Der Kanal hat seine Höhen und Tiefen

 

Arbeiten an der Bundesstraße dauern etwas länger  Autofahrer sind auf Umleitungsstraßen oft zu schnell

Eigentlich war das Ende der Arbeiten am ersten Bauabschnitt auf der Bundesstraße in Neustadt für den 12. Dezember vorgesehen. Aufgrund einer Überraschung dauern sie nun einige Tage länger.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. „Wir sind quasi im Zeitplan und werden im Dezember fertig“, sagt Sonja Lecher, Pressesprecherin von Hessen Mobil. Die kleinere Verzögerung im Zeitplan resultiere daraus, dass unter der Hindenburgstraße der Kanal an einigen Stellen nur 50 statt der üblichen mehr als 85 Zentimeter unter der Fahrbahn liege – entsprechend sei es nicht möglich, die ganze Strecke wie geplant 85 Zentimeter tief auszukoffern. „Wir mussten uns auf die neue Situation einstellen“, erklärt Lecher und betont, die Probleme seien gelöst. Nun kommen feinere Geräte zum Einsatz, eine andere Bauweise wird angewandt „und wir müssen vorsichtiger arbeiten“.

Der Kanal ist so weit saniert und bleibt, wo er ist, berichtet Lecher – die mit Hessen Mobil zwar nicht für diesen Teil der Arbeiten zuständig ist, allerdings Bescheid weiß, da ihre Behörde (im Auftrag des Bundes zuständig für die Erneuerung der Fahrbahn), die Stadt Neustadt (zuständig für die Gehwege), der Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke (zuständig für Wasserleitungs-Erneuerungen) und der Zweckverband Mittelhessische  Abwasserwerke bei dem Projekt kooperieren. Ab November will Hessen Mobil weiter auskoffern lassen und die Fahrbahn in verschiedenen Schichten erneuern. „Der Kanal hat seine Höhen und Tiefen“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

10 Jahre Agentur Naturentwicklung Marburg-Biedenkopf

Ende September 2014 fand im Dorfgemeinschaftshaus Wiesenbach (Gemeinde Breidenbach) die Jubiläumsveranstaltung der Agentur Naturentwicklung statt.

Im Beisein von Landrätin Kirsten Fründt, dem Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow, dem Bürgermeister der gastgebenden Gemeinde Christoph Felkl sowie der Bürgermeister Emmerich (Rauschenberg), Funk (Münchhausen), Groll (Neustadt), Schmidt (Dautphetal) und Weber (Fronhausen), Vertretern des Kreisausschusses, des Kreistages, des Naturschutzbeirates, der Naturschutzverbände, von Kreisbehörden, mit denen die Agentur eng zusammenarbeitet, und von Vertretern der Projektpartner wurde ein Bogen von der Idee zur Umsetzung des Projekts Agentur Naturentwicklung Marburg-Biedenkopf gespannt. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Ein Nachmittag bleibt ohne Programm

Sorgenkind der Trinitatis-Kirmes bleibt im kommenden Jahr ohne Programm  Änderung bei Musikshow

Schon jetzt stellen Bürgermeister Thomas Groll und der Festbeirat die Weichen für die Trinitatis-Kirmes 2015 – unter anderem legten sie fest, mehr Geld in den Sicherheitsdienst zu investieren.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Ausschreitungen beim Fest – das ist etwas, das kein Veranstalter gerne sieht. Die Stadt Neustadt zieht aus den Schlägereien, die es in diesem Jahr insbesondere in der Nacht auf den Kirmessamstag gab, die Konsequenzen und wird im kommenden Jahr die Sicherheitsvorkehrungen vergrößern. „Wir werden vor allem am Freitag- und Samstagabend den Sicherheitsdienst aufstocken. Wir möchten, dass unsere Gäste in Ruhe und Frieden feiern können und die gute Stimmung nicht von ein paar Chaoten getrübt wird“, betont Bürgermeister Thomas Groll, der im Vorfeld dieses Entschlusses ausführliche Gespräche mit Vertretern der Polizei geführt hatte. „Ein Nachmittag bleibt ohne Programm“ weiterlesen

Neustadts Neuer ist ein Neustädter

Ende des Monats kommt es zum Wechsel in der Jugendpflege Habura wird Streetworker in Stadtallendorf

Mit Sebastian Habura verlässt das Gesicht der Jugendpflege die Stadt Neustadt. Nachfolger Lars Kietz tritt ein schweres Erbe an – auch wenn der Bürgermeister von einem Vergleich nichts wissen will.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. „Am 31. Oktober schließen wir das Buch, machen ein Schleifchen drum und beginnen ein neues.“ Bürgermeister Thomas Groll weiß, dass Sebastian Habura ein Glücksfall für die Stadt war und maßgeblichen Anteil am Aufbau der Neustädter Jugendpflege hat. Als die Kommune vor drei Jahren diese Aufgabe dem Marburger Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit (bsj) übertrug und Habura das Amt des Jugendpflegers übernahm, kannte er die Stadt und ihre Jugendlichen bereits, da er zuvor vor Ort über drei Jahre lang als Streetworker tätig gewesen war.

Schon damals wusste der Bürgermeister bereits, dass „Habu“, dessen Markenzeichen graue Trainingshosen sind, die Sprache der Jugendlichen spricht und weiß, wie man auf sie zugehen und für sich gewinnen kann. „Jugendarbeit besteht nicht nur aus Spontanität und kumpelhaftem Auftreten: Es ist auch viel pädagogisches Knowhow gefragt – und das hat gepasst“, lobt Groll, der den 34-Jährigen nun aber, ebenso wie der bsj, ziehen lassen muss: Habura übernimmt zum 1. „Neustadts Neuer ist ein Neustädter“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

25 Jahre Mauerfall „Freuen wir uns an der Einheit Deutschlands“ Eberhard Diepgen sprach in Neustadt (Hessen)

Mit der friedlichen Revolution in der DDR und dem Mauerfall vor 25 Jahren befasste sich am 7. Oktober eine weitere zeitgeschichtliche Veranstaltung der Stadt Neustadt (Hessen).

Als Ehrengast konnte Bürgermeister Thomas Groll den langjährigen Regierenden Bürgermeister der deutschen Hauptstadt Berlin, Eberhard Diepgen, gewinnen. Dieser war von 1984-1989 und von 1991-2001 als erster gebürtiger Berliner in dieser herausgehobenen Position tätig.

Bürgermeister Groll hob in seiner Begrüßung die Rolle Diepgens beim Zusammenwachsen von West- und Ost-Berlin hervor. Zugleich seien in seiner Amtszeit die Weichen dafür gestellt worden, dass sich die Metropole wieder zu einer Weltstadt entwickeln konnte.

Rund 80 Gäste hatten diesmal den Weg ins katholische Pfarrheim gefunden, darunter der ehemalige Kanzleramtschef Friedrich Bohl, der langjährige hessische Staatsminister Dr. Christean Wagner, Kreistagsvorsitzender Detlef Ruffert und Kreisbeigeordneter Manfred Hoim. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Stadt Neustadt behandelt Dachschaden

Bauhof entfernt Unterdecke im Saal des Hauses der Begegnung

Noch haben die Neustädter keine Entscheidung über die Zukunft des sanierungsbedürftigen Hauses der Begegnung getroffen. In den Saal investieren sie trotzdem erneut Geld.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Nein die Frage nach einer Sanierung des Hauses der Begegnung ist noch lange nicht beantwortet, betont Bürgermeister Thomas Groll mit Blick auf die Arbeiten am großen Saal, in dem eine Firma zunächst die Elektrik lahmlegte, ehe Mitarbeiter des Bauhofs damit begannen, die hölzerne Unterdecke zu entfernen. Rund 30 000 Euro hat die Stadt aus den Haushalten dieses und des vergangenen Jahres zusammengeklaubt, um diese Arbeiten und die Erneuerung der Beleuchtung zu erledigen: „Damit wollen wir den Saal bespielbar halten“, kommentiert Groll und verweist darauf, dass ein Gutachter Zweifel an der Befestigung der Unterdecke geäußert hatte (die OP berichtete). Die Befürchtung habe sich bestätigt: „Seitens des Statistikers kann nicht der rechnerische Nachweis für die Tragfähigkeit geführt werden“, sagt der Bürgermeister und gibt zu, dass die Besucher seit vielen Jahren „latent gefährdet“ gewesen seien: „Das Risiko, dass die Decke runterkommt, war also theoretisch gegeben. Jetzt, da wir davon wissen, war uns die Sache zu heiß -vor allem, da die Decke auch nicht feuerhemmend war.“ „Stadt Neustadt behandelt Dachschaden“ weiterlesen

Hallenbad bleibt bis Mitte Januar geschlossen

 

Der Stadt Neustadt fehlt aufgrund von zwei Krankheitsfällen das notwendige Personal für die Einrichtung

