Am Donnerstag kommt es zum Showdown

Beim OP-Wahltalk treffen Thomas Groll und Georg Metz unter Moderation dieser Zeitung aufeinander

In zwei Wochen steht fest, wer ab Juli auf dem Chef­sessel des Neustädter Rat­hauses Platz nehmen darf: Amtsinhaber Thomas Groll (CDU) oder Heraus­forderer Georg August Metz (SPD).

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Friedlich und fair verlief der Wahlkampf zwischen Thomas Groll (CDU) und Georg August Metz (SPD) bis zu die­sem Zeitpunkt. Nun geht das Duell der beiden Bewerber um das Amt des Bürgermeisters in seine heiße Phase, deren Höhe­punkt am Donnerstag erreicht wird. Dann treffen die beiden ab 19.30 Uhr in der Kernstadt im Haus der Begegnung erst­mals unter Moderation von Chefredakteur Christoph Linne und Ostkreis-Redakteur Florian Lerchbacher während des OP-Wahltalks aufeinander. „Am Donnerstag kommt es zum Showdown“ weiterlesen

Bei Finanzen scheiden sich die Geister

Thomas Groll (CDU) sieht das Land in der Pflicht, Georg Metz (SPD) glaubt nicht an Unterstützung

Thomas Groll (CDU) und Georg Metz (SPD) haben sich am Montagabend in Momberg in der Diskussi­on mit Bürgern schon ein­mal warmgeredet für den OP-Wahltalk morgen Abend in Neustadt.

von Florian Lerchbacher

Momberg. „Werden Sie doch mal konkret! Wo und wie wol­len Sie sparen? Ich habe bisher nichts gehört als Allgemeinplät­ze!“ Während Thomas Groll ver­suchte, ein bisschen Feuer in die Diskussion zu bringen, blieb Georg Metz gelassen und kam der Aufforderung des Bürger­meisters lange Zeit nicht nach.

Er glaubt, dass die Stadt mit ihrem Defizit selber fertig wer­den und zwingend sparen aber gleichzeitig auch noch Arbeits­plätze nach Neustadt holen müsse. Der amtierende Bürger­meister sieht das Land in der Verpflichtung: Im Haushalt ge­be es ein maximales Einspar­potenzial in Höhe von weiteren 200 000 Euro durch „Kleinvieh“ und die Nicht-Besetzung aus­laufender Stellen – ansonsten müsse Hessen die Kommunen im ländlichen Bereich finanziell besser ausstatten. Wenn es eine neue Form der Unterstützung gäbe, würde sich das Land das Geld an anderer Stelle wieder­holen, entgegnete Metz. „Wir müssen uns am Riemen rei­ßen“, sagte er und ergänzte we­nig später: „Wenn wir keine neu­en Einnahmequellen und auch keine Einsparmöglichkeiten fin­den, muss ich notfalls auch Bür­gerhäuser schließen.“ „Bei Finanzen scheiden sich die Geister“ weiterlesen

Groll wäre gerne Zirkusdirektor

Christdemokrat ist Fan der Lindenstraße, möchte nach China reisen und würde kurzzeitig den Job tauschen

Thomas Groll (CDU) geht als Amtsinhaber ins Ren­nen um das Amt des Bür­germeisters in Neustadt. Damit die Wähler auch den Privatmenschen ken­nenlernen, beantwortete er uns persönliche Fragen.

Fragebogen von Florian Lerchbacher

Vollständiger Name: Thomas Groll

Geburtstag: 11.10.1970.

Geburtsort: Ziegenhain.

Familienstand: verheiratet, ei­ne Tochter.

Wohnort: Neustadt (Hessen).

Ich wohne dort, weil…: Neu­stadt meine Heimat ist.

Religionszugehörigkeit: römisch – katholisch.

Beruf: Bürgermeister. „Groll wäre gerne Zirkusdirektor“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Pfarrer Andreas Rhiel übernimmt die katholische Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit in Neustadt Als Administrator wird er die Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer in Momberg begleiten

Andreas Rhiel ist nach Jahren seiner Heimatgemeinde Kirchhain wieder ein Stück näher gerückt und wird als Pfarrer in Neustadt und Momberg die Gläubigen auf ihrem Weg begleiten.

Er ist 46 Jahre alt und hat schon als Kind als Messdiener gewirkt und in der katholischen Jugend gute Erfahrungen gemacht. Stu­diert hat er Theologie sowohl in Fulda als auch in Würzburg. Er wirkte als Diakon in Fulda, wei­ter führte ihn sein Auftrag als Kaplan nach Bad Orb und nach Hanau. 16 Jahre hat er in Freige­richt Neuses und zehn Jahre in Horbach seelsorgerisch gearbei­tet.

