Amt gibt nach: Ampel für Momberg kommt

Stadt intervenierte bei Kasseler Behörde
Momberg. Die bisher nicht durchsetzbare Baustellenampel in Momberg war zuletzt am Sonntag Thema beim Festzug der Momberger Kirmes. Im Zuge der zahlreichen Bauarbeiten hatte der Ortsbeirat (diese Zeitung berichtete) sich vehement für die Einrichtung einer Ampel eingesetzt. Viele Autofahrer nutzten Momberg als Abkürzung. Doch jetzt gibt es ein Umdenken bei Hessen Mobil. Nunmehr ist die L 3155 zwischen Treysa und Gilserberg aufgrund des Um- und Neubaues der Anschlussstellen der A 49 bis voraussichtlich 30. November gesperrt. Seitens Hessen Mobil, Straßen- und Verkehrsmanagement Dezernat Verkehr Nordhessen, war zunächst geplant, den Schwerverkehr über Mengsberg und Wiera umzuleiten. Aufgrund der Gegebenheiten der Straße wurde dies allerdings wieder verworfen. Kurzfristig hatte die Behörde daher in der letzten Woche entschieden, den Lkw-Verkehr über Mengsberg und Momberg umzuleiten. Als die am Verfahren nicht beteiligte Stadt Neustadt hiervon erfuhr, intervenierten Bürgermeister Thomas Groll und Fachbereichsleiter Norbert Gies sofort. Beide machten klar, dass eine weitere Belastung durch Lkw-Umleitungsverkehr nicht hinnehmbar sei. Außerdem forderten sie für Momberg eine Baustellenampel ein. und für Momberg müsse nun endlich auch während der Baumaßnahmen eine mobile Fußgängerschutzanlage aufgestellt werden. „Amt gibt nach: Ampel für Momberg kommt“ weiterlesen

Kinder feiern ihren Tag ganz groß

Besonderes Fest im Kindergarten „Regenbogen“ in Neustadt Regierungspräsident als Schirmherr
Um dem Motto „Kinder brauchen Zeit“ gerecht zu werden, verlegen die Neustädter ihren Weltkindertag kurzerhand auf Samstag, 29. September. Dann soll es ein Fest im Familienzentrum „Regenbogen“ geben.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Der heutige 20. September passt den Neustädtern nicht recht in den Terminkalender, um mit dem Weltkindertag auf das Recht des Nachwuchses auf Spiel und Freizeit, auf elterliche Fürsorge und auf Beteiligung angemessen hinzuweisen.
Warum den Termin also nicht auf ein Wochenende verlegen, wenn viel mehr Zeit ist, Kindern selbige zu geben? Noch dazu ist die Einweihung des Kindergarten-Neubaus ein Jahr her, und die Einrichtung ist auf bestem Wege zum Familienzentrum. Es gibt also richtig etwas zu feiern – und das werden die Neustädter am Samstag, 29. September, von 11 bis 17 Uhr. „Kinder feiern ihren Tag ganz groß“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Momberger feierten am Wochenende eine zünftige Kirmes Der traditionelle Festzug wieder eine Augenweide für die vielen Schaulustigen

Vier Tage feierten die Momberger mit ihren Gästen ihre traditionelle Kirmes. Ausrichter war in diesem Jahr der Gesangverein „Concordia“ 1867 Momberg e. V.
Begonnen wurde am Freitag mit einem Rock- und Discoabend, die Momberger Rockband „Let off steam“ heizte dem Publikum so richtig ein. Musikvideos auf großer Leinwand rundeten den Abend ab. Der Samstagabend stand unter dem Motto „Las Vegas“ -Show und Casino.
Eine tolle Bühnendekoration ließ die Gäste in die Casinometropole „Las Vegas“ eintauchen. Für die musikalische Unterhaltung und für die Tanzeinlagen sorgte die Kapelle „Celebration“. Ein Elvis-Imitator sorgte zweimal für ein besonderes Flair. Es gab Spiele mit dem Glücksrad, eine Showtanzeinlage der Momberger Garde. Dafür hatten sich neben den Mädels in tollen Kostümen auch junge Männer dazu gesellt. Zusammen sorgten sie für tolle Stimmung. Mit einem festlichen Gottesdienst wurde der Sonntag eingeläutet.
Angeführt vom „Ranzemann“ zog dann am frühen Nachmittag der Festumzug mit 26 Zugnummern durch die Gemeinde. Viele bunte Festwagen und Gruppen der Momberger Vereine und Gruppierungen boten den unzähligen Schaulustigen ein prächtiges Bild. So war
unter anderem der Sportverein „Borussia“ Momberg mit dem ICE unterwegs. Die Feuerwehr hatte sich das Thema Geld auf die Fahnen geschrieben. So waren sie mit dem Biber unterm Rettungsschirm unterwegs. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

CDU setzt wie erwartet auf Groll

Eine Mitgliederversammlung nominierte den Amtsinhaber für die Wahl am 20. Januar 2013
Im Juli erklärte Amtsinhaber Thomas Groll, dass er wieder für das Bürgermeisteramt kandidiert. Seine Partei, die CDU, steht erwartungsgemäß geschlossen hinter ihm.
von Michael Rinde
Neustadt. Am 20. Januar nächsten Jahres steht der Name Thomas Groll (CDU) definitiv wieder auf dem Wahlzettel bei der Neustädter Bürgermeisterwahl. Ende Juli hatte Groll gegenüber der OP erklärt, dass er wieder antritt. Jetzt ist auch die entscheidende Formalie für seine zweite Kandidatur abgearbeitet: Bei einer Mitgliederversammlung nominierte die Neustädter CDU Groll bei nur einer einzigen Gegenstimme zum Kandidaten, wie die Union in einer Presseerklärung mitteilte.
Stadtverbandsvorsitzender Franz-W. Michels erläuterte den alles andere als überraschenden Personalvorschlag Thomas Groll. „In den vergangenen fünfeinhalb Jahren hat er einen maßgeblichen Beitrag dazu geleistet, dass sich Neustadt fortentwickelt hat“, formulierte Michels seine Würdigung. Wenn man Neustadt in der Region positiv wahrnehme, so sei dies vor allem auch das Verdienst des Bürgermeisters. „CDU setzt wie erwartet auf Groll“ weiterlesen

Wind-Strom für 37 500 Menschen

Betreiber weihten den mit 19 Windrädern größten und leistungsstärksten Windpark des Landkreises
Wichtiger Tag für die Energiewende im Landkreis Marburg-Biedenkopf: Am Samstag wurde auf dem Krückeberg der Windpark Speckswinkel/ Erksdorf eingeweiht. Es ist der mit Abstand größte des Kreises.
von Matthias Mayer
Speckswinkel/ Erksdorf. Seit 2005 sind dort 19 Windräder errichtet worden – sehr zur Freude der Windkraft-Fans, sehr zum Ärger insbesondere vieler Bürger aus Erksdorf, die die Riesen-Maschinen direkt vor der Nase haben. 13 dieser Anlagen hat der Mengsberger Windkraft-Pionier Michael Rudewig gemeinsam mit seinem Borkener Freund und Partner Helmut Lompe gebaut, wobei an diesen sechs Betreibergesellschaften mit zusammen 24 Anteilseignern beteiligt sind.
Rudewig und Lompe hatten zu dem Fest eingeladen, und mehr als 1 000 Besucher waren gekommen, um sich die bis zu 179 Meter hohen Maschinen auch mal von innen zu betrachten. Auch der nicht immer zuverlässige Hauptdarsteller hatte sich eingestellt: Der Wind. Der strich nur in Form einer schwachen Brise über den Höhenzug, in der sich die Rotoren gemächlich drehten.
Wer nicht pünktlich zur Eröffnung erschienen war, verpasste interessante Informationen über den Windpark. Dieser hat eine Gesamtleistung von 30 600 kW. Das reicht aus, um 37 500 Menschen mit Strom zu versorgen, berichtete Michael Rudewig. „Das ist deutlich mehr, als Stadtallendorf und Neustadt Einwohner haben. Mit der von uns erzeugten Energie können auch noch Industriebetriebe in der Region versorgt werden“, erklärte der studierte Energie-und Elektrotechniker, der seine ersten Windkraftanlagen schon 1996 bei Gilserberg bauen ließ. „Wind-Strom für 37 500 Menschen“ weiterlesen

Ein Warnschuss in Richtung Wiesbaden

Neustädter initiieren Unterschriftenaktion „Ja zur A 49 – Nein zu einem Verkehrskollaps in Neustadt“
In Wiesbaden stießen die Neustädterin letzter Zeit mit ihren Anliegen zur Autobahn 49 auf taube Ohren. Daher wollen sie eine deutliche Botschaft in Hessens Wirtschaftsministerium schicken.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Mit einer Resolution, die sich auf dem Weg in die Landeshauptstadt befindet, sprachen sich Neustadts Kommunalpolitiker bereits für den Weiterbau der A 49 aber gleichzeitig gegen ein Autobahnende bei Schwalmstadt und ein daraus resultierendes Verkehrschaos aus. Nun sollen auch die Bürger diese Initiative unterstützen und ein Zeichen setzen können. Aus diesem Grund starteten Bürgermeister Thomas Groll und die Ortsvorsteher Klaus Groll (Neustadt), Karl Stehl (Speckswinkel), Karlheinz Kurz (Mengsberg) und Jörg Grasse (Momberg) eine Unterschriftensammlung mit dem Titel „Ja zur A 49 – Nein zu einem
Verkehrskollaps in Neustadt“. „Ein Warnschuss in Richtung Wiesbaden“ weiterlesen

Über neue Stufen ins Rathaus hinein

Stadt musste defekte Treppe sanieren
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Der Schaden war größer als erwartet, dennoch wurden die im Haushalt veranschlagten 55 000 Euro für die Sanierung der Rathaustreppe nicht überschritten. „Aufgrund der Tatsache, dass bei historischen Bauten immer mit Überraschungen zu rechnen ist, hatten wir vorsichtig kalkuliert“, kommentiert Bürgermeister Thomas Groll
Eindringendes Wasser hatte die Wange der Treppe verformt. Die Stadt ließ die 14 Stufen austauschen, das Podest mit neuen Platten belegen und die Brüstung um 25 Zentimeter erhöhen – dafür nutze sie die alten Stufen und Wangenteile, die noch verwendbar waren. In den nächsten Jahren stehen die Sanierung der Rathausdächer und der oberen Decken an. Groll hofft, dass es zu keinen weiteren negativen Überraschungen kommt.

Neustädter Mitteilungsblatt

Mittelalter Spektakel und Ritterturnier

im Neustädter Bürgerpark Veranstalter ist die auf mittelalterliche Events spezialisierte Agentur „Sündenfrei“
Am 22.-23. September 2012 findet am Fuße des Neustädter Junker-Hansen-Turmes bereits zum vierten Mal ein Mittelalter-Spektakel mit Ritterturnier statt. Veranstalter ist die auf mittelalterliche Events im gesamtdeutschen Raum spezialisierte Agentur „Sünderfrei“, (www.suendenfrei.de).
Deren Geschäftsführer Henri Bibow, so Bürgermeister Thomas Groll, sei bereits 2010 vor der Historischen Kulisse von Rathaus und „rundem Turm“ , sowie dem angrenzenden Bürgerpark sehr begeistert gewesen. Zwei Tage lang wird das Gelände rund um den Turm von über 100 Händler- und Handwerkerhütten, Ritterlagern und Zelten belagert sein, die dem Park ein mittelalterliches Ambiente verleihen werden. Dabei wird den Besuchern an beiden Tagen ein abwechslungsreiches Programm geboten, bei dem Ritter, Artisten, Gaukler und Spielleute für ausreichend Kurzweil sorgen werden. So werden unter anderen täglich zweimal die Herolde, um 13.30 und 16.30 Uhr, Ritterturniere hoch zu Ross stattfinden. Auf der Bühne gibt es Gaukelei und Comedy mit Fleapit und Pirolina, sowie mittelalterliche bzw. Irish Folk-musik mit „The Sandsacks“ und dem „Duo Pampatut“.
Natürlich wird es auch zahlreiche Angebote für Kinder geben, so wird der Aufenthalt für sie spannend und abwechslungsreich. Darunter das Kinderritterturnier, das Kinderarmbrustschießen oder die Kinderschmiede. Während sich die Kids vergnügen, haben die Eltern die Gelegenheit sich an den Ständen der zahlreichen Händler umzutun. Das Highlight am Samstagabend ist eine faszinierende Feuerreitshow. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Auf der Suche nach mehr Schülern

