CDU-Fraktion will Treppe durch eine Rampe ersetzen
Zwischen dem oberen und dem unteren Teil des Neustädter Friedhofs soll eine behinderten- und seniorengerechte Verbindung entstehen.
von Turgay Kepenek
Neustadt. Bürger können den oberen und unteren Teil des Neustädter Friedhofs betreten, ohne jegliche Hürden überwinden zu müssen. Wenn Sie vom oberen in den unteren Teil wechseln wollen, stehen Menschen mit eingeschränkter Mobilität, also Rollstuhlfahrer oder Senioren, die auf einen Rollator angewiesen sind, jedoch vor einen Problem: Dann müssen sie Treppen steigen. Dieses Hindernis ist der CDU-Fraktion ein Dorn im Auge, deshalb bringt Wolfram Ellenberg mit seiner Fraktion am Montag einen Antrag im Stadtparlament ein, mit dem er den Magistrat beauftragen will, das bestehende Problem zu überprüfen und den Umbau einer der beiden Treppen, die vom oberen in den unteren Teil des Friedhofs führen, in eine Rampe umzugestalten. Mit der Schaffung von solchen behindertengerechten Zugängen erspare man den Bürgern mit Gehbehinderung große Umwege, begründet Ellenberg. CDU-Vorsitzender Franz-W. Michels ergänzt, die Stufen seien das einzige Defizit, das der Friedhof aufweist.
Bürgermeister Thomas Groll erläutert, dass für einen Umbau nur die Treppe im östlichen Teil des Friedhofs in Betracht komme. Eine Umgestaltung sei machbar die Rampe wäre zehn Meter lang und hätte einen Neigungswinkel von sechs Grad ergänzt der Bürgermeister, der jedoch noch keine Angaben zu den Kosten für einen möglichen Umbau machen kann. „Neustädter wünschen sich Friedhof ohne Hindernisse“ weiterlesen
Neustadt rückt Mauerbau in den Fokus
Die einzige frei gewählte Präsidentin der DDR spricht im August in der Junker-Hansen-Stadt
Die Stadt Neustadt will mit einer besonderen Gastrednerin und einer Ausstellung in diesem Jahr dem 50. Jahrestag des Mauerbaues gedenken.
Neustadt. In der Nacht vom 12. auf den 13; August 1961 begannen die Nationale Volksarmee, 5 000Angehörige der Deutschen Grenzpolizei, 5 000 Angehörige der Schutz- und Kasernierten Volkspolizei und 4 500 Angehörige der Betriebskampftruppen die Straßen und Gleiswege nach Westberlin abzuriegeln. Sowjetische Truppen hielten sich in Gefechtsbereitschaft und waren an den alliierten Grenzübergängen präsent. Der Bau der Berliner Mauer hatte begonnen,
Bis zum 9. November 1989 teilte die Mauer die deutsche Hauptstadt und wurde zum Symbol der Unfreiheit und Unterdrückung. Für DDR-Grenzsoldaten galt in Fällen des „ungesetzlichen Grenzübertritts“ der Schießbefehl. Bei den Versuchen, die 167,8 Kilometer lange und schwer bewachten Grenzanlagen in Richtung Westberlin zu überwinden, wurden nach derzeitiger Kenntnis mindestens 136 Menschen getötet. In diesem Jahr jährt sich die Errichtung der Berliner Mauer zum 50. Male. Die Zeitungen „Die Welt“ und „Bild“ haben aus diesem Grund die Ausstellung „Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland“ auf Initiative der Bundesstiftung „Aufarbeitung der SED-Diktatur“ erstellt. Diese zeigt mit Fotos, kurzen Texten und Grafiken die Gesamtgeschichte der deutschen Teilung mit besonderem Fokus auf Berlin. Im August werden die Stadt Neustadt und der Kulturhistorische Verein (KHV) diese 20 Bildmotive nebst erläuternden Texten in einer Ausstellung im Historischen Rathaus zeigen. „Neustadt rückt Mauerbau in den Fokus“ weiterlesen
Neustädter Mitteilungsblatt
Die VR Bank HessenLand eG ist eine von vier „Premiumsponsoren“ des 33. Neustadt-Treffens
Die Vereinbarung wurde in den Räumen der heimischen Bank dieser Tage unterzeichnet
Zu den Unterzeichnern der Vereinbarung hatten sich das Vorstandsmitglied Werner Braun und Regionalmarktleiter Joachim Riehl von der VR Bank; Bürgermeister Thomas Groll und der Erste Stadtrat Werner Kappel in der örtlichen Geschäftsstelle des Geldinstitutes eingefunden. Dabei auch Stadtverordnetenvorsteher Norbert Krapp und der Sonderbeauftragte für das Neustadt-Treffen Klaus Groll.