„Ein Pfarrer im Umzugsstress“, so habe ich (EMU) ihn angetrof­fen. „Momentan finde ich eigentlich rein gar nichts“, so Pfarrer Andreas Rhiel. „Es fehlt mir an Un­terstützung, mich plagt eine Erkältung, der Drucker will nicht so wie ich und auch der teure Kopierer macht was er will. Immerhin habe ich inzwischen die Kaffeemaschine zum Laufen gebracht. Aber ich bin trotz allem zuversichtlich, dass hier in Neustadt alles gut wird.“ „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustädter Mittteilungsblatt

Neustadt verliert seine Patenkompanie Abschiedsfeier mit Rückgabe der Patenschaftsurkunden

Spende an Kindergarten „Regenbogen“ -Bürgerwehr nun Mitglied des Fördervereins St/StKp DSO

Da die 6. Kompanie des Luftlandefernmeldebataillons DSO in den letzten Tagen aufgelöst wurde, endete somit auch die erst 2009 ge­schlossene Patenschaft mit der Stadt Neustadt/Hessen. Insbeson­dere die Historische Bürgerwehr der Junker-Hansen-Stadt pflegte in den vergangenen dreieinhalb Jahren intensiven Kontakt zu der Stadtallendorfer Bundeswehrkompanie.

Um dies ein letztes Mal zu würdigen, hatte die Kompanie unter der Führung von Hauptmann Marco Jänsch die aktiven Mitglieder der historischen Bürgergarde zu einer kleinen Abschiedsfeier in die Grillhütte nach Kirtorf eingeladen. „Neustädter Mittteilungsblatt“ weiterlesen

Sozialdemokrat träumt von Alaska

Georg Metz mag Bienen, die Sportschau und kann morgens im Büro nicht auf Kaffee verzichten

Georg Metz (SPD) geht zum zweiten Mal ins Ren­nen um das Amt des Bür­germeisters in Neustadt. Damit die Wähler auch den Privatmenschen ken­nenlernen, beantwortete er uns persönliche Fragen.

Fragebogen von Florian Lerchbacher

Vollständiger Name: Georg Au­gust Metz.

Geburtstag: 23.02.1960.

Geburtsort: Neustadt (Hessen).

Familienstand: verheiratet seit 1985, 4 Kinder und 3 Enkelkin­der.

Wohnort: Neustadt (Hessen). Ich wohne dort, weil ich in Neustadt geboren bin und hier meine Heimat ist.

Religionszugehörigkeit: katholisch.

Beruf: Teamleiter Contract-management bei der Deut­schen Bahn im Vertrieb Reisebüro. Kaufmannischer An­gestellter I Diplom-Verwal­tungsbetriebswirt.

Hobbys: Imkerei und Rad fah­ren im Verein. „Sozialdemokrat träumt von Alaska“ weiterlesen

Die Probleme der Bürger kennt er schon

Unterwegs mit Thomas Groll CDU-Kandidat suchte im Straßenwahlkampf das Gespräch mit Speckswinklern

Ein freundliches Wort, ein netter Neujahrsgruß und nahezu immer eine persönliche Anrede: Thomas Groll machte Wahlkampf in Speckswinkel und verband dies mit seinen Pflichten als Bürgermeister.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. „Der Plakatständer kommt weg. Dort muss eine Bank hin.“ Seinen Straßenwahlkampf in Speckswinkel nutzte Thomas Groll am Freitag auch, um mit Ortsvorsteher Karl Stehl kleinere Veränderungen zu planen, die das Dorfbild verschönern sollen. Aufforderungen von Bürgern waren dafür nicht notwendig, diese Initiative zeigte der Bürgermeister nebenbei.

Lediglich Traudel Casmir machte ihn auf einen Mangel aufmerksam – den er aber bereits selbst festgestellt hatte: Im neuen Jahr kommt der Bauhof und kümmert sich um den Zustand der Straße zu ihrem Haus, sicherte er der Speckswinklerin umgehend zu.

Ansonsten suchte Groll schlicht den Kontakt zu den Menschen, überreichte ihnen seine „Zukunftsgedanken“ und einen Kalender und schenkte ihnen Gehör. Probleme trug niemand an ihn heran – er forderte die Bürger aber auch nicht dazu auf: „Das wäre doch jetzt etwas aufgesetzt. Wer ein Anliegen hatte, der wusste in den vergangenen sechs Jahren, dass er mich ansprechen kann – zum Beispiel in den von mir eingeführten Bürgersprechstunden.“ „Die Probleme der Bürger kennt er schon“ weiterlesen

Sozialdemokrat will Impulse aufgreifen

Unterwegs mit Georg Metz SPD-Kandidat suchte auf dem Weihnachtsmarkt das Gespräch mit den Bürgern

„Politik interessiert Menschen vor allem dann, wenn sie persönlich betroffen sind“, sagte Georg Metz (SPD) während des Weihnachtsmarktes – und sollte Recht behalten.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. „Wenn Sie das Hattenrod nicht ausbauen, dann wähle ich Sie!“ Was ein Mitglied des VfL Neustadt scherzend Georg Metz entgegen schleuderte, bestätigte nur dessen Theorie: Die Menschen interessiert, was sie direkt betrifft. Und so gab der Sozialdemokrat den potenziellen Wählern, was sie wollen: Er hörte zu und ging auf ihre Anliegen ein.

