Neustadt will gegen Leerstand vorgehen

Bürgermeister Thomas Groll sieht Entwicklung der Innenstadt als Schwerpunkt der künftigen Arbeit
Neustadt. Die Zukunft der Innenstadt von Bahnhof bis Weidenbrunnen müsse der Schwerpunkt der künftigen Kommunalpolitik sein, meint Neustadts Bürgermeister Thomas Groll. Er sprach sich bei einer gemeinsamen Sitzung des Arbeitskreises „Verfügungsfonds“, der über die Unterstützung von Kleinprojekten im Fördergebiet mit bis zu 5 000 Euro entscheidet, und einer Lenkungsgruppe mit Kommunalpolitikern aller Fraktionen, die die Arbeit des Quartiersmanagements begleitet, für ein konzeptionelles Vorgehen aus. Ziel müsse es sein, einen „Masterplan“ für ein nachfolgendes Förderprogramm zu haben.

Kürzlich war der Bürgermeister in Homberg/Efze, um sich von seinem dortigen Kollegen über den Umgang mit der Leerstandsproblematik in der Kreisstadt des Schwalm-Eder-Kreises informieren zu lassen. Die Anwesenden der Gremien-Doppelsitzung waren sich laut Pressemitteilung darin einig, dass Leerstände in der Innenstadt abgebaut werden müssen. Eine Möglichkeit sei hier die Schaffung zusätzlicher Wohnfläche. Diesbezüglich sei der Bürgermeister gegenwärtig in Gesprächen. Man dürfe aber, so Groll, nicht nur die aktuellen Leerstände sehen, sondern fragen, welche weiteren Gebäude 2030 leer stehen könnten. Die Gremienmitglieder sprachen sich in der Innenstadt aber auch für „Mut zur Lücke“ aus. Nicht jedes Gebäude sei erhaltenswert und eine neu geschaffene kleine Freifläche erhöhe die Attraktivität.

Die Stadt Neustadt will sich zudem um Unterstützung aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ bewerben. Dabei geht es unter anderem um eine weitere Teilrenaturierung der Wiera, die Anpflanzung von Bäumen auf öffentlichen und privaten Flächen oder eine Ausweitung von Blütenflächen, teilte Quartiersmanagerin Heike Brand vom Planungsbüro AKP aus Kassel mit. „Neustadt will gegen Leerstand vorgehen“ weiterlesen

Wieder volle Kapelle

Die fünf karnevalstreibenden Vereine Neustadts wollen 2023 ihre Sitzungen mit großem Programm ausrichten
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Letztes Jahr waren die Menschen enttäuscht, hatten aber Verständnis. Wenn der Karneval jetzt noch mal ausfällt, dann wird es schwer, diese Tradition aufrechtzuerhalten“, sagt Michael Launer und kündigt an, dass der VfL im kommenden Jahr wieder seine Prunksitzung ausrichten will – was auch für die anderen karnevalstreibenden Vereine Neustadts gilt, die ebenfalls wieder ihre beliebten Veranstaltungen planen.

Ähnlich hatte es auch im vergangenen Jahr ausgesehen. Da mussten die Närrinnen und Narren aber aufgrund der Vorschriften alles über den Haufen werfen und ihre Sitzungen absagen. „Die Möglichkeit besteht dieses Mal natürlich auch wieder. Ich glaube aber, dass von der Politik keine Vorgaben gemacht werden und alles in Eigenverantwortung läuft“, sagt Felicitas Trebes-Börner, die mit den Frauen von Sankta Maria ebenfalls mit der Planung ihrer Fastnachtsveranstaltung begonnen hat.

„Die Menschen wollen feiern“, weiß Andreas Gnau, der Vorsitzende des Elferrates der Kolpingfamilie. Den Karneval wieder feiern zu können, sei aber auch für den Zusammenhalt im Verein wichtig: „Bisher haben wir es gut hingekriegt – aber wir müssen verhindern, dass alles auseinanderbricht“, ergänzt er. Eine Meinung, die auch Launer vertritt – der sich aber zudem besonders um den Zuspruch vonseiten der Gäste sorgt: „Viele sagen nach zwei Jahren ohne bereits, dass es auch ohne Karneval geht.“ Insofern gelte es, die Begeisterung früherer Tage wieder aufflammen zu lassen oder eben aufrechtzuerhalten. „Wenn jeder ein bisschen Rücksicht auf die anderen nimmt, dann sollte das doch funktionieren“, fügt Michaela Gies hinzu, die mit dem Frauenverein auch wieder den Weiberfasching ausrichten will. Der Kinderkarneval soll, wie Carmen Cloes-Kleiner mitteilt, ebenfalls stattfinden. „Wieder volle Kapelle“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

