Ehrenstadtrat Ludwig Dippel erstellte die Galerie Stadt hatte Nachfahren, Verwandte und Witwen eingeladen
Sein Plätzchen steht auch schon fest: Thomas Groll weihte gemeinsam mit zahlreichen Gästen die Bürgermeister-Galerie im Neustädter Rathaus ein. von Florian Lerchbacher
Neustadt. Die Fotos von 14 Bürgermeistern hängen im Obergeschoss des Neustädter Rathauses. Ehrenstadtrat Ludwig Dippel hat die Galerie erstellt, die mit Johannes Reichenbach (1880 bis 1892) beginnt. „Von seinen Vorgängern gab es keine Fotos“, sagte Dippel während der Einweihung den handverlesenen Gästen -alles Witwen, Nachfahren oder Verwandte der 14 Bürgermeister. Manfred Hoim und Fritz Mütze sind die einzigen beiden Vorgänger von Thomas Groll, die noch leben. Entsprechend durften sie ihre Bilder selber aufhängen.
„Besonders schwer war es, ein Foto von Ludwig Braun zu finden“, berichtete Dippel, der das Problem dank einer Chronik des VfL Neustadt aus dem Jahr 1914 löste, die er in seinem großen Archiv fand. Ebenso schwierig gestaltete sich die Suche nach einem Foto von Horst Fenge, die letztendlich aber von Erfolg gekrönt war. Der Ehrenstadtrat war allerdings auf die Unterstützung eines Fotografen angewiesen, der mithilfe eines Bildbearbeitungsprogramms das Gesicht Fenges rekonstruierte – auf dem Bild hatte eine andere Person einen Teil des Gesichtes verdeckt. „14 Bürgermeister schmücken das Rathaus“ weiterlesen
Neustädter Mitteilungsblatt
Bürgermeister Groll beim Stammtisch der Senioren-Union
Zum monatlichen Stammtisch der Senioren-Union im „Haus der Begegnung“ konnte Vorsitzender Franz-W. Michels am 11. August 2009 Bürgermeister Thomas Groll als Referenten begrüßen. Dieser gab den Anwesenden, darunter zahlreiche ehemalige Stadtverordnete der CDU, einen umfassenden Überblick über die aktuelle Situation der Kommune. Groll berichtete u. a darüber, dass in diesem Jahr über 3 Mio. Euro in die Weiterentwicklung von Neustadt, Mengsberg, Momberg und Speckswinkel investiert werden. Als Schwerpunkte nannte er den Straßenbau (Neuenbürg- und Zimmererstraße), die Erweiterung der Kinderbetreuung (6. Gruppe Kindergarten „Sonnenschein“, Eichsfelder Straße), die Altstadtsanierung (Umgestaltung Ritterstraße und in der Folge Rabenauplatz), Sanierung der Dächer von Rathaus und Rathausnebengebäude, „Haus der Begegnung“ (Fortgang der Sanierung der technischen Anlage), Dorferneuerung Momberg (Sanierung alter DGH-Teil), Kindergarten Momberg (Neueindeckung und Brandschutzmaßnahmen), Schaffung eines Spielplatzes in Mengsberg und die Umsetzung des Konjunkturprogramms II (u. a. Verbesserung des Aufganges zum Zollhof in Speckswinkel). „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
In vier Wochen soll nichts übrig sein
Neustadt. Gestern war der Anfang vom Ende des Deutschen Hauses: Arbeiter stellten morgens einen Bauzaun um das fast 200 Jahre alte Gebäude auf und begannen mit der Entrümpelung. Heute kommt ein Steiger, dann werden die Schindeln von den Wänden genommen. Morgen rollen die Bagger an, um mit dem Abriss zu beginnen. In rund vier Wochen ist dann vom Deutschen Haus nichts mehr übrig – bis auf einige Balken und Sandsteine, die eventuell weiterverwendet oder aber aufbewahrt werden.
Das Diakoniezentrum Hephata plant den Bau einer Einrichtung für betreutes Wohnen. 16 behinderte Menschen sollen in dem neuen Gebäude Platz finden {die OP berichtete).