„Das Neustadt-Treffen wirft seine Schatten voraus und da braucht es auch Geld. Es ist ein ordentlicher Betrag, mit dem wir als Bank das Fest unterstützen werden, da wir aber damit nicht hausieren gehen wollen, möchten wir die Summe nicht bekannt machen*‘, so Werner Braun. „Ich habe im vergangenen Herbst erstmals mit großem Interesse vom „Neustadt-Treffen“ gehört und ich finde es begrüßenswert, dass sich Bürger und Bürgerinnen aus 36 Städten und Gemeinden gleichen Namens Jahr um Jahr treffen. Auf diese Weise wird der Gedanke eines Europas ohne Grenzen wirklich mit Leben erfüllt. Menschen aus sechs mitteleuropäischen Ländern kommen hier zusammen und erfahren so mehr übereinander. Für die VR Bank sei es als in der Region verwurzeltem Unternehmen selbstverständlich gewesen, das 33. Neustadt-in-Europa-Treffen“ zu unterstützen. Gemeinsam mit den Neustädtern freue ich mich schon heute auf diese einzigartige Veranstaltung. Wir als heimir sches Kreditinstitut können so eine Veranstaltung nur unterstützen, wenn die Menschen wechselseitig mit der Bank zusammenarbeiten.“ „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
CDU sieht Wahl mit Zuversicht entgegen
Neustädter stellten ihre Liste auf
Neustadt. Im Mittelpunkt der Hauptversammlung des CDU-Stadtverbandes stand die Verabschiedung der Vorschlagsliste für die Kommunalwahl. Stadtverbandsvorsitzender Werner Kappel sieht der Kommunalwahl am 27. März mit Zuversicht entgegen. Die Fraktion sei sowohl in personeller als auch programmatischer Hinsicht gut aufgestellt
Auf der Kreistagsliste der CDU stehen Thomas Groll (Platz 9), Manfred Hoim (Platz 20) und Franz-W. Michels (Platz 42). Es bestünde die Chance, dass erstmals drei Neustädter Christdemokraten in den Kreistag einziehen könnten.
Bei den Ortsbeiratswahlen wird es in Momberg und Speckswinkel örtliche Gemeinschaftslisten geben. Diese Entwicklung begrüßte Kappel: „In die Ortsbeiräte gehört keine Parteipolitik.“ Zugleich bedauerte er, dass in Mengsberg und Neustadt Gemeinschaftslisten am Widerstand der SPD-Ortsvereine gescheitert seien. Dieses Verhalten bezeichnete er als nicht nachvollziehbar. In Mengsberg wird die CDU daher mit einem eigenen Wahlvorschlag zur Ortsbeiratswahl antreten, in Neustadt unterstützen CDU und FWG gemeinsam die „Bürgerliste Neustadt“.
Auf eigenen Wunsch verzichten Wolfgang Ruhl, Franz-Karl Pfeiffer, Reiner Maikranz und Viktor Renn auf eine weitere Kandidatur. Neu dabei sind Hans-Dieter Georgi, Joachim Rausch, Holger Gnau, Holger Krapp, Achim Czaja, und Thomas Theis.
Die Kirmes soll schrumpfen
Festkommission plant eine Verkürzung auf drei Tage
Ein Resümee der vergangenen Kirmes, die Planungen für die diesjährige Kirmes und das Neustadt-Treffen standen im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der Festkommission.
von Alfons Wieber
Neustadt. Norbert Krapp, seit 17 Jahren Vorsitzender der Kirmes-Kommission, bewertete vor den Mitgliedern des Neustädter Vereinsrings die vergangene 506. Trinitatiskirmes als „nur durchschnittliche“ Veranstaltung. Sie habe im Schatten des Stadtallendorfer Hessentags gestanden, wofür sie sogar terminlich verschoben werden musste. Aber auch die gleichzeitig stattfindende Fußball-Weltmeisterschaft habe viele potenzielle Besucher bewogen, zu Hause zu bleiben.
Vor allem der Seniorennachmittag sei trotz weitgestreuter Werbung ein Flop gewesen, bei dem die Anzahl der Akteure die der Besucher weit übertroffen hatte, urteilte Krapp. „Wir wollen hoffen, dass die Kirmes nicht im Schatten des Neustadttreffens stehen wird und sich auch diesmal wieder genügend Freiwillige zur Vorbereitung und Durchführung finden werden“, betonte er.