VR Bank HessenLand Träger der Gelben Schleife

VR Bank HessenLand macht ihre Verbundenheit und Solidarität mit der Bundeswehr an ihrem Geschäftsgebiet sichtbar.
Mit der Anbringung der „Gelben Schleifen“ an den vier Bera­tungszentren Alsfeld, Neukirchen, Stadtallendorf/Neustadt und Schwalmstadt-Treysa macht die VR Bank HessenLand ihre Ver­bundenheit und Solidarität mit den Soldatinnen und Soldaten so­wie ihrer Angehörigen sichtbar.
Die Bundeswehr steht für Freiheit, Frieden und Demokratie in unserem Land. Ihr Verteidigungsauftrag ist gerade im aktuellen weltpolitischen Umfeld wieder verstärkt in den Fokus gerückt.
Die VR Bank HessenLand zeigt ihre Solidarität mit der Bundes­wehr und den Soldaten in Form der „Gelben Schleife“, indem sie diese an Ihren Beratungszentren in Alsfeld, Neukirchen, Schwalmstadt-Treysa und Stadtallendorf/Neustadt anbringt.
„Der aktuell herrschende Krieg Russlands gegen die Ukraine auf europäischem Boden, aber auch die Unterstützung in Krisenzei­ten, insbesondere während der Pandemie, machen uns die Not­wendigkeit der Streitkräfte deutlich bewusst“, stellt Vorstandsvor­sitzender Helmut Euler heraus. „Mein Respekt und mein Dank gilt allen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, die sich für Frieden und Freiheit in unserem Land einsetzen. Es macht uns als Bank sehr stolz, als wertschätzender Partner der Bundeswehr wahrgenommen zu werden. Die Solidarität für die Streitkräfte sowie deren Angehörigen sollen die Gelben Schleifen an unseren Beratungszentren zum Ausdruck bringen“ betonte Euler im Rah­men der offiziellen Übergabe in Treysa, bei der für die Bundes­wehr Hauptmann Martin Würz, Vorsitzender des Fördervereins Division Schnelle Kräfte, Worte an die weiteren Gäste richtete.
Die „Gelbe Schleife“ drückt die Solidarität mit der Bundeswehr und den Soldaten aus, die hohen Belastungen ausgesetzt sind. Sie steht daher stellvertretend zum persönlichen Ausdruck der Dank­barkeit als politisch unabhängiges, sichtbares Zeichen der Wert­schätzung.
fv. I.): Thomas Groll (Bürgermeister Stadt Neustadt), Dieter Dötenbier (Stadtrat Stadt Stadtallendorf), Thorsten Schäfer (Firmenkun­denberater VR Bank HessenLand eG), Marion Fenner (Förderverein Division Schnelle Kräfte e.V.), Oberstleutnant Stefan Prusa (Leiter Kreisverbindungskommando Schwalm-Eder), Hauptmann Martin Würz (Vereinsvorsitzender Förderverein Division Schnelle Kräfte e.V.), Helmut Euler (Vorstandsvorsitzender VR Bank HessenLand eG), Oberst Gernot Kirch (in Vertretung des Kommandeurs), Ma­jor Horst Knauff (Offizier Verbindungskommando), Andre Herzog (Marktbereichsleiter VR Bank HessenLand eG)
Der Förderverein Division Schnelle Kräfte stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen der Bevölkerung und der Bundeswehr dar. Er leistet unbürokratisch, schnell und diskret Hilfe bei unverschul­deten Notlagen aller Angehörigen der Bundeswehr dort Hilfe, wo der Leistungskatalog des Staates endet und bringt der Bevölke­rung durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit die Arbeit der Bundeswehr näher. Der Förderverein steht außerdem hinter der Aktion „Gelbe Schleife“, deren Anbringung an Ortseingängen und Firmen im Geschäftsgebiet einzigartig sind.