Am Montag fällt das Deutsche Haus
Ehemalige Brauerei und Gaststätte war lange ein beliebter Treffpunkt am Ende aber nur noch ein Schandfleck
Am Montag kommen die Bagger und machen mit dem Deutschen Haus ein Stück Neustädter Stadtgeschichte dem Erdboden gleich.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Der Abriss des Deutschen Hauses ist seit Monaten beschlossene Sache. Nach vielen Jahren, in denen das Gebäude leer stand und immer weiter verfiel, fand die Stadt Neustadt einen Interessenten. Hephata baut eine Einrichtung für betreutes Wohnen, in der 16 behinderte Menschen Platz finden. Eine Sanierung hätte rund 1,6 Millionen Euro gekostet -was für das Diakoniezentrum nicht wirtschaftlich gewesen wäre, also entschlossen sich die Verantwortlichen für einen Neubau, der rund 1,2 Millionen Euro kostet [die OP berichtete).
Am Montag beginnt also der Anfang vom Ende des 1812 errichteten Deutschen Hauses. „Es tut weh, dass das Anwesen verschwindet. Aber es war so marode, dass es nicht mehr zu halten war“, sagt Ehrenstadtrat Ludwig Dippel und erinnert sich zurück: Erstmals war er als Fünfjähriger im Jahr 1934 mit seiner Mutter im Deutschen Haus: „Regelmäßig kam ein Rechtsanwalt und Notar in das damalige Gasthaus. Während meine Mutter mit ihm sprach, staunte ich über die vielen Biergläser, den Zapfhahn an der Theke und all die spannenden Sachen, die einst zur Brauerei gehörten.“ „Am Montag fällt das Deutsche Haus“ weiterlesen
Viele Eltern im Ostkreis müssen müssen mehr zahlen
Tarifeinigung der Kindergärten kommt Kommunen teuer zu stehen Gebühren werden teils erhöht
Bundesweit streikten die Erzieherinnen in kommunalen Kindergärten. Vor zwei Wochen erzielte die Gewerkschaft ver.di eine Einigung. Die heimischen Kommunen stehen nun vor erheblichen Belastungen.
von Nadine Weigel
Ostkreis. „Für die Kommunen ist das eine mittlere Katastrophe“, sagt Stadtallendorfs Bürgermeister Manfred Vollmer (CDU) zu den Mehrbelastungen von rund 700 Millionen Euro, die bundesweit auf Städte und Gemeinden zukommen werden.
Nach den massivsten Erzieher-Streiks in der Geschichte der Bundesrepublik steigen die Monatsgehälter nach Angaben der kommunalen Arbeitgeber durchschnittlich um brutto 120 Euro. Doch aufgrund der komplizierten Tariftabellen für die 16 Entgeltgruppen ist das Berechnen konkreter Zahlen schwierig. Deshalb kann Vollmer noch nicht sagen, wie viel Mehrkosten auf die Stadt Stadtallendorf zukommen werden.
Eines weiß Vollmer jedoch sicher: „Um eine Erhöhung der Kindergartengebühren werden wir nicht herumkommen.“ Stadtallendorf hat elf Kindergärten, entsprechend teuer kommt die Tarifeinigung die Stadt zu stehen. „Ich bewundere die Kollegen, die das aus eigener Tasche bezahlen können“, sagt Stadtallendorfs Rathauschef.
Während in der nächst größeren Stadt Marburg Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) verspricht, die Gebühren für die Eltern nicht zu erhöhen, sieht es in den Ostkreis-Gemeinden nicht ganz so rosig aus: „Viele Eltern im Ostkreis müssen müssen mehr zahlen“ weiterlesen
Das „Deutsche Haus“ wird in Kürze der Abrissbirne zum Opfer fallen
Hessisches Diakoniezentrum Hephata e.V. errichtet Neubau
Nachdem die Kommune seit Jahren immer wieder erfolglos nach einem Investor für das Objekt suchte, ist dieser nun seit geraumer Zeit gefunden. Das Diakoniezentrum in Treysa beabsichtigt, ein Gebäude für betreutes Wohnen herzurichten. Bürgermeister Thomas Groll stellte seinerzeit den Kontakt her und verwies auf das Gebäude „Deutsches Haus“ in der Neustädter Bahnhofstraße. Der Kommune wäre das Gebäude nach Ende der Altstadtsanierung wieder zugefallen und für eine grundlegende Sanierung hätten der Kommune die Mittel gefehlt. Ein Abriss wäre der Kommune auch nicht genehmigt worden. Anders sieht es da bei einem privaten Investor aus.
