Neustädter Mitteilungsblatt

Hospiz bewegt: 1 Mann – 23 Hospize – 801 km – Gunter kommt!

Gunter Lutzi, ein ehrenamtlicher Mitarbeiter im Hospiz Bergstraße, ist am 27. Juni 2021 gestartet, um 23 der 24 stationären Hospize in Hessen möglichst zu Fuß zu besuchen. Er will dadurch auf den Hospizgedanken aufmerksam machen und natürlich auch darauf, dass alle Hospize auf Spenden angewiesen sind. Auf dem Weg nach Marburg kam er auch durch Neustadt und W wurde auf dem Marktplatz vom g Ersten Stadtrat Wolfram Ellenberg g empfangen. Begleitet wurde Lutzi B von den Motorradfreunden Marburger Land e.V.
Ellenberg unterrichte Lutzi darüber, dass die Stadt Neustadt (Hessen) seit drei Jahren alljährlich das I St. Elisabeth-Hospiz in Marburg P und das Hospiz-Kellerwald in Gilserberg mit einer Spende unterstützt.
Der Erste Stadtrat begrüßte die Aktivität des ehrenamtlichen Helfers und sagte ihm zu, dass die Kommune auch weiterhin die wichtige Hospizarbeit unterstützen wird.

Hessisches Landestheater und Stadt Neustadt setzen auf Zusammenarbeit

Bereits im Frühjahr 2021 sollte das Ensemble des Hessischen Landestheaters Marburg (HLTM) erstmals auf der Bühne des Neustädter Kultur- und Bürgerzentrums auftreten.
Corona-bedingt mussten die beiden Aufführungen leider ausfallen. Nun soll im IV. Quartal diesen Jahres ein neuer Anlauf unternommen werden.
Die beiden Intendantinnen Eva Lange und Carola Unser haben das Ziel, dass die Schauspielerinnen und Schauspieler des HLTM nicht nur in der Universitätsstadt auftreten, sondern auch im Landkreis präsent sind. Ein Ansinnen, das Bürgermeister Thomas Groll gerne aufnimmt, ist es doch sein Plan, das Kultur- und Bürgerzentrum mit Leben zu füllen und der Kultur im ländlichen Raum einen Platz zu geben.
Ende Oktober präsentieren Theater und Kommune zunächst „Soundtrack deines Lebens“.
Ein Abend zum Mitsingen, ein Abend zum Zuhören, ein Abend mit ausgewählten musikalischen Perlen, populären Highlights und besonderen Raritäten. Alles kann dabei sein – ob Ostschlager-Klassiker, brandaktueller Pop-Song, Disney-Hit oder Rockballade, Broadway-Highlight oder Woodstock-Evergreen.
Die beiden Musiker Ben Knop und Michael Lohmann gehen gemeinsam auf eine musikalische Reise: Der Film in deinem Kopf bekommt einen Soundtrack – für jeden Moment das richtige Lied oder für den richtigen Moment den passenden Song. Auf der einen Seite der versierte Musicalsänger Ben Knop, der schon als Conferencier in CABARET überzeugte. Auf der anderen Seite Michael Lohmann, Theatermacher, Musiker und Kompositeur. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Her mit den Ideen!

Stadt Neustadt will sich mit Zukunftswerkstätten den Themen Mobilität, Zusammenleben und Innenstadt nähern
Von Florian Lerchbacher

Neustadt. Mobilität, Zusammenleben und Zukunft der Innenstadt – diese drei Themen stehen im Mittelpunkt der „Zukunftswerkstatt Neustadt 2030“, die Bürgermeister Thomas Groll und Quartiersmanagerin Svetlana Nerenberg vorbereiten. Ursprünglich war die Workshop-Reihe für das Jahr 2020 geplant, doch die Corona-Pandemie machte diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung. Ziel ist es, dass sich die Bürger einbringen und an der Zukunft ihrer Heimatstadt mitarbeiten.

„Auf diese Weise kann man sich einbringen und mitgestalten. Jeder ist willkommen, denn wir alle sind Neustadt“, betont Nerenberg und hofft, dass sich nicht wieder nur die „üblichen Verdächtigen“ beteiligen, sondern die breite Masse an Menschen. Insbesondere Bürger unter 35 Jahren stünden im Fokus, „denn es geht um ihre Zukunft“. Insgesamt finde ein Wandel beziehungsweise ein Generationenwechsel statt, dem eine Stadt gerecht werden müsse.

