Tradition bewahren und Zukunft entwickeln

„Mengsberg – auf dem Weg zum Bundesentscheid“ (Teil 6): Bauen und Sanieren • Auf das Gesamtbild kommt es an

Karl Heinz Waschkowitz ist sich sicher: Mengsberg hat Zukunft – und zwar auch unabhängig vom Ausgang des Bundeswett­bewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“.

von Florian Lerchbacher

Mengsberg. „Ich habe keine Angst vor dem demografischen Wandel“, sagt Karl Heinz Waschkowitz und lehnt sich damit in Zeiten, in denen ländliche Ge­meinden Strategien entwickeln, um eben jenem Phänomen ent­gegenzuwirken, weit aus dem Fenster. Doch der Experte der Mengsberger Arbeitsgruppe „Baugestaltung / Bauentwick­lung“ hält eine Erklärung parat, die ebenfalls auf aktuellen Ent­wicklungen basiert: „Wir werden über kurz oder lang eine Stadt­flucht erleben, weil Wohnraum in Städten bald kaum noch be­zahlbar ist. Auf dem Dorf hin­gegen kann man günstig bauen oder preiswert zur Miete wohnen und hat außerdem noch ei­ne gute Wohnqualität.“ „Tradition bewahren und Zukunft entwickeln“ weiterlesen

Frauen sitzen unten, Männer oben

„Mengsberg – auf dem Weg zum Bundesentscheid“ (Teil 5): Die evangelische Elisabeth-Kirchengemeinde
Eigenleistung und Engagement sind essentielle Bestandteile des Lebens in Mengsberg – das bewiesen die Bürger schon vor weit mehr als 100 Jahren, als sie maßgeblichen An¬teil am Wiederaufbau ihrer Kirche hatten.
von Florian Lerchbacher
Mengsberg. Als im September 1875 ein Feuer vielen Bürgern das Dach über dem Kopf raubte, brannte auch die Kirche nieder. „Obwohl viele Menschen selbst betroffen waren, kümmerten sie sich auch um den Wiederaufbau ihres Gotteshauses. Sie brachten sich ein – durch Hand- und Spanndienste und in finanzieller Art. Das zeigt ihre Verbundenheit mit dem Glauben“, sagt Christoph Müller, der seit fünf Jahren Pfarrer in Mengsberg ist,und freut sich: „Das Miteinander und Sich identifizieren mit der Kirche und dem Ort ist etwas ganz Besonderes.“ „Frauen sitzen unten, Männer oben“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Aus der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung Neustadt/Hessen

Kl7 Mengsberg/Momberg (Anfrage CDU-Fraktion) Im zweiten Halbjahr plant Hessen Mobil die K17 zwischen Mengsberg/Momberg streckenweise zu erneuern. Da diese Straße zur Zeit sehr schmal ausgebaut ist und öfter als Umleitungsstrecke für die B 3 genutzt wird, sollten die Seitenstreifen mit Rasengittersteinen befestigt werden um ein Ausweichen für Busse, Lkw und Pkw zu ermöglichen.
Die L 3342 zwischen Mengsberg und Lischeid wurde so ausgebaut, das Ergebnis kann sich sehen lassen und ist hervorragend befahrbar. Kann der Magistrat bei Hessen Mobil darauf Einfluss nehmen, dass die K 17 durch den Ausbau befahrbarer Seitenstreifen sicherer für den Verkehr wird?
Bürgermeister Thomas Groll informierte, dass der Magistrat an Hessen Mobil geschrieben hat, ob die Maßnahme so ausgeführt werden kann. Man wird die Arbeiten drei Wochen in den Sommerferien ausführen.

„Neustadt fragt mich“ Bürgerbeteiligung am Haushalt 2014

(Antrag der CDU-Fraktion)
Im Antrag heißt es, dass die SVV folgendes beschließen möge. „Der Bürgerschaft wird die Möglichkeit eröffnet, frühzeitig Vorschläge zur Haushaltsgestaltung für das Jahr 2014 sowie für spätere Jahre einzubringen.“
Hierbei kann es sich um Vorschläge für Ausgaben aber auch Einsparungen handeln. Die Vorschläge sollen sowohl schriftlich per Post, Fax, Email oder über die Homepage der Stadt abgegeben werden können. Die Bürger können sie aber auch persönlich im Rathaus abgeben. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblat

Europawoche 2013

Stadt Neustadt (Hessen) gedenkt „50 Jahre Elysee-Vertrag“

Martin-von-Tours-Schule Neustadt präsentiert: „Hör mal, wie Europa klingt…“

Seit 1994 richten die Bundesländer gemeinsam mit der Bundes­regierung, der EU-Kommission und dem EU-Parlament rund um den 9. Mai 2013 die Europawoche aus. Am 9. Mai 1950 unter­breitete Robert Schuman, damaliger französischer Außenminister, seinen Vorschlag für ein vereintes Europa als unerlässliche Voraus­setzung für die Aufrechterhaltung friedlicher Beziehungen.