Nach Gesprächen mit dem Kreisbauamt und der Denkmalpflege wurde Hephata der Abbruch des „Deutschen Hauses“ gestattet. Nach dem Abbruch, der in Kürze erfolgen soll, wird ein Neubau entstehen, der in etwa dem jetzigen Gebäude ähneln wird. Auf drei Etagen sollen 16 Behinderte einen stationären Platz finden. Die Betreuung der Bewohner wird etwas intensiver ausfallen als beim betreuten Wohnen. Fünf Mitarbeiterstellen werden geschaffen. Die Fertigstellung des neuen Gebäudes ist für Herbst 2010 angedacht. „Das „Deutsche Haus“ wird in Kürze der Abrissbirne zum Opfer fallen“ weiterlesen
Satzung für Abfall wird geändert – MNZ
Alfons Wieber
Neustadt. Die aus dem Jahre 1999 stammende und damit nicht mehr zeitgemäße Abfallsatzung will die Stadt Neustadt ändern. Eine entsprechende Magistratsvorlage bekamen die Neustädter Stadtverordneten bei der letzten Stadtverordnetenversammlung auf ihren Tisch.
„Nach zehn Jahre Müllkontinuität ist es an der Zeit, das alte System zu überarbeiten“, erklärte Bürgermeister Thomas Groll (CDU). Der vorgelegte Grundsatzbeschluss sieht vor, die Einsammlung der Abfälle und Wertstoffe auch über den 31.12.2010 hinaus in der Verantwortung der Stadt zu belassen.
Das bisherige zweiwöchige Abfuhrsystem soll dahingehend überprüft werden, ob Restmüll wie bisher zweiwöchig, wahlweise alle zwei oder vier Wochen oder nur noch alle vier Wochen abgefahren werden soll.
Die Möglichkeit, Gemeinschaftstonnen vorzusehen, soll erhalten bleiben. Dabei soll das Angebot auf sämtliche Gefäßgrößen ausgedehnt werden. Solche „Nachbarschaftstonnen“ hält Bürgermeister Groll gerade bei alleinstehenden Personen für vorteilhaft.
■ Mehr Biomüll in die Biotonne
Die Erfahrungen der anderen Kommunen mit diesem System bezeichnet^ Bürgermeister Groll als durchweg positiv, weil dadurch zeitweise die Müllmenge erheblich abgenommen habe. „Auch wir sind dafür, dass das Einsammeln von Sperrmüll nur noch auf Abruf erfolgen soll. Sich aber jetzt schon auf eine Gebühr festzulegen, halten wir für verfrüht“, sagte Michels. „Satzung für Abfall wird geändert – MNZ“ weiterlesen
Werke bilden Schönheit der Schwalm in allen Facetten ab
Ausstellung „Kunstprojekt Rotkäppchen“ ist in Neustadt zu sehen
Seit einem Jahr gehört die Stadt Neustadt dem Verein „Rotkäppchenland“ an. Der veranstaltet zurzeit die „Rotkäppchenwoche 2009″. von Kai Erdel
Neustadt. Auch die Stadt Neustadt beteiligt sich an der „Rotkäppchenwoche“. Am Freitagabend wurde im historischen Rathaus die Gemäldeausstellung „Kunstprojekt Rotkäppchen“ eröffnet.
In seiner Begrüßungsrede zeigte sich Bürgermeister Thomas Groll erfreut darüber, dass sich Kunstausstellungen in Neustadt einer immer größeren Beliebtheit erfreuten. Es war die dritte Vernissage in zwölf Monaten. 80 Besucher kamen allein am Freitagabend. Darunter waren auch zahlreiche Gäste aus der Schwalm.