Herbstwanderung der Kita „Sonnenschein“

Kita „Sonnenschein“ – der Name war am 05.10.2022 Programm, denn unsere Herbstwanderung wurde vom schönsten und sonnigstem Wet­ter begleitet.
Zusammen mit ihren Familien durf­ten die Kinder mit den Erzieherin­nen von der Kita bis zur Neustädter Grillhütte durch den Wald wandern. Dort angekommen, sangen die Kinder gemeinsam das Lied „Der Herbst ist da“ und eröffneten somit den Nachmittag an der Grillhütte.
Anschließend wurden von den Er­zieherinnen einige herbstliche Spiele angeboten, die auf große Begeiste­rung trafen. Dazu wurden außerdem Würstchen und Getränke verkauft.
Die Kita „Sonnenschein“ bedankt sich recht herzlich beim Förderver­ein und dem Elternbeirat für die tolle Hilfe beim Grillen und dem Verkauf.
Ein großes Danke geht auch an die Kinder und ihre Familien für das zahlreiche Erscheinen und die Teil­nahme an der Wanderung mit dem schönen Nachmittag an der Grill­hütte.
Wir freuen uns jetzt schon auf unse­re nächste Herbstwanderung!

Interesse aus Rauschenberg am Neustädter Freibad

Das Freibad der Stadt Rauschenberg ist bei der Bevölkerung sehr beliebt und verzeichnet Jahr für Jahr einen guten Besucherzu­spruch.
Allerdings weist es einigen Sanierungsbedarf auf und die Verant­wortlichen vor Ort beraten seit längerem über das weitere Vorge­hen.
Die Ausgangslage ist also mit der in Neustadt vergleichbar, denn auch in Rauschenberg will man das Bad als Freizeitangebot für Jung und Alt erhalten.
Kürzlich besuchte eine Abordnung aus Stadtverordnetenver­sammlung und Magistrat um Bürgermeister Michael Emmerich das sanierte Neustädter Freibad. Obwohl die Einrichtung bereits außer Betrieb genommen ist war man voll des Lobes über das sa­nierte Bad und die Außenanlagen, insbesondere die farbenfrohe Bepflanzung. Auch die verschiedenen Attraktionen für Kinder und Jugendliche fanden bei den Kommunalpolitikern Anklang.
Bürgermeister Thomas Groll und Fachbereichsleiter Thomas Dickhaut erläuterten den Werdegang der örtlichen Sanierungs­maßnahme und standen den Gästen für Fragen zur Verfügung.
Von besonderem Interesse war für diese die Frage der Becken­auskleidung. „Folie oder Edelstahl“ wird in Rauschenberg derzeit diskutiert. In Neustadt, so Thomas Groll, kannte man die Folien­lösung bereits aus dem Hallenbad. Der Planer hätte zusätzlich Freibäder nennen können, die diese Variante wählten. Ein ent­scheidender Faktor sei auch der Preis gewesen. Edelstahl sei mehr als doppelt so teuer wie Folie. Zudem habe „das Auge“ mitgespielt-“blaues Wasser“ sei einfach schöner als eine „Stahlwanne“.

Städtebauförderung Sozialer Zusammenhalt Entwicklung der Innenstadt im Fokus der künftigen Arbeit

