Sternsinger segnen das Rathaus

Bürgermeister Thomas Groll lobt Jungen und Mädchen: „Gutes tun ist richtig, immer wichtig“
Am Freitagmorgen besuchten die Sternsinger aus Momberg und Neustadt ihr Rathaus, ehe sie in ihren Heimatorten den Segen in viele weitere Häuser trugen.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Gutes tun ist immer richtig, immer wichtig“, lobte Thomas Groll die Sternsinger aus Neustadt und Momberg, bevor sie den Segensspruch am Rathaus anbrachten. Eine Aktion, die dem Bürgermeister am Herzen liegt, wie er gegenüber den Sternsingern betonte: „Vielleicht ist der Segen für das Rathaus sogar noch ein bisschen wichtiger als für alle anderen Gebäude, schließlich wollen wir hier ja zum Wohle aller Bürger arbeiten.“ An der Spitze der Sternsinger stand Pfarrer Andreas Rhiel, der dem zwar gewählten, aber dennoch ungekrönten Stadtoberhaupt beim Eintreffen der Jungen und Mädchen entgegenrief, dass gleich zahlreiche gekrönte Könige das Rathaus betreten würden. Zum einen sei ihr Besuch eine Ehrerbietung, zum anderen wollten sie darum bitten, dass die Stadt behütet wird. Ein würdiges Empfangskomitee hieß sie dann auch angemessen willkommen, um unter anderem dem Lied „Stern von Bethlehem“ zu lauschen und die Segenswünsche entgegenzunehmen.
Und auch dem Wunsch „Helft uns bitte mit Euren Gaben, damit alle Kinder auf der Welt eine Zukunft haben“, kamen der Rathauschef und seine Mitarbeiter nach, indem sie Umschläge mit Geld überreichten. Das Königssingen ist schließlich die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit – seit dem Jahr 1959 haben Sternsinger in Deutschland insgesamt eine Milliarde Euro gesammelt.
Um den Jungen und Mädchen ihre Sammelaktion greif- und nachvollziehbarer zu machen, gibt es alljährlich ein Beispielland. Diesmal handelt es sich um das südamerikanische Peru. Die Sternsinger bekommen im Vorfeld Informationen zum jeweiligen Land vermittelt. Im Mittelpunkt stehen im Jahr 2019 Kinder mit Behinderung, von denen es auf der Welt ungefähr 165 Millionen gibt – viele von ihnen leben in armen Ländern. Allerdings haben es gerade dort Kinder mit Behinderung besonders schwer und benötigen Unterstützung, betont das katholische Kindermissionswerk, das für die Sternsinger-Aktion verantwortlich ist.

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