Neustädter Mitteilungsblatt

Bürgermeisterwahl 2013 Thomas Groll: „Eine aktive Bürgergesellschaft gestaltet ihre Heimatstadt mit“

Bürgermeisterkandidat strebt Gründung einer „Neustädter Bürgerstiftung“ an
Für Thomas Groll stehen drei Themenkomplexe im Mittelpunkt seines Bürgermeisterwahlkampfes: Neustadt als attraktive Wohnstadt für Jung und Alt weiterzuentwickeln, Fragen der Stadtentwicklung und die Zukunft der kommunalen Finanzen.
Dabei liegt es für den amtierenden Bürgermeister auf der Hand, dass diese drei Punkte nicht isoliert betrachtet werden können, sondern zusammenhängen.
Für die Weiterentwicklung unserer Kommune sei es von besonderer Bedeutung, die Bürgerinnen und Bürger „mitzunehmen“ und sie für die Umsetzung konkreter Vorhaben zu gewinnen, so Groll. Als positive Beispiele seiner bisherigen Amtszeit sieht er in diesem Zusammenhang die Erstellung des Stadtentwicklungsgutachtens, das Integrierte ländliche Entwicklungskonzept (SILEK) oder verschiedene Begrünungsmaßnahmen in der Kernstadt an. Die erfolgreiche Teilnahme Mengsbergs am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ habe in eindrucksvoller Weise gezeigt, was möglich sei, wenn die Bevölkerung voll hinter einem Projekt stehe und sich einbringe. Eine aktive Bürgergesellschaft gestalte ihre Heimatstadt mit und könne zudem zu einer Entlastung der Stadtkasse beitragen.
„Auch in Zeiten einer angespannten Haushaltslage will ich beispielsweise nicht auf soziale Projekte und kulturelle Veranstaltungen verzichten. Daher sind Ideen gefragt, um alternative Finanzierungen zu entwickeln und Helfer zu gewinnen“, stellt Groll fest. Eine Möglichkeit seien Fördervereine. Daher habe er beispielsweise die Gründung des Fördervereins Hallenbad initiiert, unterstütze den Förderverein für die Kindertagesstätte „Regenbogen“ seit dessen Gründung und wisse auch die Arbeit des Fördervereines Bürgerpark zu schätzen.
„In diesen drei Bereichen wird großartiges geleistet und es gibt weitere positive Beispiele in unserer Kommune, wo sich die Bürger für Neustadt, Mengsberg, Momberg und Speckswinkel einsetzen.“ „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neue Pumpe fördert 1500 Liter in der Minute

Stadt Neustadt schaffte für 10 500 Euro eine neue Tragkraftspritze für die Feuerwehr Speckswinkel an
Neun Monate lang hatten sich die Speckswinkler Brandschützer eine Tragkraftspritze in Marburg ausleihen müssen. Diese Zeit ist nun vorbei.
von Jonas Hielscher
Speckswinkel. Aus Sicht der 28 aktiven Feuerwehrleute war eine Neubeschaffung der Tragkraftspritze dringend notwendig. Schon seit geraumer Zeit war es dem Zufall überlassen, ob die Pumpe im Ernstfall überhaupt anspringt. Die Tage der Pumpe mit alter Technologie und Zwei-Takt-Motor waren also eindeutig gezählt. Laut Wehrführer Oliver Stabilin funktionierte die Ersatzbeschaffung erstaunlich schnell und unbürokratisch. In weniger als zwölf Monaten sei die neue Pumpe beschafft worden. Die Auswahl von Hersteller und Typ waren keine wirkliche Fragen. Die Speckswinkler Tragkraftspritze ist baugleich mit denen der Wehren aus Mengs-berg und Momberg. Eingebaut ist ein VW-Polo-Motor. Die Pumpe fördert 1 500 Liter Wasser pro Minute bei 10 bar Ausgangsdruck. Mit 197 Kilo ist sie fast 50 Kilo schwerer als ihr Vorgänger. Die Bedienung ist sehr einfach, und das Anlassen des Motors erfolgt vollautomatisch. Im Vergleich zum Vorgängermodell sprachen die Speckswinkler von einem „Quantensprung“. Verladen ist die Pumpe auf dem einzigen Speckswinkeler Feuerwehrfahrzeug, einem Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank (TSF-W). „Neue Pumpe fördert 1500 Liter in der Minute“ weiterlesen

