Programm für ältestes Fest der Region steht fest

Vom 28. Mai bis 1. Juni findet in Neustadt die 522. Trinitatis-Kirmes statt
Von Florian Lerchbacher

Neustadt.
Als „klassisch“ lässt sich das Programm der Trinitatis-Kirmes beschreiben, dass die Stadt Neustadt für die 522. Auflage des ältesten Volksfestes im Landkreis Marburg-Biedenkopf zusammengestellt hat. „Es ist klassisch, weil es sich bewährt hat“, bestätigt Bürgermeister Thomas Groll die Wortwahl. Und so wird es zwar über die fünf Tage vom 28. Mai bis 1. Juni verschiedene Programmpunkte geben, der Samstagnachmittag indes bleibt „frei“: „In den vergangenen 20 Jahren hat sich keine der Ideen durchgesetzt“, erklärt der Rathauschef: „Das hängt auch mit dem Wetter zusammen: Wenn es regnet, geht keiner zum Festplatz. Und wenn es zu warm ist, dann auch nicht. Ich glaube, dass es den kleinen und großen Besuchern einfach nicht nach einer Zeltveranstaltung am Samstagnachmittag ist.“ Erst im vergangenen Jahr hatte es die Stadt mal wieder versucht und samstags einen Seniorennachmittag ausgerichtet.
Mit ihrer Kirmes erinnern die Neustädter an das Jahr 1504 beziehungsweise die Weihe der im Auftrag von Junker Hans von Dörnberg erbauten Stadtpfarrkirche. Welcher junge Mann in diesem Jahr eben jenen Junker als Symbolfigur der Stadt repräsentieren darf und wer die Burgfräulein sind, die ihm zur Seite stehen, wird am Donnerstag, 28. Mai, zum Kirmesauftakt am Wallgrabenpavillon im Bürgerpark verraten. Die Historische Bürgerwehr wird dem Trio Salut schießen. Als Allererstes findet zudem ab 18.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst mit Pfarrerin Kerstin Kandziora und Pfarrer Andreas Rhiel statt, der sich seit fast zwei Jahrzehnten großer Beliebtheit erfreut. „Mit dieser gemeinsamen Feier beider christlicher Konfessionen wird versinnbildlicht, dass alle Menschen zur Neustädter Kirmes willkommen sind, die friedlich feiern wollen“, hebt Groll hervor und kündigt an, dass der evangelische Kirchenchor und die Trinitatisbläser für die musikalische Untermalung sorgen.

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Am Ortsgericht Neustadt endet eine Ära

Eckhard Sommer hört nach mehr als 30 Jahren als Ortsgerichtsschöffe auf

Neustadt.
Nach mehr als drei Jahrzehnten ehrenamtlichen Engagements wurde der Neustädter Ortsgerichtsschöffe Eckhard Sommer mit großer Dankbarkeit, verbunden mit den besten Wünschen für seine Zukunft, aus seinem Amt entlassen. Dies berichtet Kirchhains Amtsgerichtsdirektorin Andrea Hülshorst.
Sommer, der zudem noch in vielen weiteren Ehrenämtern tätig ist, hat sich nahezu 31 Jahre als Ortsgerichtsschöffe von Neustadt für die Gemeinschaft eingebracht. „Dies spricht für die Anerkennung und den Respekt, den Herr Sommer in der Gemeinde genießt, was auch zu einer hervorragenden Kontinuität im Ortsgericht geführt hat“, freut sich Hülshorst und setzt die Amtszeit in ein Verhältnis: In den Jahren seiner Tätigkeit haben sechs Direktoren/Direktorinnen das Amtsgericht geleitet.

Wolfram Ellenberg, Neustadts Erster Stadtrat, nahm als Zeichen der Anerkennung an dem Termin im Amtsgericht teil und schloss sich den lobenden Worten an. Insbesondere betonte er das vielfältige Wirken von Eckhard Sommer in verschiedenen Ehrenämtern. Er brachte dabei die Wichtigkeit des Ehrenamtes für die Gesellschaft und das soziale Miteinander zum Ausdruck.

Ortsgerichte sind eine „hessische Spezialität“. Jedes Ortsgericht hat mindestens fünf Mitglieder: die Ortsgerichtsvorsteherin oder den Ortsgerichtsvorsteher und vier Ortsgerichtsschöffinnen oder Ortsgerichtsschöffen. Sie leisten ehrenamtlich sowohl Hilfestellungen für Bürgerinnen und Bürger als auch für Behörden und Gerichte. Dies können Grundstücksschätzungen, Unterschriftsbeglaubigungen, Nachlasssicherungen oder Sterbefallanzeigen sein.

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Momberg feiert Geburtstag

Offizielle Eröffnung der 800-Jahr-Feierlichkeiten mit Festkommers / Grenzgang mit 600 Wanderern am 1. Mai
Von Patrick Robinson

Neustadt-Momberg.
Wenn Momberg Jubiläum feiert, dann feiert Momberg ein ganzes Jahr. Zum Auftakt der 800-Jahre-Jubiläumsfeier kamen am Donnerstag, 30. April, zahlreiche Momberger und Gäste von außerhalb im Dorfgemeinschaftshaus zusammen, um den runden Geburtstag mit einem Festkommers zu feiern. Doch was ist eigentlich ein Festkommers? Diese Frage stellte Sonja Stark vom Festausschuss und Moderatorin des Abends bereits zu Beginn der Feierlichkeiten.
Ehrengäste von nah und fern

„Laut ChatGPT ist ein Festkommers eine hochoffizielle, feierliche Veranstaltung bei Jubiläen“, erklärte sie. Und sie fügte hinzu: „Es handelt sich um eine formelle Abendveranstaltung mit Festreden, Ehrungen, und traditionellem Liedgut.“ Und mit Blick auf die erste Stuhlreihe sagte sie: „Neben der Bevölkerung nehmen an dieser Feierlichkeit auch Ehrengäste teil.“ Zu diesen Ehrengästen zählten Regierungsvizepräsident Jan Schneider, der stellvertretend für den Hessischen Innenminister Roman Poseck erschienen war. Ebenso feierten die Sozialdemokraten Landrat Jens Womelsdorf und Bundestagsabgeordneter Sören Bartol mit den Mombergern. „Besonders stolz sind wir Ranzemänner auf unseren Sebbi“, sagte Stark, als sie den Landtagsabgeordneten und Momberger Sebastian Sack von der SPD begrüßte. Sack betonte den Zusammenhalt des Dorfes. „Man ist nicht in einem Verein. Man ist mindestens in einem Verein“, sagte er in seiner Rede.

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