Der Vorsitzende der Vereinigung Willingshäuser Malerstübchen, Helmut Geißel, schaffte es in seinem Vortrag, 200 Jahre Kunstgeschichte in Willingshausen anschaulich zu erläutern. Mehr als 300 Künstler wirkten in diesen zwei Jahrhunderten in der Schwalm. Gekonnt spannte Geißel den Bogen von den Anfängen in Willingshausen mit Gerhard von Reutern bis hin zur Initiatorin der Ausstellung, der Treysaer Künstlerin Irmgard Krawetzke. „Werke bilden Schönheit der Schwalm in allen Facetten ab“ weiterlesen
Vorbeter vergleicht Neustadt mit Ferienort
Yusuf Cimen ist seit drei Wochen Imam in der Junker-Hansen-Stadt Zum Urlaubsparadies fehlt nur das Meer
Vor drei Wochen kam Yusuf Cimen aus Sakarya bei Istanbul nach Neustadt, um die Nachfolge von Nihat Kazel als Vorbeter der Türkisch-Islamischen Gemeinde anzutreten.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Ich wollte Deutsehland kennen lernen“, antwortet Yusuf Cimen auf die Frage, warum er nach Neustadt gekommen ist. Alle vier Jahre wechselt der Vorbeter in den 867 Moscheen im Bundesgebiet. Die Entscheidungsgewalt liegt bei der türkischen Religionsbehörde, allerdings können die Gemeinden Wünsche äußern. „Wir wollten einen jungen Vorbeter, der nicht nur mit den Männern sondern auch mit Kindern und Frauen gut zurecht kommt. Den haben wir jetzt und sind zufrieden“, freut sich Oguz Yilmaz, der Vorsitzende der Türkisch-Islamischen Gemeinde Neustadt.
Doch nicht nur er und die 212 Mitglieder der Gemeinde sind zufrieden, auch Cimen ist glücklich – und das, obwohl seine Frau und seine beiden Söhne noch in der Heimat sind und der Unterschied zwischen Neustadt mit etwas mehr als 9 000 Einwohnern und Sakarya (allein im Zentrum leben rund 350 000 Menschen) riesig ist. „Hier ist es viel sauberer, grüner und bewaldeter als zu Hause. Der Park mit Teich und Pavillon und natürlich der Junker-Hansen-Turm sind sehr schön. Ich bin begeistert.“ Und dann geht der 44-Jährige noch einen Schritt weiter: „Neustadt ist wie ein Ferienort – nur das Meer fehlt.“ „Vorbeter vergleicht Neustadt mit Ferienort“ weiterlesen
Stadt feiert rundes Geburtstagskind – MNZ
Junker-Hansen-Turm wird 525 Jahre alt
Neustadt (aws). Um 1480 herum gab Hans von Dörnberg den Bau des nach ihm benannten Turmes bei Baumeister Hans Jakob von Ettlingen in Auftrag. Als Termin der Fertigstellung des Neustädter Wahrzeichens gilt das Jahr 1484. Der Turm wird 2009 also 525 Jahre alt. Das feiert die Stadt am 29. und 30. August.
Zwei weitere Veranstaltungen werden ins Festwochenende eingebunden: Das erste Straßenmalerfestival und das 15-jährige Bestehen der Historischen Bürgerwehr.
Am 29. August findet zunächst der traditionelle Flohmarkt des Fördervereins Bürgerpark zu Füßen des runden Turmes statt. Gegen 13 Uhr wird das Straßenmalerfestival eröffnet. Derzeit bereitet ein Arbeitskreis aus Bürgern unter dem Vorsitz von Roswitha Trümpert die Veranstaltung vor. Bei genügend Anmeldungen wird die Marktstraße für die Künstler gesperrt. Nähere Informationen zum Straßenmalerfestival gibt es auf der Internetseite der Stadt und im Rathaus bei Karl-Joseph Lemmer unter (0 66 92) 89 22.
Zwei Ausstellungen werden um 15 Uhr im Historischen Rathaus eröffnet: Hans-Erich Dingel hat sich mit dem Leben und Wirken des Hans von Dörnberg befasst. Karl-Heinz Mai wird Eier ausstellen, die mit historischen Gebäuden der Stadt bemalt sind.
Um 16 Uhr lädt der Magistrat die Bürgerschaft zu einem Festakt zu Füßen des Fachwerkrundbaus ein. Auch das heutige Oberhaupt der Familie von Dörnberg, Burghauptmann Jürgen von Dörnberg, ist eingeladen. Im Anschluss bietet die Historische Bürgerwehr einen Dämmerschoppen mit Musik. Hierzu erwartet Hauptmann Andreas Gnau auch Vertreter befreundeter Wehren. „Stadt feiert rundes Geburtstagskind – MNZ“ weiterlesen