Jugendarbeit ist Stadt jeden Cent wert

Die Kommune, der Verein bsj und die Schule pflegen eine im Landkreis einzigartige Kooperation
Neustadts Jugendliche fühlen sich ernst genommen, das Freizeitangebot für sie hat zu-, die Sachbeschädigungen im Park haben abgenommen. Die professionelle Jugendarbeit trägt Früchte.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Für uns ist die Zusammenarbeit mit der Stadt und dem bsj ein Segen“, freut sich Hartmut Boß, der Leiter der Martin-von-Tours-Schule (MvTS), über die vor etwas mehr als einem Jahr umstrukturierte Jugendarbeit. Seitdem ist der Marburger Verein bsj in der Verantwortung, allerdings greifen verschiedene Zahnräder ineinander: Sebastian Habura und Anika Leineweber kümmern sich als Stadtjugendpfleger um ‚die Jugendräume und das Freizeit- und Ferienangebot (zum Beispiel mit abenteuerpädagogischen Exkursionen mit Bildungsanspruch). Gleichzeitig sind sie über das Projekt „Lebensweltbezogene Schulsozialarbeit“ an der MvTS tätig -die Kosten dafür trägt der Landkreis. Dort organisieren sie Klassenfindungstage, bieten Sportkurse an, kümmern sich um die pädagogische Mittagsbetreuung und stehen den Kindern und Jugendlichen vor allem als Ansprechpartner zur Verfügung.
„So lernen unsere Schüler die Menschen, die Betreuungsarbeit leisten, schon früh kennen und können Vertrauen aufbauen“, sagt Boß und hebt hervor, dass die Kinder und Jugendlichen sich ernst genommen fühlen und jemanden haben, mit dem sie vertrauensvoll reden können – sowohl über ihre Freizeitgestaltung, vor allem aber auch über Probleme in Schule, Familie oder Freundeskreis.
„Ansprechpartner für Jugendliche sind wichtig – es kann aber nur funktionieren, wenn sie auch in die kommunale Arbeit eingebunden sind“, betont Jochem Schirp, der Geschäftsführer des bsj. „Habura und Leineweber sprechen die Sprache der Jugendlichen, wissen dabei gleichzeitig, sich Respekt zu verschaffen“, ergänzt Bürgermeister Thomas Groll und freut sich über gelungene Integrationsarbeit, das vergrößerte Freizeit- und Ferienangebot und den „Rückgang des Rowdytums“. „Jugendarbeit ist Stadt jeden Cent wert“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

„Deutschland, Achtung Baustelle“ Polit- und Gesellschaftskabarett mit Edgar und Irmi begeistert Besucher

Nur eine Woche nach der Neustädter Kunstausstellung fand am 3. November 2012 eine weitere kulturelle Veranstaltung im Historischen Rathaus statt.
Bürgermeister Thomas Groll konnte rund 100 Besucher zu einem Kabarettabend mit Edgar und Irmi aus Unterfranken begrüßen. Groll betonte, dass man wieder einmal etwas Neues wage und freute sich über die gute Resonanz.
Die beiden aus dem Landkreis Bad Neustadt an der Saale stammenden Kabarettisten sorgten während des zweistündigen Programms für beste Unterhaltung und wurden dafür mit großem Applaus des Publikums belohnt.
Hintergründiges, tiefsinniges und provokantes wurde geboten. Vor Edgar und Irmi war an diesem Abend niemand sicher: Ob Angela Merkel, Peer Steinbrück, der Papst, Margot Käßmann oder der Islam, sie alle bekamen „ihr Fett ab“.
Die beiden nahmen zudem am Küchentisch so manche Alltagssituation aus deutschen Haushalten auf die Schippe. Der Einkauf bei IKEA kam hier ebenso zur Sprache wie die neugierigen Nachbarn, das Fernsehprogramm oder des Deutschen liebstes Haustier, der Hund. Auch über die CSU, die bayerische Filzwirtschaft oder das kleine von Sozis regierte Dorf (München) gab es so manches zu erfahren. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Der Fall der Fälle macht den Unterschied

