„In so einem Dorf möchte man alt werden“

Europa-Jury überschüttete die Mengsberger mit Lob

Nach ihrem Triumphzug durch den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ setzten die Mengsberger auch beim „Europäischen Dorferneuerungspreis“ mit ihrem Auftritt Maßstäbe.

von Florian Lerchbacher

Mengsberg. Nach ihrem vierstündigen Besuch im Golddorf kamen die Jurymitglieder des „Europäischen Dorferneuerungspreises“ aus dem Loben gar nicht mehr heraus. „Sie haben mit so vielen Überraschungen aufgewartet (…). Das habe ich in diesem Ausmaß noch nicht erlebt“, sagte Helmuth Innerbichler, der als Bürgermeister mit der Gemeinde Sand (Italien) im Jahr 2008 den „Europapokal der Dorferneuerer“ gewonnen hatte. Er sei beeindruckt, was in einem Dorf alles möglich sei – und habe das Gefühl, dass die gesamte Bevölkerung hinter den Projekten und ihrer Heimat stehe: „Naturschutz machen viele -aber hier ist etwas Besonderes geschehen.“

Mengsberg greife das Thema Umweltbildung auf wie kaum ein anderes Dorf, ergänzte Jury-Kollegin Beatrix Drago (München): „Sie packen es spielerisch an und vernetzen die Gedanken (…). Die zahlreichen Projekte stehen nicht einzeln da, sondern die Zahnräder greifen ineinander und drehen das große Rad. Das hat mich schwer beeindruckt“, sagte sie und betonte: „Es gibt hier eine Lebensqualität für Jung und Alt, die einzigartig ist. In so einem Dorf möchte man eigentlich alt werden.“ „„In so einem Dorf möchte man alt werden““ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Energiegenossenschaft Vogelsberg will Einstieg in das Thema Windkraft vorantreiben

Projekt am „Dreiherrenstein“ geplant –

Thomas Groll in den Aufsichtsrat gewählt

Ende Mai fand die Generalversammlung der Energiegenossenschaft Vogelsberg eG (EGV) in Lauterbach statt. Aufsichtsratsvorsitzender Ralf Kehl, Vorstandsmitglied der VR Bank HessenLand eG, konnte hierzu über 100 der 447 Mitglieder begrüßen. In gerade einmal 33 Monaten habe mal viel erreicht und sei von der Idee der Wertschöpfung in Bürgerhand nach wie vor überzeugt, so Kehl.

Vorstandsvorsitzende Dr. Birgit Richter, Bürgermeisterin von Romrod, teilte in ihrem Bericht u. a. mit, dass in 2013 die Mitgliederzahlen der EGV um 33 % angestiegen seien und sich das Geschäftsvolumen verdoppelt habe. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Mengsberg ist bereit für Europa

Jury des Europäischen Dorferneuerungspreises nimmt morgen zwischen 16 und 20 Uhr das Dorf unter d

Europa kann kommen: Am Wochenende putzten die Mengsberger ihr Dorf noch einmal heraus für den morgen anstehenden Besuch der Jury des Europäischen Dorferneuerungspreises.

von Florian Lerchbacher

Mengsberg. Das kleine Dorf am östlichen Rande des Landkreises Marburg-Biedenkopf kommt aus dem Feiern nicht heraus: Am Wochenende nahmen die Fußballer des TSV Mengsberg im letzten Heimspiel der Saison die Meisterschale für den Gewinn der Gruppenliga Kassel entgegen. Morgen nun steht der nächste Höhepunkt an: Zwischen 16 und 20 Uhr nehmen die drei Mitglieder der Jury des Europäischen Dorferneuerungspreises den Neustädter Stadtteil unter die Lupe.