Seit 2015 profitiert die Stadt Neustadt (Hessen) in vielfältiger Wei­se vom Städtebauförderungsprogramm Sozialer Zusammenhalt. Beispielsweise wurden der Neubau des Kultur- und Bürgerzent­rums, die Umgestaltung des Bürgerparks und die Anlage von drei Spielplätzen hierüber gefördert.
Das Programm wird noch bis Ende 2024 laufen, wobei bis dahin begonnene Projekte noch fertiggestellt werden können.
Die Arbeit von Quartiersmanagement und Verwaltung wird von einer Lenkungsgruppe in der Kommunalpolitiker aller Fraktio­nen vertreten sind begleitet. Zudem gibt es einen Arbeitskreis „Verfügungsfonds“, der über die Unterstützung von Kleinprojek­ten im Fördergebiet mit bis zu 5.000 Euro entscheidet.
Mitte September 2022 fand unter dem Vorsitz von Bürgermeis­ter Thomas Groll eine gemeinsame Sitzung beider Gremien statt. Durch die einzelnen Tagungsordnungspunkte führte Quartiers­managerin Heike Brand vom Planungsbüro akp aus Kassel.
Zunächst stellten sich neue Mitarbeiterinnen vor. Corina Zabel ist beim bsj Marburg beschäftigt. Gemeinsam mit der „Neustadt-er­fahrenen“ Annika Schlüter ist sie für das Quartiersmanagement im sozialen Bereich verantwortlich. Die beiden folgten Svetlana Nerenberg nach.
Annika Wärncke (akp) unterstützt Heike Brand beim städtepla­nerischen Quartiersmanagement und ist für das Stadtmarketing
innerhalb des Programms „Zukunft Innenstadt I und II“ verant­wortlich.
Heike Brandt berichtete kurz von der stimmungsvollen Eröffnung des Bürgerparks im Rahmen eines Parkfestes. Annika Schlüter stellte die Aktivitäten der „Wandelbar“ und in der Leipziger Stra­ße vor. Zukünftig wolle man auch im Bereich Goethestr./Karl- Braun-Str. tätig werden.
Bürgermeister Thomas Groll erläuterte den Anwesenden die Pla­nungen für die Neugestaltung des „Waldstadions“ und ging auf die Teilnahme Neustadts am Programm „Global nachhaltige Kom­mune“ ein.
Heike Brandt stellte zwei neue Förderanträge vor: die Kommune wird sich um Unterstützung aus dem Bundesprogramm „Anpas­sung urbaner Räume an den Klimawandel“ bewerben. Hier geht es u. a. um eine weitere Teilrenaturierung der Wiera, die Anpflan­zung von Bäumen auf öffentlichen und privaten Flächen oder eine Ausweitung von Blütenflächen. Weiterhin hat sich die Kommune um Mittel der Europäischen Union für eine Verstetigung der Se­niorenarbeit beworben.
Für 2023 ist ein Anreizprogramm für Hauseigentümer in der Innenstadt vorgesehen. Diese sollen Hilfen bei kleineren Sanie­rungsmaßnahmen erhalten.
Annika Wärncke stellte die einzelnen Maßnahmen im Rahmen der Förderprogramme „Zukunft Innenstadt I und II“ vor. Einiges wie der NeuSTADTLADEN wurde bereits umgesetzt, anderes wie der Coworking-Space im Historischen Rathaus stehe kurz vor der Einweihung.
Bürgermeister Thomas Groll verwies darauf, dass die Zukunft der Innenstadt vom Bahnhof bis zum Weidenbrunnen Schwerpunkt der künftigen kommunalpolitischen Arbeit sein müsse. Dies sei sinnbildlich gesprochen kein Sprint, sondern ein Marathonlauf.
Der Bürgermeister sprach sich für ein konzeptionelles Vorgehen aus. Ziel müsse es sein, einen Masterplan für ein nachfolgendes Förderprogramm zu haben. Kürzlich war der Bürgermeister in Homberg/Efze, um sich von seinem dortigen Kollegen über den Umgang mit der Leerstandsproblematik in der Kreisstadt des Schwalm-Eder-Kreises informieren zu lassen.
Die Anwesenden waren sich darin einig, dass Leerstände in der Innenstadt abgebaut werden müssen. Eine Möglichkeit sei hier die Schaffung zusätzlicher Wohnfläche. Diesbezüglich ist der Bürger­meister gegenwärtig in Gesprächen. Man dürfe, so Groll, nicht nur die Leerstände vom Herbst 22 sehen, sondern müsse fragen, wel­che weiteren Gebäude 2030 leer stehen könnten.
Die Gremienmitglieder sprachen sich in der Innenstadt auch für den „Mut zu Lücke“ auf. Nicht jedes Gebäude sei erhaltenswert und eine neugeschaffene kleine Freifläche erhöhe die Attraktivi­tät.
Über den Verfügungsfonds wird die Anschaffung von Sitzbank, Mülleimer und Schaukasten für den „Treffpunkt ehemaliges Heiz­haus Leipziger Str.“ unterstützt. Den Antrag hatte Mathilde Bradt anschaulich geschildert und zugleich den Einsatz der „Damen vom Heizhaus“ dargestellt, den der Bürgermeister anschließend würdigte.
Seitens der Martin-von-Tours-Schule wurde der Antrag gestellt, eine kommunikationsfördernde Sitzgelegenheit für die Martin- von-Tours-Schule zu fördern. Dies solle nicht nur Schülern, son­dern allen Interessierten zugutekommen. Auch dieser Vorhaben fand Zustimmung.