Geplant ist, den Ist-Zustand rund um die drei ausgewählten Themen zu analysieren und dann Ideen zu entwickeln, was in den jeweiligen Bereichen getan werden kann, damit Neustadt „lebenswert bleibt“.

„Die Menschen können unbefangen mitteilen, was sie bewegt, welche Ideen sie haben und welche Projekte sie umgesetzt sehen wollen“, stellt der Bürgermeister heraus. Die Frage des Geldes stehe dabei hinten an: „Wir werden später entscheiden, was von vielen Menschen gewünscht, machbar und finanzierbar ist“, erklärt der Bürgermeister: Dabei dürfe ruhig auch unkonventionell gedacht werden: „Okay, komplett exotische Ideen suchen wir nicht – aber eben Ansätze, die nicht tradiert sind, aber von der Mehrheit getragen werden.“ „Her mit den Ideen!“ weiterlesen

„Soundtrack deines Lebens“ und „Schneckenweisheiten“: Musikshow und Lyrik-Abend sind geplant

Neustadt. Schon im Frühjahr sollte das Ensemble des Hessischen Landestheaters Marburg (HLTM) erstmals auf der Bühne des Neustädter Kultur- und Bürgerzentrums auftreten. Corona-bedingt mussten die beiden Aufführungen aber damals ausfallen. Nun soll im vierten Quartal des Jahres ein neuer Anlauf unternommen werden.

Die Intendantinnen Eva Lange und Carola Unser haben das Ziel, dass die Schauspielerinnen und Schauspieler des HLTM nicht nur in der Universitätsstadt Marburg auftreten, sondern auch im Landkreis präsent sind. Ein Ansinnen, dass Bürgermeister Thomas Groll gerne aufnimmt, ist es doch sein Plan, das Kultur- und Bürgerzentrum mit Leben zu füllen und der Kultur im ländlichen Raum einen Platz zu geben.

Ende Oktober präsentieren Theater und Kommune zunächst „Soundtrack deines Lebens“. Ein Abend zum Mitsingen, ein Abend zum Zuhören, ein Abend mit ausgewählten musikalischen Perlen, populären Highlights und besonderen Raritäten. Alles kann dabei sein – ob Ostschlager-Klassiker, brandaktueller Pop-Song, Disney-Hit oder Rockballade, Broadway-Highlight oder Woodstock-Evergreen. Die Musiker Ben Knop und Michael Lohmann gehen gemeinsam auf eine musikalische Reise: Der Film im Kopf bekommt einen Soundtrack – für jeden Moment das richtige Lied oder für den richtigen Moment den passenden Song.

Auf der einen Seite der versierte Musicalsänger Ben Knop, der schon als Conférencier in „Cabaret“ überzeugte. Auf der anderen Seite Michael Lohmann, Theatermacher, Musiker und Kompositeur. Zusammen bieten sie für alle Menschen ab 13 Jahren einen richtig schönen Liederabend im Theater – denn von Veronika Fischer bis Shawn Mendes ist für jede und jeden etwas dabei. „„Soundtrack deines Lebens“ und „Schneckenweisheiten“: Musikshow und Lyrik-Abend sind geplant“ weiterlesen

Zum Jubiläum gibt’s die Neustadt-Tulpe

Züchtung soll in den Stadtfarben blühen / Musical und Hochseil-Artistik werden die Höhepunkte
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Die Stadt Marburg will ihren Bürgern anlässlich des 800-jährigen Bestehens 60 000 Narzissen beziehungsweise die entsprechenden Blumenzwiebeln zur Verfügung stellen, der Förderverein der Stiftskirche hat 150 Jahre nach der Weihung des Gotteshauses beziehungsweise 1 300 Jahre nach der Ersterwähnung Amöneburgs zum Doppeljubiläum eine Rose züchten lassen. Und die östlichste Kommune des Landkreises hat eine Züchterin gewonnen, die anlässlich der 750 Jahre Stadtrechte die „Neustadt Tulpe“ kreiert. Die Zwiebeln will die Stadt bereits im Herbst einpflanzen lassen, damit im Jubiläumsjahr 2022 „tausende Frühjahrsblüher für einen Blickfang sorgen“, wie Bürgermeister Thomas Groll betont.