Dafür haben die Mengsberger ihre Präsentation, die sie während ihrer dreijährigen Erfolgstournee durch den deutschen Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ stets weiterentwickelten, noch einmal überarbeitet. „Früher arbeiteten wir verschiedene Themenbereiche wie Natur, Bauwerke oder die Zusammenarbeit im Dorf separat ab, nun gehen sie eher ineinander über. Entsprechend liegen die Schwerpunkte anders“, erklärt Ortsvorsteher Karlheinz Kurz. „Mengsberg ist bereit für Europa“ weiterlesen

Bürgermeister Groll greift Minister an

Diskussion über den A-49-Weiterbau

von Michael Rinde

Ostkreis. Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen) hat bei einer Veranstaltung in Treysa in der vergangenen Woche seine bekannte Position zum A-49-Weiterbau erneuert. AI -Wazir macht den Weiterbau der Autobahn 49 von dessen vollständiger Finanzierung durch den Bund abhängig. „Niemand hat etwas davon, einen Asphaltstummel für teures Geld ein paar Kilometer zu verlängern“, sagte AI-Wazir vor Bundes- und Landtagsabgeordneten, Landräten und Bürgermeistern der Region. Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister hatte sich bereits unmittelbar nach Scheitern der Klage von Naturschutzverbänden gegen den dritten Bauabschnitt ähnlich geäußert (die OP berichtete). Aktuell sind lediglich rund 60 Millionen Euro für den ersten Ausbauabschnitt zwischen Neuental und Schwalmstadt finanziert. Derzeit werden die Baukosten des Projektes mit knapp 570 Millionen Euro veranschlagt. „Bürgermeister Groll greift Minister an“ weiterlesen

Erstmals schwingt Pfarrerin den Hammer

Kerstin Kandziora eröffnet die Trinitatis-Kirmes Bürgermeister hat wieder Veränderungen vorgenommen

Die Kirmes ist ein Fest für alle. Bürgermeister Thomas Groll wird nicht müde, dies zu betonen. Der Fassanstich in diesem Jahr soll dies zusätzlich unterstreichen.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Kerstin Kandziora ist nicht die erste Frau, die mit dem Fassanstich die Trinitatis-Kirmes eröffnet. Sie sorgt aber dennoch für eine Premiere: In ihr gibt erstmals die evangelische Pfarrerin Neustadts den Start-schuss für das Fest, mit dem eigentlich die Weihe der katholischen Kirche begangen wird.

Bürgermeister Thomas Groll findet daran nichts Besonderes: „Die Kirmes ist ein Fest für alle, egal ob Katholiken, Protestanten oder Moslems. Wir pflegen in Neustadt schon lange die Ökumene – mit dem gemeinsamen Gottesdienst auch schon während der Kirmes.“ „Erstmals schwingt Pfarrerin den Hammer“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Hessen Forst lud zur „Märchenhaften Radtour“ durch den Herrenwald ein

Am 18. Mai 2014 fand ein landesweiter Aktionstag „Rund um den Wald“ von Hessen Forst statt. Auf Initiative des für Waldpädago¬gik und Naturschutz zuständigen Funktionsbeamten beim Forst¬amt Kirchhain, Florian Zilm, bot Hessen Forst an diesem Tag eine „Märchenhafte Radtour“ durch den Herrenwald an.
Rund 30 Interessierte hatten sich am Sonntagnachmittag bei der Neustädter Grillhütte eingefunden und wurden von den Bürger¬meistern Thomas Groll und Christian Somogyi (Stadtallendorf) herzlich begrüßt. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Milde Sorten sind in Bierregion beliebt

In Neustadt fand zum fünften Mal das Weinfest statt – Winzer wollte mehr als 350 Flaschen verkaufen

Ein reichhaltiges Angebot seines Weinhofs im Rheingau hatte Winzer Günter Martin mit nach Neustadt gebracht. Davon machten Hunderte Neustädter am Wochenende Gebrauch.

von Yanik Schick

Neustadt. Daniela Hecht hatte wie schon im Vorjahr die ehrenvolle Aufgabe zugetragen bekommen, das fünfte Neustädter Weinfest zu eröffnen und symbolisch mit den Gästen anzustoßen. Am angenehm warmen Frühsommerfreitagabend hoben die Gäste gemeinsam mit der Erbacher Weinkönigin ihre Gläser und genossen das gemütliche Ambiente. Unter dem Dach des Wallgraben-Pavillons ertönten sanfte Klänge, denn dort sangen Elke Ludwig und Dr. Wilhelm Bräutigam bis in den späten Abend, begleitet vom Spiel des heimischen Happy Sound Orchestras. „Milde Sorten sind in Bierregion beliebt“ weiterlesen

Der neue Märchenpfad soll Wissen vermitteln

 

Rund 50 Radfahrer weihten das für Kinder aber auch Erwachsene geeignete Angebot im Herrenwald ein

Bei sagenhaften Temperaturen machte sich eine Gruppe von rund 50 Radfahren unter der Anleitung zweier Fachkundiger auf, um den neuen Märchenpfad im Herrenwald zu erkunden.

von Yanik Schick

Neustadt. Lange hatte die Einweihung des neugeschaffenen Naturlehrpfades auf sich warten lassen – dementsprechend groß waren das Interesse und die Erwartungshaltung bei den naturverbundenen Radlern, die sich an der Neustädter Grillhütte getroffen hatten und den von dort aus beschilderten Weg bis nach Stadtallendorf kennenlernen wollten. Lutz Hofheinz, Forstamtsleiter aus Kirchhain, sowie Florian Zilm, Experte für Naturschutz und Waldpädagogik, führten jeweils einen Teil der Gäste als Sachverständige an, gaben auf der Strecke fundierte Hintergrundinformationen und antworteten auf die Fragen zu Flora und Fauna im Herrenwald. „Der neue Märchenpfad soll Wissen vermitteln“ weiterlesen

Es war einmal ein runder Geburtstag

Kindergarten „Sonnenschein“ besteht seit 40 Jahren Kinder umrahmten Festakt mit Märchen-Aufführungen

Sogar der Himmel hielt ein passendes Geschenk bereit: Der lichtete sich pünktlich zum großen Festakt „40 Jahre Sonnenschein“ und machte damit dem Neustädter Kindergarten alle Ehre.

von Yanik Schick

Neustadt. Heute ist er Bürgermeister, doch einst war Thomas Groll eins der ersten Kinder, das nach der offiziellen Einweihung am 18. Februar 1974 in der städtischen Tageseinrichtung der Eichsfelder Straße betreut wurde. 40 Jahre später feierte der Bürgermeister beim Sommerfest gemeinsam mit gut 150 Eltern, Verwandten und Freunden der Jungen und Mädchen, die aktuell im Kindergarten untergebracht sind, den runden Geburtstag des „Sonnenscheins“. „Es war einmal ein runder Geburtstag“ weiterlesen

Baugebiet ist eine Notlösung

Speckswinkler glauben derzeit nicht an Zukunft der Dorfmitte

Der Speckswinkler Ortsbeirat beschäftigte sich mit der Zukunft der Ortsmitte, dem Leben im Dorf und sprach sich für ein Neubaugebiet im Weinberger Grund aus.

von Klaus Böttcher

Speckswinkel. Das Dorf benötigt Bauplätze für junge, bauwillige Familien. Das wurde während der Sitzung des Speckswinkler Ortsbeirates deutlich.

Ziel war ursprünglich gewesen, im Ort vorhandene Baulücken zu schließen und somit das Leben zurück in die Dorfmitte zu bringen. Ein Dorn im Auge sind seit Jahren zwei Gebäude, die langsam verfallen, aber bisher nicht abgerissen werden durften. Inzwischen hat sich eine potentielle Käuferin gemeldet. Die Stadt hat zwar ein Vorkaufsrecht, jedoch in diesem Jahr kein Geld dafür im Haushalt eingestellt. „Baugebiet ist eine Notlösung“ weiterlesen