Der Magistrat der Stadt Neustadt (Hessen) nimmt die Europa­woche 2013 zum Anlass an die am 22.1.1963, also vor 50 Jahren, erfolgte Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschafts­vertrages im Pariser Elysee-Palast durch Bundeskanzler Konrad Adenauer und Staatspräsident Charles de Gaulle zu erinnern. Die­ses Abkommen hat die beiden Nachbarländer nach langer Erb­feindschaft und verlustreichen Kriegen zusammengeführt.

Auch fünf Jahrzehnte nach diesem denkwürdigen Ereignis sind sich beide Länder in Freundschaft verbunden, tagen die Regierun­gen regelmäßig gemeinsam und sind eine Vielzahl von Städtepart­nerschaften entstanden. „Neustädter Mitteilungsblat“ weiterlesen

Bürger sollen Sparvorschläge machen

Neustädter können sich in Haushaltsberatungen einbringen • Daumen hoch für Ausweitung der Betreuung

Während der Stadtverord­netenversammlung ent­brannte am Montag ein eigenwilliger und wort­gewaltiger Streit, als es um die Beteiligung der Bürger an Haushaltsfra­gen ging.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Die Bürger in die Haushaltsberatungen einzubeziehen, halten alle Stadtver­ordneten für sinnvoll. Soweit herrschte Einigkeit in der Ver­sammlung. Dennoch enthiel­ten sich die Sozialdemokraten bei der Abstimmung über den von Joachim Rausch (CDU) ein­gebrachten Antrag – lediglich Karlheinz Kurz schloss sich der Meinung von Christdemokra­ten und Freien Wählern an und stimmte für den Vorschlag des Momberger Stadtverordneten.

„Neustadt fragt mich“, hatte dieser seinen Antrag genannt, dessen Ziel es ist, die Meinung der Bürger abzufragen. Noch sei es „Kleinvieh“, das die Stadt aus ihrem Haushalt gestrichen ha­be. Doch irgendwann könnte es größere Einschnitte geben, zum Beispiel bei Bädern, Friedhö­fen oder kulturellen Einrichtun­gen. Dann sei wichtig, dass die Bürger Verständnis haben, ide­al wäre Akzeptanz. „Wir müssen kreativ werden, und ich glaube, dass hier viele Menschen mehr leisten können als wenige. Ich meine, dass wir uns daher das Ideenpotenzial der Neustädter zunutze machen sollten.“ Noch dazu könne so der „allgemei­nen Politikverdrossenheit“ ent­gegengewirkt werden. „Bürger sollen Sparvorschläge machen“ weiterlesen

Flammende Rede nach Amtseinführung

Bürgermeister Thomas Groll fordert mehr Handlungsspielraum und finanzielle Entlastung für Kommunen

Nach seiner zweiten Ver­eidigung als Bürgermeis­ter übte Thomas Groll massive Kritik an Bund und Land, ehe er sich sei­nen Plänen für Neustadt widmete.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Schon während des Wahlkampfes hatte Tho­mas Groll (CDU) immer wie­der betont, dass Kommunen ih­re finanziell schlechte Situation nicht aus eigener Kraft verbes­sern können. Am Montag be­zeichnete der wiedergewählte Bürgermeister nach der zweiten Amtseinführung seiner Karrie­re zum Beispiel die vom hessi­schen Finanzminister ins Auge gefasste Reform des kommuna­len Finanzausgleichs (KFA) als „ersten Schritt in die richtige Richtung“, er sei aber „bei wei­tem“ nicht ausreichend. Statt­dessen forderte er, dass das Land der „kommunalen Fami­lie die seit dem Jahr 2011 jähr­lich beim KFA gestrichenen 345 Millionen Euro zurückgeben“ „Flammende Rede nach Amtseinführung“ weiterlesen

Der erste Schritt zum sozialen Netzwerk

Erzählcafe will in Mengsberg Grundlagen für ein besseres Zusammenleben der Generationen schaffen

Entstanden aus dem Ar­beitskreis „Unser Dorf hat Zukunft“ und der Idee für ältere Menschen ein An­gebot zu schaffen, öff­nete das „Erzählcafe“ am Donnerstagnachmittag im Gemeindehaus zum ers­ten Mal seine Pforten.

von Karin Waldhüter

Mengsberg. Pünktlich betritt die 73-jährige Inge Strupp das Gemeindehaus und sucht sich einen Platz an dem mit Blumen und vollen Kuchenplatten ein­ladend gedeckten Tisch. „Ich hoffe, dass das Erzählcafe Bestä­tigung findet und zu einer festen Einrichtung wird“, schickt sie voraus.