Die 507. Kirmes soll das letzte Mal in der bisher bekannten Form stattfinden. Ab 2012 sollen dann neue Veranstaltungsregeln mit einer möglichen Verkürzung der Kirmes von vier auf drei Tagen gelten. „Die Kirmes soll schrumpfen“ weiterlesen
Neustädter Mitteilungsblatt
Heimat erhalten – Zukunft gestalten CDU Neustadt sieht Kommunalwahl am 27. März 2011 mit Zuversicht entgegen
Am 6. Januar 2011 fand im „Haus der Begegnung“ die diesjährige Hauptversammlung des CDU-Stadtverbandes Neustadt (Hessen) statt. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft stand die Verabschiedung der Vorschlagsliste für die Kommunalwahl am 27. März 2011. Stadtverbandsvorsitzender Werner Kappel konnte als Ehrengast den Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Dr. Christean Wagner MdL begrüßen. Dieser berichtete im Verlauf des Abends über das aktuelle politische Geschehen in Berlin und Wiesbaden und musste sich hierbei durchaus einiger kritischer Nachfragen erwehren. Aus seiner Zeit als Landrat, so Dr. Wagner, wisse er noch um die Geschlossenheit der Neustädter Christdemokraten. Diese habe man bis heute beibehalten, was zweifellos ein entscheidender Grund für die herausragenden Wahlergebnisse sei. Natürlich müsse aber auch die Leistung stimmen und dies sei ebenfalls gegeben. Besonders hob der Fraktionsvorsitzende die Arbeit von Bürgermeister Thomas Groll hervor. Dieser verstehe es „mit einer Mischung aus Hartnäckigkeit, Bauernschläue und Charme“ immer wieder Fördergelder des Landes für seine Kommune zu erhalten. Die CDU Neustadt, so Werner Kappel in seiner Ansprache, sehe der Kommunalwahl am 27. März 2011 mit Zuversicht entgegen. Man sei sowohl in personeller als auch programmatischer Hinsicht gut aufgestellt. . „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
Ein Paradies für Stammbaumforscher
Das Hessische Grundbuch- und Personenarchiv hat in Neustadt eine neue Heimat gefunden
Am 3. Januar 2011 eröffnet das Staatsarchiv Marburg in einer ehemaligen Ausbesserungswerkstatt der Bundeswehr in der Leipziger Straße 83 in -Neustadt einen neuen Archivstandort.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Dr. Andreas Hedwig blättert durch ein Grundbuch von Mornshausen / Dautphe aus dem Jahr 1872, das auf dem Ärmel des Direktors des Hessischen Staatsarchivs Marburg einen Staubfleck hinterlässt. Noch haben die Mitarbeiter des neuen Standorts in Neustadt das Buch nicht in den Bestand eingearbeitet, der schon jetzt aneinandergereiht 13 Kilometer lang ist.
Für 40 Kilometer Bücher und Akten ist in Neustadt Platz. Jährlich wächst der Bestand um rund drei Kilometer – der deutschlandweit größte Wert aller Archive, nicht einmal im Bundesarchiv ist der Zuwachs so groß, wie Hedwig betont. Sieben Mitarbeiter und drei Auszubildende kümmern sich um das Grundbuch- und Grundaktenarchiv, das Personenstandsarchiv oder arbeiten in der Restaurierungswerkstatt, in der beschädigtes Archivgut fachgerecht aufgearbeitet wird. „Ein Paradies für Stammbaumforscher“ weiterlesen
Neustädter Mitteilungsblatt
Patenschaft zwischen Bundeswehr und Kommune wird auch 2011 mit Leben erfüllt sein
Wohltätigkeitskonzert, „Neustadt-in-Europa-Treffen“ oder das traditionelle Martinsessen gehören dazu
Am 6. Dezember 2010 hatte Hauptmann Tobias Krämer, Kompaniechef der 6. Kompanie des Luftlandefernmeldebataillons Division Spezielle Operationen, Bürgermeister Thomas Groll, Stadtverordnetenvorsteher Norbert Krapp, den Vorsitzenden des Vereinsringes Ludwig Nothvogel, „Bundeswehrhistoriker“ Bert Dubois und eine Abordnung der Neustädter Bürgerwehr zu einem „Nikolausfrühstück“ in das Standortoffiziersheim nach Stadtallendorf eingeladen.