„Hier hilft man sich noch“

Wer in Mengsberg wohnt, muss sich nicht vor kalten Tagen fürchten – sagen die Männer des Senioren-Stammtischs
Von Florian Lerchbacher
Mengsberg. Über 1 000 Jahre an Lebenserfahrung sitzen manchmal im Vereinsheim des TSV Mengsberg zusammen, wenn dort ein Treffen des Seniorenstammtischs stattfindet. Dessen Mitglieder verbitten sich den Namen Ü-80-Stammtisch, auch wenn es vom Altersdurchschnitt her passen würde: „Wir haben schließlich ein paar Jungspunde dabei, die gerade mal die 70-Jahre-Marke überschritten haben“, erklärt Karli Friauf.

Initiator ist Gerhard Kubitschko, der im Mai 2015 erstmals an den Stammtisch einlud, um das Miteinander zu pflegen. Viele der Senioren dachten damals, es stehe, wie so oft in Mengsberg, ein ehrenamtlicher Arbeitseinsatz an – und kamen natürlich trotzdem, da es im Dorf Ehrensache ist, bei Projekten zu helfen. Angepackt werden muss am Stammtisch aber nur im Kleinen, wenn es beispielsweise ans Schneiden von Zwiebeln für die Hackbrötchen geht. Im Mittelpunkt steht aber der persönliche Austausch – und somit etwas, das in Zeiten moderner Kommunikationsmöglichkeiten oftmals viel zu kurz kommt. „„Hier hilft man sich noch““ weiterlesen

Nebeneinander arbeiten

Stadt Neustadt startet „Versuchsballon“ und schafft „Coworking-Space“ mit elf Arbeitsplätzen
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. So gut wie ungenutzt ist das Obergeschoss des historischen Rathauses Neustadt seit vielen Jahren. Gleich mehrere Zimmer des hübschen Gebäudes in der Innenstadt stehen leer, lediglich das Trauzimmer nutzte die Stadt hin und wieder – aber nur um die 20 Mal im Jahr, sagt Bürgermeister Thomas Groll. Das soll nun anders werden. Aus diesem Grund startet die Kommune einen „Versuchsballon“ und hat im Obergeschoss eine sogenannte „Coworking-Space“ eingerichtet – eine Hoffnung ist, mehr Leben in die Innenstadt und die Gebäude zu bringen.

Platz kostet zehn Euro am Tag

Das bedeutet, dass sie mehrere Arbeitsplätze eingerichtet hat und einiges an Ausrüstung zur Verfügung stellt – mit dem Ziel, dass beispielsweise Freiberufler aus unterschiedlichsten Richtungen diese Räume nutzen und am besten noch voneinander profitieren. „In größeren Städten funktioniert das gut. Wir wollen nun herausfinden, ob so etwas auch im ländlichen Raum sinnvoll ist“, erklärt der Bürgermeister, der einst erklärt hatte: „Diese neue Art des Arbeitens bietet zahlreiche neue Möglichkeiten der Vernetzung und der Interaktion mit Vordenkerinnen und -denkern und Innovatoren. Zugleich haben wir als Kommune die Chance, unseren Bürgerinnen und Bürgern einen wohnortnahen Arbeitsplatz zu bieten und somit neue Potenziale für Firmen und Institutionen zu schaffen, den Fachkräftemangel entgegenzuwirken“, erläutert der Bürgermeister. Gerade Menschen, die im Homeoffice tätig seien und manchmal etwas Ruhe oder einfach ein anderes Umfeld benötigten, gehörten zur Hauptzielgruppe. „Nebeneinander arbeiten“ weiterlesen

Vielfältige Informationen rund um das Thema Altenhilfe

Neustadt. Im Kultur- und Bürgerzentrum hatten Bürgerinnen und Bürger aller Altersklassen anlässlich des erstmals in Neustadt ausgerichteten Weltseniorentages die Gelegenheit, sich rund um das Thema Altenhilfe zu informieren. Eingeladen hatte dazu die kommunale Leitstelle Älterwerden alle Kooperationspartner aus der Region.