Noch herrscht eine abwarten­de Stimmung im Gemeinde­haus und knapp 20, meist ältere Besucher, blicken erwartungs­voll in die Gesichter der Orga­nisatoren. Steffi Schenk, Rita Theis, Sabine Viehmeier, Man­fred Völzke, Anja und Karlheinz Waschkowitz, Susanne Wilhelm und Anke Haller haben das 1. Erzählcafe aus der Taufe ge­hoben. Und sie hoffen an diesem Nachmittag, dass „ihre Ide­en auf fruchtbaren Boden“ fal­len. Denn das Erzählcafe ist der erste Schritt hin zu einem so­zialen Netzwerk, das zum ei­nen eine Anlaufstelle für ältere Menschen sein will, dabei auch jüngere Menschen ansprechen möchte, um in Zeiten des de­mografischen Wandels die Zu­kunft Mengsbergs zu gestalten. „Der erste Schritt zum sozialen Netzwerk“ weiterlesen

In der Verantwortung für die wichtigste Feier

„Mengsberg – auf dem Weg zum Bundesentscheid“ (Teil 4): Frauenstammtisch veranstaltet Backhausfest

Wenn die Jury des Bun­deswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ nach Mengsberg kommt, sollte sie sich auf den Zwischen­stopp am Backhaus freu­en, denn dort wird es garantiert lecker.

von Florian Lerchbacher

Mengsberg. Wer am Backhaus hängen bleibt, wenn die Mit­glieder des Mengsberger Frauenstammtischs ihre Spezialitä­ten zubereiten, muss sich nichts vorwerfen, denn diese Reakti­on ist nur natürlich: Die Frau­en und ihr „Platz“ haben eine ähnliche Anziehungskraft wie die Sirenen in der griechischen Mythologie. Gut, die Mengsbergerinnen wollen niemanden tö­ten – aber so mancher Gast, der von ihren Köstlichkeiten pro­biert hat, soll angeblich bereit gewesen sein zu töten, um an mehr der Leckereien zu kom­men. „In der Verantwortung für die wichtigste Feier“ weiterlesen

Studie sieht Landwirte in der Pflicht

Gutachten der Universität Gießen zeigt Möglichkeiten auf, um weiteren Überschwemmungen vorzubeugen

Wenn die Landwirte auf Mulchsaat setzen und ihre Anbauflächen umstruktu­rieren, dann sinkt das Überschwemmungsrisiko für Neustadts Innenstadt. 100-prozentiger Schutz ist laut einer Studie aber nicht möglich.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. „Wenn sie Geld in Regenrückhaltebecken inves­tieren, kurieren sie am Symp­tom. Hier lösen sie das Pro­blem“, lautete das Fazit von Prof. Hans-Georg Frede vom In­stitut für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement der Uni Gießen, nachdem er, Sabrina Keuser und Dr. Philipp Kraft eine Studie zum Erosions-schütz in der Gemarkung Neu­stadt vorgestellt hatten. „Studie sieht Landwirte in der Pflicht“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik „Teststrecken“ in der Rabenaustraße und Im Heidental

Die Stadt Neustadt (Hessen) beabsichtigt in den kommenden bei­den Jahren, große Teile der Straßenbeleuchtung auf die energie­sparende LED-Technik umzustellen. Es ist vorgesehen, schritt­weise rund 600 der 1.100 Straßenlampen in der Kernstadt und den Stadtteilen auszutauschen. Die Kommune erhält hierfür rund 40.000,- Euro Fördermittel des Bundes. Nach Vorlage der Haus­haltsgenehmigung durch den Landkreis soll mit der Ausschreibung begonnen werden. Um hierfür nähere Erkenntnisse zu gewinnen, wurden zwischenzeitlich zwei „Teststrecken“ geschaffen. In der Rabenaustrasse wurden sowohl Pilz- als auch Kofferleuchten mit LED-Technik montiert. Zum Vergleich verblieben einige der bis­herigen Pilzleuchten mit herkömmlicher Technik an ihrem Platz. Im Heidental wurden ebenfalls LED-Lampen angebracht. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen