleich als Schülerlotse, damit die Kinder sicher über die Straße kommen. Doch nicht nur das erhöhte Verkehrsaufkommen sei ein Problem: Der Bürgersteig an der Bushaltestelle an der Kirche sei an der in Richtung Neustadt führenden Seite viel zu schmal – was beim Warten auf den Bus und beim Aussteigen das Risiko für die Kinder erhöhe, fügt Kaufmann hinzu und kritisiert, dass die Bürgersteige an einigen Stellen im Dorf zu schmal seien. „Hoffnung auf eine Ampel ist vergebens“ weiterlesen
Neustädter Mitteilungsblatt
Ferienprogramm der Stadtjugendpflege Neustadt (Hessen) war ein voller Erfolg Mädchen und Jungen konnten sich in den verschiedensten Freizeitaktivitäten beweisen
Anika Leineweber und Sebastian Habura vom Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit e. V. (bsj) führten ein umfangreiches Ferienprogramm der Stadtjugendpflege Neustadt (Hessen) durch. Der bsj ist von der Kommune seit Herbst 2011 mit der Wahrnehmung der örtlichen Jugendarbeit beauftragt. Anfang Juli war ein „FIFA-12-Turnier“ geplant. Die Teilnehmer hatten ihren Spaß daran, den Sieg unter den zwölf Jungs konnte Eduard Schledowitz für sich verbuchen. Waffelbacken mit Senioren hieß es einen Tag später. In Kooperation mit dem Familienzentrum und dem Haus Wiesenhof hatten Senioren mit vier Mädchen der AG beim Einkaufen mit den Senioren, dem Transport ins Familienzentrum, dem gemeinsamen Waffelbacken und dem gemeinsamen Essen mit Kuchen und Tee mit Spaß. Dem Turnier schloss sich Mitte Juli ein Rap- und Video-Seminar an. Vier Jungs nahmen am Workshop in der Waldschule Neustadt teil, es wurde ein gemeinsamer und zwei Doppeltracks geschrieben und aufgenommen, sowie drei Beats gebaut.
Eine „Vater-Kind-Aktion“ ist aufgrund zu geringer Anmeldung ausgefallen, die „Mutter-Kind-Aktion“ fiel ebenfalls ins Wasser, weil es keine Anmeldungen gab. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
Neuer Weg macht die Natur erlebbar
Die Mengsberger weihten ihren Kinder- und Naturlehrpfad „Rund um den Engelhain“ ein
Der Kinder- und Naturlehrpfad war ein wichtiger Faktor beim Mengsberger Erfolg im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Der rund drei Kilometer lange Weg ist schon jetzt sehr beliebt – und soll weiter wachsen.
von Florian Lerchbacher
Mengsberg. Am Freitag weihten die Mengsberger eine ehemalige „Großbaustelle“ ein, wie Ortsvorsteher Karlheinz Kurz den Kinder- und Naturlehrpfad rückblickend bezeichnete. Zahlreiche Bürger hätten an der Entstehung mitgewirkt, freute er sich und betonte: „Er war ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung im Landeswettbewerb wahrscheinlich sogar das Zünglein an der Waage.“ Zum einen ist der Pfad schließlich eine tolle Möglichkeit, um sich über die heimische Natur zu informieren, zum anderen einmal mehr ein hervorragender Beleg des bürgerschaftlichen Engagements der Mengsberger.
Kinderwald, Baum-des-Jahres- Gatter, Lindenplatz und Hainbuchenwald sind nur einige Stationen des Pfades, den die Mengsberger am Freitag einweihten –mit der ersten Großveranstaltung seit Bekanntwerden des Landessieges. Entsprechend stand abends noch ein großes Fest auf dem Programm – mit Würstchen vom neuen Grill am Vereinsheim des TSV, den Michael Fröhlich gebaut hatte. „Neuer Weg macht die Natur erlebbar“ weiterlesen

