Derzeit besuchen 11 Kinder die Neustädter Einrichtung, im nächsten Jahr werden es sogar 20 sein
Zahlreiche Besucher kamen in den Wald zwischen Waldschule und Grillhütte zur Feier des einjährigen Bestehens des Neustädter Waldkinder
gartens.
von Klaus Böttcher
Neustadt. Im Herbst 2016 sei er zum ersten Mal mit der Idee des Waldkindergartens kontaktiert worden, erinnert sich Bürgermeister Thomas Groll: „Das war für mich nicht vorstellbar.“ Doch interessierte Eltern versorgten ihn mit Details, die Idee reifte und im Jahr 2017 hatte der Bürgermeister eine positive Einstellung zu dem Projekt. Am 4. Oktober startete der Betrieb im ersten Waldkindergarten des Ostkreises. „Die große Beteiligung zeigt, dass der Waldkindergarten angenommen ist“, betont Groll und spricht von einer pädagogischen Bereicherung für die Stadt. Der Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit (bsj) sei ein guter Partner und habe viele Projekte angestoßen – so auch bei der Einrichtung des Waldkindergartens. „Waldkindergarten wächst und wächst“ weiterlesen
Abriss des Hauses der Begegnung hat begonnen
Im Dezember soll das marode Gebäude Geschichte sein • Abrisstrupp arbeitet sich von innen nach außen vor
Konfetti auf dem Boden erinnert noch an die letzten Feiern im Haus der Begegnung. Doch drumherum sammeln sich inzwischen Staub und Dreck, denn die Abrissarbeiten haben begonnen.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Die noch vor wenigen Jahren zur Sicherung ein- gezogenen Stützbalken wurden abgebaut und liegen fein säuberlich gestapelt im Saal des Hauses der Begegnung. Daneben findet sich entfernte Bühnendekoration auf dem Boden. Ein Arbeiter zieht Kabel aus der Wand, ein anderer hat Metallstreben entfernt und lässt sie fallen. Langsam aber sicher erinnert nur noch wenig in dem Gebäude an die rauschenden Feste, die Neustadts Bürger über viele Jahre dort feierten. „Ein bisschen Wehmut kommt bei aller Freude über den Beginn der Abbrucharbeiten dann doch auf“, gibt Bürgermeister Thomas Groll zu und erinnert sich an zahlreiche Filmvorführungen, Karnevalsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen im Vorfeld von Wahlen oder auch an seine Amtseinführung als Bürgermeister zurück: „Hier haben wir so einiges erlebt.“ „Abriss des Hauses der Begegnung hat begonnen“ weiterlesen
Vom Parteipolitiker zum Pragmatiker
Thomas Groll bewirbt sich um eine dritte Amtszeit als Bürgermeister • Der Allein-Kandidat im Porträt
ln zwölf Jahren an der Spitze hat sich einiges verändert – in der Neustädter Kommunalpolitik, an der Einstellung Thomas Grolls, aber auch im Privatleben des Bürgermeisters, der auf Wiederwahl hofft.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Die Zeiten ändern sich und manchmal auch die Menschen – Neustadts Bürgermeister Thomas Groll (CDU) ist einer von denen, die sich entwickelt haben. Einen maßgeblichen Anteil daran haben seine Frau und seine sieben Jahre alte Tochter. Doch zwölf Jahre kommunalpolitischer Arbeit hinterlassen eben auch ihre Spuren: „Früher war ich mehr Parteipolitiker. Inzwischen bin ich Pragmatiker“, sagt der 47-Jährige und erklärt, dass dies beim Arbeiten zum Wohl einer kleinen Stadt dringend notwendig sei: „Es geht nicht mehr darum, bei einem Antrag anderer den dritten Spiegelstrich zu ändern – ein Bürgermeister ist Motor, aber auch Moderator und sollte auf verschiedene Meinungen und Ansichten eingehen und sie zusammenführen, um Entscheidungen mit möglichst breiter Mehrheit herbeizuführen.“ Natürlich wisse er noch, wo sein „politisches Zuhause“ sei: „Aber reine Parteipolitik hat auf dem Stuhl eines Bürgermeisters nichts zu suchen.“ „Vom Parteipolitiker zum Pragmatiker“ weiterlesen
„Sichere Stadt“ soll sicherer werden
Neustadt ist jetzt Mitglied einer Polizei-Initiative und benötigt nun die Rückmeldungen der Bürger
Wie sicher ist Neustadt und was kann getan werden, um die Stadt noch sicherer zu machen? Mit diesen Fragen setzen sich Polizei, Stadt, Institutionen und die Bürger gemeinsam auseinander.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Am Dienstagabend fiel der Startschuss: Neustadt ist nun offizielles Mitglied der „Sicherheitsinitiative Kompass“. Mittelhessens Polizeipräsident Bernd Paul betonte, dass dies eine große Chance sei und sprach von einem „Projekt für die Bürger, das sich aber auch nur mit den Bürgern umsetzen“ lasse. Will heißen: Die Neustädter sollen sich einbringen und der Polizei ihre Sorgen und Ängste mitteilen und erklären, wo und warum sie sich unwohl oder unsicher fühlen. „„Sichere Stadt“ soll sicherer werden“ weiterlesen
Neustädter Mitteilungsblatt
Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner der Rotkäppchenwoche!