Ein Fest – „vielleicht mit kleinen Einschränkungen“

Die Neustadt-Tulpe soll rot-weiß – also in den Stadtfarben – blühen. Diesen Wunsch hat der Rathauschef bereits Christine Degenhardt-Sellmann übermittelt. Deutschlands größte Tulpenzüchterin, ansässig in der Magdeburger Börde, sei gerne bereit gewesen, die Stadt Neustadt bei der Aktion zu unterstützen, freut sich der Rathauschef und fügt hinzu: „Wir überlegen aber nicht, welche Flächen im Stadtgebiet zum Blühen gebracht werden können.“ „Zum Jubiläum gibt’s die Neustadt-Tulpe“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Zukunftswerkstatt „Neustadt 2030“ Mitreden – Mitdenken – Mitgestalten

Ursprünglich war sie bereits für 2020 geplant, die Zukunftswerkstatt „Neustadt 2030″. Doch wie so vieles andere auch fiel sie Coronabedingt aus. Bürgermeister Thomas Groll und Quartiersmanagerin Svetlana Nerenberg sind aufgrund der aktuellen Entwicklung aber hoffnungsfroh, dass die Veranstaltungsreihe nun im IV. Quartal 2021 im Neustädter Kultur- und Bürgerzentrum stattfinden kann. „Die Zukunftswerkstatt lädt alle Interessierten dazu ein, über die Zukunft ihrer Heimatstadt mitzureden und mitzudenken. Auf diese Weise kann man sich einbringen und so natürlich auch mitgestalten. Jeder ist uns dabei willkommen, denn WIR alle sind Neustadt“, so der Bürgermeister.
Inhaltlich will man sich in drei Workshops mit den Themen Mobilität, Zusammenleben und Zukunft der Innenstadt befassen. Nach einer kurzen Ist-Analyse geht es jeweils darum, Ideen dafür zu entwickeln, wie es in den genannten Bereichen 2030 in Neustadt aus- sehen könnte, was bewegt werden soll, damit es vor Ort lebenswert bleibt.
„Unabhängig von kommunalpolitischen Gegebenheiten soll bei der Zukunftswerkstatt diskutiert werden. Die Ergebnisse werden sicherlich Eingang in die Arbeit von Stadtverordnetenversammlung und Magistrat finden. Die Gremien treffen natürlich die Entscheidungen, aber die Meinung der Bürgerschaft zu den Zukunftsthemen muss dabei Berücksichtigung finden“, betont Thomas Groll.
Svetlana Nerenberg wünscht sich besonders, dass „nicht nur die üblichen Verdächtigen“ mitmachen, sondern dass sich möglichst viele einbringen. Sie hofft hierbei insbesondere auf Menschen unter 35, denn schließlich gehe es gerade um deren Zukunft.
Die Auftaktveranstaltung findet am 25. Oktober von 17.00 bis 19.00 Uhr statt.
Für Kurzreferate konnten Dr. Lars Witteck und Dr.
Alexander Fink gewonnen werden. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustadt macht Druck bei Radwege-Umleitungen

A-49-Baustelle kappt überregionale Strecke D 4 in Kürze
Von Michael Rinde
Radfahrer demonstrierten im Juni in Neustadt für den Erhalt von Radwegen während des A-49-Weiterbaus.Archivfoto: Michael Rinde

Neustadt. Die A 49 und ihr Weiterbau waren am Montagabend auch Thema im Neustädter Stadtparlament, und zwar in zweierlei Hinsicht: Eine Anfrage der SPD-Fraktion widmete sich den Folgen des Weiterbaues für die Radwegeverbindungen in der Region.

Wie die OP berichtete, hatte es zum Abschneiden bestehender Radwege rund um Schwalmstadt, Neustadt und Stadtallendorf bereits im Juni eine Radfahrerdemonstration gegeben. Jetzt wird manches Realität. In Kürze, so erwartet es Bürgermeister Thomas Groll (CDU) zumindest, werde der überregionale Radweg D 4 zwischen Momberg und Neustadt unterbrochen. „Eine Umleitungskonzeption ist für uns bisher nicht erkennbar. Dieser Radweg wird gut genutzt“, sagte Groll im Nachgang gegenüber der OP.

In der Verantwortung sehen die Kommunen Schwalmstadt und Neustadt die Projektgesellschaft Deges, die unter anderem für die Bauvorbereitung verantwortlich zeichnet. Wie aus der Antwort auf die SPD-Anfrage hervorgeht, hatte es in den zurückliegenden Monaten mehrfach Gespräche mit Deges gegeben – ohne Ergebnis. Die SPD mahnte ein Konzept für die Radwegeverbindungen in ihrer Anfrage an.

In der Antwort wird der Neustädter Magistrat denn auch deutlich, die zuständigen Stellen verfügten über ein solches Konzept offenbar nicht, so ist darin zu lesen. In der vergangenen Woche schrieben die Städte Schwalmstadt und Neustadt nun erneut und laut Groll auch eindringlich an Deges. Eine Antwort steht aus. „Neustadt macht Druck bei Radwege-Umleitungen“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Bürgerparkverein gestaltet Umfeld des Wallgraben-Pavillons neu Unterstützung durch den Verfügungsfonds „Sozialer Zusammenhalt“

Der Förderverein Bürgerpark e.V. hat das Umfeld des Wallgraben- Pavillons an der historischen Stadtmauer neu gestalten lassen. Die vorhandenen Büsche wurden entfernt und es fand eine neue Bepflanzung statt. Zudem wurde eine Sandsteinmauer geschaffen und ein neuer Holzzaun gesetzt. Die Maßnahme trägt wesentlich zu einer Verschönerung um den Pavillon herum bei. Dieser wurde übrigens vom Förderverein vor 20 Jahren erbaut und der Kommune übergeben. Für die Maßnahme fielen Gesamtkosten von über 13.000 Euro an. 5.000 Euro erhielt der Verein aus dem Verfügungsfonds des Städtebauförderungsprogramms „Sozialer Zusammenhalt“.
Vereinsvorsitzender Alexander Milewski konnte sich mit den weiteren Vorstandsmitgliedern Ella Milewski und Karl-Joseph Lemmer sowie Bürgermeister Thomas Groll von der gelungenen Umsetzung des Projektes überzeugen. Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, um dem Förderverein für seinen tatkräftigen Einsatz zu danken. Gemeinsam äußerte man die Hoffnung, dass bald wieder Veranstaltungen im Bürgerpark – wie die beliebten Sommerkonzerte oder die Flohmärkte – stattfinden können.
Der Bürgermeister informierte die Vorstandsmitglieder des Fördervereins darüber, dass zwischenzeitlich eine weitere Auftragsvergabe für Arbeiten im Park stattfinden konnte, die in den nächsten Wochen beginnen werden. Zudem seien die Planungen für den Wasserspielplatz vorangeschritten. Dieser wird dann im Frühjahr 2022 realisiert werden. Gemeinsam ist man überzeugt, dass durch die verschiedenen Maßnahmen der Bürgerpark an Attraktivität gewinnen wird und insbesondere zusätzliche Angebote für Familien mit Kindern aufweisen wird.

Projekttag S(Z)auberhafter Sommer in Speckswinkel

Am Samstag, dem 26. Juni 2021 um 09:00 Uhr trafen sich engagierte Bürgerinnen und Bürger auf Einladung des Ortsbeirates, um öffentliche Plätze des Ortes zu säubern. In der Vergangenheit wurden diese Projekttage 2-3 mal im Jahr organisiert. Aufgrund des Dauer- Lockdowns und der Kontaktbeschränkungen konnte über längere Zeit kein Projekttag mehr stattfinden. Umso erfreulicher war es, dass sich bis zu 20 Erwachsene und 7 Kinder zusammenfanden, um ehrenamtlich dem Dorf seinen notwendigen Frühjahrsputz zu geben. Nachdem Arbeitsgruppen gebildet wurden, ging es auch schon an die Arbeit. Das Pflaster rund um die Kirche, der Zollhofplatz, der Friedhofsparkplatz, der Friedhof und die Grillhütte wurden von Unkraut befreit. Die Hainbuchenhecke auf dem Friedhof wurde zurückgeschnitten, die Dorfeingangsschilder von Graswuchs befreit und gesäubert, die Streuobstwiese wurde gemäht, Holzplanken von zwei Bänken am Teich wurden erneuert, die Toiletten in der Grillhütte bekamen einen frischen Anstrich. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Streben nach sanftem Neustart

Neustadt richtet mit Blick auf Nachwuchs Sonderförderung für Vereine ein / Treffen am 7. Juli
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Das Sonderprogramm „Kinder- und Jugendarbeit unserer Vereine nach Corona“ ist bereits beschlossene Sache, nun geht es an die Umsetzung. Aus diesem Grund wollen Neustadt s Kommunalpolitiker am Mittwoch, 7.Juli ab 19 Uhr im Kultur und Bürgerzentrum das Gespräch mit den Vereinen des Stadtgebietes suchen. „Über ein Jahr lang fielen alle Angebote der Vereine wegen Corona flach“, erinnert Bürgermeister Thomas Groll. Entsprechend gehe es den Mitgliedern nicht gut – insbesondere Kinder und Jugendliche hätten massiv unter den Einschränkungen gelitten: „Wir stellen uns daher jetzt der Frage, wie wir sie stärken können und was für Angebote wir machen können. “
Thematik „parteineutral“ behandeln
Ein Punkt, der auf Initiative von SPD und CDU sowohl auf Kreistags- aber auch auf kommunaler Ebene in Neustadt nachgegangen werden soll, betonen Groll und Kreisjugendring-Vorsitzender Sebastian Sack – die sowohl in der Stadt- aber auch der Kreispolitik aktiv sind. Wichtig ist ihnen dabei, dass diese Thematik quasi „parteineutral“ behandelt wird und Kinder und Jugendliche im Fokus stehen. Die Stadt Neustadt hat nach erwähntem Beschluss der Stadtverordneten bereits 5 000 Euro eingeplant, um die Vereine gesondert zu unterstützen. „Streben nach sanftem Neustart“ weiterlesen

Der Dorfentwicklungsbeirat tagt erstmals seit über einem Jahr wieder in Präsenz

Neustadt. Erstmals seit Herbst 2019 kam der Beirat für die Dorfentwicklungsmaßnahme Mengsberg-Momberg-Speckswinkel kürzlich im „Zollhof“ zu einer Sitzung in Präsenz zusammen. Bürgermeister Thomas Groll begrüßte im kleinsten Neustädter Stadtteil auch Mena Söhlke vom Fachdienst Kreisentwicklung des Landkreises Marburg-Biedenkopf und Heike Brandt, deren Büro für Stadt- und Regionalentwicklung die Verfahrensbegleitung innehat.

Die Vertreter der drei Stadtteile, die der Kommunalpolitik und der Zivilgesellschaft entstammen, erhielten zunächst einen Bericht des Bürgermeisters über den aktuellen Stand der Dorfentwicklung. Dazu gehörten die zuletzt umgesetzten Maßnahmen – der Spielplatzbau in Mengsberg und die Verschindelung des dortigen Backhauses. Für beide Projekte wurden insgesamt rund 65 000 Euro verausgabt, die Förderung belief sich auf knapp 50 000 Euro. Damit konnte der geplante Kostenrahmen erfreulicherweise unterschritten werden. Dies hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass das Land Hessen Corona-bedingt in den Jahren 2020 und 2021 die Förderquote von 75 auf 90 Prozent erhöht hat. Für die Zukunft rechnet der Bürgermeister aufgrund der allgemeinen Entwicklung mit einer deutlichen Steigerung bei den Baukosten. Man werde als Kommune damit umgehen müssen. „Der Dorfentwicklungsbeirat tagt erstmals seit über einem Jahr wieder in Präsenz“ weiterlesen

Wunderbare „Wandelbar“

Mobiles Café ist ein soziales Projekt, das in Neustadt die Menschen zusammenbringen soll
Von Florian Lerchbacher

Neustadt. Das Kultur- und Bürgerzentrum soll die Menschen zusammenbringen – nicht nur durch die Veranstaltungen, die eines Tages darin stattfinden werden, sondern auch durch die verschiedenen Einrichtungen und Initiativen, die darin angesiedelt werden.

Dieses Ziel wird die Stadt Neustadt mit ihrem Neubau wahrscheinlich erst erreichen, wenn die Corona-Pandemie entweder im Griff ist oder der Geschichte angehört – aber: Vor dem Millionenbau kommen die Bürger dank eines neuen Angebotes bereits zusammen, denn dort steht seit wenigen Wochen die „Wandelbar“.

Am treffendsten ist es wahrscheinlich, von einem Projekt der sozialen Stadt Neustadt zu sprechen, die dem Namen des eigentlichen Städtebauförderprogramms alle Ehre macht. „Es handelt sich um ein Netzwerkprojekt“, erklärt Nicole Zinkowski vom Familienzentrum.

„Ihre“ Einrichtung, das Quartiersmanagement und die Jugendarbeit – beide vom Verein bsj Marburg umgesetzt – sowie das Sozialteam von Hephata kümmern sich um den umgebauten Bauwagen, an dem es montags und donnerstags Getränke und kleine Snacks gibt.

Die Idee sei Anfang des Jahres zu den Hochzeiten des Lockdowns entstanden, erklärt Zinkowski: „Es war ja lange nicht möglich, sich mit mehreren Menschen zu treffen – erst recht nicht in Gebäuden. Also musste ein Draußen-Format her, bei dem die Leute sicher sind.“

Und so kam die Idee auf, Gemeinsamkeit vorzuleben und entsprechend gemeinsam ein mobiles Caféhaus auf den Weg zu bringen, das auf dem Parkplatz des Kultur- und Bürgerzentrums immer montags und donnerstags zwischen 15 und 17 Uhr steht und Begegnungen ermöglicht.

Ziel ist es, dass die Menschen sich zwanglos kennenlernen und in den Austausch kommen. Möglich sei in diesem Zeitfenster natürlich auch, die Einrichtungen im Kultur- und Bürgerzentrum zu erkunden, also beispielsweise die Mediathek oder das Familienzentrum.

Das Café, das Hephata dort eines Tages betreiben soll, ist noch in Vorbereitung – kollidieren werden die Angebote aber nicht, betont Tamara Lohse, denn das Café im Gebäude soll nur an den Wochenenden zwischen April und Oktober geöffnet werden.

Ursprünglich hatte Martin Methfessel von der Gemeinwesenarbeit gemeinsam mit Geflüchteten den Wagen gebaut (mit finanzieller Unterstützung aus dem Verfügungsfonds, in dem Mittel von Bund, Land und Stadt stecken – den Rest zahlte der bsj).

Während der Ferienspiele folgte dann in Zusammenarbeit mit Acht- bis Zwölfjährigen die Innengestaltung – und (fast) fertig war die „Wandelbar“, die stets noch kleinere Aufhübschungen erfährt. Und dem Namen macht auch die „Wandelbar“ alle Ehre, denn sie ist nicht nur Café, sondern war auch schon Veranstaltungsort, in dem Kasperletheater gezeigt wurde. Und so wundert es kaum, dass es am Café auch Spiele und Angebote für Kinder gibt.

Eine Besonderheit: Getränke und Snacks sind in der „Wandelbar“ – in der auch eine Vielzahl an Infomaterial der Gemeinwesenarbeit und ihrer Mitstreiter ausliegt – kostenlos, denn die Initiative ist Teil von „Misch mit! Miteinander Vielfalt (er)leben“, einem Programm, das kulturelle Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe im Landkreis fördern will.

„Ich bin sehr erfreut, dass das Angebot von Woche zu Woche wächst“, sagt Bürgermeister Thomas Groll. Es sei zwar schade, dass das Kultur- und Bürgerzentrum wegen der Pandemie noch nicht zum sozialen Treffpunkt werden könne, aber die Alternative im Freien sei auch toll.

Und vielleicht werde die „Wandelbar“ ja nicht nur zu einem Ort des Austauschs und Zusammenkommens, sondern auch zu einer lebendigen Infobörse. Der Standort direkt neben Altkleidercontainer und Dixi-Klo sei noch nicht optimal, gibt er zu, zeigt sich aber offen für Anregungen, wie sich das Ambiente umgestalten lasse. In diesem Zusammenhang verweist er darauf, dass der Parkplatz an sich auch noch umgebaut werden soll – aber eher in zwei oder drei Jahren.

Die „Wandelbar“ können Vereine und Bürger übrigens auch anmieten – für soziale Initiativen sogar kostenlos. Der Bürgerverein „Wir für uns“ macht davon bereits Gebrauch und hat seine Sammelaktionen für die Stadtallendorfer Kindertafel und das Alsfelder Tierheim bereits verlegt. Diese finden nun immer freitags zwischen 10 und 11 Uhr vor der „Wandelbar“ am Kultur- und Bürgerzentrum statt.