Das Hallenbad bleibt ein Sorgenkind der Stadt Neustadt. Die Arbeiten an der Decke fielen zwar günstiger als kalkuliert aus und wurden auch schon abgeschlossen, doch dann kam ein neues Problem hinzu.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. „Ich habe kein Personal für das Hallenbad“, klagt Bürgermeister Thomas Groll und berichtet von zwei Krankheitsfällen, die der Stadt eine Wiedereröffnung der Mengsberger Einrichtung zunächst unmöglich machten. „Ich hoffe, dass zumindest einer der beiden im Januar wieder da ist“, ergänzt er. Im Oktober hatte die Stadt kurz vor Beginn der Hallenbad-Saison festgestellt, dass die Tragfähigkeit des Daches aufgrund von Schäden an den Leimholzbindern nicht mehr gegeben ist. „Hallenbad bleibt bis Mitte Januar geschlossen“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Friedhofsweg saniert

Durch Mitarbeiter des städtischen Bauhofes wurde auf dem Friedhof in Neustadt ein weiterer Weg saniert. Das Vorhaben wurde als „Projektarbeit“ mit eigenen Kräften umgesetzt, so dass es aufgrund anderer routinemäßiger Arbeiten sowie unvorhergesehener Ereignisse (etwa Hochwasser) zu Unterbrechungen kam.

Innerhalb der letzten Jahre wurden somit bereits zwei Wege auf dem Friedhof neu gestaltet. Auch für das kommende Jahr sind solche Arbeiten vorgesehen. Laut Bürgermeister Groll ist geplant, den Weg zum „Vertriebenenkreuz“, der momentan noch mit Asphalt hergestellt ist und erhebliche Schäden aufweist, zu pflastern. Weiterhin ist für 2014 geplant, im unteren Friedhofsbereich des „alten Teiles“ ein abgeräumtes Grabfeld herzurichten und für die Wiederbelegung mit Särgen entsprechend vorzubereiten. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Weniger Reglementierung, mehr Respekt

Eberhard Diepgen sprach während Gedenkveranstaltung zum Mauerfall und zog Schlüsse aus Geschichte

Eberhard Diepgen, Regierender Bürgermeister von Berlin a. D., blickte zurück, brachte die Geschichte mit der Gegenwart in Verbindung und stellte Forderungen für die Zukunft auf.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Mit einer beeindruckenden Rede zog Eberhard Diepgen während der von der Stadt Neustadt organisierten Gedenkveranstaltung „25 Jahre friedliche Revolution in der DDR und Fall der Berliner Mauer“ die Zuhörer in seinen Bann. Er gab durch seine persönlichen Erinnerungen und Analysen quasi lebendigen Geschichtsunterricht – was fehlte, war allerdings das jüngere Publikum.

„Meine Sorge war, welchen Handlungsspielraum die Sowjetunion überhaupt hat“, erinnerte sich Berlins Regierender Bürgermeister a. D. an seine wohl aufregendste Zeit in der Politik. Es sei damals nicht damit zu rechnen gewesen, dass es zu einem Paradigmenwechsel kommen würde: Das Land habe immer einen Machtanspruch nach Westen eingefordert – und plötzlich sollte / wollte sich die Sowjetunion aus der Mitte Europas zurückziehen: „Ich glaube, Gorbatschow hat sich damals auf einen Weg begeben, von dem er nicht wusste, wohin er führt. Das war unser Glück.“ „Weniger Reglementierung, mehr Respekt“ weiterlesen

Neustadt hat gleich zwei Dachschäden

Hallenbad in Mengsberg und Saal des Hauses der Begegnung in der Kernstadt bleiben vorerst geschlossen

So langsam müsste sich die Stadt Neustadt daran gewöhnt haben, schlechte Nachrichten zu bekommen. Nun flatterten ihr gleich zwei ins Haus – eine betrifft wieder das derzeit größte Sorgenkind.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Natürlich würde er lieber „gestalten statt verwalten“, antwortete Thomas Groll auf eine Nachfrage dieser Zeitung. Ein Bürgermeister habe aber nicht immer nur Positives zu vermelden, sondern es sei eben auch eine zentrale Aufgabe, negative Botschaften zu vermitteln, Entscheidungen zu treffen und dann zu handeln.

Und diesen Aufgaben muss er sich derzeit stellen, da zwei weitere Hiobsbotschaften der Stadt ins Haus geflattert sind: Zum einen kann sie das Hallenbad in Mengsberg nicht, wie geplant, zum 20. Oktober öffnen; zum anderen muss sie den großen Saal des Hauses der Begegnung vorerst für Veranstaltungen schließen.

Im Hallenbad sind Schäden an den sieben Leimholzbindern, also den Balken der Decke, das Problem. Zwischen den vier Zentimeter dicken Holzlamellen, die zu Balken zusammengeleimt wurden, sind tiefe Risse zu sehen. „Es wurde festgestellt, dass die rechnerische Tragfähigkeit nicht mehr gegeben ist“, betont Bürgermeister Thomas Groll. „Neustadt hat gleich zwei Dachschäden“ weiterlesen