In der Rotkäppchenwoche haben zahlreiche Kinder und Erwachsene an einem Märchenrätsel teilgenommen. Die Gewinner konnten am Sonntag im Wildpark Knüll ihre Preise entgegen nehmen. Heidrun Englisch vom Tourismusservice Rotkäppchenland übergab Konzerttickets, Schwimmbadkarten, Frühstücksgutscheine, Märchenbücher in Schwälmer Mundart, Märchenschmuck u.a. an die Anwesenden.
Den 3. Preis, Tageskarten für zwei Rent E-Bikes konnte Noah Schütt aus Neustadt (Hessen) entgegennehmen. Über einen gut gefüllten „Rotkäppchen-Korb Spezial“ mit Märchenpuppe freute sich die sechsjährige Luisa Franke aus Frielendorf. Dr. Wolfgang Fröhlich übergab den 1. Preis, eine Jahreskarte für den Wildpark Knüll, an Wolfram Ellenberg, der diesen in Vertretung für seinen Enkel Jannis Menz aus Kirchhain entgegennahm, der leider verhindert war. Der Wildpark Knüll spendierte den Gewinnern dazu noch freien Eintritt, sodass alle noch schöne Stunden im Wildpark und beim Tag der Jagd und Fischerei verbringen konnten.
Der Tourismusservice Rotkäppchenland bedankt sich bei den Teilnehmern am Märchenrätsel für die Beteiligung und bei allen Sponsoren für die Unterstützung. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
Schule setzt ein Zeichen gegen Rassismus
Schüler malten „#Wir sind mehr“ auf den Pausenhof und versammelten sich hinter dem Schriftzug
Der Schriftzug „#Wir sind mehr“ mag zwar nur aus Kreide sein – aber das Symbol bleibt. Da ist sich Stefan Seibert, der stellvertretende Leiter der Martin-von-Tours-Schule, sicher.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Ein Problem mit Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit gibt es an der Martin-von- Tours-Schule eigentlich nicht, sagt Leiter Volker Schmidt. Ab und zu würden Schüler sich zu rechtsradikalen Parolen oder Schmierereien hinreißen lassen: „Dann setzen wir aber nicht auf Bestrafung, sondern auf Aufklärung“, betont er und freut sich über die gut funktionierende aufsuchende Schulsozialarbeit, die es in Neustadt dank der Kooperation von Stadt und Schule gibt. „Aufarbeiten, aufklären, sensibilisieren“, fasst Schmidt den Ansatz kurz zusammen. „Schule setzt ein Zeichen gegen Rassismus“ weiterlesen
Das Dorf steht hinter seiner Kirmes
„Ranzemannschaft“ findet als Ausrichter immer mehr Mitstreiter • Vereine gestalteten bunten Festzug
Zuschauer und Mitwirkende freuten sich gleichermaßen über den Kirmes- Umzug, bei dem ganz Momberg auf den Beinen war. Wer nicht mitlief, stand am Bürgersteig und jubelte den Akteuren zu.
von Karin Waldhüter
Momberg. Dass es an diesem Wochenende bei der Momberger Kirmes wieder richtig rund ging, war nicht selbstverständlich: In Momberg waren bisher drei Gruppen im Wechsel für die Ausrichtung der Kirmes zuständig: die Borussia, der Schützenverein und der Männergesangverein. Letzterer hatte diese Verantwortung aufgrund des steigenden Durchschnittsalters abgegeben. Damit die Kirmes nicht ausfallen muss, hatten sich im vergangenen Jahr 15 bis 20 Bürger zusammengeschlossen und die „Ranzemannschaft“ gegründet – einen Verein, der mittlerweile auf 75 Mitglieder angewachsen ist und erstmals Ausrichter der Kirmes war.