Dem Gegner des Straßenbaus hätte er zum Beispiel ausgiebig über die Bemühungen seiner Partei berichten können, eine jährlich von allen Bürgern zu zahlende Straßenbaugebühr zu entrichten. Und von der einhergehenden Beitragsfreiheit für Menschen, die gerade ihre Anliegergebühr gezahlt haben. Oder von der „Notwendigkeit, Baumaßnahmen langfristig anzukündigen“, damit sich die Bürger auf die Kosten einstellen können. „Sozialdemokrat will Impulse aufgreifen“ weiterlesen

Handwerkerzentrum auf Kasernengelände gründen

Georg August Metz (SPD) will Arbeitsplätze schaffen
Die A 49 ist für Georg Metz (SPD) ein wichtiger Faktor bei der Zukunftsplanung. In Sachen „Mobilität“ will er auf ehrenamtliches Engagement setzen. Seine Antwort auf unsere Frage im Wortlaut:
Wenn Menschen ihren Wohnort wählen, knüpfen sie daran Erwartungen. Diese Erwartungen lesen sich wie ein roter Faden durch ein ganzes Menschenleben. Betreuungsplätze für Kinder, ein gut erreichbares Schulangebot, Ausbildungsplätze, Arbeitsplätze, Angebote für die Pflege im Alter.
Lebensqualität wird bestimmt durch günstigen Wohnraum, niedrige Lebenshaltungskosten, gute Nahversorgung und ein gutes Freizeit- sowie Kulturangebot.
Gut ausgebaut sind bereits die Kinderbetreuung und das schulische Angebot.
Das Arbeitsplatzangebot ist in den Nachbarstädten gut, in Neustadt selbst noch ausbaufähig. Es sind die Arbeitsplätze, mit denen die Menschen ihren Lebensunterhalt erwirtschaften. Daher ist es in erster Linie der Arbeitsplatz, der den Ausschlag gibt bei der Wahl des Wohnortes für die ganze Familie.
Ich werde viel Energie aufwenden, um Erwerbsmöglichkeiten in Neustadt zu sichern und auszubauen.
Möglichkeiten sehe ich im Gewerbegebiet, am Kaufpark und auf dem Kasernengelände. Dort würde ich gerne mit Betrieben ein Handwerkerzentrum errichten. Das Gewerbegebiet „Am Gelicht“ muss dringend zum Verkauf gebracht werden. Gute Möglichkeiten der Arbeitsplatzschaffung wird uns die A 49 bieten. „Handwerkerzentrum auf Kasernengelände gründen“ weiterlesen

Freiflächen für junge Familien baureif machen

Thomas Groll (CDU) will auch das Angebot für Kinder ausbauen

Das kulturelle Angebot ist für Thomas Groll (CDU) ein wichtiger Standortfaktor. Um den Haushalt zu entlasten, strebt er eine „Bürgerstiftung“ an. Seine Antwort auf unsere Frage im Wortlaut:

Kinder- und Familienfreundlichkeit ist ein bedeutsamer Standortfaktor. Wir müssen jungen Familien eine Perspektive bieten. In Neustadt leben und bis zu 100 Kilometer entfernt arbeiten, muss kein Widerspruch sein. Es gilt, Neustadt als attraktive Wohnstadt weiterzuentwickeln.

Seit 2007 hat sich viel getan: Das Betreuungsangebot in den Kindergärten wurde erweitert, die U-3-Plätze verdoppelt. In der Eichsfelder Straße und in Mengsberg wird nun auch Mittagessen angeboten. In der Allee entstand eine Hortgruppe und der Neubau der Einrichtung wurde als Familienzentrum konzipiert. Dies alles kostete die Kommune trotz hoher Zuschüsse viel Geld. Diese Investitionen sind aber gut angelegt und wirken in die Zukunft. Diesen Weg werde ich fortsetzen. Das Angebot in den Kindergärten soll bedarfsgerecht weiterentwickelt, das kommunale Hortangebot ausgebaut werden.

Für Arbeitnehmer ist es wichtig, zügig zum Arbeitsplatz zu kommen. Die Zugverbindungen nach Frankfurt und Kassel sind daher zumindest zu sichern. Mit dem Landkreis werden wir die Breitbandversorgung verbessern, denn für Heimarbeitsplätze ist schnelles Internet wichtig. Die wohnortnahe Versorgung (Ärzte, Banken, Post…) muss aufrechterhalten bleiben. „Freiflächen für junge Familien baureif machen“ weiterlesen