Angefangen von Pflegeheimen über Hausnotruf, 24-Stunden-Pflege, Logo-, Ergo- und Physiotherapie bis hin zur Ausbildung der Altenpflege wurde alles geboten.

Neustadt will somit die Leistungen der Älteren und den Gewinn, den sie für das gesellschaftliche Zusammenleben darstellen, würdigen. Im Namen der Stadt Neustadt hieß Erster Stadtrat Wolfram Ellenberg die zahlreichen Anwesenden stellvertretend für Bürgermeister Thomas Groll willkommen, der einen anderen Termin wahrzunehmen hatte. Ellenberg dankte allen Ausstellern für ihr Mitwirken sowie Eva Hartmann und Nicole Zinkowski für die Organisation des Weltseniorentages. Er verwies darauf, dass sich die Kommune nicht nur für Kinder und Jugendliche engagiere, sondern auch die Senioren im Blick habe. Ausgehend von einem Altenhilfekonzept baue man Schritt für Schritt eine aktive Seniorenarbeit auf und sei allen dankbar, die hieran mitwirkten. „Vielfältige Informationen rund um das Thema Altenhilfe“ weiterlesen

„Wer nicht mitmacht, hat schon verloren“

Stadt Neustadt überarbeitet ihre Angebote für Senioren / Neuer Bewegungspfad im Bürgerpark
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Am Erlensee bei Kirchhain hatte Irene Henrich bereits einen ATP-Bewegungspfad und sich gedacht: So etwas wäre auch für Neustadt geeignet. Dieser Wunsch ist nun in Erfüllung gegangen. Im Bürgerpark gibt es nun ein solches Angebot. Der Pfad besteht aus elf Schildern, von denen zehn Übungen erklären, die sich an die Generation „60plus“ oder an Sportanfänger richten.

Und weil die Stadt die Struktur ihrer Seniorennachmittage verändern und Neues anbieten möchte, feierte sie nicht nur den Weltseniorentag, sondern weihte den Bewegungspfad mit vielen Gästen ein. Die Federführung übernahm Holger Dolfen, der Vorsitzende des Vereins Prävention und Sport in Deutschland (PID), der das Projekt initiiert hatte. Er erläuterte den Seniorinnen und Senioren die unterschiedlichen Übungen. In der Gruppe machten diese auch elanvoll mit. Seit 23 Jahren mache er regelmäßig Übungen, sagt der 89-jährige Horst Lemmer und betont. „Früher waren wir immer in der Natur.“ Entsprechend könne er sich auch ein leichtes Training im Park vorstellen. „„Wer nicht mitmacht, hat schon verloren““ weiterlesen

Drei Landkreise, eine Feier

Neustadt traf Nachbarn aus dem Schwalm-Eder-Kreis und dem Vogelsbergkreis am „Dreiherrenstein“
Neustadt. Am „Dreiherrenstein“ treffen die Landkreise Schwalm-Eder, Vogelsberg und Marburg-Biedenkopf zusammen. Anlässlich des Stadtjubiläums „Neustadt 750“ bot sich Bürgermeister Thomas Groll die Gelegenheit, die Nachbarn der Junker-Hansen-Stadt zu einer Wanderung einzuladen.

Etwa 150 Wanderer trafen sich auf dem Schlossplatz vor dem Rathaus, um gemeinsam zum „Dreiherrenstein“ zu laufen. Der rund vier Kilometer lange Weg, der in einer Stunde zurückgelegt wurde, führte auch an der neuen Schutzhütte in der Verlängerung des Kohlscheider Weges vorbei.

Am „Dreiherrenstein“ hatten sich bei Ankunft der Wanderer bereits zahlreiche Gäste aus den umliegenden Städten und Gemeinden versammelt. Wie die Stadt Neustadt berichtete, haben etwa 350 Menschen den Weg zum Nachbarschaftstreffen gefunden. Die Junker-Hansen-Musikanten sorgten mit Blasmusik für Unterhaltung.

Groll äußerte die Hoffnung, dass die Zusammenkunft regelmäßig stattfinden möge. Aus Willingshausen wurde bereits Interesse geäußert, anlässlich „200 Jahren Malerkolonie“ 2024 eine solche Veranstaltung zu organisieren.