Bei herrlichem Spätsommerwetter säumten Hunderte Besucher die fahnengeschmückten Straßen. Der Festumzug bestand aus 19 Zugnummern. Zum Beispiel schipperten die Schützen auf einem Piratenschiff durch Momberg. Es gab aber auch Ranzemann Arthur Groß, Ehrengäste, Matrosen, Elfen, Einhörner, Scheichs, Gardemädchen und Elvis Presley zu bewundern. Der Frauenverein punktete in schicken Petticoats, die Feuerwehr freute sich über Spenden für ihre Ausrüstung, und die Beigefreiten suchten Nachwuchs mit dem Hinweis: „Fürchtet euch nicht“.
„Jogis Elf – es war nur Schrott“ stellten die Kindergartenkinder fest, der RSC Fidelia nominierte gleich das ganze Dorf zur „Cold Water Challenge“. „Es ist nie zu spät, ein Einhorn zu satteln“, dachten sich die Mitglieder des Reitvereins, schmückten ihre Pferde entsprechend und schickten noch einen Wagen mit „Feenstaub“ hinterher. „Das Dorf steht hinter seiner Kirmes“ weiterlesen
44 Stufen bilden für viele eine Barriere
Auch Neustadt will sich für Umbau des Bahnhofs einsetzen • Für den ersten Schritt reichen 40 000 Euro
Neustadt bemüht sich um die Chance, im nächsten Jahr Teil einer Rahmenvereinbarung zwischen Land und Bahn zu werden. Es geht um den barrierefreien Umbau des Bahnhofs, von Michael Rinde
Neustadt. Wer im Neustädter Bahnhof zu einem Zug eilt, muss erst 20 und dann noch einmal 24 Stufen auf steilen Treppen schaffen. Für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder Mütter mit Kinderwagen werden diese Treppen schnell zu einem mitunter unüberwindbaren Hindernis.
Anders als in Kirchhain oder seinerzeit auch in Stadtallendorf ist das Thema barrierefreier Bahnhof in Neustadt bisher kein größeres Diskussionsthema gewesen. Das bestätigt auch Neustadts Bürgermeister Thomas Groll (CDU) gegenüber der OP. „44 Stufen bilden für viele eine Barriere“ weiterlesen
Neustädter Mitteilungsblatt
„Sehreise2“ – ein Kunstprojekt stellt sich vor
„Sehreise2“ ist ein Kunstprojekt, in dem Menschen mit und ohne Behinderung, Geflüchtete und Ortsansässige, Kinder und Senioren in den Kommunen der LEADER-Region „Marburger Land“ zusammenkamen, um künstlerisch tätig zu werden. Betreut wurde das Vorhaben von Dr. Stefanie Alexa Stork von Arbeit und Bildung e. V. aus Marburg. In den Städten und Gemeinden Weimar, Lohra, Fronhausen, Neustadt und auch in Marburg lernten die Teilnehmer/-innen sich, einander und das Gestalten mit Acrylfarben, Aquarellen, Kreiden, Zeichenstiften und Papieren kennen. In den Ergebnissen der künstlerischen Arbeit drücken sich individuelle Erfahrungen, Träume und Gedanken aus, die als Verarbeitung von inneren Bildern begriffen werden können. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
Erinnerung an „Fels in der Brandung“
Frühere Bundesministerin Annette Schavan erinnerte an 40. Jahrestag der Wahl von Karol Wojtyla zum Papst
Als Teil einer Neustädter Veranstaltungsreihe erinnerte die ehemalige Bundesministerin Annette Schavan in einem ein- stündigen Beitrag an Papst Johannes Paul II. von Klaus Böttcher
Neustadt. Mehr als 80 Zuhörer waren in das historische Rathaus gekommen, um die zeitgeschichtliche Veranstaltung zu verfolgen. Bürgermeister Thomas Groll hatte den Vortrag von Annette Schavan „Der Papst und die Kunst des Politischen – vierzigster Jahrestag der Wahl von Papst Johannes Paul II“ überschrieben. Mit Schavan kam eine fachkundige Rednerin nach Neustadt. Durch ihre politischen Ämter als Ministerin und zuletzt als deutsche Botschafterin beim Vatikanstaat war die Katholikin die richtige Rednerin zu diesem Thema.
Thomas Groll stellte wie gewohnt den Gast vor. Dabei betonte er, dass Annette Schavan als Bundesministerin gleichzeitig stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU war und als enge Vertraute der Bundeskanzlerin galt. Groll stellte sie als eine Frau vor, die nicht nur rede, sondern etwas zu sagen habe. „Es ist zu wünschen, dass es mehr Politikerinnen und Politiker gibt, die wie die engagierte Katholikin Schavan klare Positionen zu Grundsatzfragen beziehen“, sagte Groll. „Erinnerung an „Fels in der Brandung““ weiterlesen

