Die Hymne und ihre Geschichte

Ex-Bundesminister Seiters war zu Gast

Bundesminister a.D. Dr. Rudolf Seiters wirkte einst an der Gestaltung des Hauses der Geschichte mit. In Neustadt sprach er zum Thema „175 Jahre Deutschlandlied“.

von Klaus Böttcher

Neustadt. Wieder einmal ist es Bürgermeister Thomas Groll gelungen, eine eindrucksvolle Jubiläumsveranstaltung mit prominentem Gast auf die Beine zu stellen. Diesmal kam Bundesminister a.D. Rudolf Seiters nach Neustadt, um vor weit über 100 Gästen an die Geburt des Deutschlandliedes vor 175 Jahren zu erinnern.

Der Festredner ließ immer wieder seine Erlebnisse als Spitzenpolitiker während der Wende und andere Anekdoten einfließen. Er berichtete, wie er als Kanzleramtsminister und Bundesinnenminister an der Gestaltung des Hauses der Geschichte in Bonn mitgewirkt habe und kam letztendlich auf Hoffmann von Fallersleben zu sprechen, der das Lied der Deutschen geschrieben hatte. Die Hoffnung auf eine Verfassung sei beim Wiener Kongress 1815 nicht erfüllt worden und es gab 39 Einzelstaaten und freie Städte im Deutschen Bund. Viele Menschen hätten jedoch eine nationale Einheit herbeigesehnt, so auch August Heinrich Hoffmann von Fallersleben. „Die Hymne und ihre Geschichte“ weiterlesen

„Fundamentaler Wechsel“ steht im Raum

Stadt und Kommunalpolitiker setzen sich mit möglicher Veränderung bei Straßenbeiträgen auseinander

Regelmäßig konstante Beiträge bezahlen oder weiterhin einmal tief in die Tasche greifen, wenn vor der Haustür die Straße gemacht wird? Diese Frage steht in Neustadt weit oben auf der Agenda.

von Florian Lerchbacher und Alfons Wieder

Neustadt. Wenn Städte und Gemeinden Straßen sanieren und die Anlieger zur Kasse bitten, gibt es fast immer Zoff. Wie stark ist die Verkehrsbelastung am Wohnort, und wie viel Prozent der Kosten müssen die Bürger fragen? Eine Frage, über die es fast jedes Mal unterschiedliche Ansichten gibt.

Seit 2013 können hessische Kommunen allerdings wählen: Fordern sie (weiterhin) Beiträge von den betroffenen Anliegern, wenn die Arbeiten konkret werden? Oder lassen sie alle Bürger alljährlich einen bestimmten Betrag berappen? Die Neustädter jedenfalls, die bisher auf „einmalige Straßenbeiträge“ setzen, gehen dieses Thema nach verschiedenen Auseinandersetzungen der vergangenen Jahre nun an und prüfen, ob ein Wechsel zu wiederkehrenden Beiträgen in Frage kommt. „„Fundamentaler Wechsel“ steht im Raum“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Förderprogramm „Soziale Stadt“: Arbeiten zur Erstellung des Integrierten Handlungskonzeptes haben begonnen

Zu Beginn des Förderprogramms „Soziale Stadt“ ist von der Kommune verpflichtend ein Integriertes Handlungskonzept zu erstellen. Dieses weist zwei Schwerpunkte auf: Eine Bestandsanalyse des potentiellen Fördergebietes (Innenstadt, Wohnquartiere Emil- Rössler-Straße und Leipziger Straße/Königsberger Straße) und Handlungsempfehlungen für den Förderzeitraum bis 2025.

Die Erarbeitung dieser Studie wurde vom Magistrat dem Kasseler Büro akp – Arbeitsgruppe für kommunale Planung und Beratung – übertragen.

Kürzlich fand eine ausführliche Besprechung zwischen der Städtebauarchitekten und Büroinhaberin Heike Brandt, deren Mitarbeiter Tim König, Bürgermeister Thomas Groll und der zuständigen Ansprechpartnerin in der Verwaltung, Guendalina Balzer, statt. Hierbei wurde u. a. das weitere Vorgehen abgesprochen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Nach anfänglicher Skepsis geht’s mit Elan ins Wasser

Mit dem Hundeschwimmen endete die Neustädter Freibadsaison

Zum Abschluss der Freibadsaison durften sich am Samstag Vierbeiner darin austoben. Zum ersten Mal beteiligte sich die Stadt Neustadt an der bundesweiten Aktion „hundimfreibad“ – und das mit großem Erfolg.

von Karin Waldhüter

Neustadt. Labrador „Lola“ steht am Beckenrand und schaut sehnsüchtig ins Wasser. Julia Schöppe ist längst im kühlen Nass und versucht, den Vierbeiner hinein zu locken. Noch traut sich die Hündin nicht, ins Becken zu springen. Border- Colli-Labrador-Mix „Cookie“ ist da schon ein Stück wagemutiger. Nach dem ersten Kontakt mit dem Wasser und etwas gutem Zuspruch durch Herrchen Jürgen Kirchner und dessen Tochter Charline haben alle gemeinsam Spaß im Wasser. „Die Hunde verlieren ihre Angst, wenn sie gelernt haben, wie sie wieder aus dem Wasser kommen“, weiß Kirchner. „Nach anfänglicher Skepsis geht’s mit Elan ins Wasser“ weiterlesen

Neue Klos und ein Appell

Stadt Neustadt ruft Nutzer zu pfleglichem Umgang auf

Den in der Leichenhalle untergebrachten Toiletten das Adjektiv „eklig“ zu verpassen, ist fast noch untertrieben. Doch Besserung ist in Sicht: Die Stadt will unter anderem die sanitären Einrichtungen sanieren.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Die Türen und die Oberlichter der Leichenhalle auf dem Friedhof sind bereits neu. Nun setzt die Stadt die Sanierung des Gebäudes fort: Das Flachdach bekommt eine neue Abdichtung, zudem soll das Mauerwerk gegen aufsteigende Feuchtigkeit gesichert werden – in diesem Zusammenhang lassen die Neustädter auch die angrenzende Wasserstelle versetzen, um die Gefahr zu minimieren, dass überhaupt Wasser eindringen kann. Letztendlich bekommt das Gebäude noch einen neuen Anstrich. „Neue Klos und ein Appell“ weiterlesen

Auf den Spuren von Vater und Großvater

 

Erster Stadtrat Wolfram Ellenberg springt erstmals für längere Zeit als Bürgermeister von Neustadt ein

 

Seit Mitte April ist Wolfram Ellenberg in Neustadt Erster Stadtrat. Während des Urlaubs von Bürgermeister Thomas Groll gibt er erstmals für mehr als nur ein oder zwei Tage im Rathaus den Ton an.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Doch eigentlich ist Wolfram Ellenberg (CDU) eher ein Mann der ruhigen Töne. Gelassen sitzt er im Bürgermeisterzimmer des Neustädter Rathauses und betont, er wolle nicht im Vordergrund stehen. Dabei ist er momentan in der Junker-Hansen-Stadt die Nummer eins: Als Erster Stadtrat muss er Bürgermeister Thomas Groll (CDU) ersetzen, wenn dieser nicht da ist. Und dies ist erstmals seit der Kommunalwahl am 6. März – bei der Ellenberg aufseiten der Christdemokraten die meisten Stimmen einfuhr – der Fall. „Auf den Spuren von Vater und Großvater“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Einweihung Kunstrasenplatz

Eintracht Frankfurt-Traditionsmannschaft kommt nach Neustadt

Nachtweih, Horchers, Binz, Bindewald, Komljenovic & Co. treffen auf „Junker-Hansen Oldies“

Mit einem Sportwochenende feiern der VfL 1864/87 Neustadt und die Stadt Neustadt (Hessen) am 22. und 23. Oktober 2016 die Fertigstellung des neugeschaffenen Kunstrasenplatzes auf der „Ochsenwiese“.

Am Samstag finden ab 12.00 Uhr zunächst Jugendspiele der neu gegründeten JSG Stadt Neustadt, die sich aus den Vereinen SV Borussia Momberg, VfL Neustadt und TSV Speckswinkel zusammensetzt, statt. Zudem wird es ein Fußballspiel unter dem Motto „Sport verbindet“ geben. Die beiden Teams werden aus heimischen Vereinen und jungen Flüchtlingen gebildet. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

„Charly“ bleibt fern

Eintracht-Traditionsteam kommt ohne Körbel nach Neustadt

Zwar müssen die Neustädter bei der Einweihung des Kunstrasenplatzes auf Charly Körbel verzichten, doch die Traditionsmannschaft von Eintracht Frankfurt hat immer noch mehr als 2 000 Bundesligaspiele auf dem Buckel.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Thomas Groll und VfL-Vorsitzender Klaus Busch haben umsonst gehofft: Bundesliga-Rekordspieler Charly Körbel kommt am Samstag, 22. Oktober, nicht nach Neustadt, um an einem Spiel zur Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes teilzunehmen – doch „Manager“ Clemens Apel hat, so der Bürgermeister, trotzdem ein attraktives Team zusammengestellt. Wahrscheinlich laufen „„Charly“ bleibt fern“ weiterlesen

Verein stellt ein Türmchen vor den Turm

Neustädter lassen Tastmodell ihres Wahrzeichens von Stadtallendorfer Unternehmen anfertigen

Der Junker-Hansen-Turm ist der Blickfang der Stadt. Damit auch Blinde und Sehbehinderte einen möglichst guten Eindruck von dem Gebäude bekommen, hat der Kulturhistorische Verein ein Tastmodell in Auftrag gegeben.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Bald steht ein Türmchen vor dem Turm: Die Stadtallendorfer Kunstgießerei Pfeifer stellt derzeit in ihrer Außenstelle in der Tschechischen Republik ein Tastmodell des Junker- Hansen-Turmes her, das exakt 100-mal kleiner ist als das Original. Auftraggeber ist der Kulturhistorische Verein Neustadt, dessen Gästeführer immer wieder auch blinde oder sehbehinderte Menschen durch die Stadt geleiten. „Man kann ihnen erklären, wie der Turm aussieht mit seinem Fachwerk und den vier Türmchen – aber wir wollen ihnen ermöglichen, unsere Erläuterungen auch nachvollziehen zu können“, erklärt der Vorsitzende Gerhard Bieker. „Verein stellt ein Türmchen vor den Turm“ weiterlesen

Ein Schneeballeffekt im Sommer

Sport und Spiel brachten Menschen zusammen – Großes Fest in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge

600 Menschen leben derzeit in der Neustädter Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. 200 Davon sind Kinder – doch nicht nur sie hatten beim ersten Sportfest in der ehemaligen Kaserne viel Spaß

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Es ist ein Schneeballeffekt: Ein Flüchtling versucht sich erstmals im Leben am Hu- la-Hoop-Ring, überzeugt nicht unbedingt durch Eleganz und erntet ein Grinsen von einem Journalisten. Daraufhin gibt der Mann das Sportgerät weiter und macht mit ein paar fröhlichen Gesten deutlich: „Zeig doch selber mal, was Du drauf hast!“

Eben noch gelacht, zeigt sein Gegenüber, dass er den Hu- la-Hoop-Ring auch nicht beherrscht. Und so stößt Brigitte Hermann von der Sportjugend Hessen dazu. Die Regionalkoordinatorin des Programms „Integration durch Sport“ lässt die Hüften kreisen und zeigt, wie es geht. Flüchtling und Journalist verstehend immer noch nicht – wohl aber ein kleiner Junge, der nach kurzem Ausprobieren im Nu wie ein alter Hase wirkt und mit dem Ring macht, was er will. Als dann noch Einrichtungsleiter Dominik Zutz dazustößt, geht‘s endgültig rund – sowohl um seine Hüfte, als auch an der Station generell: Denn plötzlich ist sich niemand mehr zu schade, sich am Hu- la-Hoop- Ring zu versuchen. Alt, jung, männlich, weiblich, deutsch oder fremdländisch – beim Sport sind sie alle gleich. Und die Sprache ist egal, denn Gesten reichen. „Ein Schneeballeffekt im Sommer“ weiterlesen