Nachdem man sich gemeinsam gestärkt hatte, plante man die kommenden Aktivitäten im Rahmen der 2009 zwischen Kommune und Bundeswehr abgeschlossenen Patenschaft. Bereits heute zeichnet sich ab, dass diese auch in den kommenden 12 Monaten mit Leben erfüllt sein wird.
Für den 31. Mai 2011 ist ein Wohltätigkeitskonzert des Heeresmusikkorps 2 in „Egerländerbesetzung“ am Wallgrabenpavillon „Hanger de Mur“ geplant.
Die Patenschaftskompanie wird sich auch wieder am Festzug der Neustädter Trinitatiskirmes beteiligen. Dankenswerterweise hat Bataillonskommandeur Oberstleutnant Jan-Peter Fiolka bereits vor Monaten zugesagt, dass sich die Bundeswehr auch am 33. „Neustadt-in-Europa-Treffen“ 2011 beteiligen wird. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
Neustädter beschließen neue Satzungen
Stadtverordnete stimmen zudem in Sachen Strom der Gründung einer Netzgesellschaft zu
Am Montagabend beschlossen Neustadts Stadtverordnete in der letzten Sitzung des Jahres unter anderem eine neue Hundesteuer und eine neue Abfallsatzung.
von Alfons Wieber
Neustadt. Neben der Haushaltsrede von Bürgermeister Thomas Groll, der in einem fast einstündigen Vortrag den Entwurf für das kommende Jahr eingehend begründete (die OP berichtete), haben die Neustädter Stadtverordneten bei ihrer letzten Sitzung des laufenden Kalenderjahrs eine ganze. Reihe wichtiger Projekte auf den Weg gebracht.
Alle Beschlüsse wurden in der gewohnten Neustädter Einmütigkeit, die auch Bürgermeister Groll in seiner Haushaltsrede lobend erwähnte, einstimmig gefasst. „Es erfüllt mich mit großer Zufriedenheit, dass in den letzten Jahren wohl 9§ Prozent aller Entscheidungen einstimmig in diesem Haus getroffen werden konnten“, hätte Groll festgestellt.
Bei den Kindergärten beschlossen die Neustädter sowohl die neue Benutzungs- als auch die geänderte Gebührensatzung. Darüber hinaus wird es künftig auch eine neue Hundesteuersatzung in Neustadt geben.
Die neue Abfallsatzung, die ebenfalls beschlossen wurde und zum 1. Januar kommenden Jahres in Kraft treten wird, beschäftigte die Neustädter Parlamentarier bereits seit rund zwei Jahren. Vor allem bei der geplanten Neuregelung der Sperrmüllabfuhr ausschließlich gegen Gebühr und vorheriger Anmeldung wichen die Vorstellungen der CDU von denen der SPD ab. „Neustädter beschließen neue Satzungen“ weiterlesen
Stadt rechnet mit Defizit von 1,27 Millionen Euro
Bürgermeister forcierte die Abschaffung der Doppik
Die Stadt Neustadt hat ihre Rücklage aufgebraucht. „Uns allen muss bewusst sein, dass wir den Weg der Neuverschuldung so nicht weitergehen können“, sagte Bürgermeister Thomas Groll gestern Abend.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Während der letzten Stadtverordnetenversammlung des Jahres bringt Neustadts Bürgermeister traditionell den Haushalt ein. Thomas Groll rechnet für das Jahr 2011 mit einem Defizit von 1,27 Millionen Euro: „Das macht erstmals die Aufnahme von Kassenkredite zur Deckung notwendig.“
In seiner Rede nannte er Gründe für das erwartete Defizit: Die Auswirkungen der Finanzkrise machten sich auch in Neustadt bemerkbar. Zwar hätten sich Gewerbesteuer (+70 000 Euro) und Schlüsselzuweisungen (+63 000) verbessert, doch das Niveau der Vergangenheit werde nicht mehr erreicht. Im Vergleich zum Jahr 2008 verzeichne die Stadt Mindereinnahmen bei Gewerbesteuer, Einkommens-steuertateilen und Schlüsselzuwendungen die höher seien, als der Fehlbetrag 2011.
„Hätten wir die Einnahmen des Jahres 2008 und gäbe es die Doppik nicht, (…) dann wäre unser Haushalt nach wie vor ausgeglichen“, monierte Groll und forderte eine grundlegende Änderung des Kommunalfinanzausgleichs und die Abschaffung der Doppik, die für Kommunen nicht geeignet sei. Zudem müssten vom Gesetzgeber geforderte, Standards überdacht werden, zum Beispiel bei Kindergärten und Feuerwehren. „Stadt rechnet mit Defizit von 1,27 Millionen Euro“ weiterlesen