Martin-von-Tours-Schule verzeichnet einen Rückgang und bangt um die Anzahl der Klassen
Die Förderung an der Martin-von-Tours-Schule scheint eigentlich optimal. Dennoch besuchen immer weniger Schüler die Neustädter Bildungseinrichtung.
von Alfons Wieber
Neustadt. Aus gutem Grund hatten die Neustädter die vergangene Sitzung des Jugend-und Sozialausschusses ins Bistro der Martin-von-Tours-Schule verlegt. Die Schulleitung präsentierte noch einmal das Konzept der Integrierten Gesamtschule und gab eine Zwischenbilanz.
Auslöser für die in Neustadt neue Schulform war die Streichung des gymnasialen Zweigs gewesen. Damit wäre Neustadt zur reinen Haupt- und Realschule degradiert worden, was nach Meinung von Schulleiter Hartmut Boß ein noch weiteres Absinken der Schülerzahlen zur Folge gehabt hätte. „Rund 80 Prozent der Schüler und Eltern wünschen sich eine gymnasiale Förderung. Mit den restlichen 20 Prozent kann man keine Schule, die ausschließlich auf den Haupt- und Realschulzweig beschränkt wird, realisieren“, stellte er im Gespräch mit dieser Zeitung fest.
Mit ihrer Initiative zur Schaffung einer Integrierten Gesamtschule waren Schulleitung und Elternvertretung sowohl bei der Stadt als auch beim Landkreis als Schulträger auf offene Ohren gestoßen. Die neue Schulform, die ein Lehrteam vorstellte, verfügt über keine voneinander getrennten Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialzweige. Alle Schüler werden ab der 5. Klasse gemeinsam unterrichtet. Trotzdem sind alle Abschlüsse machbar. „Auf der Suche nach mehr Schülern“ weiterlesen

Im Kampf gegen den Schwerverkehr

Fahrzeuge über 7,5 Tonnen sollen aus Momberg draußen bleiben Landkreis äußert Vorbehalte
Die Hoffnungen auf einen Zebrastreifen auf der K 17 haben die Momberger bereits begraben. Und auch bei ihrer Forderung, den Schwerlastverkehr aus dem Ort zu verbannen, sind die Aussichten auf Erfolg eher schlecht.
von Florian Lerchbacher
Momberg. Die Kreisstraße 17 teilt Momberg in zwei Hälften. Besonders auffällig war dies in den vergangenen Wochen wegen der Sperrung zwischen Treysa und Wiera, die vermehrten Verkehr in dem Neustädter Stadtteil zur Folge hatte.
Alle Rufe nach einer mobilen Fußgängerampel verhallten, weil Momberg nicht auf der offiziell ausgeschriebenen Umleitungsstrecke liegt (die OP berichtete). Doch die Momberger dachten auch langfristig und planten, beim Landkreis einen Zebrastreifen einzufordern: Mindestens 400 Autos müssten zu Spitzenzeiten unterwegs sein oder 50 Fußgänger die Straße überqueren wollen, erklärte Kreissprecher Stephan Schienbein gegenüber dieser Zeitung. „Das sind Zahlen, die wir nicht erreichen“, kommentiert Jürgen Kaufmann aus dem Ortsbeirat. Das Gremium habe sich in seiner vergangenen Sitzung aber weitere Gedanken gemacht und wolle nun den Schwerlastverkehr von Momberg fernhalten. „Im Kampf gegen den Schwerverkehr“ weiterlesen