„Im Hattenrod“ gilt als „verkehrswichtige innerörtliche Straße“ weil sie eine Ausweichstrecke für die Bundesstraße wäre
Nahezu reflexartig kam am Montag während der Stadtverordnetenversammlung beim Thema „grundhafte Erneuerung einer Straße“ eine alte Geschichte auf den Tisch.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Zweimal hatten die Neustädter in den vergangenen Jahren die grundhafte Erneuerung der Straße „Im Hattenrod“ aufgrund eines fehlenden Zuwendungsbescheides aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) zurückgestellt. Im Frühjahr 2013 soll das Projekt nunmehr umgesetzt werden – damit die Fördermittel kommen, mussten die Stadtverordneten nach Aufforderung von Hessen Mobil nur noch beschließen, dass die Straße „innerörtlich verkehrswichtig“ ist.
Diese Grundvoraussetzung erfüllten die Neustädter am Montag einstimmig. 475 000 Euro hat die Stadt an Kosten veranschlagt. Die GVFG-Förderung beläuft sich auf 75 Prozent – kommt allerdings nur der Kommune zugute. Der Anliegeranteil beläuft sich auf 50 Prozent.
50 Prozent? Dieser Punkt rief Mombergs Ortsvorsteher Jörg Grasse auf den Plan, der daran erinnerte, dass der Anliegeranteil beim Ausbau von „Arenecke“, „Pfaffenhöfer Straße“ und „Tannenbergstraße“ 75 Prozent betragen habe. „Wo ist der Unterschied?“, fragte er Bürgermeister Thomas Groll und bekam die Erklärung: Hessen Mobil habe „Im Hattenrod“ nicht wie die Momberger Straßen als „Anliegerstraßen“ sondern als „innerörtlich verkehrswichtig“ eingestuft, da sie bei einer Sperrung der Bundesstraße 454 im Bereich Bahnhofstraße / Hindenburgstraße die einzig in Frage kommende Umleitungsstrecke sei. Noch dazu diene sie Verkehrsteilnehmern aus dem benachbarten Vogelsbergkreis als Zuwegung zur B 454 Richtung Schwalmstadt und sei eine bedeutsame Zuwegung zum Bahnhof.
Somit steht fest: Die Anlieger müssen insgesamt für rund 238 000 Euro aufkommen. Die Stadt erhält derweil rund 170 000 Euro an Fördermitteln und muss selbst nur rund 70 000 Euro berappen. „Der Fall der Fälle macht den Unterschied“ weiterlesen

Stadtverordneten geht es beim „Nein" ums Prinzip

Zinser und Schwalm wehren sich gegen „Ausgleichsmaßnahmen“
Nur 37 Minuten dauerte die Stadtverordnetenversammlung in Neustadt am Montag, aber dennoch gab es eine Besonderheit: Eine Abstimmung fiel nicht einstimmig aus.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Eigentlich herrscht in der Stadtverordnetenversammlung meist große Einstimmigkeit. Die Neustädter bereiten die Punkte der Tagesordnung in den Ausschüssen gut vor, beraten sich und finden Lösungen, denen alle Stadtverordneten zustimmen. Diesmal jedoch fanden sich in Reihen der CDU zwei Abweichler, die allerdings weniger Kritik am konkreten Beschluss hatten. Vielmehr ging es Volker Zinser und Klaus Schwalm ums Prinzip.
In der konkreten Vorlage hatte die Stadt den Vertretern der Bürger vorgeschlagen, zwei Flächen mit einer Gesamtgröße von rund 5 700 Quadratmetern zum Preis von etwas mehr als einem Euro pro Quadratmeter an die Bundesrepublik Deutschland zu verkaufen. Die Flächen sollen für „Kompensationsmaßnahmen für die B-3-Ortsumgehung Frohnhausen genutzt werden: Ziel ist es, gemäß der Kulturgeschichte am „Etzgeröder Teich“ aus einem Wiesenstück eine Art Teich zu machen.
Zinser bezeichnete die „Ausgleichsmaßnahmen“, die bei Eingriffen in die Natur (wie beim Straßenbau) vorgeschrieben sind, als „nicht mehr zeitgemäß“. Oftmals würde Ackerland vernichtet, monierte der Landwirt und betonte: „Nasse Wiesen füllen nicht die Teller.“
Bürgermeister Thomas Groll hatte Verständnis für die andere Meinung seiner Fraktionskollegen, hob aber noch einmal hervor, dass in Neustadt Grünland veräußert werde, von dem es in der Kommune einen Überhang gebe. Daher sei der Verkauf (zu Preisen, die den Bodenrichtwerten entsprechen), vertretbar. Noch dazu passe das Vorhaben zum Silek-Konzept der Stadt. „Stadtverordneten geht es beim „Nein" ums Prinzip“ weiterlesen

Gut – aber es geht besser

Planungen für das Neustädter Volksfest laufen schon wieder
„Volkes Stimme war massiv – dem wollen wir uns nicht verschließen“, sagt Bürgermeister Thomas Groll und kündigt Veränderungen für die Trinitatis-Kirmes 2013 an.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Zufriedenheit war Trumpf nach der ersten Kirmes unter Federführung von Bürgermeister Thomas Groll und René Spatzier von der Stadtverwaltung. Der „Komet“, eine Zeitschrift des Deutschen Schaustellerbundes, sieht die Trinitatis-Kirmes wieder im Aufwind, lobte zahlreiche Veränderungen, übte aber auch Kritik – und spiegelte in einem Punkt voll die Meinung von Neustadts Bürgern wider: Diese hatten ebenso wie der neu gegründete Festbeirat nach den vier Festtagen den Getränkeausschank ins Fadenkreuz genommen. Für Groll und Spatzier ist daher klar: Im kommenden Jahr wird es auch außerhalb des Festzeltes im kommenden Jahr wieder eine Getränkeausgabe geben. Und damit nicht genug: Auch die Einführung des Junker Hans kehrt an ihre altbewährte Stelle im Freitagabendprogramm zurück.
Viel Lob und ein bisschen Kritik – da wundert es kaum, dass Groll und Spatzier mit Unterstützung des Festbeirates voller Tatendrang die Planungen für 2013 angehen. Konrad Ruppert soll nach seinem gelungenen Auftreten als Generalpächter des oberen Festplatzes im vergangenen Jahr mindestens bis zur Kirmes 2015 als Generalpächter fungieren. „Gut – aber es geht besser“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Jahreshauptversammlung des Fördervereines Hallenbad Neustadt e. V. Bereits über 10.000 € in das „Rotkäppchenbad“ investiert

Vor rund fünf Jahren gründete sich auf Initiative von Bürgermeister Thomas Groll ein Förderverein für das kommunale Hallenbad. Mittlerweile zählt der Verein über 60 Mitglieder und konnte bereits über 10.000 € in das Bad investieren.
Zur diesjährigen Hauptversammlung konnte Vorsitzender Thomas Theis am 12. Oktober 2012 20 Mitglieder im Mengsberger Gasthaus Ochs begrüßen.
Theis ging in seinem Bericht auf die Vereinsaktivitäten ein. Er hob die gute Zusammenarbeit mit der Kommune, der DLRG und dem Bäderpersonal hervor. Es wurde u. a. erneut ein Candle-Light-Schwimmen durchgeführt, Geburtstagskinder erhalten bei ihrer Party im Hallenbad ein kleines Präsent und der Förderverein sorgte dafür, dass Elfi Prinz den Namenszug „Rotkäppchenbad“ an der Fassade anbrachte.
Auch einige kleinere Investitionen in das Bad wurden wieder finanziert. Nicht ohne Stolz verwies Theis darauf, dass die Bewertungskommission beim Wettbewerb „Unser Dorf“ das Engagement des Fördervereines positiv hervorgehoben hätte.
Der Vorsitzende dankte allen Sponsoren für ihre Unterstützung und kündigte an, verstärkt nach neuen Mitgliedern zu suchen. Der Vereinsbeitrag sei mit 12,00 € günstig und komme komplett dem Hallenbad zugute.
Als nächste Aktivitäten kündigte er ein weiteres Candle-Light-Schwimmen für den 16. November 2012 und den Besuch des Nikolauses für den 6. Dezember 2012 im Bad an.
Bürgermeister Thomas Groll dankte dem Förderverein für seine bisherige Arbeit. Der Verein habe sich insbesondere Dank des engagierten Vorstandes sehr gut entwickelt. Durch Sponsorengelder, Veranstaltungseinnahmen und Mitgliedsbeiträge sei es möglich gewesen, über 10.000 € in das Bad zu investieren, u. a. in den Erwerb einer Schwallbrause.
Der Bürgermeister hob auch die Installation einer PV-Anlage auf dem Hallenbaddach hervor. Der Förderverein habe Investitionen durchgeführt, die die Stadt nicht hätte ermöglichen können und damit der Attraktivierung der Einrichtung beigetragen. Für die Zukunft, so Groll, sollte man gemeinsam den Focus auf die weitere Erhöhung der Aufenthaltsqualität und das Angebot für (Klein-) Kinder richten. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Kleine Ritter haben die Stadt im Griff

Familienzentrum und Jugendpflege richteten erstmals Herbstferienspiele für 20 Jungen und Mädchen aus
Die Ferienspiele von Familienzentrum und Stadtjugendpflege werden zur Erfolgsgeschichte: Die Plätze waren im Nu ausgebucht, und die Kinder hatten einen Heidenspaß.
von Karin Waldhüter
Neustadt. „Julius, Hannes, Lara weiter so!“ Fröhliche Anfeuerungsrufe von Kindern durch die Allee. 20 Jungen und Mädchen haben auf dem Gelände des Familienzentrums ein Ritterlager aufgeschlagen und tragen Ritterspiele aus.
Erstmals bot das Familienzentrum Regenbogen gemeinsam mit dem für die Neustädter Jugendarbeit verantwortlichen Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit (bsj Marburg) eine einwöchige Ferienbetreuung in den Herbstferien an. „Die Plätze während der Sommerferienspiele waren so schnell ausgebucht, dass wir uns entschieden haben, auch im Herbst Ferienspiele für Schulkinder zu veranstalten“, erläutert Einrichtungsleiterin Claudia Orth.
Bogenschießen mit Experten
Innerhalb kürzester Zeit waren die zur Verfügung stehenden 20 Plätze ausgebucht. Unter dem Motto „Ritterspiele“ erlebten die Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren gemeinsam mit den Betreuern Sebastian Habura (Jugendpfleger vom bsj), Levia Saglam vom Familienzentrum und Praktikant René Jakubowski eine aufregende Woche.
Um echte Ritter zu werden, entwarfen die Kinder zunächst eine eigene Rüstung mit Schild. Am zweiten Tag drehte sich dann alles um die Frage, „Was machen Ritter im Wald?“.
Zudem stand das Thema Bogenschießen auf dem Programm. Und dafür konsultierten die Neustädter einen echten Experten: Der Vorsitzende des Schießsportvereins „Horrido“, Wolfgang Walz, lud die Kinder dann auch gleich zum Training mit Pfeil und Bogen ein.
Des Weiteren besichtigten die Kinder den Junker-Hansen-Turm, unternahmen eine Waldwanderung, erlebten ein Lagerfeuer mit Grillen und eine gemeinsame Übernachtung in der Turnhalle des Familienzentrums. „Kleine Ritter haben die Stadt im Griff“ weiterlesen

Notfallplan rettet den Kindergarten

9 von 20 Plätzen in Speckswinkel belegt Bei erhöhtem U-3-Bedarf bietet Einrichtung Ausweichmöglichkeit
Für 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren müsste die Stadt Neustadt ab dem kommenden Jahr einen Betreuungsplatz bereithalten. Vier Prozent fehlen – ein Notfallplan liegt in der Schublade.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Wir sind in der Lage, von jetzt auf gleich 30 neue U-3-Plätze zu schaffen“, erklärt Bürgermeister Thomas Groll mit Blick auf die magische Quote von 35 Prozent und die Bemühungen der vergangenen Jahre, die Situation in Neustadt zu verbessern.
Mehr als verdoppelt hat die Stadt in den vergangenen vier Jahren die Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Nun bietet sich folgendes Bild: 260 Kinder besuchen die fünf Einrichtungen im Stadtgebiet. 111 Kinder gehen in den Neustädter „Sonnenschein“, der 130 Plätze bietet. 15 Kinder sind unter drei Jahre alt, 22 Kinder nutzen die Ganztagsbetreuung. Im Regenbogen sind nur 2 der 90 Plätze nicht belegt. 10 Kinder sind unter drei Jahren alt, 18 Kinder nutzen die Ganztagsbetreuung mit Mittagessen, 9 Schulkinder werden im Hort vor dem Unterricht und danach betreut.
In den „Sterntaler“ in Mengsberg gehen 27 Kinder – vier sind jünger als drei Jahre, bis zu acht Kinder nutzen das Mittagessen, 13 Plätze sind ungenutzt. Im Zwergenstübchen in Speckswinkel sind 9 von 20 Plätzen belegt. „Aufgrund der räumlichen Situation sind dort keine U-3-Betreuung und kein Mittagessen möglich“, fügt Groll hinzu und wendet sich dem kirchlichen Kindergarten Momberg zu, für den die Kommune 80 Prozent der ungedeckten Kosten trägt und das Gebäude unterhält: 28 der 40 Plätze sind belegt. Kein Kind unter drei besucht die Einrichtung. Zu einem möglichen Mittagessensangebot läuft derzeit eine Umfrage. „Notfallplan rettet den Kindergarten“ weiterlesen