Manege frei für den „Goldenen Biber“

Unter anderem kommt Star-Clown Tony Alexis zum Artistenfestival / OP verlost Karten
Von Florian Lerchbacher
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Neustadt. Das Artistenfestival „Goldener Biber“ kehrte zurück – und das mit Wucht. Kooperierte die Stadt in den Jahren 2018 und 2019 noch mit einer Artistenschule (und einem Mitmach-Zirkus), so wartet sie bei der dritten Auflage der Veranstaltung mit einem Programm auf, das sogar Kenner mit der Zunge schnalzen lässt. Bürgermeister Thomas Groll, bekennender Zirkus-Fan und seit fast drei Jahrzehnten Mitglied der „Gesellschaft der Circusfreunde“, ist jedenfalls bereits voller Vorfreude und verkündet stolz, dass auch Stefan Nolte – Präsident eben jener Gesellschaft – angesichts des Programms sein Kommen angemeldet habe.

Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und die Sparkasse Marburg-Biedenkopf machten es, wie der Rathauschef herausstellt, möglich, namhafte Artistinnen und Artisten nach Neustadt zu locken – einer Kommune, die über das Jahr verteilt die exakt 750 Jahre zurückliegende urkundliche Ersterwähnung von Nova Civitas feiert. Und der „Goldene Biber“ werde angesichts der Besetzung mit Sicherheit zu den Höhepunkten gehören, sagt Groll.

Der Bürgermeister hatte es sich nicht nehmen lassen, höchstpersönlich an der Zusammenstellung und Organisation des Programms mitzuwirken. Die Telefonate mit Stargast Tony Alexis führte er beispielsweise selbst. Der weltberühmte Clown spreche zwar mit Ausnahme seines markanten Ausrufs „Ahoi“, den früher bis zu 5 000 Menschen in Zirkuszelten erwiderten, keinerlei Deutsch. Die Kommunikation habe aber trotzdem funktioniert und sei sehr erheiternd gewesen, berichtet Groll und freut sich wie ein Kind in der Manege, dass der Clown sich einmal mit „gracias amigo“ (vielen Dank, mein Freund) verabschiedet habe. „Manege frei für den „Goldenen Biber““ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Neustadt traf seine Nachbarn am „Dreiherrenstein

Seit alters her befinden sich am „Dreiherrenstein“ die wich­tigsten Grenzsteine in der näheren Umgebung Neustadts.
Bis 1803 trafen hier die Landgrafschaften Hes­sen-Kassel und Hessen-Darmstadt und das kur­mainzische Gebiet, zu dem Neustadt bis zum seinerzeitigen Reichsdeputationshauptschluss ge­hörte, aufeinander. Vor über 200 Jahren wurden dann aufgrund der napoleonischen Kriege Teile des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation „neu geordnet“ und Neustadt kam „nach Kassel“. Heute treffen am „Dreiherrenstein“ die Landkrei­se Schwalm-Eder, Vogelsberg und Marburg-Bie­denkopf zusammen.
Das letzte große Treffen an dieser historischen Stätte fand 2004 anlässlich der 500. Neustädter Trinitatis-Kirmes statt. Das Stadtjubiläum „Neu­stadt 750“ bot Bürgermeister Thomas Groll nun die Gelegenheit, die Nachbarn der Junker-Han­sen-Stadt wieder einmal einzuladen.
Erfreulicherweise hatte Petrus ein Einsehen und so blieb es am 3. Oktober, anders als an den Vor­tagen, trocken und sogar die Sonne kam zum Vor­schein.
Bereits in den frühen Morgenstunden hatten die Kameradin­nen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt für die notwendige Infrastruktur gesorgt. Später sollten sie die Wanderer mit Würstchen und Getränken sowie Kaffee und Kuchen versorgen. Herzlichen Dank dafür.
Danke auch an den städtischen Bauhof für vorbereitende Maßnahmen, Sonja Stark und Rene Spatzier für die Organisa­tion, „dem Bernsburger Bauern“ für die Bereitstellung seiner Wiese als Parkplatz, Rainer Kurz für die Verkehrsregelung und den Fahrern des Bürgerbusses für ihren Einsatz. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen